Suzuki Sx4 bewegt bergab trotz eingelegtem 1.gang

  • Hallo zusammen

    Hab neulich mal wieder bei meinen Bekannten geparkt, Parkplatz leicht abschüssig 1. Gang eingelegt .

    Und wurden dann aufmerksam gemacht das er fast auf der Straße steht

    Fahrzeug zurück gesetzt und beobachtet , tatsächlich bewegt er sich trotz eingelegten Gang , langsam und teilweise ruckartig cm für cm nach vorne

    Hab mal die Kupplung getestet, sie is nicht verschließen was man auch beim fahren merken würde , der druckpunkt fühlt sich auch gut an

    Beim nächsten mal hab ich dann den Rückwärtsgang eingelegt , mit dem gleichen Ergebnis, bin zZ echt ratlos

    Hat jemand schon ähnliches erlebt , bzw. was könnte es noch sein

    Lg der Graue

  • Einfache Physik... Wenn's bergab geht, wirkt halt die Schwerkraft und das Fahrzeuggewicht "drückt" gegen das Getriebe bzw. den Motor (die Verdichtung), der halt dann auch mal nachgibt und sich bewegt, völlig normal.. Deshalb sollte man bei Gefälle auch zusätzlich die Feststellbremse benutzen...

  • Schonmal über das benutzen der Feststellbremse, umgangssprachlich Handbemse genannt, nachgedacht? Da haben sich hochqualifizierte Ingenieure extra was ausgedacht.

    Bei dir wird sich einfach der Motor durchdrehen. Das passiert bei steileren Gefälle und ist völlig normal.

    Chemnitzer dürfen das !

    http://www.suzukink.de/ Fahrzeuge: Toyota Avensis Kombi 2.0 (Bj.04)& Toyota Aygo (Bj.11)

  • Ihr wisst doch, die Handbremsallergie ist eine weitverbreitete, ernstzunehmende Erkrankung. Weil der Freundin von Tante Elkes Nachbarn, Gott hab ihn selig, im Winter 1978 mal am Fiesta I die Handbremse eingefroren ist und alle darüber gesprochen haben, wähnt man sich schlau und zieht sie seitdem überhaupt nicht mehr an - sicher ist sicher. Außerdem könnte ja die Mechanik verschleißen und nach 15 Jahren eine Reparatur erforderlich machen, was ja nun wirklich niemand ernsthaft wollen kann.

  • Ihr wisst doch, die Handbremsallergie ist eine weitverbreitete, ernstzunehmende Erkrankung. Weil der Freundin von Tante Elkes Nachbarn, Gott hab ihn selig, im Winter 1978 mal am Fiesta I die Handbremse eingefroren ist und alle darüber gesprochen haben, wähnt man sich schlau und zieht sie seitdem überhaupt nicht mehr an - sicher ist sicher. Außerdem könnte ja die Mechanik verschleißen und nach 15 Jahren eine Reparatur erforderlich machen, was ja nun wirklich niemand ernsthaft wollen kann.

    Das Übel einer festfrierenden Handbremse sollte in Zeiten von Gummitüllen an den Bowdenzügen Geschichte sein.;)

    Festrosten/-backen tut sie bei längerer Standzeit, vor allem wenn nass abgestellt.

    Je nach Gefälle und eingelegtem Gang gibt trotz guten Kompressionswerten der Motor dem einwirkendem Drehmoment nach und der Wagen ruckt langsam bergab.

    Bleiben für Festklebephobiker noch Vorlegekeile. Nutzen auch bei Bowdenzugrissen oder verschlissenen Bremsen, Band dran und man kann sie nach einigen Zentimetern Berganfahrt sogar allein wieder ins Wageninnere ziehen ...:D

  • Danke für die sehr informativen Antworten , ja es stimmt das ich bei Frost vermeiden wollte die Handbremse anzuziehen, an der Stelle parken viele wagen schon seit Jahren (nur so ca 40 Jahre) , so steil is es da nicht , und es is bis jetz noch nie vorgekommen das ein Wagen langsam runter rollte.

    Dachte jemand hätte schon ähnliche Erfahrungen gemacht

    Ich bin zwar neu hier , und habe eine Frage sachliche gestellt, auf einige Antworten hätte man auch verzichten können, da sie auch zu meinen Standardwissen , gehören, bleibt einfach mal sachlich. Gegen eine humorvolle Antwort is ja Nix einzuwenden .

    Danke an alle anderen die sich der Sache professionell angenommen haben 😀

    Liebe Grüße euer Grauer

  • Ich bin zwar nicht so schlau, aber dass der Motor durchdreht, wo andere Motoren es nicht tun, halte ich für sehr unwahrscheinlich, wenn der Motor sonst einwandfrei läuft.

    Wenn die Kupplung wirklich ausgeschlossen werden kann, würde ich mich fragen, wie die Räder noch frei laufen könnten.

    Was ist mit Allrad, Visco Kupplung, gibt es da sonst noch irgendwelche trennbaren Verbindungen, die alle Räder frei laufen lassen?

    Die Visco im Suzuki soll doch auch VA/HR Drehzahl ausgleichen. Was, wenn es erst vorne zuckt, dann hinten nachruckt? Oder das Ding kaputt ist?

    Ansonsten mal mit nem Stift Riemen, Scheiben, Gehäuse an drehbaren Teilen markieren und abstellen. Dann sieht man, wo sich was dreht.

    Wenn ich damit nicht weiter käme, würde ich mal wen Fragen, der sich wirklich damit auskennt. Als gegeben würde ich es nicht hinnehmen.

  • ich werd wohl erstmal damit leben müssen , denke auf die Schnelle is da nix zumachen , und aus den Antworten hier wegen festfrieren der Handbremse mach ich mir jetz erst mal weniger Gedanken , klar die Technik schreitet voran und ich bin schon ganzschön alt 😜, es is auch nur eine frontantrieb , kein Allrad antrieb , was ich mir noch vorstellen könnte is das die Ventile undicht sind und so der Wagen langsam rollen könnte , müsste man mal testen dur ich denke das würde Mann ev auch am leistungsverlust merken

    Denke damit kann man leben und mal sehen was sich noch ergibt , werd mal bei Gelegenheit meine schrauber fragen

  • Ich würde mich da jetzt nicht zuviel reinsteigern. Nur weil andere Fahrzeuge nicht losrollen, muss das nicht heißen, dass bei deinem etwas defekt ist. Da spielen ja auch verschiedene Faktoren mit, wie Gewicht, Motorart (Diesel, Benzin, Turbo), etc. Nicht verkompliziereen...

  • hallo,

    Erklärbärmodus an:

    aufgrund dessen, dass da soviele faktoren einfließen (Leistung nicht, sondern Drehmoment, des motors, diesel oder benziner, diesel hat fast doppelte kompression von benziner, moderne turbo motoren haben weniger verdichtung wie saugmotoren, übersetzung des getriebes, radgröße, gewicht fahrzeug..) mein wohnmobil mit 6t Lebensgewicht, höchstgeschwindigkeit im ersten gang von 16 Km/h und 3L diesel motor habe ich noch nie mit handbremse abgestellt. Aber das ist meine sache..

    In meiner zeit bei einem großen deutschen automobilkonzern gab es eine testnorm, wie handbremssysteme getestet werden..

    Grob gesagt bei einem handbremshebel mit 16 Zähnen und kombisattel (keine bremstrommel, keine keilbremse elektrisch)

    25000 mal 12ter zahn

    2500 mal 14 ter Zahn

    250 mal 15ter Zahn

    25 mal 16ter Zahn,

    das ganze mit 3 Wiederholungen..

    Handbremse mit wirkung auf trommelbremse wurde kraftgeregelt am hebel geprüft.

    Somit kommt man auf 83775

    handbremsbetätigungen. Wenn man das auf ein "simuliertes" Autoleben von 180.000km anwendet, braucht man keine angst haben, dass die handbremse kaputt geht.

    Es passiert aber nichts, wenn sie nicht gezogen wird, da die bremse beim bremsen sich komischerweise auch bewegt..

    Einzig der satz, bremsen wollen gebremst werden.. Je fester, desto besser ins pedal, wenn keiner hinter einem ist.. Moderne trommelbremssysteme haben einen nachstellmechanismus, der bei belagabnutzung nachstellt.

    Erklärbärmodus aus. Sry für offtopic

    Aber ich wollte die angst nehmen die handbremse zu betätigen, weil sie kaputt gehen könnte..


    Gruß

    Quertreiber

    Der Drift ist die schnellste Art der Fortbewegung

    Walter Röhrl

  • Da ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit weder etwas defekt noch undicht. Kein Kolben dichtet 100%ig zum Zylinder (Spalt der Kolbenringe zum thermischen Ausgleich) und je kleiner das Hubvolumen, um so eher ist es Richtung Kurbelwelle entwichen. Und es sichern nur die Kolben, die sich im Kompressionstakt (oder bei gegenläufigem Gang im Zündtakt) befinden, beim Vierzylinder also ein, maximal 2 Kolben. Bei den anderen Zylindern sind die Ein-bzw. Auslaßventile offen. Beim Zweitakter (Steuerscheiben anstelle der Ventile) des Trabant konnte man zuschauen, wie er die nur 2-3° geneigte Parkfläche "runterruckelte", nach wenigen Minuten stand er halb auf der dazu quer verlaufenden Straße. Der eingelegte Gang sichert auf waagerechter Fläche gut gegen Wegdrücken/Wegschieben, verhindert auf geneigter Fläche aber nur das (schnelle) Wegrollen, nicht aber das langsame Wegrucken. Dagegen helfen nur Festellbremse, Keil(e) oder mit eingeschlagener Lenkung an den Bordstein stellen.

  • Ich hatte jetzt in über 25 Jahren nur 2 Situationen, wo ein Auto trotz eingelegtem Gang nachher nicht da stand, wo's abgestellt wurde.

    Nummer 1 war 1993/94 ein Polo 6N, 45 PS, Nuckelpinne. Ich saß drin. Paar Minuten war nix, dann bekam das Teil Schluckauf. Ruckelte sich 'nen halben Meter Richtung Straße, bis ich ausstieg und mich dagegenstemmte. Dann zwar auch noch ein Stück, aber weniger...

    Nummer 2 war unser Passat 3B, um 2010 rum. Den hat man immer "nur" mit Gang im Hof abgestellt. An dem Tag muss der aber nicht exakt verzahnt gewesen sein, und ist rausgesprungen. (Eingelegt worden war er - sonst hätt man das schon beim aussteigen festgestellt!) Gut dass es beim Nachbarn auch erst mal leicht bergauf ging...

    Sonst nix.

    Dabei sind sowohl ich als auch mein Vater notorische Handbremsignorierer. Wir betätigen die zwar manchmal leicht auf der Autobahn, um sie wieder zu entrosten - ansonsten nur, wenns wirklich sein muss (nein, Anfahren am Berg zählt nicht dazu). Aktuell ist das z.B. mein toller Duplexparkplatz, da man die Position der Reifenrinne schon recht präzise treffen sollte, und das geht mit Gang oder P nicht so top (es ist doof, wenn das Auto noch ein kleines Stück rollt - und dann an der tiefen Stelle eine Hand unter den Reifen passt...).

    Nach der Ansicht mancher hier spielen wir aber offenbar mit dem Feuer... 8o


    Dass es nun aber (immer noch) Fahrzeug-Motor-Getriebe-Kombinationen gibt, wo einen die Physik austrickst und die alten Gewohnheiten in Frage stellt - ist sicher auch wahr. Ich würde daher erst sicher von einem Defekt ausgehen, wenn ein anderer SX4 gleichen Typs an der selben Stelle wie festbetoniert stehenbleibt...

  • Man sitzt in einem sich ungewollt bewegendem Auto und steigt aus, um von außen die gut eine Tonne festzuhalten, anstatt sitzen zu bleiben und einfach auf die Bremse zu treten oder die Handbremse zu ziehen??? Wie unklug ist das denn?:(

  • Habe ich auch. Trotz bester Kompression und Kupplung rutsch nicht.

    Dies ist bei mir sowohl im 1. als auch im Rückwärtsgang so. Meine Zufahrt hat knapp 8%.

    Nun Muß beim Parken die Handbremse ständig angezogen sein, was ich eigentlich bei allen meinen Fahrzeugen beim längeren Parken vermeide.

  • Nun Muß beim Parken die Handbremse ständig angezogen sein, was ich eigentlich bei allen meinen Fahrzeugen beim längeren Parken vermeide.

    Man muss sich im Leben ab und zu entscheiden. Wenn man solche - technisch kaum bis gar nicht begründbaren - Bauchschmerzen bei Nutzung der Handbremse hat, muss man halt entweder Radkeile benutzen oder das Risiko von Fremd- und Eigenschäden eingehen, indem man weiter nur mit eingelegtem Gang parkt und das Beste hofft.

  • danke, nutze temporär Radkeile. Und das Problem der Handbremsen ist nicht von mir gemacht, sondern nach Auskunft der Experten begründet in debn Bremskraftverteilern, welche verhindern, dass die Hinterradbremsen ausreichend betätigt werden, im Normalbetrieb. Dadurch müssen häufigt die hinteren Bremsen revidiert werden. Diese Kosten sind nicht zu unterschjätzen. Ist meine leidige Erfahrung.