Auf vielfache Anregungen, doch hier in der Lounge einen Thread zur Zukunft des Autos und der Mobilität im Allgemeinen zu eröffnen, tue ich dies mit ein paar Thesen zur Diskussion:
1. Da Autofahren der Umwelt schadet, sollte es zukünftig stark limitiert nur noch unter wenigen Begründungen möglich sein, wie z.B. Fahrten zur Arbeit oder zum Arzt wenn keine ÖPNV-Nutzung möglich ist. Zum Einkauf nur bei größerer Warenmenge und wenn eine Fahrt mit dem Lastenrad z.B. im ländlichen Raum entfernungstechnisch unmöglich ist. Unnötiges Herumfahren zum Spaß hat lt. STVO ja jetzt schon zu unterbleiben.
2. Zur Vermeidung von Unfällen und Verringerung von Sach- und Personenschäden sollten innerorts maximal 30km/h, außerorts 80km/h und auf BAB 110km/h erlaubt sein. An Gefahrenpunkten auch deutlich weniger. Bei Neuwagen sollte zusätzlich zur allgemeinen und engmaschigen Verkehrsüberwachung die Einhaltung dieser Höchstgrenzen automatisiert nicht abschaltbar erfolgen.
3. Zur Emissionsvermeidung ist der Ausstieg aus der Verbrennertechnologie zu beschleunigen, das Befahren von Ballungszentren und Großstädten sollte nur noch mit emissionsfreien Fahrzeugen gestattet sein.
4. Um Innenstädte zu entlasten ist der Erwerb eines Kfz an den Nachweis eines Parkplatzes im nicht öffentlichen Raum gebunden (wie z.T. in Japan praktiziert), Stellflächen des öffentlichen Raumes sind kostenpflichtig zu bewirtschaften, Grünflächen, Rad- und Gewege haben Vorrang.
5. Zur Finanzierung des ÖPNV sollte ein angemessener Betrag auf die Kosten von Treibstoffen und Ladestrom zusätzlich erhoben werden. Anwohnern des ländlichen Raumes wird bei ungenügendem ÖPNV (z.B. Anbindung seltener als im 15min-Takt von 04:00 bis 01:00Uhr) dieser Betrag rückerstattet oder erlassen.
Was haltet ihr von diesen Vorschlägen, die in ähnlicher Art ja schon von Vertretern einer gewissen Partei geäußert wurden und in nicht allzuferner Zukunft eventuell sogar zur Realität werden?