Eigendlich weiß es ja noch jeder von der Fahrschule und aus dem Physikunterricht. Jede Beschleunigung kostet Energie, weil Arbeit verrichtet wird. Roll- und Luftwiderstand bremsen permanent das Fahrzeug und zum Erhalten einer konstanten Geschwindigkeit muß also permanent Arbeit vom Motor geleistet werden. Noch mehr Arbeit, also Energie, wird bei Geschwindigkeitserhöhung nötig.
Der Luftwiderstand steigt mit dem Quadrat zur Geschwindigkeit. Höhere Tempi erhöhen also drastisch den Energieaufwand, insbesondere über 80km/h. Bis dahin dominiert die Rollreibung.
Die innere Reibung des Motors steigt mit der Drehzahl. Andererseits gibt es unter- und oberhalb einer optimalen Drehzahl auch erhöhten Kraftstoffverbrauch. Lastabhängig sind also sowohl untertouriges als auch übertouriges Fahren ungünstig für den Verbrauch.
Beim Bremsen wird kinetische Energie in Wärme umgewandelt und ist "verloren". Hybride können einen Teil der Bremsenergie in elektrische Ladung wandeln, die anschließend wieder in Vortriebskraft umgesetzt werden kann und somit Sprit spart.
Einen niedrigen Verbrauch erreicht man somit bei einer konstanten Geschwindigkeit im optimalen Gang bei unter 80km/h.
Da dies aber nicht oft möglich ist, hilft zügig aber nicht rasant zu beschleunigen, um dann mit niedriger Drehzahl zu rollen. Rechtzeitiges Ausrollen vor Hindernissen statt spät zu bremsen spart doppelt. Die Schubabschaltung stoppt den Spritverbrauch (bei Leerlauf braucht der Motor weiter Sprit für den Leerlauf) und es schont die Bremsbeläge. Und das Einhalten der zulässigen Geschwindigkeiten spart Bußgelder.
Dazu noch den richtigen Luftdruck in den Reifen. Etwas höher senkt den Rollwiderstand, kann aber die Haftung verringern und die Abnutzung in der Reifenmitte erhöhen, zudem sinkt der Federungskomfort.
Und natürlich ein gut gewarteter Motor, das richtige Öl, sauberer Luftfilter und intakte Kerzen.
Die Klimaanlage verbraucht Sprit, erhöht aber stark den Komfort und die Sicherheit. Überhitzung und Schwitzen mindern die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit des Fahrers.
Und letztendlich noch Windbremsen wie Dach- oder Heckträger bei Nichtnutzung abnehmen, Fenster geschlossen lassen und unnützes Gewicht ausladen.
Dann kommt man zwar immer noch nicht an die Herstellerwerte der Verbrauchsmessungen, aber nähert sich ihnen an.
Ein Liter weniger auf 100km macht 200l auf 20.000 km oder rund 450€ Ersparnis bei 2,25€/l.