Reifen an Hinterachse schleifen ein wenig!! Wer hat das auch? Und was kann man machen?

  • Hallo zusammen,

    nachdem ich nun auf ein Gewindefahrwerk umgesattelt habe, fängt die Hinterachse bzw. die Reifen bei mir an zu schleifen.

    Das Fahrwerk, mit korrekter Höheneinstellung und der Spurverbreitung von 42mm auf Achse in Verbindung mit den Originalfelgen sind eingetragen.

    Die Reifen schleifen ab und zu bei Beladung und auch in extremen Situationen ohne Beladung.

    Es ist lediglich eine kleine Ecke bzw. Kante am Ende des Radlaufs.

    Hat das hier jemand auch gehabt?
    Und wenn ja, was kann bzw. muss man dagegen tun?

    Kann man beim Swift die Kante umlegen? Oder sollte man sie besser wegschneiden?

    Würde mich über Lösungsvorschläge bzw. Tipps freuen.

    Gruß

    eliteee

  • Überraschend, dass dies dem Prüfer bei der Annahme nicht aufgefallen sein soll.

    Freigängigkeit wird/sollte eigentlich genau überprüft werden...

    Gehe mal davon aus, dass du an deinem aktuellen Setup nichts mehr ändern möchtest.

    Was du nun machen kannst, ist die Kotflügeln bördeln lassen, was bei minimalem Schleifen ausreichen sollte.

    Also so wie du schon überlegt hattest. Allzuviel bringt das aber tatsächlich nicht, da die Kotflügel heutzutage meist gar keine große Kante mehr haben, die in Richtung Reifen steht, so wie es früher typisch war.

    Falls das nicht reichen sollte, hilft nur noch den Kotflügel zu weiten, als noch außen ziehen zu lassen.

  • Es gibt Werkzeug namens Bördelgerät (oder "Fender Roller"), die man anstelle des Reifens anbaut und dann nutzen kann, um den Kotflügel etwas aufzuweiten (siehe Bild).

    Ich bin mir aber nicht 100% sicher wie das mit dem TÜV dann aussieht, deswegen würde ich hier noch eine zweite Meinung einholen.

    Aber wenn das trotz TÜV Prüfung am schleifen ist, hat der Prüfer seine Arbeit wohl nicht gut gemacht.

  • ... ggf. hat sich das Fahrwerk noch gesetzt, was dafür sprechen würde das es am Anfang nicht geschliffen hat. Sprich man müsste das Fahrwerk etwas höher drehen.

    Schleift es an der Karosse oder am Innenkotflügel falls der Swift hinten welche hat?

    Gruß 92er-GTI

  • Kenne ich. Es ist wahrscheinlich die "berühmte" Stelle am Radkasten Übergang zum Stoßfänger. Ich hab die Kante ein wenig entfernt. Reicht aber noch nicht ganz. Genau wie bei dir schleift es ab und bei Beladung und auch in extremen Situationen ohne Beladung.

    Und der TÜV Prüfer hat seine Arbeit gemacht. Nur gibt es einen Unterschied zwischen einer Prüfung mit versetzten Klötzen unter den Rädern und 2 Personen wippten im Kofferraum und Fahrdynamik. 😉

  • @ eliteee

    Ich hatte damals das gleiche Problem und habe es an meinem SWIFT Sport NZ gelöst bekommen.

    Vorweg: Ich fahre ein KW V3 Gewindefahrwerk in Kombination mit 7x17 ET45 Alufelgen + 5mm Spurplatte (pro Rad) und Reifen (TOYO Proxes R888R) in der Dimension 215x45, R17. Natürlich alles TÜV-konform abgenommen und eingetragen.

    Vom Wegschneiden der Radlaufinnenkanten würde ich dringend abraten, da diese doppelwandig ausgeführt sind. Hier treffen die Seitenwand und das Innenblech aufeinander. Beim Wegschneiden würden sich beide Bleche trennen. Die Folgen wären fatal für die gesamte Optik und Stabilität des Heckbereichs.

    Das Problem dauerhaft und mit mittlerem Zeitaufwand zu beheben ist - nach meiner persönlichen Erfahrung nach - mit einem Bördelgerät (zu sehen in Beitrag #3) relativ einfach und nur mit wenig technischem Fachwissen verbunden. Hier ist allerdings ein vorsichtiges Vorgehen wichtig. Heißt, nicht zu viel Druck, sonst reißt der Lack an der Kotflügelaußenkante. Mit einem Heißluftfön kann man den Lack zwar vorsichtig erwärmen und geringfügig "elastischer" machen. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad gut, da der Lack auch nicht unendlich elastisch ist.

    Die Dichtnaht an der Kotflügelinnenkante wird auf jeden Fall reißen, wenn man mit dem Bördelgerät die Kante bearbeitet. Diese sollte erneuert / nachgezogen werden (z.B.: mit Sikaflex®-527 AT).

    Die kleine "Ecke" am Ende des Radlaufs kann man mechanisch etwas feilen. Wichtig aber auch hier natürlich, die Versiegelung gegen Korrosion (z.B.: mit BRUNOX Epoxy).


    PS: Finger weg von den so oft angepriesenen Federwegsbegrenzern, die man auf die Kolbenstange über eine vorgesehene Nut schieben kann. Diesen Unsinn hatte ich damals auch nur einmal ausprobiert. Bitte nicht nachmachen! ...der SWIFT fährt sich dann wie ein Flummiball auf der Hinterachse. :D


    Bei Fragen: fragen.


    Beste Grüße

    Fabian