Dass weder Wasserstoff noch Brennstoffzelle eine Zukunft haben, hab ich eigentlich seit Jahren verinnerlicht... wie oft gab's schon Projekte, Modellversuche und ähnliches, gerade hier in Böblingen/Sindelfingen wo ein gewisser großer deutscher Automobilhersteller quasi vor der eigenen Haustür testen kann. Die haben u.a. dem Bauhof schon Fahrzeuge hingestellt und auch Linienbusse betrieben... alles für die Katz, entweder war schon die Forschung und Testerei zu teuer oder man hat keinen Weg gefunden, das in eine zufriedenstellende und wirtschaftliche Praxis umzusetzen.
Genau das gleiche wird übrigens auch dem vom "Porschekanzler" Lindner so propagierten eFuel widerfahren - die synthetische Herstellung verbraucht ihrerseits so dermaßen viel Energie, dass es einfach mehr Sinn macht, diese direkt(er) in die Autos zu packen, Infrastruktur und Akzeptanz hin oder her.
Und der Verbrenner... ist ausentwickelt. Im Gegensatz zu DAV sehe ich da keine großen Sprünge im Wirkungsgrad mehr, wo sollen die denn auch herkommen? Da müsste man ja alle F&E-Abteilungen an der Nase ziehen, warum die die letzten Jahrzehnte so gepennt haben... nee, die sind doch auch nicht doof. Man merkt doch jetzt schon, dass bald jeder weitere mickrige Schritt in Richtung Minderverbrauch mit geringerer Haltbarkeit und Zuverlässigkeit einhergeht (nicht nur die Abgasnachbehandlung, auch der Mist wie Zahnriemen im Ölbad, sind m.E. komplette Fehlentwicklungen in die falsche Richtung). Glaube die einzigen, die da noch ein bisschen Hirn einsetzen, sind mal wieder Mazda, und auch da gibt es keine Revolutionen mehr.
Solange für diese Technologien nicht (alle!) ein Wunder geschieht, wie's bei e-Autos der Lithium-Ionen-Akku war (von dem ich schon seit 2001 Fan bin, seit ich ein 5 Jahre altes Siemens S4 gegen ein neueres Nokia 5110 mit einem Standard-Akkupack testen durfte... zum Glück gab's im Zubehör LiIon-Vibra-Akkus für "nur" 50 Mark!), werden die immer weiter ins Hintertreffen geraten, ob's uns passt oder nicht.
Mir persönlich "langt's naus", also ich hab nicht vor, meinen Fuhrpark in den nächsten 10-15 Jahren dramatisch zu ändern, weil gerade alles passt... was Neueres mit der Nervtechnik kommt mir eh nicht ins Haus... und für Bestandsfahrzeuge wird auch nach wie vor irgendeine Versorgung zur Verfügung stehen. Teurer, ja... mangelhafter in Flächendeckung, das sicherlich auch... und irgendwann kriegen wir keine Ersatz- oder Verschleißteile mehr in gewohnter Qualität, weil nur noch Fernost einen Gewinn damit macht (das hat der Käferfahrer genauso gespürt wie der Vinylliebhaber; bei beiden geht's wieder bergauf, allerdings dann auch zu "guten" Preisen!). Aber wie bei Markus: "Sch...egal - es wird schon geh'n!"