Tanken u. Spritverbrauch

  • Ein halber oder gar ganzer Liter mehr auf 100km machen 50l oder 100l auf 10.000km. Also 125-250€ Mehrkosten bei 2,50€/l. Gibt definitiv teurere Hobbies, andererseits kann man mit dem Eingesparten sich anderes leisten. Jeder wie er mag. Und das Mehrverbrauchte füllt mit mehr als der Hälfte den Staatshaushalt, gesellschaftlich betrachtet also sehr gut! :D

  • Für einige ist es ja kein Hobby sondern ein Daily und bei 20-25Tkm im Jahr merkt man das schon.

    Es ging um die sporliche Fahrweise von "Bloody" und den daraus resultierenden höheren Spritverbrauch.

    Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: ja die Öl- und damit Spritpreise netto sind hoch, waren mal um die 35 Cent, jetzt 95. Aber noch höher ist das, was staatlicherseits drauf geschlagen wird. Sei es nun aus haushalttechnischen oder Klimaschutzgründen. Gegen die international aufgerufen Rohölpreise ist der Wähler machtlos ...

    Aber bei gutem Arbeitseinkommen und Ansetzbarkeit der Entfernungspauschale sind die Nettokosten für das Berufspendeln im Endeffekt gar nicht so hoch, einen entsprechend hohen Steuersatz vorausgesetzt (die Kilometerpauschale wird meines Wissens nach ja vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und ist bei hohem Steuersatz somit größer netto).

    Ansonsten noch besser, wenn man erst garnicht auf die Autonutzung angewiesen ist und es nur als "komfortablen Einkaufswagen" und zur Freizeitgestaltung "benötigt". Im Rahmen der fortschreitenden Deindustrialisierung mit den massiven Stellenabbauten kommen ja immer mehr in diesen Genuß und können auch die vormittäglich niedrigeren Tankstellenpreise nutzen.

    (Achtung! Kann Spuren von Sarkasmus und Ironie enthalten!)

  • Aber bei gutem Arbeitseinkommen und Ansetzbarkeit der Entfernungspauschale sind die Nettokosten für das Berufspendeln im Endeffekt gar nicht so hoch, einen entsprechend hohen Steuersatz vorausgesetzt (die Kilometerpauschale wird meines Wissens nach ja vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und ist bei hohem Steuersatz somit größer netto).

    Ja man kann die KM absetzen pro Strecke. die ersten 20Km mit 30Cent, danach 38Cent.

    Das kann man aber immer absetzen egal wie hoch der Spritpreis ist.

    Bei 25tkm im Jahr und einem Verbrauch von 6L/100km wären mehr Kosten pro Liter von 35Cent 525€ mehr Belastung.

  • Ja man kann die KM absetzen pro Strecke. die ersten 20Km mit 30Cent, danach 38Cent.

    Das kann man aber immer absetzen egal wie hoch der Spritpreis ist.

    Bei 25tkm im Jahr und einem Verbrauch von 6L/100km wären mehr Kosten pro Liter von 35Cent 525€ mehr Belastung.

    Zieht man es vor der Steuer ab, hat man es also netto nur mal Steuersatz, also maximal die Hälfte, oder erst direkt von der zu zahlenden Steuer? Konnte/mußte es nie machen bei 3km Arbeitsweg. Betriebliche Fahrten (selbständig) wurden aber vor Steuer vom Einkommen als Betriebsausgaben abgezogen und senkten "nur" das zu versteuernde Einkommen. Denke mit der Entfernungspauschale läuft es auch so, währenddessen die haushaltnahen Aufwendungen zu 20% (ohne Material) vom zu entrichtenden Steuerbetrag abgezogen werden können (noch, soll ja auf 15% gesenkt werden).

    Der pendelnde AN ist in jedem Falle gekniffen bei den Spritkosten jetzt, denn Abnutzung und Wertverlußt des Autos fallen ja auch mit unter die Pauschale und müssen vom AN bezahlt werden. Dazu der Zeitaufwand für die Fahrstrecken.

    Andererseits ist es nur wenigen vergönnt dauerhaft nahe des Wohnsitzes beschäftigt zu sein und auch Rad oder Füße nutzen zu können. Selbst mit der Tram einmal quer durch die Stadt kosten ja täglich gut eine Stunde Zeit und mehr, auch wenn dank Deutschlandticket der Fahrpreis noch moderat ist.

  • Die Entfernungspauschale wird von deinem zu versteuerden Einkommen abgezogen.

    Ja Pendler sind immer gekniffen, aber man hat sich das ja ausgesucht auch wenn die allgemeinen steigenden Kosten nicht absehbar war. Jahre jetzt schon 30 Jahre jeden Tag 50-60Km eine Strecke.

    Aber ich denke wir driften hier vom Thema ab.

  • Na ja, Thema war ja auch der hohe Spritpreis, der jedermanns Geldbeutel belastet, insbesondere natürlich den der "gezwungenen" Vielfahrer, wobei die berufsbedingte Fahrerei wenigstens eine kleine steuerliche Abmilderung bringt. Aber auch hier: je höher das zu versteuernde Einkommen, um so höher die Rückerstattung infolge der Steuerprogression. Minijobber und andere Geringverdiener haben mangels Steuern auch kaum eine Abzugmöglichkeit und geben in Relation zu ihrem Einkommen viel allein an Fahrtkosten aus, so daß sich für einige das Arbeiten finanziell nicht mehr lohnen wird. Ziemlich verkorkst alles, vor allem da die eigentlichen Kosten deutlich weniger als den halben Preis des Kraftstoffs ausmachen, der Rest Abgaben an den Staat sind.

    Und es sind ja nicht nur die Pendler, die finanziell belastet werden, auch Freizeitaktivitäten werden der Kosten wegen von Vielen eingeschränkt, was wiederum die Ausflugs- und Tourismusbranche drückt.

    Zusätzlich sorgt die hohe Inflationsrate für weniger Kaufkraft, da alle Waren durch die hohen Energiepreise sich verteuern. Und regierungsseitig kommt dazu nix, wenn man mal vom lächerlichen, kurzeitigen "Tankrabatt" und der unnützen 12:00Uhr-Regelung absieht. Aber kaum ein Bürger protestiert dagegen, es wird nicht einmal thematisiert ...

    Was solls, bei meinen fast ausschließlich ungezwungenen wenigen Fahrkilometern brauchen auch 3,50€/l mich nicht zu jucken, zur Not gehts "mit Rad nach Stadt" oder in die Landschaft ...

    Und zum Thema Verbrauch:

    Mittlerweile kennt wohl jeder tolle "Spritspartipps". Viele nutzen sie auch schon seit langem, denn der Preis für Treibstoffe ist ja schon seit über 30 Jahren hoch. Da ist also auch keine angepaßtere, vorausschauendere Fahrweise mehr möglich, um noch mehr zu sparen.

    Einmal editiert, zuletzt von dav1963 (31. Juli 2026 um 07:54)

  • Unser Swift Sport wird meistens nur für Kurz - und Mittelstrecken genutzt, da zeigt er einen Verbrauch im Sommer von 5,6 - 5,9 an.

    Im Winter dafür ca 1/2 Ltr mehr. Es könnten ruhig weniger sein, da mein Sommer Fz 260 PS hat und gerade mal 1 Ltr. Mehr Verbrauch. Allerdings meistens Langstrecke.

  • Natürlich hat ein größerer Motor mehr bewegte Massen und innere Reibung, aber der Verbrauch wird maßgeblich von Luft- und Rollwiderstand, Fahrzeuggewicht und Anzahl und Größe der Beschleunigungsvorgänge bestimmt. Ein leistungsstarker Motor kann häufig in einem sehr optimalen Teillastbereich laufen und so im Verbrauch gar nicht viel höher liegen, als ein schwächerer. Gab mal eine Vergleichsfahrt zwischen 8-Zylinder Mustang und Ford Mondeo mit 3- oder 4-?Zylinder"motörchen". Innerstädtisch verbrauchte der kleine Motor weniger, auf der Autobahn bei gleichem Tempo aber deutlich mehr als der große, der knapp über Standgas lief, während der kleine drehzahlorgelte ...

  • Wie fährst du 4,9l mit dem Non-Hybrid? 😶 bei mir hat es sich langzeit auf 6,9l eingependelt 😄

    Ich finde es ist ganz entscheidend, wie man den Gasfuß einsetzt, also der eigene Fahrstil. Am besten ist es, wenn man eine Strecke betrachtet, die man häufig fährt, wie z.B. der Weg zur Arbeit. Was auch wichtig ist und sich enorm auswirkt, wie man sich an die erlaubten Geschwindigkeiten hält.

    Ich hatte vor einigen Jahren bei meiner Versicherung diesen Telematik Tarif probiert. Davor bin ich meist außerorts bis 20km/h und innerorts bis 10 km/h über Limit gefahren. Mit Telematik macht das natürlich keinen Sinn. Auch das man den Wechsel in verschiedene Geschwindigkeitsbereiche durch starkes Bremsen/Gasgeben vollzog, machte mit der Telematik keinen Sinn. Um nun seinen zukünftigen Versicherungsbeitrag zu senken, änderte ich meinen Fahrstil, eine ziemlich schwierige Angelegenheit.:D Einmal die Selbstüberwindung =O und dann steckten einem in der Ortschaft sofort die ungeduldigen Verkehrsteilnehmer im Kofferraum. Richtig schwierig war aber, man musste sich exakt an die vorgegebene Geschwindigkeit halten, jedes starke Bremsen wurde notiert und "bemängelt". Gleiches galt auch bei starker Beschleunigung, wenn du bei 60 km/h mit 400Nm und DSG das Gaspedal fast durchtrittst, fand das natürlich eine Bemerkung in der Fahrtauswertung. Das traf auch fast jeden Überholvorgang zu. Telematik verschwand nach 2 Jahren, was geblieben ist, der "neue" Fahrstil.

    Sich an die Geschwindigkeitsvorgaben halten und nicht in jeden Fall die max. erlaubte Geschwindigkeit fahren. Sehr vorausschauend fahren und oftmalige Nutzung des Freilauf. Das sind meine Ideen zum Spritsparen, den Preiswucher an den Tankstellen kann man nur entgegenwirken, wenn man konsequent dort tankt, wo es preiswert ist.

  • Nun, mit dem Einhalten der Höchstgeschwindigkeiten, oder auch dem darunter bleiben, macht auf Landstraßen und BABs Sinn, in einer 30er-Zone spart man spritmäßig nichts, bußgeldmäßig aber jede Menge!

  • Eigendlich weiß es ja noch jeder von der Fahrschule und aus dem Physikunterricht. Jede Beschleunigung kostet Energie, weil Arbeit verrichtet wird. Roll- und Luftwiderstand bremsen permanent das Fahrzeug und zum Erhalten einer konstanten Geschwindigkeit muß also permanent Arbeit vom Motor geleistet werden. Noch mehr Arbeit, also Energie, wird bei Geschwindigkeitserhöhung nötig.

    Der Luftwiderstand steigt mit dem Quadrat zur Geschwindigkeit. Höhere Tempi erhöhen also drastisch den Energieaufwand, insbesondere über 80km/h. Bis dahin dominiert die Rollreibung.

    Die innere Reibung des Motors steigt mit der Drehzahl. Andererseits gibt es unter- und oberhalb einer optimalen Drehzahl auch erhöhten Kraftstoffverbrauch. Lastabhängig sind also sowohl untertouriges als auch übertouriges Fahren ungünstig für den Verbrauch.

    Beim Bremsen wird kinetische Energie in Wärme umgewandelt und ist "verloren". Hybride können einen Teil der Bremsenergie in elektrische Ladung wandeln, die anschließend wieder in Vortriebskraft umgesetzt werden kann und somit Sprit spart.

    Einen niedrigen Verbrauch erreicht man somit bei einer konstanten Geschwindigkeit im optimalen Gang bei unter 80km/h.

    Da dies aber nicht oft möglich ist, hilft zügig aber nicht rasant zu beschleunigen, um dann mit niedriger Drehzahl zu rollen. Rechtzeitiges Ausrollen vor Hindernissen statt spät zu bremsen spart doppelt. Die Schubabschaltung stoppt den Spritverbrauch (bei Leerlauf braucht der Motor weiter Sprit für den Leerlauf) und es schont die Bremsbeläge. Und das Einhalten der zulässigen Geschwindigkeiten spart Bußgelder.

    Dazu noch den richtigen Luftdruck in den Reifen. Etwas höher senkt den Rollwiderstand, kann aber die Haftung verringern und die Abnutzung in der Reifenmitte erhöhen, zudem sinkt der Federungskomfort.

    Und natürlich ein gut gewarteter Motor, das richtige Öl, sauberer Luftfilter und intakte Kerzen.

    Die Klimaanlage verbraucht Sprit, erhöht aber stark den Komfort und die Sicherheit. Überhitzung und Schwitzen mindern die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit des Fahrers.

    Und letztendlich noch Windbremsen wie Dach- oder Heckträger bei Nichtnutzung abnehmen, Fenster geschlossen lassen und unnützes Gewicht ausladen.

    Dann kommt man zwar immer noch nicht an die Herstellerwerte der Verbrauchsmessungen, aber nähert sich ihnen an.

    Ein Liter weniger auf 100km macht 200l auf 20.000 km oder rund 450€ Ersparnis bei 2,25€/l.

  • Nun, mit dem Einhalten der Höchstgeschwindigkeiten, oder auch dem darunter bleiben, macht auf Landstraßen und BABs Sinn, in einer 30er-Zone spart man spritmäßig nichts, bußgeldmäßig aber jede Menge!

    Im vierten Gang 4,5 l.
    Aber du bist ja der Experte. ;)

  • Im vierten Gang 4,5 l.
    Aber du bist ja der Experte. ;)

    Der Unterschied zwischen 30km/h und 45km/h im Spritverbrauch dürfte absolut marginal sein. Bei 30 im 4. läuft der Motor sehr untertourig. Suboptimal sowohl für den Verbrauch, wie auch seine Haltbarkeit, insbesondere wenn aus dieser niedrigen Drehzahl beschleunigt wird (alles natürlich abhängig von Motortyp/Hubraum, Aufladung ja/nein und Übersetzung der einzelnen Gänge). Mein SCross zeigt bei 30 im 4. ziemlichen "Unwillen" beim Gas geben und ruckelt. Im 3. bei 30 verbraucht er aber ähnlich viel wie mit 45 im 4.. Der Luftwiderstand bei dem Tempo ist so gut wie vernachlässigbar, die Rollreibung annähernd gleich. Da läßt sich spritmäßig also sehr wenig sparen, eine rote Ampel gleicht alles aus ...

    Interessant wird es erst über 80km/h, da ab da der Luftwiderstand dominiert und eine doppelte Geschwindigkeit den 4-fachen Energieeisatz zu dessen Überwindung erfordert. Auch Tempo 100 statt 80 machen da schon einen meßbaren Unterschied. Zudem fallen gerade auf Landstraßen mit 70-er Kreuzungen die Beschleunigungsphasen danach kürzer aus. Die Reisezeit verlängert sich etwas, aber das Durchschnittstempo mit stellenweise 100km/h zu da nur 80km/h ist nicht viel niedriger, die Zeiteinsparung also gering. Ich bin als Jugendlicher mit der Schwalbe zur Ostsee "gedüst", rund 350km, Spitze rund 60km/h, alles Landstraße mit Stadtdurchfahrten und war reine Fahrzeit 7h unterwegs, Kumpels mit Motorrad mit Spitze 110km/h (erlaubt 80, aber wer hielt sich schon dran) brauchten knapp 1 Stunde weniger. Ich kam also auf Durchschnitt 50 und sie 60, obwohl sie in der Spitze 50km/h schneller waren. Natürlich sehe dies auf einer BAB-Fahrt anders aus, wo man mit 80 fast andertalb mal so lange braucht, wie mit 120. Eigene Erfahrung bei Hängerbetrieb. Allerdings war mein Verbrauch trotz des kleinen Hängers (300kg, flacher Spriegel) fast 1l/100km niedriger (wozu auch der Windschatten hinter LKWs beitrug).