Ignis III AGS ruckeln beim Anfahren nach Kaltstart

  • Hallo.

    Habe mir letzte Woche einen Ignis III mit AGS (Comfort+) und 36.000km gekauft.
    Leider ist bisher bei jedem Kaltstart ein heftiges Anfahr-Ruckeln aufgetreten, welches bei warmem Motor / bzw,. 2-3 Kilometern ganz verschwindet.

    Das Thema ist anscheinend nicht neu und in diesem (bereits geschlossenen) Thread bereits behandelt worden:

    Der beste Rat bis dahin war eine Standheizung zu verbauen. Nun ist es 2024 und ich hoffe auf neue Erkenntnisse.

    Kann einen Fachwerkstatt anhand einer Service Historie herausfinden was bereits alles gewechselt wurde?

    Disclaimer:

    Ich muss Automatik fahren und das Auto gefällt mir sonst sooo gut.

    Mit dem Ruckeln könnte ich leben, solange es nicht Bauteile beschädigt und für Autolebenslangen Ärger sorgt.

    Ich kenne das AGS auch schon aus Großvaters Celerio. Dort hat es auch dieses o.ä. Ruckeln wenn man im Berg anfährt, aber minimalst im Vergleich und absolut nicht störend.

    Grüße

    2 Mal editiert, zuletzt von Dice (26. April 2024 um 16:18)

  • Hallo Dice,

    willkommen hier im Forum.

    Ich hatte auch lange Probleme mit dem ASG !

    Ignis mit ASG ruckelt beim Anfahren wenn er Kalt ist

    Bei mir wurde dann eine neue von Suzuki geänderte Kupplung mit passender Schwungscheibe eingebaut, seit dem habe ich zum Glück kein Ruckeln mehr beim anfahren !

    Es liegt wohl an ungünstigen Toleranzen der Teile.

  • Es wurde vor einem Jahr eingebaut und ich bin cirka 13000 km gefahren.

    Da ich morgens mehrere rote Ampeln habe, hat es mich schon sehr gestört das ich jedes mal von der Ampel losgeritten bin bis alles warm war.

    Es gab einige Änderungen an der Kupplung und Schwungscheibe, bis Suzuki die richtigen hatte.

    Es gibt bei Suzuki ein Infoschreiben für das Problem was bei vielen ASG Modellen seit 2016 auftrat.

  • Suzuki hat die Kulanzanfrage angenommen, wird bald getauscht.

    Überlege jetzt trotzdem eine Standheizung verbauen zu lassen, zumal ich das Auto hauptsächlich im Winter fahren möchte.

  • Bei vielen ist das Ruckeln aber trotz wechsel der Schwungscheibe nach kurzer Zeit wieder aufgetreten. Ich bin daher der Meinung, dass dieser Fehler vielschichtiger ist und es nicht nur an den Bauteilen liegt sondern auch zusätzlich an der Motorsteuerung, dass da was beim Übergang von Kalt zu Warm anders geregelt werden muss - Drehzahl - automatische betätigen der Kupplung muss wohl in der Übergangsphase von Kalt zu Warm gleitend geregelt werden und nicht nur durch die zwei Zustände Kalt/Warm bestimmt werden.

    Aber da der Ignis mit ASG ja nicht mehr produziert wird und der Ignis demnächst auch komplett aus den Deutschen Verkaufsbereich raus ist, wird da wohl nichts mehr gemacht werden.:rolleyes:

    Ich identifiziere mich als Entität, die sagt, was keiner gesagt haben will.

    Meine Pronomen: ich / habs / Dir / doch / gesagt

  • Bei vielen ist das Ruckeln aber trotz wechsel der Schwungscheibe nach kurzer Zeit wieder aufgetreten. Ich bin daher der Meinung, dass dieser Fehler vielschichtiger ist und es nicht nur an den Bauteilen liegt sondern auch zusätzlich an der Motorsteuerung, dass da was beim Übergang von Kalt zu Warm anders geregelt werden muss - Drehzahl - automatische betätigen der Kupplung muss wohl in der Übergangsphase von Kalt zu Warm gleitend geregelt werden und nicht nur durch die zwei Zustände Kalt/Warm bestimmt werden.

    Aber da der Ignis mit ASG ja nicht mehr produziert wird und der Ignis demnächst auch komplett aus den Deutschen Verkaufsbereich raus ist, wird da wohl nichts mehr gemacht werden.:rolleyes:

    Das hat nichts mit der elektronischen Steuerung zu tun. Beim MT Getriebe ist die gleiche Kupplung verbaut und da rupft sie auch mal gerne beim Anfahren, wenn sie kalt ist.

    In the beginning I looked around, but couldn't find the car I dreamt of, so I decided to build it myself. (Ferry Porsche)

  • Das hat nichts mit der elektronischen Steuerung zu tun. Beim MT Getriebe ist die gleiche Kupplung verbaut und da rupft sie auch mal gerne beim Anfahren, wenn sie kalt ist.

    Wenn die gleiche Kupplung verbaut ist, wird dort auch die gleiche elektronische Regelung vorhanden sein. Ich sehe jetzt nicht, wieso das nichts mit der Regelung zu tun haben soll, wenn da die selben Komponenten verbaut sind, da liegt es doch auf der Hand, dass die selben Fehler auftreten.

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  • Das hat nichts mit der elektronischen Steuerung zu tun. Beim MT Getriebe ist die gleiche Kupplung verbaut und da rupft sie auch mal gerne beim Anfahren, wenn sie kalt ist.

    Es ist ja auch kein "Rupfen", wie man es von einer manuel betätigten Kupplung kennt. Ich hab das bisher so erfahren, dass bei kalten Motor die Drehzahl nicht mit dem automatischen Schließvorgang übereinstimmen. Es ist zu wenig Drehzahl da - die Kupplung schließt, der Motor würgt fast ab - die Elektronik erkennt das Abwürgen und öffnet die Kupplung schlagartig, dann ist durch das Hochdrehen wieder genug Drehzahl da - die Kupplung schließt - Drehzahl geht wieder runter, da nicht genug Gas nachgeregelt wird - Kupplung öffnet wieder schlagartig. Das passiert innerhalb von 2 - 3 Sekunden und wird als das unangenehme Ruckeln bemerkt.

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  • Was für eine elektronische Regelung? Der AGS und der MT haben die gleiche Kupplung verbaut, nur dass der MT ein Kupplungspedal mit Seilzug hat. Man bedient die Kupplung also selber. Ein herkömmlicher Schalter also. Und auch da gibt es die rupfende Kupplung. Also hat das Problem eher mit dem Material zu tun.

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  • Es ist ja auch kein "Rupfen", wie man es von einer manuel betätigten Kupplung kennt. Ich hab das bisher so erfahren, dass bei kalten Motor die Drehzahl nicht mit dem automatischen Schließvorgang übereinstimmen. Es ist zu wenig Drehzahl da - die Kupplung schließt, der Motor würgt fast ab - die Elektronik erkennt das Abwürgen und öffnet die Kupplung schlagartig, dann ist durch das Hochdrehen wieder genug Drehzahl da - die Kupplung schließt - Drehzahl geht wieder runter, da nicht genug Gas nachgeregelt wird - Kupplung öffnet wieder schlagartig. Das passiert innerhalb von 2 - 3 Sekunden und wird als das unangenehme Ruckeln bemerkt.

    Doch, es ist das gleiche Rupfen.

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  • Ich vermute daher - dass das "Fenster", wo die Kupplung öffnet und schließt nicht mit dem Drehzahlbereich bei kalten Motor übereinstimmt. Denn ein kalter Motor veringert seine Drehzahl bei Belastung anders als ein Warmer Motor und das ist in der Regelung nicht oder nicht genügend berücksichtigt worden.

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    Einmal editiert, zuletzt von motormaul (4. Juni 2024 um 10:51)

  • Was für eine elektronische Regelung? Der AGS und der MT haben die gleiche Kupplung verbaut, nur dass der MT ein Kupplungspedal mit Seilzug hat. Man bedient die Kupplung also selber. Ein herkömmlicher Schalter also. Und auch da gibt es die rupfende Kupplung. Also hat das Problem eher mit dem Material zu tun.

    Der ASG hat kein Kupplungspedal - man bedient da nichts selber, machen alles die elektronisch geregelten Servomotoren.

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  • Der ASG hat kein Kupplungspedal - man bedient da nichts selber, machen alles die elektronisch geregelten Servomotoren.

    Es hat auch keiner was anderes behauptet.

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  • Den ASG kann man z.B. auch nicht abwürgen - egal welcher Gang drin ist, die Kupplung öffnet automatisch, wenn der Motor abzuwürgen droht und gleichzeitig wird die Drehzahl gegengeregelt, damit der Motor nicht hochjault beim Öffnen der Kupplung. Und dieses Zusammenspiel funktioniert bei kalten Motor nicht richtig. Daher müsste genau wie sich das Leistungs- bzw. Drehzahlverhalten des Motors bei steigender Betriebstemperatur gleitend verändert auch das Betätigungsfenster der Kupplung und die Drehzahlregelung gleitend mit steigender Betriebstemperatur verändert werden.

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  • Nochmal zum "Kupplungsrupfen" - also ich hab ja schon so einige alte Schloren durch - wenn eine Kupplung mechanisch so fehlerhaft ist, dass sie rupft, dann tut sie das auch bei betriebswarmen Motor und da sogar viel schlimmer als kalt. Aber beim Ignis mit ASG ist bei erreichen der Betriebstemperatur alles super.

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  • Ein geübter und "feinfühliger" Fahrer kann über Kupplungs-und Gaspedal das Rupfen sicher "ausgleichen" und mildern. Die Elektronik, trotz ihrer größeren Regelgeschwindigkeit, ist da (noch) nicht so "feinfühlig" und vorausschauend-adaptiv wie das geübte menschliche Hirn.

    Das Rupfen hier kommt ja auch nicht vom Verschleiß des Belages, sondern höchstwahrscheinlich aus seiner materialtechnischen Zusammensetzung, deren Reibwerte unterhalb einer Grenztemperatur halt ungünstig sind und zum ruckelnden Kraftschluß führen.

  • Ein geübter und "feinfühliger" Fahrer kann über Kupplungs-und Gaspedal das Rupfen sicher "ausgleichen" und mildern. Die Elektronik, trotz ihrer größeren Regelgeschwindigkeit, ist da (noch) nicht so "feinfühlig" und vorausschauend-adaptiv wie das geübte menschliche Hirn.

    Das Rupfen hier kommt ja auch nicht vom Verschleiß des Belages, sondern höchstwahrscheinlich aus seiner materialtechnischen Zusammensetzung, deren Reibwerte unterhalb einer Grenztemperatur halt ungünstig sind und zum ruckelnden Kraftschluß führen.

    Nur ist bei allen, die hier ihre Schwungscheibe wechseln lassen haben, das Problem kurze Zeit später wieder da gewesen. Für einige war das dann auch der Grund den Ignis wieder zu verkaufen. Wenn es nur am Material der Schwungscheibe liegen würde, wäre es ein eklatantes Armutszeugnis für den Autobauer, so ein simples Problem nicht in den Griff zu bekommen, was ich aber nicht denke. Daher meine ich, dass es ein multiples Problem ist, was sich aus der Beschaffenheit der Schwungscheibe, der Steuerung des automatischen Kuppelns und dem Nutz- bzw, Fahrverhalten des Fahrers zusammensetzt.

    Ich fahre jetzt 6 Jahre mit der originalen Schwungscheibe und habe keine Probleme, da ich nicht gleich aus der Garage raus im hektischen Alltagsverkehr bin, sondern eine ca. 1 km lange 30-Zohne ohne anhalten durchfahre, bis ich zum ersten Zwangshalt an eine Ampelkreuzung komme, wo ich dann auch immer noch ein Weilchen warten muss bis mich die Ampel auf die Hauptstraße lässt.

    Wie gesagt, ich komme da gut mit klar, weil ich nicht im kalten Zustand in den hektischen Gas-Bremse-Anhalten-Losfahren-Modus fallen muss. Und wenn ich doch mal kalt anhalten/losfahren muss, dann weiß ich, dass ich eben etwas gefühlvoller Gas geben muss, damit es nicht ruckelt und es funktioniert.

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  • Wahrscheinlich ist es billiger bei ein paar Unzufriedenen die Schwungscheiben/Kupplungen zu wechseln, als das ganze automatische Kupplungssystem zu optimieren. Die Getriebevariante ist ja jetzt eh aus der Serie (wie demnächst das ganze Auto), da wird keine Investition mehr getätigt. In den wärmeren asiatischen und afrikanischen Absatzländern wird es das Problem so wahrscheinlich eh nicht geben, bzw. die Getriebevariante wird dort ggf. eh nicht angeboten. Der Kunde hier muß sich halt "mit dem Stand der Technik" abfinden... (besser als die Technik des P601 Hycomat ist sie allemal ;)).

  • Standheizung kann ich nur empfehlen, dann ist nichts mehr mit Kalt-Ruckeln. ;) Der Ignis hat ja keine Temperaturanzeige, daher hatte ich mal ein OBD2 während der Fahrt dran um die Temperaturen zu sehen. Also das Kalt-Ruckeln ist bei ca. um die 40°C weg. Was mir noch aufgefallen ist, das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum keine Temperaturanzeige verbaut ist, der Motor arbeitet in einem höheren Betriebstemperaturfenster als sonst üblich. Die Motortemperatur pendelt so zwischen 90 und 100°C. Das Kühler-Gebläse schaltet sich bei 98°C ein und bei 88°C aus. Hat wahrscheinlich was damit zu tun, um die Verbrauchswerte niedrig zu halten, da das ASG sehr früh hochschaltet und der Motor damit viel untertourig läuft und damit er wohl nicht verrußen tut, arbeitet er eben in einem höheren Arbeitstemperaturbereich.

    Und damit nicht so viele in Panik in die Werkstatt fahren, weil der Motor immer knapp unter 100°C hat, hat man die Temperaturanzeige weggelassen und statt dessen nur eine blaue Lampe eingebaut, die anzeigt, wenn sie ausgeht, dass der Motor nicht mehr kalt ist und belastet werden kann. Die blaue Lampe ging bei mir bei ca. 56°C aus.

    Ich identifiziere mich als Entität, die sagt, was keiner gesagt haben will.

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    Einmal editiert, zuletzt von motormaul (6. Juni 2024 um 10:23)