Tipps für Integration eines CD-Players im IGNIS erbeten

  • besten dank für den tipp!

    Das funktioniert auf jeden Fall. Hab sowas bei einem Kundenfahrzeug an einem SLDA schon ausprobiert. Es kann höchstens sein, dass der USB Anschluss vom SLDA nicht ausreichend Strom für den Diskman ausgibt. Sollte das der Fall sein, braucht man halt noch sowas für die 12V Steckdose:

    Hama Auto Ladegerät USB 12 W/2,4 A (2-fach Ladeadapter für Zigarettenanzünder USB-A 2 x 5 V, Mini USB-Ladegerät, Doppel-Ladeadapter für Kfz, 2-fach USB-Netzteil für Handys u.v.m.) schwarz : Amazon.de: Elektronik & Foto

    In the beginning I looked around, but couldn't find the car I dreamt of, so I decided to build it myself. (Ferry Porsche)

  • Android 4. 0 oder 4.4 ist nur für den Anschluss eines Smartphones an usb anschluss Voraussetzung den USB Stick kann man einfach anstecken und dann im slda als Quelle auswählen

    Richtig. Aber nur dann, wenn er richtig formatiert ist. Aber wie miniSUV in Beitrag #18 schrieb, ist der USB Stick eh nicht die gewünschte Lösung.

    Von der Idee mit dem FM Übertrager halte ich persönlich nichts. Da geht dann zusätzlich noch Klangquallität, wegen der geringeren analogen Bandbreite verloren, im Vergleich zum AUX Kabel.

    In the beginning I looked around, but couldn't find the car I dreamt of, so I decided to build it myself. (Ferry Porsche)

  • Also, es gibt ja etliche Möglichkeiten hier eine Lösung bereitzustellen. Wirklich etliche...

    Zuerst mal mit Bordmitteln - ein AUX-Eingang ist beim SLDA vorhanden, und der frisst wirklich alles an analogen Audiosignalen. Da kannst du auch 'nen Walkman anschließen (Vorteil - der braucht kein Antishock). Offensichtliche Nachteile:

    - Extra Gerät rumfahren

    - Kabelsalat

    - Bedienung nicht übers Radio möglich

    - Stromversorgung ist ein eigenes Thema; ich glaube wir hatten mal einen Aldi-Discman mit beigelegtem 12V-Kabel, aber der ist längst zugunsten MP3-Lösungen* verschwunden... kommt aufs genaue Gerät an, eine Versorgung mit 5 Volt (USB) dürfte einem typischen Discman mit 3x AAA (4,5 Volt) nix ausmachen, ist halt Kabelfrickelei. Aber machbar - und billig! Discman kriegste auf dem Flohmarkt für unter 10€, keiner braucht die mehr.

    Die Geschichte mit dem FM-Transmitter habe ich auch schon mehrfach getestet. Einen mit einer AAA-Batterie (lästig - auch das Spiralkabel), einen direkt in der 12V-Buchse (mit Knickgelenk; das war dann auch die Störquelle #1), einen mit 2 AAAs (schaut aus wie ein Miniradio, mit Ausziehantenne). Der mit der Antenne ist der stärkste - ich nutze den in der Wohnung, um vom Server aus auch Küche, Bad, Schlafzimmer und sogar den Keller zu bespaßen. Ob der aber sonderlich CE-konform ist...?

    Jedenfalls sind die dem direkten AUX-Kabel komplett unterlegen und machen nur dann Sinn, wenn der AUX fehlt. Störgeräusche durch andere Radiosender, geringer UKW-Frequenzumfang, die S-Laute werden dank der nicht korrekt umgesetzten UKW-Preemphasis (je nach Kontinent 75 oder 50 µs) zischelnd... ne, lass. Das sind Notlösungen. Und sollten es auch bleiben.

    Dann wäre es natürlich absolut machbar, auf ein anderes Radio umzurüsten. Benötigt Kabeladaptersatz, Einbaurahmen, viel Zeit zum Umstöpseln - aber es geht. Je nach angestrebtem Ziel könnte sogar das (sicher bei manchen rumfahrende) Originalteil aus der Club-Ausstattung ausreichen, das vereinfacht den Umbau. Das ist vielleicht mit Kanonen auf Spatzen, aber so sind eigentlich alle oben beschriebenen Nachteile ausgemerzt. Wenn man (wie ich...) noch ein entsprechendes Radio rumfahren hat, sind die Kosten überschaubar.

    Der (zumindest auf dem Papier beste) Kompromiss, mit dem ich allerdings (im Gegensatz zu den anderen) absolut keine Erfahrung habe, ist dann tatsächlich einer der bereits verlinkten USB-CD-Player. Der schwarze da mit dem Ejectknopf links (schlauer-shop) ist ja für Suzuki Swift und Jimny offenbar schon getestet worden, also gibt's keinen Grund dass der nicht auch im Ignis funktioniert. Was die Anforderungen betrifft, ist die Android-Version hier immer als "oder" bezeichnet und interessiert uns nicht - die andere Seite (der USB-Eingang muss WMA und MP3 verstehen - was er ja tut, sonst klappte das mit den MP3-USB-Sticks ja auch nicht) ist für uns hier wichtiger.

    Wie das Ding intern funktioniert, ist allerdings weit interessanter. Ich finde da keine eindeutigen Hinweise, aber für mich liest es sich, als ob die Titel hier im Laufwerk eingelesen und in MP3 (oder WMA) umgewandelt werden... und dann in einem Zwischenspeicher so lange betriebsbereit herumliegen, bis man die Disc auswirft. Was das klangtechnisch ausmacht ist mir unklar; schlechter als über die analoge AUX-Umwandlung sollt's jedoch nicht sein. Für den Discjockey, der häufig die CD wechselt, sind die in der Anleitung besprochenen Einlesezeiten aber möglicherweise hinderlich.

    Ansonsten bleiben nur die Nachteile der Unterbringung (wie beim Discman auch) und des einen Kabels (keine 2, weil Strom via USB kommt). Und es wird nach Motorstart (wenn das Ding Kurzzeit-Alzheimer hat, wie's ein normaler Discman nach Unterbrechung der Stromversorgung auch hätte...) evtl. wieder etwas dauern, bis ein Ton kommt.


    Apropos Unterbringung...

    Im Ignis würde ich den Player im oberen Teil vom Handschuhfach unterbringen, die Tiefe sollte hinhauen. Loch fürs Kabel hinten rein, Kabel dann hinter dem Armaturenbrett durchführen und nahe der USB-Buchse wieder aus der Mittelkonsole rausführen. Platz 2: oben aufs Armaturenbrett pappen. Platz 3: irgendwo senkrecht ankleben, z.B. an der Mittelkonsole; aber der Fußraum ist wirklich nicht riesig und die Anzahl quadratischer Flächen (an die man noch rankommt) eher verschwindend. Leider ist der Raum hinter dem Bratwurstfach nicht tief genug, da kommt dann bald der Airbag; eventuell geht's ganz rechts, Richtung Lüftungsdüse... aber das ist dann wirklich eine Dremel-OP.


    * = CDs sind für mich nur noch ein Medium zum physikalischen Nachweis des Musikbesitzes; alles was ich habe liegt gerippt auf'm Server und gut is', da brauche ich auch keine separaten Abspielgeräte mehr. Ich habe, Autoradios sowie DVD/BD-Player einkalkuliert (aber nicht Computerlaufwerke, das wäre unfair), tatsächlich weniger CD-Wiedergabegeräte als Tapedecks! Das Rippen auf 160 oder 192 kBit/s (viele setzen ja auf 256 oder gar 320 kBit/s... ehh... meine Anlage zu Hause ist jetzt echt nicht schlecht, aber da fehlt auch bei weniger Bitrate nix; im Auto reichen wegen den Umgebungsgeräuschen und der suboptimalen Ausrichtung sogar 96 kBit/s! Probiert's mal!) hat einmal richtig Einsatz erfordert und gedauert - und sich seither schon 100x bezahlt gemacht. An das Gefühl einer Vinylplatte kommt so 'ne drehende Silberscheibe auch nicht ran. Und das Lagerungsthema... seit den CD-Taschen für die Sonnenblende um etwa 2001/2002 bin ich im Auto relativ schnell auf MP3-CDs umgestiegen (erst separat, dann im 12x Wechsler) und 2008 dann auf SD-Karte oder USB. Besser geht nicht.

    Das Smartphone meiner Wahl (ein Blackberry - ich bin auch oldschool, ich brauch Tasten) ist am SLDA nur über Bluetooth verbunden (Freisprechen); keine Audiosammlung drauf und auch keine Onlinenavigation oder was man im Auto damit sonst noch machen können wollte, das geht mir alles irgendwo vorbei. Vorteile von so'nem Smartphone sind der mobile Internetzugriff (Preisvergleich beispielsweise, oder auch eMails) und die Chatkommunikation (Gruppenchats, Bilder... das geht mit SMS nicht) - das reicht denn aber auch; die meisten Apps (hallo Post, hallo Authenticator) sind eher lästig. Ich kann also nachvollziehen, wenn man keins haben will (sehe aber auch die Vorteile).

    Die Musik in meinem Ignis kommt von einem 32GB Verbatim-Stick (USB 3... sonst dauert das Beschreiben ewig; das nervt schon beim allerersten Mal...). Die tut nämlich automatisch beim Start; und auch dann, wenn ich das Telefon mal irgendwo liegen lasse 8o

  • ich denke, bei mir wird es wohl auf die AUX-lösung hinauslaufen. spannungsversorgung des players über USB-leitung. eine solche buchse hat die aktuellste IGNIS-konsole doch wohl. oder?

    vielleicht akzeptiert die konsole ja auch wav-dateien, dann könnte alles über USB laufen, wie ich das verstanden habe.

    man soll das allerdings vorher mit einem USB-stick mit wav-dateien drauf ausprobieren. so empfehlen es jedenfalls einige anbieter von nachrüst-CD-playern.

  • Also mal ganz ehrlich, bevor ich mir eine CC aufnehme, die auch dann mit der Zeit an Qualität verliert und dann wieder neu gemacht werden muss,

    digitalisiere ich mir den Kram lieber. Die Arbeit ist sogar geringer.

    In the beginning I looked around, but couldn't find the car I dreamt of, so I decided to build it myself. (Ferry Porsche)

  • Ich kann den Gedankengang zwar auch null nachvollziehen (der einzige Grund, warum ich manchmal 'ne CC abspiele, ist wie bei VHS - damit sich die Geräte nicht kaputtstehen!). Ich verweise aber nochmals darauf, dass es GAR KEIN PROBLEM darstellt, im vorhandenen 2-DIN-Schacht ein uraltes DIN-Radio einzubauen... zur Not nimmt man ein 1-Din-Blaupunkt mit DMS und den damals beliebten DIN-Schacht-Wechsler (beispielsweise IDC A 09). Kriegt man beide untereinander in den Schacht.

    Das Ford-Dingen oben ist, wie auch ein Audi Symphony, nicht direkt für einen 2-DIN-Schacht passend und hat auch wieder proprietäre Anschlüsse - Adapter findet man normalerweise nur in die andere Richtung. (beim Audi: Front zu breit, ISO-Stecker nicht normgerecht, und braucht 'nen CAN-Bus...) Das entfällt also leider.

    Wo liegt denn die Abneigung gegen die Digitalisierung der Musik? Qualität kanns nicht sein. Handhabung auch nicht. Und bei der recht überschaubaren Menge, die man unterwegs in CC/CD-Form dabei hat - das natürlich stets als Kopie, die Originale sind ja zu schade fürs Auto - ist auch eine Digitalisierung nicht sehr zeitraubend... du findest bestimmt sogar einen, der das für wenig Geld macht, wenn du deine CDs hin schickst ;)


    ich denke, bei mir wird es wohl auf die AUX-lösung hinauslaufen. spannungsversorgung des players über USB-leitung. eine solche buchse hat die aktuellste IGNIS-konsole doch wohl. oder?

    vielleicht akzeptiert die konsole ja auch wav-dateien, dann könnte alles über USB laufen, wie ich das verstanden habe.

    man soll das allerdings vorher mit einem USB-stick mit wav-dateien drauf ausprobieren. so empfehlen es jedenfalls einige anbieter von nachrüst-CD-playern.

    verstehe ich aber nicht ganz. Wieso nun wieder unbedingt WAV... (ich gebe zu, ich habe mich mit "WMA oder MP3" vertüddelt, das Radio muss an USB "WMA oder WAV" akzeptieren - aber WMA kann's!). Aus der Anleitung:

    Zitat

    USB/SD/iPod

    – Unterstützt MP3, WMA, AAC, WAV, 3GPP, Hörbücher, MPG, AVI

    -> sagt ganz klar, dass so ein USB-Player funktionieren sollte. (Sollte. Wenn nicht, gibt's das 14tägige Fernabsatz-Rückgaberecht. Also alles sicher.)

    Die einzige Frage bei "USB-Player kaufen oder alten Discman via AUX verbinden und USB bestromen" ist also weniger Kabel und bessere Audioqualität vs. Mehrkosten beim USB-Player.


    Also mal ganz ehrlich, bevor ich mir eine CC aufnehme, die auch dann mit der Zeit an Qualität verliert und dann wieder neu gemacht werden muss,

    digitalisiere ich mir den Kram lieber. Die Arbeit ist sogar geringer.

    Da widerspreche ich nur halb - meine letzten CCs hab ich tatsächlich mit MP3s bespielt, weil ich die Playlist am Computer perfekt auf die Cassettenseitenlänge jonglieren konnte :D Rec drücken, abspielen, 45 Minuten später wiederkommen... (aber auch hier: erst digitalisieren ^^)

    Allerdings, die tun's Jahrzehnte später immer noch und klingen erstaunlich gut! Das Kernproblem an der Stelle ist eher, dass man kein vernünftiges Neumaterial mehr bekommt. Und meine treuen Maxell XLII-S und die BASF Reference Maxima TPII geb ich, wie viele, nicht her ;)

  • Also mal ganz ehrlich, bevor ich mir eine CC aufnehme, die auch dann mit der Zeit an Qualität verliert und dann wieder neu gemacht werden muss,

    digitalisiere ich mir den Kram lieber. Die Arbeit ist sogar geringer.

    ich habe gut 130 bespielte cassetten a´90 min. laufzeit im regal. glaubst du etwa, ich investiere da 200 h in digitalisierung?

  • . . . Man digitalisiert doch keine Cassetten mehr! =O Das Material ist doch fast* alles auch digital (und hier sind explizit auch CDs gemeint) verfügbar. Und CD-Rippen ist nun echt kein stundenlanges Hexenwerk mehr - wie damals, als ich das noch mit einem Pentium 133 unter Windows 95 gemacht habe. Einlegen, Titel benennen (sofern es nicht mit CD-Text oder CDDB geklappt hat), Rippen. Dauert, was, 10 Minuten pro Disc (größtenteils unbeaufsichtigt).

    (Die Programme, um analoge Quellen unbeaufsichtigt mit automatischen Schnitt bei Pausen aufzuzeichnen - habe ich aber auch noch. Starten, weglaufen, später nachbearbeiten. Vor 20 Jahren war MP3 noch Neuland - ich habe Ende der 90er über 200 MCs aussortiert und teilweise digitalisiert, ebenso wie je ca. 140 LPs und 45's, dann bearbeitet und - auf ca. 50 CD gebrannt! Und später, als MP3 da war und wir Gigabyte-Festplatten hatten, wieder gerippt. Das meiste davon ist inzwischen gelöscht, weil durch glasklare knister- und rauschfreie CD-Kopien oder Amazon-MP3s ersetzt.)

    Kannst mir ja mal eine Titelliste schicken und ich schaue, was ich davon bereits rumliegen habe (und in welcher Qualität). Wäre das denn eine Variante, wenn dir die Digitalisierung einer abnimmt? Oder gibt's bis auf den Aufwand dafür noch andere Gründe?


    * = 20 von aktuell 2789 Playlist-Titeln sind bei mir entweder hörbar schlechter als CD-Qualität aus Youtube (bei den meisten Videos hört man nix raus - bei diesen halt doch) oder von LP/CC, weil's keine leicht käufliche digitale Variante gibt. Das betrifft Kuriositäten wie "heut' is' heut" von M.O.S./Moosleitner oder "Küss die Hand Vaterland" der EAV, ebenso wie Mainstreampop der Beach Boys mit "Get Your Mind Made Up" anno 1979 oder Patricia Simpson's "Dreams In The City" (Tatort: Nachtstreife, 1985). Auch "In the Ghetto" in der Version mit Elvis UND Overdub der Tochter ist schwer zu finden; man munkelt das wurde damals nur performt und nicht wirklich direkt aufgezeichnet.

    Wieviel Prozent das jedoch sind, könnt ihr selber ausrechnen :P