Insgesamt handelt es sich um vier Tanker mit rund 1,2 Millionen Barrel Diesel. Ursprünglich waren sie von den USA aus Richtung Europa unterwegs. Hintergrund der Umleitung ist die angespannte Lage auf den globalen Energiemärkten infolge des Konflikts im Iran, insbesondere durch die Blockade der Straße von Hormus.
Branchenexperten betonten gegenüber Bloomberg zwar, dass Europa derzeit noch über ausreichend Ölreserven verfüge, um die Versorgung zu sichern. In den nächsten Wochen könnte Europa die Auswirkungen jedoch zeitverzögert zu spüren bekommen. Die
EU und
Großbritannien zählen zu den größten Importeuren von Diesel, der unter anderem im Transport- und Bauwesen benötigt wird. Marktbeobachter erwarten, dass die Importe im April deutlich zurückgehen könnten. „Europas Zeit wird kommen, aber im Moment ist es Asien, das am lautesten schreit“, sagte Philip Jones-Lux, Öl-Analyst beim Energieanalyseunternehmen Sparta Commodities.
„Wenn ein Kunde mehr zahlt, ändern Schiffe ihre Routen“.
„Letztlich fahren LNG- und Öltanker immer dorthin, wo es ökonomisch gerade am sinnvollsten ist“, erklärte Jakob Schlandt, Leiter des Kompetenzfelds Regulation & Policy Consulting beim Hamburg-Institut. „Der Höchstbietende gewinnt.
Normalerweise wird LNG im Rahmen von langfristigen Verträgen statt auf dem Spotmarkt verkauft; und es wird vorher geklärt, wohin die Händler das Gas liefern. „Aber wenn ein Importeur dringend Gas braucht, werden auch Schiffe kontaktiert, die bereits unterwegs sind“, sagte Walter Boltz, Berater der Anwaltskanzlei Baker McKenzie, dem Handelsblatt. „Und wenn der neue Kunde mehr zahlt, kann es sein, dass das Schiff seine Route ändert.“
Normalerweise wird LNG im Rahmen von langfristigen Verträgen statt auf dem Spotmarkt verkauft; und es wird vorher geklärt, wohin die Händler das Gas liefern. „Aber wenn ein Importeur dringend Gas braucht, werden auch Schiffe kontaktiert, die bereits unterwegs sind“, sagte Walter Boltz, Berater der Anwaltskanzlei Baker McKenzie, dem Handelsblatt. „Und wenn der neue Kunde mehr zahlt, kann es sein, dass das Schiff seine Route ändert.