Der Thread scheint allmost dead... (CVT Getriebe bringt keinen Vorschub mehr)
Daher meine Antwort hier in einem neuen.
Ich glaube, aus Beobachtung und Erfahrung mit meinem Kizashi 4x4 (bisher ca. 165Tkm) Substanzielles dazu sagen zu können, wenn auch ohne letzte Gewissheit - es sind alles meine persönlichen Mutmaßungen.
Das Auto war ursprünglich nicht für den deutschen Markt konzipiert und wurde nach meiner Info erst von einigen SUZUKI-Händlern auf eigene Kappe nach Deutschland importiert.
Dabei offenbarte das CVT-Getriebe eine Schwachstelle, die speziell in Deutschlang mit seinen vergleichsweise hohen erlaubten Autobahngeschwindigkeiten zu tun hat:
Die Überhitzung durch eine für solche Dauerbelastungen zu schwach dimensionierte Kühlung.
Dazu muss man wissen, dass die Kraft bzw. das vom Motor erzeugte Drehmoment innerhalb des Getriebes in Vorwärtsrichtung über eine durch Öldruck betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung zur Getriebeausgangsseite übertragen wird.
Wenn nun, bedingt durch über längere Zeiträume (ca. 10-15 Minuten) andauernde hohe Belastungen die Öltemperatur über einen bestimmten Wert ansteigt, wird das Öl derart dünnflüssig, dass von der Ölpumpe nicht mehr genügend Druck aufgebaut werden kann, um die Lamellen der Kupplung ausreichend zusammendrücken zu können.
Die Kupplung beginnt zu rutschen und verbrennt die Beläge der Reibscheiben.
Das äußert sich dann auch durch ein singendes Geräusch beim Fahren, welches bei hohen Geschwindigkeiten und ev. Musik aber schnell überhört oder aus anderen Gründen nicht beachtet wird.
Zunächst reduziert dann nach einiger Zeit das Steuergerät deutlich die Motorleistung, aber man kann nach Abkühlung die Fahrt ohne Probleme fortsetzen.
Auf Dauer wird durch den starken Verschleiß der Kupplungsbeläge und ev. beteiligter Lager aber unvermeidlich ein Getriebeschaden entstehen.
Suzuki hat zwar auch für Getriebeprobleme eine Warnleuchte in der Armaturentafel vorgesehen, leider wird diese durch das ursprünglich montierte Getriebe-Steuergerät aber anscheinend in diesem Fall (oder aber überhaupt) nicht angesteuert...!
Als Abhilfe bot SUZUKI befristet einen Austausch der Ölwanne gegen eine größere (mehr Ölvolumen läßt eine längere Belastungszeit ohne kritische Überhitzung zu) und ein geändertes Steuergerät an - gegen erhebliche finanzielle Beteiligung der Kunden.
Ich selbst habe das oben beschriebene Geräusch bei längerer forcierter Autobahn-Fahrt glücklicherweise rechtzeitig gehört, es entsprechend eingeordnet, anscheinend richtig reagiert, das Getriebe durch sofortige Lastreduzierung (langsamer fahren < 170km/h) abkühlen lassen und längerfristige große Belastungen vermieden.
Dadurch gab es bei mir keinen Ausfall, trotzdem nahm das Getriebeöl einen leicht brenzligen Geruch an.
Inzwischen hat es mein Getriebe aber auch ereilt, nur ist das eine längere und äußerst ärgerliche Geschichte.
Wenn die jemand hören möchte, bitte gerne bei mir melden.
Es ist dramatisch, mindestens...