Beiträge von -Hutfahrer-

    Ging mir aehnlich mit meinem Ignis. Billig gekauft, vielleicht zu billig. Eigentlich wollte ich nur 'nen Kleinwagen mit uebersichtlicher Technik und ohne jeden Luxus. Minimalbedingung war eine ABS-Bremse, mehr haette ich nicht haben muessen. Ich habe absichtlich abseits vom Mainstream gesucht und hatte den ersten Ignis (FH) als robust und, da in Japan gefertigt, als relativ rostarm in Erinnerung. Gegen den 1.3 16V mit 83 PS und Kettensteuerung ist nichts zu sagen, er gilt als zuverlaessig und haltbar. Vielleicht die beste Baugruppe am ganzen Fahrzeug?!

    Den jetzt doch vergleichsweise vollgeschmissenen "Special" habe ich gesehen, einen vergleichsweise guten Erhaltungszustand fuer das Alter festgestellt und ihn mit Sommer- wie Winterbereifung fuer schmales Geld bekommen koennen. Zwar ist das Wartungsheft lueckenlos, es wurde aber auch nur das Allernoetigste gemacht. Nach gut 5 Tkm ging mir die Hinterachsbremse kaputt, beide Radbremszylinder waren fast fest und in der Folge Belaege runter sowie Trommeln auf Verschleissmass abgenutzt. Das ganze mit etwas ueber 100 Tkm. Wegen durchgerosteter Staubschutzkappen kam es beidseitig zum Wassereinbruch in die Radlager. Alles ist erneuert, was etwa den halben Kaufpreis ausmachte. Ungefaehr diese 5 Tkm bis zum Defekt der Hinterachsbremse brauchte auch die Vorderachsbremse, um sich von nur 3 Monaten Nichtnutzung des Fahrzeugs vor meinem Kauf zu erholen. Bremssaettel schwergaengig (behoben), das Tragbild von Bremsscheiben und -belaegen ist jetzt gerade so akzeptabel. Die Bremswirkung ist zwar ausreichend (Bremsenpruefstandmessung), das Betaetigungsgefuehl des Bremspedals gleicht trotzdem dem Tritt in ein Sofakissen.

    Zuendkerzen, Motoroel und saemtliche Filter habe ich selbst gewechselt und mich dabei an der ansonsten ganz angenehmen Wartungsfreundlichkeit des Fahrzeugs erfreut. Nichts ist verbaut, nirgends braucht es Spezialwerkzeug und bei einigermassen vorhandenem technischem Verstand erklaert sich einem das Auto von selbst. Kein Ausbau irgendwelcher Verkleidungsteile stellte mich vor unloesbare Probleme, man zieht vorsichtig und guckt, woran es noch haengt.

    Auch wenn es sehr eng war und das Einladen des Reisegepaecks eine logistische Meisterleistung war - der Ignis hat gerade eine Woche Ostseeurlaub mit vier Personen (!) hinter sich und mit Zuverlaessigkeit geglaenzt. Die Mehrlast hat die Vorderachsbremse etwas mehr gefordert, sie sieht jetzt sogar richtig ordentlich aus. Einzig er doch erschreckende Mehrverbrauch hat mich zusammenzucken lassen. Ich bin allein mit etwa 2 l weniger unterwegs.

    Zeitgleich hatte ich auch nach Balenos geguckt, mir haette ein 1.3er als Fliessheck vollkommen ausgereicht. Alle hatten Rostprobleme, teilweise an der Karosserie und ausnahmslos auch Kantenrost an Tueren, Motorhaube und Heckklappe. Bei vielen waren die vorderen Dome angerostet, die Achstraeger sahen bei den meisten mehr oder weniger angerostet aus. Wenn ich hier so sehe und lese, dass optisch aehnlich rostige Exemplare genau genommen bereits durchgerostet waren, dann bin ich froh, meine Suche auf Ignis und Wagon R+ eingegrenzt zu haben. Mein Budget reichte leider nicht fuer einen 1.3 16V mit 94 PS, das waere beim Wagon meine Wunschmotorisierung gewesen. Nun ja, der 83 PSer tut's in der leichten Ignis-Karosse auch und er vermittelt nicht das Gefuehl, ein untermotorisiertes Fahrzeug zu fahren. Der Getriebeoelwechsel ist noch dran, dann ist mein Ignis wieder wartungsmaessig auf dem aktuellen Stand.

    Was dann in der naechsten Zeit kaputt gehen will, das wird es auch tun. Ich gebe der Vorderachsbremse noch etwa 1/2 Jahr und denke, dass ich sie vor der HU ersetze und ihr danach noch ein paar Wochen Zeit zum Einlaufen gebe. Rost ist noch lange kein Problem. Einzig der Endschalldaempfer koennte demnaechst faellig werden, was angesichts eines Alters von bald 11 Jahren auch kein Skandal waere. So lange halten sie bei vielen anderen Fahrzeugen jedenfalls nicht. Ersatz gibt es als Nachbau fuer um die 40 EUR, der Einbau sollte in Eigenarbeit moeglich sein. Die komplette Anlage ab Katalysator ist fuer 70 EUR zu bekommen. Da die Vorbesitzerin laengere Zeit mit einer defekten Lambdasonde fuhr und die leuchtende MIL ignorierte, gab es vor etwa 1 Jahr noch einen neuen Katalysator auf ihre Rechnung. Danach fuhr sie wohl nicht mehr viel, im Winter sogar fast ueberhaupt nicht.

    Dein Vorhaben ist jenseits jeder Rentabilitaet. Lebe mit dem Auto ohne ESP, achte auf stets gute Bereifung und nimm' lieber an einem Fahrsicherheitstraining teil (Grundkurs und bei Gefallen daran auch den fuer Fortgeschrittene). Dort lernst Du dein Auto und sein Verhalten im Grenzbereich kennen. Jedes Auto zeigt dir mehr oder weniger deutlich, wenn Du es zu wild treibst und es in instabile Fahrzustaende kommt. Manche kuendigen es ausgesprochen frueh an und sind danach in einem mehr oder weniger breiten Grenzbereich noch ganz gut zu handhaben. Andere kuendigen es spaet an und verzeihen dann keine Fehler. Erlerne das Wesen deines Fahrzeugs und gewinne das Gefuehl von Sicherheit im Umgang damit!

    Wahrscheinlich habe ich die nicht oder nicht mehr. Meine 0151-Nummer gibt es aber noch. Wir waren am Wochenende vor Heiligabend in Berlin-Mitte auf diversen Weihnachtsmaerkten. Also Geith und sein Weibchen, der Beamte fuer den groben Unfug, Herr Clubber samt Weibchen, Herr Wodan und Herr Hutfahrer samt Weibchen ebenfalls. Herr Nasifant war sogar zugegen. An dich hat - wie immer - keiner gedacht. :(

    Jetzt habe ich erstmal eine Woche Urlaub mit Geith, seinem Weibchen sowie dem Herrn Wodan hinter mir. Davon muss ich mich erstmal erholen. Der Januar ist auch ein garstiger Monat... :thumbdown:

    Bitte nicht vergessen, dass eine Klimaautomatik immerhin etwas Hirn hat. Im Gegensatz zur manuellen Klimaanlage arbeitet ein Klimasteuergeraet an der Ausregelung der verlangten Temperaturen und Luftschichtungen. Der Aufwand hinter den Kulissen ist demzufolge ein wenig groesser.

    Bitte informiere die Leser rechtzeitig vor Veroeffentlichung des bebilderten Umbauberichts, ich haette ihn naemlich gern bei einem gut gekuehlten Getraenk und mild gesalzenen Erdnuessen gelesen. Dazu muesste ich aber nochmal einkaufen.

    Der M13A-Motor ist ja ausgesprochen wartungsfreundlich. :thumbup: Nach dem einfach zu erledigendem Zuendkerzenwechsel gab es nun einen Oelwechsel in Eigenarbeit. Bei anderen Motoren (Renault D7F oder Peugeot 1.4 HDI) habe ich mit einer elektrischen Pumpe das Oel zunaechst abgesaugt und erst dann die verbleibende Restmenge abgelassen. Die Gefahr, dabei herumzukleckern, ist so ausgesprochen gering. Beim Suzuki M13A wollte mir das nicht gelingen. Wenn ueberhaupt Oel angesaugt wurde, dann kam meist nur Schaum. Wie weit der Saugschlauch dabei durch das Rohr fuer den Peilstab eingeschoben wurde, hat kaum etwas ausgemacht. Weiss jemand, warum das bei diesem Motor ueberhaupt nicht geht? Schliesslich musste ich die komplette Menge auf die klassische Weise abgelassen. Das abgelassene Oel sah fast noch gut aus, etwas nachgedunkelt - aber weder schwarz noch irgendwie auffaellig riechend. Auch der Oelfilter ist gut erreichbar. Verwendet habe ich das laut Wartungsplan vorgeschriebene 5W40-Oel.

    Ich haette ehrlich gesagt auf die Automatik verzichet. Reparaturen daran koennen schnell den Fahrzeugzeitwert erreichen oder gar ueberschreiten. Ganz unauffaellig sind die Automatigetriebe naemlich nicht. Ich kenne jemand, der bei nur 65 Tkm eine teure Reparatur am Automatikgetriebe bezahlen musste. Knapp aus der Garantie raus. Vor kurzer Zeit schrieb ein Ignis-Fahrer von Automatikgetriebeproblemen. Das Getriebe ist gleich.

    Welchen 1.3er habt ihr eigentlich? Wahrscheinlich den mit rund 73 PS. Bitte nicht vergessen, dass dieser noch einen Zahnriemen hat, der gelegentlich ausgewechselt werden muss. Auch das Automatikgetriebe benoetigt einen gewissen Wartungsaufwand. Die Getriebeoelwechsel duerfen nicht vergessen werden.

    Wenn einem die Lieferzeiten zu lang sind, dann sollte man vielleicht darueber nachdenken, wo man u. U. Abstriche hinnehmen koennte. Muss es die exklusive und ausgefallene Lackierung sein? Oder wuerde es auch ausreichen, beim Haendler des Vertrauens ein Fahrzeug vom Hof zu kaufen, dass einem hinsichtlich Ausstattung und Motorisierung zusagt? Das eine oder andere fehlende Extra laesst sich immer fuer eine akzeptable Summe nachruesten. Wenn's nicht die Traumlackierung werden kann, dann bleibt i. d. R. eine kleine Einsparung uebrig, von der man sich entweder einen schoenen Raedersatz leisten, die professionell verklebte Scheibenfolie bezahlen oder sich vielleicht ein Foliendesign herstellen und anbringen lassen koennte, mit der man sich aus einem Volumenmodell mit Allerweltslackierung dann doch ein individuelles Einzelstueck zaubern koennte.

    Die als Ersatzteil bestellten Trommeln haben das Radlager integriert, es waere dann erneuert worden. Allerdings hat man trotz korrekter Bestellung Trommeln geliefertn, die keine ABS-Sensorringe enthalten und die auch das Uebernehmen der alten Ringe in die neuen Trommeln nicht erlauben. Es ist keine Aufnahme dafuer vorhanden. Sie gingen zurueck. Die Woche ueber stand der Ignis in der Werkstatt, vielleicht kamen die passenden Trommeln ja noch und wurden eingebaut. Ich werde es heute erfahren. Falls nicht, dann passiert dieses Jahr nichts mehr damit und das Ding bleibt stehen.

    Richtig defekt sind die bisherigen Radlager noch nicht, jedenfalls haben sie noch kein fuehlbares Spiel. Ausgewaschen und mit frischem Fett ginge es auch erstmal so. Und zur Not gingen auch die alten, ausgedrehten Trommeln nochmal uebergangsweise. Allerdings duerfte die Haltbarkeit der neuen Belaege darin dann wohl deutlich kuerzer ausfallen. Was die Werkstatt nun schlussendlich gemacht hat, das weiss ich (noch) nicht.

    Rost an der Karosserie ist bislang kein Problem. Die wenigen Stellen, die durch Steinschlag oder unqualifiziertes Ansetzen eines Wagenhebers beschaedigt wurden und angerostet waren, sind instandgesetzt. Kantenrost oder Rostblasen sind mir nicht aufgefallen - ich habe gewissenhaft nachgeschaut. Der noch in Japan gebaute FH scheint einigermassen gewissenhaft konserviert zu sein.


    Zu deinem Wagon: Die Motoren sind eigentlich robust und haltbar, solange sie nicht ohne Oel und ohne Wasser gefahren werden. Bei einem schlechten Oelzustand bietet sich ggf. ein Oelwechsel mit moeglichst billigem Oel an, das man hoechstens eine oder zwei Wochen (bzw. 1 - 2 Tkm) faehrt und anschliessend nochmal tauscht. Keine Motorspuelungen kaufen und verwenden, unbedingt auch bei der bisherigen Oelsorte bleiben! Das minimiert das Risiko entstehender Oelundichtigkeiten. Das Kuehlwasser koenntest Du, solange es frostfrei bleibt, ein oder zwei Tage durch normales Wasser ersetzen. Abgelassene Kuehlfluessigkeit bitte ordentlich entsorgen, sie darf nicht in die Landschaft gekippt werden. Anschliessend wieder normgerecht befuellen, Frostschutz nicht vergessen! Ob Motor und Kuehlkreislauf einschliesslich Heizung nochmal manuell entlueftet werden muessen, das weiss ich nicht. Vielleicht weiss es jemand aus dem Forum?! In der kommenden Woche taeglich (!) Oel- und Kuehlwasserstand pruefen und ggf. nachfuellen. Insbesondere im Wasserkreislauf gehen Luftblasen im System erst nach und nach weg, daher immer auf einen vollen Reservebehaelter achten.

    Naechstes Interesse sollten die Zuendkerzen und der Luftfilter fuer den Motor erhalten. Darum hat sich gewiss auch niemand gekuemmert. Keinen Schreck kriegen, einige Kerzentypen koennen richtiges Geld kosten! Tausche eine nach der anderen, dann kann es auch bei den Steckern zu keiner Verwechslung kommen. Kerzen normgerecht nach Herstellervorgabe anziehen, ggf. Drehmomentschluessel benutzen und keinesfalls "anballern".

    In der Preisklasse um 1000 EUR wirst Du kein fehlerfreies Exemplar finden - gleich von welchem Hersteller und gleich welches Modell. Da achtet man eher darauf, keinen Exoten zu kaufen, bei dem die Ersatzteilpreise eben diesen Exotenaufschlag haben. Ist zwar langweilig, aber mit einem Polo, Fiesta oder Corsa hat man zwar das gleiche Risiko, kann diese Modelle aber ueberall reparieren lassen und zahlt im Normalfall fuer Ersatzteile aus dem freien Handel keine Mondpreise.


    Halb-OT: Mein Ignis lag preislich in einer aehnlichen Region, hat dafuer ABS, eine elektrische Servolenkung und eine funktionierende Klimaanlage. Der Erhaltungszustand war durchschnittlich, das inzwischen 10-jaehrige Sondermodell aber eben gut ausgestattet. Ich bin erst zweiter Eigentuemer. Der Motor ist das beste am ganzen Fahrzeug, er ist sehr lebendig und hat mit der leichten Karosse nicht viel zu schleppen. Das hochbeinige Fahrwerk ist alles aber nicht sportlich, die schmalen Reifen ersticken jegliche Tendenzen in diese Richtung im Keim. Etwas angeschi**en hat mich die Hinterachsbremse, beide Radbremszylinder waren fest und haben damit Belaege und Trommeln verschleissen lassen. Die Staubkappen, die die Radlager schuetzen, waren durchgerostet - einschliesslich Wassereinbruch und somit geschaedigten Lagern. Wenn auch noch ohne fuehlbares Spiel. Die bestellten Bremstrommeln sind falsch geliefert worden, sie haben keine Aufnahme fuer die ABS-Sensorringe. So steht das Ding nun bereits laenger in der Werkstatt herum. Gut, dass wir noch ein Zweitfahrzeug besitzen. Der Rundumschlag an der Hinterachse kostet mich bislang noch einmal 1/3 des Kaufpreises. Ist hart, geht aber nicht anders. Kleinere Wartungsarbeiten wie Zuendkerzen-, Oel- und Filterwechsel (alle) habe ich selbst gemacht, zudem einiges an Korrosionsvorsorge. Irgendwann im naechsten Jahr ist dann die Vorderachsbremse faellig, dann sollte ich weitgehend durch sein. Der Reparaturstau war vielleicht auch Verkaufsgrund der Erstbesitzerin, trotzdem sie bisher jede Reparatur und jede Durchsicht beim Freundlichen erledigen liess. Obwohl ich glaube, dass sie von der faelligen Hinterachsbremseninstandsetzung nichts geahnt hat.

    Sooo viele Farben hatten die hier verkauften Ignis FH-Modelle auch nicht:

    Z1E - Naples Yellow (einziger Unilack)
    Z7B - Adriatic Blue metallic
    Z21 - Groove Green metallic
    Z2S - Silky Silver metallic
    Z5K - Cassis Red
    ZJ3 oder ZJ5 - Bluish Black Pearl metallic

    ...wenn es um den in "Neue Felgen" gezeigten geht, dann ist Nummer 4 richtig. Allerdings wurden im Laufe des Fertigungszeitraums auch unterschiedliche Schattierungen lackiert - mal variierte auch die Pigmentmenge.

    ABS: Blick auf die Innenseite der vorderen Scheibenbremse, der Sensorkranz befindet sich am aeusseren Rand des Antriebswellengelenks. Hinten ist die Sensorik innenliegend in den Bremstrommeln und nicht ohne Demontage zu sehen.

    Die Tankentlueftung ist Teil des "Umweltschutzpakets" dieses Fahrzeugs und HU-relevant. Sie ist instandzusetzen. Kuehlerluefter sollte funktionieren, den Funktionstest kann man durch das Ueberbruecken des Thermoschalters durchfuehren. Der Luefter sollte dann anlaufen, ggf. tut er das auch erst bei eingeschalter Zuendung.

    Nach deinen Schilderungen liest es sich nicht so, als haettest Du einen maengelfreien und super gepflegten Gebrauchten erworben. Die eine oder andere Ueberraschung wirst Du sicherlich noch finden. Schau' mal auf Reifen, Bremsen, Abgasanlage, Oelundichtigkeiten an Motor und Getriebe sowie nach Rost an Unterboden, Tuerfalzen, Motorhaube und Heckklappe sowie nach der Abgasanlage. Maengelfrei wird das Fahrzeug gewiss nicht sein, man muss in dem Alter aber auch Prioritaeten setzen und sich auf die relevanten Sachen konzentrieren. Wenn der Wagon wenigstens fast nichts gekostet hat, so kann man einiges an Reparaturen noch in Kauf nehmen und stueckweise angehen. Gut ist es dann, wenn man einiges selbst machen kann und es auch will. Die Ersatzteilpreise sind durchwachsen, man muss und sollte nicht unbedingt immer zu Originalteilen greifen.

    Ein Blick auf die letzten Wartungen wird dann auch zeigen, ob sich der letzte Besitzer ueberhaupt noch um das Fahrzeug gekuemmert hat. Eventuell sind Oelwechsel bei Motor und Getriebe faellig, Zuendkerzen und Luftfilter zu erneuern oder die Bremsfluessigkeit auszutauschen. Oelwechsel, Filter und Kerzen kann man noch selbst machen, was einiges an Geld einsparen wuerde.

    Okay, daher der Griff zum Wagon. ;) Viele schaetzen das Raumwunder deshalb, weil es gefuehlt aussen groesser als innen ist.

    Machen wir mal eine Bestandsaufnahme: Vorn sind Lautsprecher drin, die aber nicht zufriedenstellend sind. So weit, so gut. Hinten gibt es vorgesehene Einbauorte dafuer, die aber nicht bei jedem Fahrzeug auch tatsaechlich bestueckt sind. Fehlen sie bei dir? Die Kabel mit Stecker liegen erfahrungsgemaess irgendwo und sollten sich finden lassen. Leuchte mal mit einer Taschenlampe durch die Gitter der hinteren Lautsprecher, vielleicht sind sogar welche drin und irgendwer hat nur den Ueberblendregler ('Fader') nach vorn gedreht.

    Mit den Einbauorten hinten laesst sich a. G. fehlenden Volumens und sehr begrenzter Einbautiefe nicht viel anstellen. Ich haette dafuer was, das zumindest fuer etwas Musik sorgt. Vorn sind ein paar Millimeter mehr Einbautiefe vorhanden, dafuer haette ich noch ein anderes und besseres Lautsprechersystem, das ansatzweise auch Bass macht. Kein Tiefbass, das ist aus den 10 cm-Dingern nicht zu holen. Details und Preisverhandlungen gern per pN! Es kann sein, dass Du noch Adapter von den Suzuki-eigenen Blocksteckern, die sie fuer die Lautsprecher verwenden, beim Freundlichen beschaffen muesstest. Sind Pfennigartikel, einige Haendler haben sie aber sogar vorraetig. Alternativ entfernst Du sie und presst Kabelschuhe direkt auf. Achte dann darauf, sie korrekt anzuschliessen (auf +/- achten). Passieren dabei Fehler, so gibt es Phasendreher und neben einem verschobenen Klangbild sind dann auch die Baesse komplett verschwunden. Sind bereits Lautsprecher aus dem Zubehoer verbaut, dann stecken auch die Adapter bereits drin.

    Ich hatte von meinem vorherigen Fahrzeug, einem Peugeot 206, noch Scheibenwischer uebrig. Die Frontscheibe dieses Fahrzeugs ist mit asymetrischer Bestueckung versehen, auf der Fahrerseite ein riesiger Wischer mit wahlweise 55 oder gar 61 cm und auf der Beifahrerseite einer mit 28 oder 32 cm Laenge. Die kurzen Dinger passen bei den meisten Fahrzeugen als Heckscheibenwischer, worauf ich bei diesem Fahrzeug immer gern zurueckgegriffen habe. Als komplettes Set kostete diese Kombination immer unverschaemte Preise, die langen Wischer fuer die Fahrerseite gab es dagegen im Nfz-Bereich preiswert und in ausgezeichneter Qualitaet.

    Jedenfalls habe ich beim Ignis jetzt einen gelenklosen Flachwischer, der beim Peugeot rechts gepasst haette, als Heckscheibenwischer verbaut. Der 28er passt einwandfrei, ein 32er waere zu lang. Wischbild zunaechst erstmal gut, jedoch bei Kaelte reichte der Anpressdruck oft nicht aus und so blieben Teile der Heckscheibe ungewischt. Der Wischerarm ist aus gepraegtem Stahlblech, seine auf der Welle verschraubte Basis aus Guss. Letzeres blueht unter Salzeinfluss auf und behindert die Beweglichkeit des Scharniers. Kann dir mit deinem Plastikwischerarm nicht passieren, das ist schonmal von Vorteil. Ich habe jetzt Keramikfett dafuer genommen. Das ist leicht kriechwillig, klebt aber wie [...] dort, wo man es hingetan hat.


    Ein Gedankenanstoss: Die gelenklosen Flachwischer duerften bei vielen Fahrzeugen ohne Umbauten auf die serienmaessigen Wischerarme passen und bieten dort m. E. fast immer das bessere Wischbild. Fuer die Heckscheibe tut's dann auch ein namenloses Produkt, da muss man keine Unsummen ausgeben. Ein Baumarkt im Nachbarort hat die Dinger fuer glatt 3 EUR je Stueck in 2 cm-Stufen. Ausmessen und passend kaufen - vielleicht geht sogar eine andere Groesse drauf?!

    Dass die Bremsbelaege an den Bremsscheiben ueber Nacht festrosten, das ist zunaechst nicht mehr als ein Schoenheitsfehler, solange das Fahrzeug regelmaessig gefahren wird und nicht Ewigkeiten mit festgerosteten Belaegen stehen bleibt. Mit der Zeit werden die Rostmarken immer tiefer und es gibt irgendwann Bremsenrubbeln, das sich nicht durch normales Benutzen der Bremsen wieder abreibt.

    Ueblicherweise geschieht das Festrosten nicht einmal bei Frost, da ist naemlich die Luftfeuchtigkeit meist geringer als in einer milden Regennacht. Aber auch ein nass in der Garage abgeparktes Fahrzeug kann am naechsten Morgen auf den Scheiben festgerostete Belaege haben. Zunaechst sollte man sie beim Anfahren behutsam losreissen, der entstehende Knall kann einen aber schon ziemlich erschrecken. Die ersten paar Meter mit geringer Geschwindigkeit und leicht betaetigter Bremse fahren - ungefaehr so, dass man leichte Bremswirkung spueren kann. Danach hat sich der Rost weitgehend abgerieben, die Bremse ist wieder voll einsatzfaehig. Man kann auf das Abreiben auch verzichten, hat dann aber u. U. laengere Zeit rubbelnde Bremsen. Manch einen stoert das.

    Solange Du nicht z. B. an der Hinterachse ohne die Staubschutzkappen fahren willst, die das Radlager schuetzen und die Fettfuellungen festhalten, ist dagegen nichts zu sagen. Allerdings scheinen die Suzuki-Staubschutzkappen scheinbar auch irgendwann durchzurosten. Ich musste sie schonmal neu kaufen, bei meinem 10-jaehrigen Ignis waren sie wie ein Sieb. Insofern koennten die Plastik-Nabenkappen an den Felgen schon eine gewisse Schutzwirkung haben, die durch sie dann abgedeckten Staubschutzkappen haengen dann nicht den ganzen Winter hindurch in der Salzdusche.

    Probeweise die Batterie nochmal trennen und drinnen z. B. nochmal die Lichthupe ziehen. Erneut anklemmen und probieren. Falls nicht nur die Displaybeleuchtung ausgefallen ist, eventuell das Display selbst abstecken und danach wieder anstecken.

    Bei ausgefallener Displaybeleuchtung koennte man bei schraegem Anleuchten mit einer Taschenlampe bei eingeschalteter Zuendung die Uhrzeitanzeige noch erahnen.

    Euer Wagon teilt das gleiche Schicksal wie mein Ignis: Die verbauten 10 cm-Lautsprecher koennen mit ihrer Groesse nicht zaubern. Dazu kommt, dass ihre Einbauorte wenig Einbautiefe anbieten und mit allerlei Resonanzen zum Droehnen neigen. Mitten und Hoehen koennen sie dort aber ganz gut abbilden. Das Bassfundament muesste man dann anderweitig erzeugen. Eine Basskiste im Kofferraum mit eigenem Verstaerker waere ein Weg, kostet aber dort wertvollen Platz und stellt das vielseitige Raumkonzept des Wagon irgendwie in Frage. Nicht ganz so leistungsfaehig sind aktive Mini-Subwoofer, die unter dem Fahrersitz Platz finden. Wenn's keine rollende Diskothek werden soll, dann ist diese Loesung praktischer und je nach Auswahl der Technik mit 100 - 250 EUR Investitionsvolumen noch bezahlbar. Wichtig waere dann nur, dass man durch passende Frequenzweichen sicherstellen kann, dass die 10 cm-Lautsprecher absolut keinen Bass mehr kriegen. Bietet man ihnen erst alles ab ca. 400 Hz aufwaerts an, so sind sie dann auch deutlich leistungsfaehiger.

    Falls Du nur den Lautsprecheraustausch planst, ich koennte dir meinen Ursprungskauf, bestehend aus vier wirklich guten Lautsprechersystemen, anbieten. Nach kurzer Probephase habe ich an den Serieneinbauorten jetzt nur noch Mitteltonlautsprecher, die konstruktiv schon keinerlei Bass machen. In Verbindung mit Hochtoenern machen sie alles ab ca. 440 Hz aufwaerts. Bass kommt aus zwei flachen Subwoofern unter beiden Sitzen, das Schubfach rechts musste wegfallen. Die angebotenen Lautsprecher sind praktisch nur ausprobiert, mir war es zu aufwendig, den Armaturentraeger klapperfrei zu kriegen. Sie klingen fuer 10 cm-Systeme sehr erwachsen und wenn es keine rollende Diskothek werden muss, dann wuerden sie vollkommen ausreichen. Es ist beruecksichtigt, dass vorm wie hinten die Einbautiefe sehr begrenzt ist und daher nur wenige Lautsprechersysteme auch tatsaechlich einbaubar sind.