Beiträge von dav1963

    Vielen Dank an euch allen, ja dann scheint es normal zu sein. Vielleicht gibt es Momente wo das Metallstückchen noch denkt es wäre Warm obwohl es bereits Kühler geworden ist.

    Eine Ferndiagnose rein auf subjektiver Schilderung beruhend ist natürlich schwierig. Aber so wie du es anfangs geschildert hast, ist es definitiv nicht normal. Zum einen benötigt keine der 6 Heizmatten in unseren 3 Suzukis länger als ein, zwei Minuten um deutlich Wärme abzugeben. Natürlich wird das subjektive Wärmegefühl auch z.B. von der Bekleidung beeinflußt, bei dicker Thermowäsche im Winter dauert es länger, bis die Wärme die Haut erreicht. Auch Sitzauflagen und Schonbezüge dämpfen da ggf.. Objektiver läßt es sich mit einem Thermometer (Temperatursensor am Kabel beispielsweise) direkt auf der Sitzfläche im Fahrbetrieb ermitteln, wann es warm wird und welche Pausen es im Heizbetrieb bei welchen Temperaturen gibt und ob es bei beiden Sitzen gleich ist.

    Verglichen mit den einfachen Heizauflagen aus dem Zubehör heizen die Sitzheizungen bei Suzuki deutlich stärker und schneller.

    Wenn das Kühlwasser auf Temperatur gekommen ist, werden bei entsprechender Einstellung die Vordersitze durch die darunterliegenden Ausströmer auch angenehm gewärmt und man benötigt die elektrische Sitzheizung dann nicht mehr. Das braucht aber einige Kilometer Fahrstrecke. Aber eventuell beeinflußt die dort unter dem Sitz ausströmende Warmluft den Thermoschalter so stark, das die elektrische Heizmatte dann aus bleibt?

    Am besten mal mit Thermometer zwischen Oberschenkel/Popo und Sitzfläche objektive Werte ermitteln, ggf. kann dann jemand hier aus dem Forum mit einem Fahrzeug gleicher Baureihe vergleichen, wie es dort ist.

    Wie Jörg L. schon schrieb, einfache Bimetallschalter-Regelung an/aus. Bei unseren Fahrzeugen (SX4 SCross, Ignis2 +3) ist die Heizung nach knapp einer Minute angenehm warm und "pendelt" dann um diese Temperatur, beim SX in zwei Stufen schaltbar.

    Im Gegensatz dazu geht die Heckscheiben-/Spiegelheizung zum Batterieschutz nach 15 Minuten aus und eh nur bei laufendem Motor an.

    Eine so lange Aufheizzeit bei der Sitzheizung und das starke Abkühlen ist irgendwie nicht normal. Ist es bei beiden Sitzen so, oder macht das nur der Fahrersitz? Würde dann ja für einen Defekt an der dortigen Heizmatte/Zuleitung sprechen.

    Naja, in erster Linie hat der VAG Konzern über Jahrzehnte Dicke Gewinne eingefahren. Und das teils mit Manipulation und viele billige Bauteile. Das die Politik auch ihren Teil dazu beitragen hat ist unumstritten.
    Es bekommt jeder was ihm zusteht.

    Die großen Manager und Bosse werden kaum arg betroffen sein und Hunger leiden. Ausbaden muß es der kleine Michel. Krass mit Job weg, zumindest aber mit Inflation, höchsten Energiekosten, steigenden (Sozial-)Abgaben und Steuern und anderen Einbussen an Wohlstand und Sicherheit. Die Hauptakteure verlagern ihre Wirkungs- und Wohnstätten und machen einfach weiter ...

    Traurig was durch Politik aus der Autoindustrie wird.

    Und nicht nur aus der. Ähnliches findet beim Maschinenbau, der Chemie- und Pharmaziebranche, den Glas- und Metallhütten und in Handwerk, Gastronomie und Handel statt. Vielfach sind die Manager und Chefs aber mit schuldig am Desaster ihrer Firmen, da sie viel zu lange schweigend dem Treiben der Politik zugeschaut, zum Teil es auch noch gefördert haben. Im Reich der Mitte war man da pragmatischer und hat die Chancen genutzt. Probleme gibt es auch da und jenseits des Atlantik, aber (West-)Europas Wirtschaft ist am schlimmsten dran. Und es sieht nicht nach Besserung aus, ganz im Gegenteil, schaut man nach Brüssel und Berlin.

    Als ich vor einigen Jahren auch hier warnte, war ich der schwurbelnde Schwarzseher. Nun sieht man, wer die dunkle Binde vor den Augen trug ... Allerdings hätte ich den großen Crash schon eher erwartet, die Ausgangslage der Wirtschaft war doch besser als gedacht, aber die Tendenz war schon da klar erkennbar, die Chancen zum Umsteuern wurden alle nicht genutzt, im Gegenteil. Schlimm für all die, die ihren Lebensunterhalt in der Produktion erarbeiten müssen, Kredite am Laufen haben und nun nicht nur mit sinkenden Realeinkommen, sondern mit Jobverlußt betroffen sind. Aber auch hier wollten es die meisten nicht sehen und haben nicht gehandelt ...

    In Zwickau ist eine Auto-Demontagelinie in Betrieb genommen worden. Wenn dann demnächst die Ankopplung in Endlosschleife an die Montagelinie erfolgt, hat VW die perfekte Kreislaufwirtschaft und muß sich nicht mehr um sinkende Verkauszahlen sorgen!:D

    "Baue auf und reisse nieder,

    hast du Arbeit immer wieder!"

    Eigentlich ja eine gute Idee, Ersatzteile zu gewinnen und sinnvoll zu nutzen. Allerdings machen das die Verwerter schon markenübergreifend seit zig Jahren. Und überhaupt nicht dazu passen die neuen EU-Altautoregeln, die das private Ausschlachten fast völlig unterbinden, ja selbst die zeitwertgerechte Instandhaltung der Fahrzeuge unmöglich machen. Abgesehen, daß die mit Elektronik vollgestopften Vehikel eh keine Oldtimer werden können mangels Ersatzteilen, wird auch der Erhalt von Youngtimern somit unmöglich, neue H-Autos kommen also bald nicht mehr dazu. Gut, wer, wie auch hier einige, schon ein Auto mit 30 oder mehr Zulassungsjahren hat, für die gelten ja Sonderreglungen - eventuell ...:/

    Aber noch besser als VW ist ein sächsisches Unternehmen, das in Namibia geschreddertes Holz vergräbt, bzw. in Plastikfolie!!! (toller Umweltschutz!) "beerdigt", um dessen CO2-Freisetzung zu verzögern. Kassiert wird dafür in CO2-Zertifikaten, die dann an die Industrie hier (welche demnächst???) verkauft werden sollen. Aus deutscher Genialität wurde irrer Wahn! Und wir brauchen mehr davon, um die Welt zu retten!!!||

    Das Fangband hält ja neben der Öffnungsbegrenzung über eine Federmechanik die Tür auch offen in zwei Stellungen. An einer Tür tat es das nicht mehr, die Andruckkraft der beiden "Gleitkeile" in die Einsenkungen des Fangbandes war zu schwach geworden. Ein neues einbauen erfordert dessen Kauf (kostet wohl um die 20€) und vor allem aber den Ausbau der Türverkleidung. Ich fand einen einfacheren Weg. Aus einem flexiblen Kunststoff mit ca. 1,2 mm Dicke (Dosendeckel) schnitt ich eine ca 5cm lange, 1 cm breite Lasche, die ich mit einem Loch versehen mit einer der Schrauben des Fangbandes am Türrahmen befestigte (die obere, macht sich einfacher), nachdem ich das andere Ende zwischen Fangband und Gleitkeil geschoben hatte. Ein entsprechend langes Stück Metall (Montageband), bis dicht über das Fangband reichend darüber gelegt und mit angeschraubt, verhindert das Herausrutschen des Kunststoffstreifens beim Türöffnen. Die Dicke von ca. 1,2 mm erwies sich hierbei als optimal, dünnere Streifen rutschten wieder heraus, starrerer Kunststoff brach an der Biegestelle nach kurzer Zeit. Die nun erhöhte Vorspannung der Gleitkeile hält die Tür wieder ausreichend fest in den Öffnungspositionen. Die Öffnungsbegrenzung als Hauptzweck des Fangbandes war eh immer gegeben und hat sich nicht verändert. Reparaturaufwand (ohne "Materialerprobung") ca. 20 Minuten Arbeitszeit und ein paar Cent für das Material (war eh vorhanden). Sollte das "Einlegeband" mit der Zeit verschleissen, läßt es sich schnell erneuern.

    Die Fangbänder aller Türen habe ich anschliessend mit Trockenschmierstoff (PTFE-Spray) eingesprüht, daran haftet kein Staub/Dreck und es minimiert die Abnutzung an Gleitkeilen und Fangband. Die Türfixierung geschieht reibungsunabhängig über die Einwölbungen im Fangband durch die Klemmwirkung der "Gleitkeile". Funzt super.:)

    Für den Swift steht hierzu ja einiges im Forum, zum SX4-SCross habe ich noch nichts gefunden, deshalb mein Reparaturbericht:

    Schon einige Zeit bemerkte ich ein schwammiges "Ende" der queren Schaltgasse und ein schlechter werdendes Einlegen des Rückwärtsganges. Beim Blick/Anfassen des Schaltseils am Getriebe war die Ursache dann klar. Der Clips hatte sich aufgelöst und das Auge des Schaltseiles hielt nur noch durch dessen Starrheit auf dem Zapfen. Aus dem Forum kannte ich die Reparaturvorschläge für den Swift :thumbup: und konnte es hier genau so machen. Ein 2,5 mm Querloch in den Zapfen gebohrt (Platz am Getriebe reicht für den Akkubohrer, Aquarienschlauch vor dem Bohren aufgeschoben fixiert den Bohrer und erübrigt das Körnen), Aquarienschlauch mit 8mm Innendurchmesser aufgeschoben, Seilauge drauf und mit Unterlegscheibe und Sicherungssplint fixiert.

    Natürlich war auch am Schalthebel die Buchse hin. Abbau der Mittelkonsole ist etwas schwierig, da die Schrauben der Armauflage hinten unten li und re mit Schraubensicherung gut eingeklebt waren und einige, den Kreuzschlitz überfordende, Gewalt nötig war, normale M5, nachher beim Zusammenbau zwei neue "spendiert". Reicht die Blende auf der Fahrerseite zu entfernen. Ein Sprengring fixiert ein Kunststoffdreieck mit dem Aufnahmezapfen des Schaltseils an der Hebelmechanik, das sich nach dessen Entfernung komplett abnehmen läßt. Am Schraubstock ließ sich dann auch das Querloch leicht in den Zapfen bohren und der Zusammenbau mit Aquarienschlauch, Unterlegscheibe und Sicherungssplint war einfach. Auch die Verkleidung ließ sich problemlos wieder einclipsen und anschrauben. Alles recht intuitiv erkenn- und montierbar.

    Die Gänge "flutschen" nun wieder rein, auch der Rückwärtsgang.

    Aufwand: ca 1,5 Arbeitsstunden (beim nächsten ginge es schneller ;)), 2x ca 1cm "Aquarienschlauch" 8mm Innendurchmesser (hatte ich von einer Schlauchwasserwaage "rumliegen"), 2 Unterlegscheiben 10mm Innenloch, zwei Sicherungssplinte (nach deren Dicke richtet sich die Größe des zu bohrenden Querlochs im Zapfen, das Metall der Zapfen ist recht weich und gut bohrbar), zwei Schrauben M5 mit flachem, breiten Kopf und ca 10mm Mindestlänge für die ruinierten der Armauflage X(.

    Die Clipse des Schaltseils "quer" sind aus weichem Kunststoff und hatten sich komplett aufgelöst. Das Schaltseil "längs" hat eine andere Befestigung und ist in Ordnung. Auch am Ignis 2 und 3 sind die Clipse anders und machen einen stabileren Eindruck.

    Sollte das Schaltseil während der Fahrt aushaken, kann man es getriebeseitig leicht wieder auf den Zapfen stecken und ggf. mit etwas dünnem Draht sichern, um heim zu kommen. Geht auch schalthebelseitig, aber die Verkleidung muß halt ab. Die Starrheit des Schaltseils scheint aber genug Fixierung auf den Zapfen zu geben, die Schaltbewegung wird aber durch den Spalt zwischen Zapfen und Seilauge nur ungenau übertragen. Wer bei seinem SX4-SCross da also Spiel bemerkt, sollte mal getriebeseitig am entsprechenden Schaltseil kontrollieren, ob der Clips noch existent ist.

    Ein Kostenvergleich Hybrid - Nonhybrid ist natürlich schwierig, da es aktuell ja keinen reinen Benziner gibt. Ein Anhaltspunkt könnte tatsächlich nur der Benzinverbrauch bei ähnlicher Motorisierung und Fahrprofil sowie der Listenpreis (die Rabatte gabs ja in ähnlicher Höhe für beide) heute und inflationsbereinigt vom reinen Benziner sein. Sicher ist mittlerweile der Anteil der Elektronik und "Assistenzen" höher, aber trotz gestiegenen Möglichkeiten blieben die Elektronikartikel im Preis nahezu gleich über die Jahre. Ansonsten würde ich für die Inflation rund 2%/a ansetzen, bei 12 Jahren also ca. 25%, läge beim SX4-SCross also dann bei 5,5T€ bzw. "Listenpreis heute" 27T€, mit den neuen "Assis" bereinigt also immer noch unter 30T€. Genauer würde es im Vergleich zum letzten reinen Benziner S-Cross. Bei rd. 4-5T€ Differenz zum derzeitigen Listenpreis müßte die Einsparung ohne E-Prämien rd. 2.000 l Benzin betragen, bei vllt. 1l/100km Minderverbrauch also 200.000 km Fahrstrecke. Vorausgesetzt die Hybridtechnik braucht keine zusätzliche Wartung und Reparatur.

    Wichtig sind doch letztendlich nur zwei Dinge: Es kommen keine Fehlermeldungen und das System spart Kosten oder auch nicht. Letzteres ist ein "einfacher" Saldo: Mehrkosten bei Anschaffung für das Hybrid-System und dessen Wartung (ggf. zuzüglich Kosten Ladestrom bei Plug-in) abzüglich eingesparter Benzinkosten gegenüber einem Non-Hybrid und Steuervorteilen und E-Prämie. Sinnvoll wäre ein negativer Saldo, also eine finanzielle Ersparnis. Als Vergleichswert: mein "alter" 1,6er Sauger läßt sich kommod mit rund 6 Litern/100km bewegen (Landstrassen-Stadt-Mix, Start-Stopp deaktiviert, ruhige Fahrweise, Ganzjahresreifen) und lag vor 12 Jahren bei rd. 21,3T€ Listenpreis in der Comfort-Version.

    dav1963 Im 500er Trabant sogar nur 22. Ein Kumpel hat ein Modell, dass aussieht wie frisch vom Band. Jedes Jahr touren wir zu viert (!) in dem Auto durch den Thüringer Wald. Da muss man innerhalb der Ortschaft, wenn danach gleich eine Steigung kommt, ordentlich Schwung holen (70 innerhalb), damit man den Berg auch schafft. Eine Streife, der wir das so erklärt hatten, lachte nur und hat uns weitergewunken.

    Im 1. schaffte der Trabbi jeden Berg, solange die Räder Grip hatten. Andernfalls half Vorderachse belasten (jemanden auf die Kotflügel setzen) oder es im Rückwärtsgang (Antriebsachse dann ja hinten) anzugehen. Die normal steilen Straßen ging es mit bis Tempo 50 im 2. hoch. Am Kyffhäuser konnte man so sogar "fette" Ladas stehen lassen, die kamen mit ihrer Starrachse schlecht um die engen Kurven und konnten ihre PS nicht auf die Piste bringen!

    Daß man bei einem Sauger die Gänge gut ausdrehen muß wenn man vorwärts kommen will, DA wäre ich nie drauf gekommen. 👀

    Nun, ein Achtzylinder-Sauger mit Hubraum jenseits der 4 Liter kann getrost mit etwas erhöhter Leerlaufdrehzahl in fast allen Situationen betrieben werden. Selbst ein 2,5l Sechszylinder gierte da nicht nach Drehzahl. Entscheidend ist das Drehmoment, neben der Abstufung der Gänge. Aber die hubraumreduzierten Sparmotörchen brauchen halt Drehzahl bei dem kleinen Drehmoment ...

    Hört sich an, als ob Dein Lack nur Feinde hat. Kommst Du bei all den Sorgen denn überhaupt noch zum Fahren? 🫥

    Text ganz lesen! Dann wüßtest du, daß ich nur wenige Male im Jahr Zeit für Waschen und Polieren opfere! Ansonsten hilft, wo es geht, nicht unter Bäumen parken. Wenn es doch maleurte und die Linde kleckerte - zeitnah abgespritzt und das klebrige Zeug ist weg, bevor es fest werden konnte. Spart auch wieder Zeit, die ich sinnvoller nutzen kann.

    Ansonsten ja, der Lack hat fast nur Feinde, maximal ein gutes Wax ist sein Freund!;)

    Bei innerstädtischen Fahrten beschleunige ich im 2. bis gut 50km/h und schalte gleich in den 4. und lasse ihn rollen.

    Außerstädtisch, insbesondere an Steigungen und bei Gegenwind muß man die Gänge gut ausdrehen, will man zügig vorwärtskommen. 120 saugende Pferdchen aus 1,6l Hubraum reißen da halt keine Bäume aus (SCross). Aber bisher kamen sie jeden Berg hoch! Wobei das auch die 26 im Trabi schafften, halt nur viel langsamer ...;)

    Im vierten Gang 4,5 l.
    Aber du bist ja der Experte. ;)

    Der Unterschied zwischen 30km/h und 45km/h im Spritverbrauch dürfte absolut marginal sein. Bei 30 im 4. läuft der Motor sehr untertourig. Suboptimal sowohl für den Verbrauch, wie auch seine Haltbarkeit, insbesondere wenn aus dieser niedrigen Drehzahl beschleunigt wird (alles natürlich abhängig von Motortyp/Hubraum, Aufladung ja/nein und Übersetzung der einzelnen Gänge). Mein SCross zeigt bei 30 im 4. ziemlichen "Unwillen" beim Gas geben und ruckelt. Im 3. bei 30 verbraucht er aber ähnlich viel wie mit 45 im 4.. Der Luftwiderstand bei dem Tempo ist so gut wie vernachlässigbar, die Rollreibung annähernd gleich. Da läßt sich spritmäßig also sehr wenig sparen, eine rote Ampel gleicht alles aus ...

    Interessant wird es erst über 80km/h, da ab da der Luftwiderstand dominiert und eine doppelte Geschwindigkeit den 4-fachen Energieeisatz zu dessen Überwindung erfordert. Auch Tempo 100 statt 80 machen da schon einen meßbaren Unterschied. Zudem fallen gerade auf Landstraßen mit 70-er Kreuzungen die Beschleunigungsphasen danach kürzer aus. Die Reisezeit verlängert sich etwas, aber das Durchschnittstempo mit stellenweise 100km/h zu da nur 80km/h ist nicht viel niedriger, die Zeiteinsparung also gering. Ich bin als Jugendlicher mit der Schwalbe zur Ostsee "gedüst", rund 350km, Spitze rund 60km/h, alles Landstraße mit Stadtdurchfahrten und war reine Fahrzeit 7h unterwegs, Kumpels mit Motorrad mit Spitze 110km/h (erlaubt 80, aber wer hielt sich schon dran) brauchten knapp 1 Stunde weniger. Ich kam also auf Durchschnitt 50 und sie 60, obwohl sie in der Spitze 50km/h schneller waren. Natürlich sehe dies auf einer BAB-Fahrt anders aus, wo man mit 80 fast andertalb mal so lange braucht, wie mit 120. Eigene Erfahrung bei Hängerbetrieb. Allerdings war mein Verbrauch trotz des kleinen Hängers (300kg, flacher Spriegel) fast 1l/100km niedriger (wozu auch der Windschatten hinter LKWs beitrug).

    Eigendlich weiß es ja noch jeder von der Fahrschule und aus dem Physikunterricht. Jede Beschleunigung kostet Energie, weil Arbeit verrichtet wird. Roll- und Luftwiderstand bremsen permanent das Fahrzeug und zum Erhalten einer konstanten Geschwindigkeit muß also permanent Arbeit vom Motor geleistet werden. Noch mehr Arbeit, also Energie, wird bei Geschwindigkeitserhöhung nötig.

    Der Luftwiderstand steigt mit dem Quadrat zur Geschwindigkeit. Höhere Tempi erhöhen also drastisch den Energieaufwand, insbesondere über 80km/h. Bis dahin dominiert die Rollreibung.

    Die innere Reibung des Motors steigt mit der Drehzahl. Andererseits gibt es unter- und oberhalb einer optimalen Drehzahl auch erhöhten Kraftstoffverbrauch. Lastabhängig sind also sowohl untertouriges als auch übertouriges Fahren ungünstig für den Verbrauch.

    Beim Bremsen wird kinetische Energie in Wärme umgewandelt und ist "verloren". Hybride können einen Teil der Bremsenergie in elektrische Ladung wandeln, die anschließend wieder in Vortriebskraft umgesetzt werden kann und somit Sprit spart.

    Einen niedrigen Verbrauch erreicht man somit bei einer konstanten Geschwindigkeit im optimalen Gang bei unter 80km/h.

    Da dies aber nicht oft möglich ist, hilft zügig aber nicht rasant zu beschleunigen, um dann mit niedriger Drehzahl zu rollen. Rechtzeitiges Ausrollen vor Hindernissen statt spät zu bremsen spart doppelt. Die Schubabschaltung stoppt den Spritverbrauch (bei Leerlauf braucht der Motor weiter Sprit für den Leerlauf) und es schont die Bremsbeläge. Und das Einhalten der zulässigen Geschwindigkeiten spart Bußgelder.

    Dazu noch den richtigen Luftdruck in den Reifen. Etwas höher senkt den Rollwiderstand, kann aber die Haftung verringern und die Abnutzung in der Reifenmitte erhöhen, zudem sinkt der Federungskomfort.

    Und natürlich ein gut gewarteter Motor, das richtige Öl, sauberer Luftfilter und intakte Kerzen.

    Die Klimaanlage verbraucht Sprit, erhöht aber stark den Komfort und die Sicherheit. Überhitzung und Schwitzen mindern die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit des Fahrers.

    Und letztendlich noch Windbremsen wie Dach- oder Heckträger bei Nichtnutzung abnehmen, Fenster geschlossen lassen und unnützes Gewicht ausladen.

    Dann kommt man zwar immer noch nicht an die Herstellerwerte der Verbrauchsmessungen, aber nähert sich ihnen an.

    Ein Liter weniger auf 100km macht 200l auf 20.000 km oder rund 450€ Ersparnis bei 2,25€/l.

    Das Ausrücklager sollte eigentlich bei Defekt nur bei Belastung, also Tritt aufs Pedal, Geräusche machen. Die Kupplung greift entweder oder rutscht durch, wenn verschlissen. Bei getretener Kupplung oder Leerlauf ist der Kraftfluß vom Motor via Getriebe zu den Antriebswellen unterbrochen, die Zahnräder und Wellen im Getriebe sind also ohne Last und ohne Druck auf die Lager. Klingt also irgendwie doch nach defektem Lager im Getriebe.

    Kritisch sind im Sommer tropfende Linden (bzw der Honigtau der darauf lebenden Blattläuse). Ist das Zeugs erst einmal fest, geht es nur mit Mühen runter. Schlimmer sind nur Harz von Kiefern und Dellen von fallenden Kastanien. Und natürlich Vogelkot, insbesondere wenn Krähen oder Tauben in den Bäumen heimisch sind ...

    Diese Sachen sollten schnellstmöglich runter vom Lack, sonst greifen sie ihn an. Beim Rest bin ich großzügig, ein (Frühjahr) bis zwei Wäschen mit anschließender Wachsversiegelung reichen (Garagenwagen, wenig Jahresfahrleistung). Auch nach einem Jahr ohne Wäsche perlt das Wasser noch von der Versiegelung ab. Als die Autos noch mehr bewegt wurden, auch auf den BAB, habe ich sie öfter gewaschen, vor allem um die Insekten zu entfernen und die Front auf Steinschläge zu kontrollieren/auszubessern. Aber jede intensive Wäsche greift letztendlich mechanisch den Lack, zumindest die Wachsversiegelung an. Chemische Reiniger verstärken diesen Effekt zusätzlich und lösen ggf. die Wachsschicht an. Dank meiner "Faulheit" glänzt der Lack des 22 Jahre alten Ignis noch nahezu wie neu. Natürlich hat er Gebrauchsspuren, eine Taube hatte sich an der C-Säule "verewigt" da ich ihre Hinterlassenschaft erst nach einigen Tagen entdeckte und der Klarlack schon durch war. Auch meinte jemand seinen Einkaufswagen am Heck parken zu können, die Schramme ließ sich gerade noch rauspolieren. Eine kleine Delle, vermutlich von einer ähnliche Aktion, ziert eine Tür. Und die Kunststoffstoßprofile am hinteren Radlauf mußten mal ihrem Namen gerecht werden, haben den Minirempler aber mit leichten Schmarren ansonsten schadlos für Blech und Lack weggesteckt.

    Mindestens einmal jährlich werden auch Radhäuser und Unterboden gecheckt und bei Bedarf mit Teroson Multiwachs nachbehandelt. Hat die Blechkaries bisher weitestgehend ferngehalten, wo es doch "gilbte", gabs das volle Programm mit Rostumwandler/Grundierung und Farb- + Wachsauftrag.

    Gleiches bei den jüngeren Fahrzeugen mit bisher ebensolchem Erfolg. Waren aber auch "werksseitig" schon gut konserviert noch aus der Ära vor den Wachseinsparungen ...

    Natürlich hat ein größerer Motor mehr bewegte Massen und innere Reibung, aber der Verbrauch wird maßgeblich von Luft- und Rollwiderstand, Fahrzeuggewicht und Anzahl und Größe der Beschleunigungsvorgänge bestimmt. Ein leistungsstarker Motor kann häufig in einem sehr optimalen Teillastbereich laufen und so im Verbrauch gar nicht viel höher liegen, als ein schwächerer. Gab mal eine Vergleichsfahrt zwischen 8-Zylinder Mustang und Ford Mondeo mit 3- oder 4-?Zylinder"motörchen". Innerstädtisch verbrauchte der kleine Motor weniger, auf der Autobahn bei gleichem Tempo aber deutlich mehr als der große, der knapp über Standgas lief, während der kleine drehzahlorgelte ...

    Mit etwas handwerklichem Geschick und einem Alublech und zwei Schrauben+Muttern kann man sich den Halter doch schnell selber bauen. Lackiert, Foliiert oder metallisch blank, je nach Gusto. Allerdings neigt blankes Alu mit Streusalz zu Ausblühungen und auch so wird es schnell matt (was ja nicht schlecht aussehen muß). Schrauben am besten aus Edelstahl wegen der Kontaktkorrosion mit dem Alublech. Oder stattdessen Kunststoff statt Alu nehmen. Ein Edelstahlblech wäre optisch sicher auch gut, läßt sich aber sehr schwer bearbeiten.

    Handwerklich Versierte könnten mittels verspannbaren Winkeln als Halterung am Grill es auch rein von vorn verschraubbar gestalten, ohne Konterplatte und Muttern von hinten. Einfachere Montage gegenüber höherem Bastelaufwand ...