• Hallo zusammen,

    habe ein Leihwagen von der Lackiererei bekommen einen neuen Ignis mit 6800 km (Brot und Butter Ausstattung)

    Mir ist aufgefallen das die Kupplung extrem weit vorne erst kommt dann hab ich festgestellt das der noch einen normalen Bautenzug sogar zum einstellen hat.

    Habe es etwas nachgestellt die Kupplung kommt jetzt auf der Höhe wo sie sein sollte also der Zug war nicht wirklich fest (konnte die Schraube den mit der Hand drehen).

    War das bei euch auch so vom Werk aus oder war alles gut eingestellt ?

    Viele Grüße

    Sebastian

  • Ist mit "extrem weit vorne" durchgetreten gemeint? Dann war das vermutlich richtig, auch wenn ich das ebenfalls nicht so angenehm finde. Der Kupplungshebel am Getriebe sollte ungefähr ein bis zwei Millimeter Spiel haben, bevor der grosse Widerstand zu merken ist. Bei Verschleiss der Kupplung wird das Spiel geringer und man sollte es nachstellen, damit das Ausrücklager nicht permanent belastet ist.

    Ja, die Schraube (eher Mutter) kann man mit der Hand drehen, wenn alles gängig ist.

  • An einem Leihwagen eigenmächtig Eingriffe tätigen ohne genaue Kenntnisse ist nicht unbedingt "gut". Und was ist an einer bowdenzugbetätigten Kupplung so kritikwürdig? Das ist eine robuste, preisgünstige, leichte Konstruktion, die in Millionen von Fahrzeugen funktioniert und leicht wartbar ist. Der Bowdenzug soll ca. 1-2 mm Spiel haben. Bei unserem Ignis 2 klappert und "klingelt" dann das Axiallager der Ausrückung, weshalb es nach Rücksprache mit der Werkstatt ohne Seillose eingestellt ist. Trotzdem berühren sich nun die Lagerteile nur drucklos, bei einer festeren Einstellung wird das Ausrücklager ständig unter Last der Tellerfeder gehalten, wozu die Teile nicht ausgelegt sind.

  • Abgesehen von der unkonventionellen Schreibweise, was ist das Problem am klassischem Bowdenzug? Viele sinnvolle Möglichkeiten der peduellen Kupplungsbetätigung gibt es ja nicht: Bowdenzug, Hydraulik (ggf. mit Servounterstützung) und Gestänge (wenn Pedalträger direkt auf Motor-Getriebeblock montiert, wie z.B. bei älteren Traktoren). Der gute, alte Seilzug mit Stützhülle schneidet da bei kleinen Kupplungen mit geringen Betätigungskräften noch immer gut, weil preiswert, ab.

  • An einem Leihwagen eigenmächtig Eingriffe tätigen ohne genaue Kenntnisse ist nicht unbedingt "gut". Und was ist an einer bowdenzugbetätigten Kupplung so kritikwürdig? Das ist eine robuste, preisgünstige, leichte Konstruktion, die in Millionen von Fahrzeugen funktioniert und leicht wartbar ist. Der Bowdenzug soll ca. 1-2 mm Spiel haben. Bei unserem Ignis 2 klappert und "klingelt" dann das Axiallager der Ausrückung, weshalb es nach Rücksprache mit der Werkstatt ohne Seillose eingestellt ist. Trotzdem berühren sich nun die Lagerteile nur drucklos, bei einer festeren Einstellung wird das Ausrücklager ständig unter Last der Tellerfeder gehalten, wozu die Teile nicht ausgelegt sind.

    Ich hab doch mal bei Fiat gelernt, ich konnte die Mutter mit der Hand zurückdrehen, es war dann soweit erstmal ok es stand aber immer noch viel höher als das Bremspedal habe bei der Rückgabe gesagt sie sollen es noch mal prüfen der Wagen hatte erst 6800 km ung kann nicht sein das sie so spät kommt und das Pedal so hoch steht die haben sich auf jeden Fall bedankt !

    P.s kann natürlich auch sein das so ein Opa wie bei den Autodoktoren den als Leihwagen gehabt hat und die Kupplung schon arg gelitten hat :/

  • ...und reißt gerne mal. ein gestänge nicht!

    Ich habe in 45 Jahren nur einmal einen defekten Seilzug erlebt. Und da ist auch nicht das Seil gerissen, sondern die zu grazil dimensionierte Blechöse, die ihn mit dem Pedal verband. Wartung ist allerdings früher nötig gewesen, als die Seile noch ungeschützt ohne Gummifaltenbälge aus der Umhüllung kamen und dort Wasser und Dreck eindringen konnten. Heutzutage auch kein Thema mehr.

    Ein Gestänge funktioniert nur bedingt, wenn der Motor-Getriebeblock elastisch gelagert gegenüber der Pedalmechanik lastabhängig die Position ändert, typisch für quer eingebaute Blöcke. Zudem überträgt es die Schwingungen stärker oder wird infolge notwendiger Dämpfer in den Gelenken ungenauer dosierbar.

    Gut funktioniert eine hydraulische Übertragung, ist aber halt auch aufwendiger und letztendlich auch nicht störungsfrei.

    Zudem kann ein Bowdenzug bei Mitführung eines Ersatzzugs recht schnell und leicht auch unterwegs im Pannenfall gewechselt werden. Beim Ignis2 ist nur das Durchfädeln durch die Spritzwand und das Einhängen am Pedal etwas friemlig, aber werkzeuglos zu bewältigen in wenigen Minuten. Das funktioniert bei einer leckenden Hydraulik schon nicht mehr so easy.;)

  • ...und das Pedal so hoch steht....

    Die Höhe des Pedals in Ruheposition stellt man nicht mit der Mutter am Kupplungshebel, sondern mit der Anschlagschraube am Pedal ein. Im Anschluss muss man natürlich den Zug wieder auf die ein bis zwei Millimeter Spiel mit der Mutter am Kupplungshebel einstellen.