Kratzer an der Heckschürze

  • Bekanntschaft mit einem auf dem Boden liegenden Felsbrocken gemacht, Ergebnis: ziemliche Schrammen, mehr als oberflächliche Kratzer. Kann man das selber reparieren, und womit?

    Gruß aus München

    von Gisa 🙋‍♀️

  • Lass das lieber. Deine Art der Fragestellung legt nahe, dass Dir wirklich die grundlegensten Begriffe im Bereich von Lackier- bzw. Lackausbesserungsarbeiten komplett fremd sind. Das Ergebnis wird sein, dass es hinterher schlimmer als vorher aussieht und Du Dich über verpulvertes Geld und verschwendete Lebenszeit ärgerst. Entweder suchst Du Dir in Eigenarbeit ausführliche Anleitungen für Lackausbesserungsarbeiten und setzt Dich damit tiefgehend auseinander, oder Du suchst Dir eine Lackiererei in Deiner Nähe, die Kratzerentfernung und Spotrepair macht bzw. Du googelst nach einem "Lackdoktor".

  • Mach mal Fotos von der Situation. Es gibt kleinere und größere Schadensbilder - von etwas Bearbeiten mit Schleif- und Polierpaste (siehe Spiegel unten, ein leichter Tupfer mit Lackstift ist noch auf dem tiefen schwarzen Kratzer aufgetragen, sonst nur Politur!) bis zum nötigen Kunststoffschweißen wegen Rissen ist alles drin.


    Prinzipiell ist der Stoßfänger relativ leicht abgebaut und dann auch teilzerlegbar, so dass man nur das betroffene Teil lackieren muss. Aber größere Flächen muss man mit Gefühl behandeln, sonst hat man gleich Läufer, Lacknasen, Sprenkel etc. drin - dazu kommt dass die Suzukifarben nicht direkt bezogen werden können (nicht wie bei Mercedes, wo ich am Tresen eine perfekt passende Dose A0006893050 in smaragdschwarz 9189 gereicht bekomme). Sondern die werden angemischt, beim Lackwerk deiner Wahl. Und die Dosen, die ich beim Erstversuch besorgt hatte, hatten die Tendenz zu "sprutzen" - dann hast du dickere Lackpartikel auf manchen Stellen, die sich dunkel abheben. Erst mit Kompressor und Sprühpistole und Lack in der Dose ging das okay.

    Eine staubfreie, gut belüftete Umgebung wäre auch von Vorteil (den Ventilator sieht man in unserem "Dachgeschosslabor" nicht)... am "lebenden Objekt" sollte man entweder nur wirklich kleine Stellen behandeln, oder man kann - wie ich seinerzeit am durch den Verkäufer "rostbehandelten" Scorpio - den Sprühnebel von der Radlaufreparatur dann noch in Massen vom (Glas-)dach wegpolieren.

    Dass du dann auch immer trotzdem noch Farbunterschiede hast... sieht man halt je nach Wetter und Sauberkeit enorm an Übergängen. Ich habe nur EInzelelemente lackiert - das größte war der normalerweise schwarze Teil im Vorfacelift-Heckstoßfänger - die aber keinen "glatten" Übergang zum Rest haben, sprich es fällt weniger auf.
    (Bilder siehe Album:

    )

    Mit Beilackieren und Polieren (damit die Übergänge fließender sind) habe ich auch mal experimentiert - mit (zugegeben nur "ähnlicher" Farbe) grobem Überspritzen der Ränder hin zum verschonten Bereich, erst Grundierung (dann den abgeklebten Ausschnitt vergrößert), dann Farbe, dann Klarlack - immer größer. Zum Schluss poliert. Eine Stelle ist mir recht gut gelungen (die Türgriff-Fotos) und nur bei direkter Sonne noch im Foto aufgefallen - die andere, na ja. Geduld und Gefühl sind gefragt.

    Und ich bin zwar kein Lackierer, aber a) kenne ich einen und b) hab ich schon früher meine abgewohnten Modellautos neu lackieren lassen und später selbst lackiert, also im Kleinen angefangen... :)

  • Das sieht doch ganz brauchbar aus.

    Gut, ich hätte vorher mal beim Händler nachschlagen lassen, was DIESES Teil (ist ja nur der unlackierte Radlaufverbreiterungsteil) kostet; wenn der Stoßfängereinsatz auf knapp 70 kommt, kann das nicht viel teurer sein. Aber so - ist das durchaus passabel. Hab ich schon schlechter gesehen!


    Beim Silberteil... jau... erster Versuch Schleifpaste, um das mal zu glätten und nur die wirklichen Kratzer übrigzulassen. Dann entscheiden ob es mit Lackstift oder Dose weitergeht.

    Das Gute ist: es ist nur ein einzelnes Anbauteil das man gut vom Rest trennen kann, es ist in Kontrastfarbe (damit auch kein Farbunterschied, wenn man das Teil abbaut und komplett lackiert), UND da unten sieht's eh fast keiner wenn der Farbton nicht 100% hinhaut!

    Und beim gelben Teil neben dem Auspuff definitiv Schleifpaste; ich bin ehrlich gesagt nicht mal sicher ob das nur Schmutz ist :D Das fiele wirklich nur bei frisch gewaschenem Auto auf.

  • Das am gelben Lack ist tatsächlich nur Dreck. Ich denke, ich geh an die Heckschürze auch wieder mit Schlafpapier ran, dann muss ich halt einen passenden Lack finden.

    Gruß aus München

    von Gisa 🙋‍♀️

  • Dann mach nicht so dolle mit dem Schlafpapier :) schon mal über ne Folierung nachgedacht ? Wir haben bei Frauchen ihrem Goldi die silbernen Dinger vorne und hinten in schwarz folieren lassen . Hilft eventuell doch bei kleinen Parkremplern ;)

    LG

    Als Gott mich schuf sagte Er nur: " Hoffentlich geht das gut !!! "
    Als ich geboren wurde sagte der Teufel: " na, schöne Scheiße..... Konkurrenz !!!

    Suzuki Swift Sport 1.4 Hybrid ( 129 Ps ) , orange metallic , EZ. 23.12.2023

    Nissan Townstar 1.3 Dig Tec ( 131 Ps ) , Tekna , white metallic , EZ. 20.03.2024

  • Folierung ist das, was du ab Werk schon an der A- und B-Äsule zwischen den Scheiben hast :) Kann man aber deutlich besser ausführen als dort, und auch in beliebigen Farben oder Mustern. (An Möbeln nimmt man DC-Fix...)

    Haken an der Sache: der Untergrund sollte schon glatt sein, und das ist er mit den Kratzern hier nicht mehr.


    Ich ginge wie gesagt erstmal mit Schleifpaste dran - manchmal reduziert das den Schaden schon deutlich.

    Erst wenn auch ein Lackstift-Einsatz nix reißt, kommt man mit dem groben Werkzeug wie Schleifpapier und Dose an... und da ist schon die Frage, wie gut man's haben will.

    Du kannst einfach Farbe draufhauen - das ist nicht viel besser als der Lackstift, denn die Form der Kratzer bleibt, und mit Pech hält die Farbe an den Bruchkanten nicht mal.

    Du kannst es anschleifen - es bleiben Krater, aber die Farbe hält besser.

    Du kannst es komplett glattschleifen - dann ist auch die Grundierung runter und der Aufwand umso größer. Aber ab hier wäre die Folierung eine Option.

    Die Frage nach Beilackieren (mit dem ggf. fälligen Farbunterschied!) oder Komplettlackierung des silbernen Teils (gut abkleben - besser abbauen) ist ja auch noch offen.

    Ich würd's - sofern die Lackstiftvariante nicht reicht - abbauen (siehe Link weiter oben). Denn wenn das komplette Teil (und nur das) lackiert wird, muss man sich nicht mit exaktem Abkleben, Farbunterschieden, Politur der Beilackierung etc. rumärgern. Und es ist die handwerklich sauberste Umsetzung.

  • Danke, Schleifpaste hab ich schon probiert, hat gar nix gebracht. Einen Lackstift gibt es für die Stoßstange nicht, hab schon bei Suzuki angefragt. Mal sehen, vielleicht finde ich einen netten Aufkleber.

    Gruß aus München

    von Gisa 🙋‍♀️

  • Dass Suzuki dafür keinen Lackstift hat... nimmt mich nicht wunder... aber so weit weg vom z.B. Mercedes Brillantsilber (das ich noch liegen habe - von 1993), wird's nicht sein, da fände sich auch was Passendes im Aftermarket :)
    Ist nur immer schwer, den Lackstift/die Dose (also, den jeweiligen Deckel oder wo auch immer die Musterfarbe zu sehen ist) zum Vergleich "kurz mit rauszunehmen". Da muss man die Baumärkte und Werkstattketten schon bequatschen.