Moin,
die Kupplung kommt recht spät. Beim Anfahren am Hang brauch ich immer recht viel Gas.
Ich hätte es schon gerne, dass die Kraftübertragung früher greift.
Wie kann man das einstellen?
ignis allgrip hybrid, 4000 km
Gruß
Xander32
Moin,
die Kupplung kommt recht spät. Beim Anfahren am Hang brauch ich immer recht viel Gas.
Ich hätte es schon gerne, dass die Kraftübertragung früher greift.
Wie kann man das einstellen?
ignis allgrip hybrid, 4000 km
Gruß
Xander32
Lassen Sie das Kupplungspedal schneller los und lassen Sie die Kupplung nicht rutschen.
Die mit Bowdenzug betätigte Kupplung muß infolge Abnutzung am Bowdenzug/Ausrückhebel nachgestellt werden, wenn der Bowdenzug kein Spiel am Ausrückhebel mehr hat (Sollmaß 1-2mm). Das verändert aber nicht den Druckpunkt, der von der Belagstärke bestimmt wird. Je weniger Belagstärke, um so früher und härter "kommt" die Kupplung beim Einkuppeln.
Wie MilanT schon schrieb, am Druckpunkt zügig einkuppeln und nicht lange schleifen lassen, dabei am besten die Handbremse nutzen und "feinmotorisch abgestimmt" diese bei Einsetzen des Vortriebs lösen und dabei erst mehr Gas geben, ohne hohe Motordrehzahl, da agiert es sich mit einer etwas weicher/später greifenden Kupplung sogar leichter. Alles Übungssache.![]()
Wusste nicht, dass man den Bowdenzug wie bei der Handbremse nachstellen muss. Cool.
Hab das auch bei meinem Swift bemerkt. Je schneller man kuppelt desto besser. Wenn man die Kupplung langsam loslässt und versucht Sanft loszufahren geschieht das komplette Gegenteil von Sanft.
Na ja, das richtige Zusammenspiel von "Gasfuß", "Kupplungsfuß" und "Handbremshand" und es klappt auch am steilen Berg ohne Hochdrehen oder Rückrollen, selbst beim Rangieren in einer Parklücke ... ![]()
Das Seilspiel muß nachgestellt werden, sonst belastet via Tellerfeder der dünner werdende Kupplungsbelag das Ausrücklager permanent. Da das Abnutzen aber normalerweise längere Zeiträume benötigt, reicht die Kontrolle und ggf. Nachstellung im Rahmen der jährlichen Wartung aus, weshalb viele es garnicht mitbekommen. Allerdings "wandert" dabei der Druckpunkt/Kraftschlußpunkt immer weiter Richtung Bodenblech, irgendwann kann man dann nicht mehr nachstellen und die Kupplung kommt beim leichten Lupfen des Fußes abrupt, greift aber immer noch ohne Durchschleifen, war zumindest bei unserem Ignis 2 so. Mit neuer Kupplung hat er jetzt wieder einen normal langen Pedalweg und die Kupplung greift sanft ...
PS: Es mag Einbildung meinerseits sein, aber die hydraulische Kupplungsbetätigung beim SCross schließt immer sanft, egal wie schnell man vom Pedal geht, limitiert da der Rücklauf der Flüssigkeit die Einrückgeschwindigkeit? Die seilbetätigte Kupplung am Ignis kann man jedenfalls "springen" lassen, während der SCross bei ausreichend Gas auf ebener Strecke ohne Rucken oder Abwürgen anfährt ...
Habe den Wagen gebraucht gekauft und glaube ehrlich gesagt, dass der Erstbesitzer keine Ahnung hatte wie man mit der Kupplung umgeht. Der Wagen hatte damals 30tkm momentan sind es 40tkm. Ich glaube das Ausrücklager ganz ganz leise hören zu können. Wenn man die Kupplung betätigt ist das Tackern weg.
Werde den Bowdenzug definitiv beim nächsten Service einstellen lassen.
Ich dachte immer, dass wenn die Kupplung und das Ausrücklager sich abnutzen, der Kraftschlusspunkt immer weiter nach oben wandert und nicht Richtung Bodenblech.
Ich fahre seit 45 Jahre nur Autos mit Schaltgetriebe.
Eines steht für mich definitiv fest.
Die Kupplung bei unserem neuen Ignis ruft wie bei keinem anderen KFZ zuvor.
Man hat das Gefühl das der Bowdenzug immer mal wieder hängen bleibt.
Is nur meine Meinung.
Gruß aus xanten
Kathi und Achim
cupavivok:
"Ich dachte immer, dass wenn die Kupplung und das Ausrücklager sich abnutzen, der Kraftschlusspunkt immer weiter nach oben wandert und nicht Richtung Bodenblech."
Da die Tellerfeder "umgelenkt" ist, sozusagen einen "zweiseitigen Hebel" bildet, "wandert" das Ausrücklager bei Abrieb des Kupplungsbelages Richtung Getriebe, der Weg zum Trennen der Kupplung wird dadurch länger. Deswegen "verschwindet" auch das Spiel am Bowdenzug und muß nachgestellt werden und der Weg des Pedals vom oberen Anschlag bis zum Trennpunkt wird größer.
Alles anzeigenIch fahre seit 45 Jahre nur Autos mit Schaltgetriebe.
Eines steht für mich definitiv fest.
Die Kupplung bei unserem neuen Ignis ruft wie bei keinem anderen KFZ zuvor.
Man hat das Gefühl das der Bowdenzug immer mal wieder hängen bleibt.
Is nur meine Meinung.
Gruß aus xanten
Kathi und Achim
Die Einbaulage des Ausrückhebels unter dem Getriebe beim Ignis3 ist "etwas unkonventionell" und spritzwassertechnisch eher suboptimal. Auch soll wohl der Bowdenzug am Anschlagpunkt der Hülle etwas "kanten". Durch die Drehung des Ausrückhebels um seine Achse verändert sich ja der Winkel zum Gegenlager des Bowdenzugs immer, auch bei über dem Getriebe geführtem Zug, beim Ignis2 da aber völlig problemlos, wie auch bei anderen Fahrzeugen mit ähnlicher Kupplungsbetätigung. Da ich den in "Familienbesitz" befindlichen Ignis3 aber nicht fahre, kann ich zum Bedienkomfort nichts sagen, gab aber noch keine Klagen.
Wenn der Weg länger wird reicht irgendwann der Weg zum Bodenblech nicht mehr.
Ausser das ist stark rostig und man kann das zum Motor durchdrücken.
Wenn der Weg länger wird reicht irgendwann der Weg zum Bodenblech nicht mehr.
Ausser das ist stark rostig und man kann das zum Motor durchdrücken.
Das mit dem fehlenden Weg war tatsächlich der Grund für den Kupplungstausch bei unserem Ignis. Bei korrekt eingestelltem Spiel am Seilzug trennte die Kupplung wenige Millimeter vor dem Bodenblech (der Teppich hatte schon eine richtige Einkerbung) und kuppelte sehr "sportlich" unsanft ein. Dank Gewöhnung kam meine Frau damit ganz gut klar, aber nachdem ich den Wagen mal ausnahmsweise benutzt habe und beim Rangieren nur "rumgehoppelt" bin, gabs umgehend den Termin in der Werkstatt. Nun kuppelt er wieder sanft weit vor dem Bodenblech.![]()
PS: Der Kraftschluß war mit der alten Kupplung bis zum Wechsel tadelos gegeben, "abwürgen" in jedem Gang und bei jeder Motordrehzahl kein Problem
. Auch das Ausrücklager war völlig in Ordnung.
Ist nicht gesagt das er da schon durchrutscht.
Aber nervig zu fahren
Ich dachte immer, dass wenn die Kupplung [...] sich abnutzen, der Kraftschlusspunkt immer weiter nach oben wandert und nicht Richtung Bodenblech.
Beim Ignis 3 ist das auch so. Ich kenne den 2er nicht, aber glaube nicht, dass es da anders ist (prinzipbedingt). Gerade, weil das Spiel am Kupplungshebel kleiner wird bzw. verschwindet, steigt die Kraft im Zug schon im Ruhezustand. Die Kupplungsmechanik ist also schon betätigt, ohne dass man das Pedal tritt. Tritt man das Pedal, kuppelt man früher aus. Lässt man das Pedal los, kuppelt man später ein. Der Trenn- bzw. Kupplungspunkt wandert nach oben - vom Bodenblech weg.
Den oberen Anschlag des Pedals kann man mit einer Schraube einstellen. Der untere Anschlag des Pedals ist ein nicht einstellbarer Gummipuffer am Pedalbock. Man kann das Bodenblech oder den Teppich unabhängig von Kupplungs- und Zugzustand gar nicht erreichen, wenn der Bock halbwegs intakt ist.
xander32 Lass es einstellen oder mach es selbst. Man braucht kein Werkzeug, Bühne oder Wagenheber. Einfach mal vor dem linken Vorderrad zum Getriebe schauen. Da findet man die Stelle mit dem Kupplungshebel und dem Bowdenzug. Das Bild sieht so ähnlich aus und zeigt die Perspektive von unten:
![]()
Nummer 1 im Bild ist eine weisse Plastikkappe bzw. -manschette, die über die Mutter gestülpt ist und man einfach abziehen kann.
Nummer 3 ist der Kupplungshebel.
Nummer 2 ist die Mutter, die man so einstellen soll, dass der Hebel 1 bis 2 Millimeter Spiel hat, bevor der grosse Widerstand zu spüren ist. Also wenn man den Hebel mit einem Finger 1 bis 2 Millimeter nach hinten (im Bild nach unten; siehe Bereich "a") bewegen kann, ist es OK.
Ist das so eingestellt, ist der Kupplungs- und Trennpunkt am Pedal relativ weit unten am Bodenblech zu spüren und wandert mit Verschleiss der Kupplung immer weiter nach oben - weg vom Bodenblech.
Kurzer Test danach: Wenn sich der Rückwärtsgang im Stand im Leerlauf ein bis zwei Sekunden nach vollständigem Treten der Kupplung ohne Krachen einlegen lässt, ist alles OK. Dann trennt die Kupplung vollständig und kuppelt ordentlich früh ein.
Der Anstellwinkel der Tellerfeder zur Druckplatte wird infolge der Abnutzung der Reibbeläge der Kupplungsscheibe steiler. Gleichzeitig wandert das Zentrum der Tellerfeder, dort wo das Ausrücklager aufsetzt "nach außen", also zum Getriebe. Dadurch verringert sich das Spiel des Kupplungsseils. Ist es aufgebraucht, wandert der Punkt, an dem beim Drücken des Kupplungspedals Kraft auf die Tellerfeder übertragen wird am Pedal nach oben. Bei korrekt nachjustiertem Spiel am Seilzug bleibt die Pedalstellung beim Kontaktpunkt von Ausrücklager und Tellerfeder aber gleich, trotz Belagabnutzung.
Infolge der steileren Federstellung benötigt der gleiche Hub an der Drucklatte aber einen längeren Pedalweg. Dadurch muß es bis zum Auskuppelpunkt (Durchrutschen/Trennen) weiter nach unten getreten werden. Wird die Kupplung also korrekt nachgestellt, kommt der Punkt des Kraftschlusses immer näher ans Bodenblech, bis ein Nachstellen des Spiels nicht mehr möglich ist, soll die Kupplung noch korrekt trennen. Der über die Wölbung des Lenksäulendurchgangs locker gespannte Filzteppich wird beim Ignis2 dabei berührt und mit der Zeit abgenutzt.
In der Grafik erkennt man den im Verschleißbereich flacheren Anstieg des Druckplattenabhubs zum Ausrückweg/Pedalweg (eingezeichnete Senkrechte durch den Betriebspunkt bei neuwertigem Belag "wandert" durch Abnutzung nach links):
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