Hallöchen!
Mein Swift spielt sich schon eine Weile auf und macht sehr teure Geräusche: er hat erst vor zwei Wochen ein neues Getriebe, beide Keilriemen und Zündkerzen bekommen. Ebenso sind die Bremsen hinten erneuert worden. Aus dem Bereich des Keilriemens hatte es vorher gequietscht, und nun immer noch/ mehr noch. Anfangs nur im Bereich bis 30 km/h, jetzt kontinuierlich.
Heute ist dann während der Fahrt erst das ABS-, dann ESP, die Servolenkung und anschließend die Airbags ausgefallen. Die Bordinstrumente sind ebenso stehengeblieben, das Radio und die Lichter haben geflackert. Glücklicherweise ist das 3km von Zuhause entfernt gewesen - also habe ich mich nach Hause gerettet und nachgemessen - Die Batteriespannung lag unter 12V. Also im örtlichen Baumarkt eine neue besorgt und eingebaut.
Heute bin ich dann extra ein bisschen über die Autobahn gegurkt, um die neue Batterie auch aufzuladen. Doch das gleiche Spiel wieder, nach ca 50km sind alle Systeme ausgefallen. Ich habe mich wieder nach Hause gerettet, und wieder die Batteriespannung unter 12V festgestellt. Jetzt aber das Interessante: Die neue Batterie war direkt nach dem Abstellen zuhause so tot wie die alte, hat sich nach ca 20min aber von 11,3V auf 11,9V "aufgeladen", und der Motor ist wieder angesprungen. Im Leerlauf und mit Gas ist jedoch keine höhere Spannung an der Batterie messbar gewesen - sie lädt also nicht. Diese "Selbstheilung" hat die alte Batterie nicht vollzogen.
Die Verdächtigen sind also nun:
- Der Keilriemen (könnte unterspannt sein)
- Die Lichtmaschine (könnte defekt sein)
- Die Kabelverbindung zur Batterie (evtl. verschmolzen/ kurzgeschlossen)
- Ein stiller Verbraucher, der mehr Strom zieht als nachladen kann (erklärt vllt das "nachladen" nach dem ausschalten?)
ich habe schon öfter gelesen, dass ich die Spannung der LiMa messen soll - das Multimeter habe ich da, aber wo soll ich denn da zur Messung ansetzen? Vielleicht ist das ein echter Anfängerfehler, aber es will mir nicht einleuchten. Oder kann man diese Messung nur auf einer Hebebühne durchführen?
Der Kampfplan jetzt ist es, morgen alle nicht notwendigen Sicherungen der Reihe nach zu entnehmen und dann zu sehen, ob die Batterie lädt. Falls das nicht geht, müsste ich mit meinem Begleitfahrzeug (und Ladepausen) die Fahrt in die Heimat antreten, die ca. 120km lang ist.
Hat hier jemand zufällig eine ähnliche Erfahrung gemacht? Wenn sich zusätzlich zu den oben genannten Reparaturen und den ausstehenden neuen Bremsen vorne und Stoßdämpfern dieses Jahr noch mehr Kosten gesellen, ist die ohnehin schon fragliche Wirtschaftlichkeit dieses Autos wahrscheinlich echt fertig.