Der Freikolbenmotor von Frank Stelzer

  • Hallo zusammen,

    heute bin ich durch \"Zufall\" auf die Seite freikolbenmotor.de aufmerksam geworden.

    Zwar finden sich nur wenige Informationen zu dieser Erfindung, es scheint aber auf den ersten Blick ein sehr einfache und billige Idee für ein Motorkonzept zu sein, das seine Vorteile vor allem darin hat, dass es nur ein bewegliches Teil gibt, so dass nach den Aussagen des Erfinders der Motor vier Mal länger halten soll als ein Ottomotor, der bis zu vierhundert bewegliche Teile besitzt.
    Den Verbrauch beziffert er bei rund 60 bis 70 Prozent eines vergleichbaren Ottomotors.

    [Blockierte Grafik: http://www.freikolbenmotor.de/StelzerMotorPrinzip.png]

    Unter der Adresse http://michael.abendschoen.bei.t-online.de/stelzer.html kann man sich außerdem eine Flash-Animation zur Funktionsweise anschauen.

    Nun... Ich poste das hier nicht (nur) zur Gaudi :biggrin: Meine Frage geht eher an die \"Motorexperten\" hier. Wie zukunftsweisend ist dieser Motor? Salonfähig? Ein Nischenprodukt, das wieder in der Schublade verschwindet oder was? Leider finden sich nur wenige technische Fakten, die auch zur Berechnung des einen oder anderen Vergleichspunktes zu Otto/Diesel/Wankel & Co zulassen.

    Vielleicht kann der eine oder die andere was informatives hierzu beitragen.

    Achja... Eine Kompressor-Variante (ebenfalls simpel gelöst) ist mittlerweile auch verfügbar! :teufel:

    Liebe Grüße,

    Christian

    Meine Suzukis:
    seit 2005: 2005er 1.3 Jimny Urban Challenge 25, APIO 58*STAR / Front Bumper / GOKU / Intake Chamber / Panhards / HD Radius Arms, ARB Air Locker, ASFIR VTG-Schutz, BF Goodrich MT 215/75 R15, Dotz Hammada Dark, Fox V2A ESD, trail master comfort +50mm, Waeco MS-402 Autopilot
    2001 - 2005: 89er Samurai GTi, Babylobster, 255/70 R15 ATs auf CW, Eberspächer B5W-Standheizung

  • :d_gutefrage: Hm, irgendwie ein erweitertes Prinzip des Boxermotors ... zu funktionieren scheint´s ja .... da stellt sich die Frage nach dem Wirkungsgrad, wir wissen ja: Kraft= Masse x Geschwindigkeit, da hier aber eine Relativ große Masse bewegt werden muss scheint der ja nicht allzu hoch sein ( jedenfalls nicht höher als bei anderen Motoren ) ....

  • das bringt nix... damit erreichst keine abgaswertze oder wirkungsgrade.. und ich seh da auf der chematischen zeichnung schon 3 bewegliche teile und nicht eins.. die masse der kraftübertragung wird so hoch sein das das system eh nicht für höhere drehzahlen taugt.. und von steuerung etc ist da auch nicht viel möglich.. was soll da die zukunft bringen?? variable auslasslochsteuerung? *löl*

    mfg und der gaudi is nich schlecht.. lanz bulldog läßt grüßen.. :biggrin:

    ps: is ma wem aufgefalln das das system nicht/kaum selbstsaugend ist und mit zunehmender drehzahl immer weniger kolbenfüllung erreichen würde???

  • hast recht geith, also der gegenkolben motor ist noch mal was neues vieleicht brauchbares, aber der freikolben motor ist von seinen massemomenten viel zu hoch. von wegen vibrationsarmer lauf.
    @geith wegen der befüllung kannste ja noch nen freiluftkompressor einbauen mit superspaxeinspritzung ;)

  • Paco
    naja neu is der gegenkolbenmotor nicht,wurde erstmals in der 30er in flugzeugen und luftschiffen eingesetzt ;)

    und erreichte zum teil aus einem 16,6 Litermotor knapp 2000PS (weiß jetz aber nich genau wieviel zylinder der hatte)

  • Na, dieser \"Freikolbenmotor\"...Geithain hat da schon recht weil: So wie es in \"\"dieser Animation\"\" dargestellt wird, steht zum ANSAUGEN nur ein begrenzter Kolbenhub zur Verfügung- Das ist schonmal nicht so toll! Desweiteren gibt das wiedermal riesige Spülverluste! Relativ viel Abgas ist noch im Verbrennungsraum wenn das neue Gemisch einströmen soll (wobei meineserachtens die Druckverhältnisse nicht ganz klar sind) Wie hoch ist der Druck im linken Brennraum und wie hoch ist der Druck im \"Ansaugraum\" mitte/links?

    Also die Steuerung von so nem Apparat dürfte recht schwierig und auch nur mit vielen Kompromissen zu bewerkstelligen sein. So das im Endeffekt keinerlei verbesserung gegenüber einem Otto-Hubkolbenmotor zu erwarten ist.
    Ach was mir gerade einfällt, wie wird denn die Bewegung in eine Rotation umgewandelt? Die Konstruktion würde ich gerne mal sehen! und was für Verluste dabei auftreten!

    Muss mal suchen - Hab da mal was von nem Motor mit Variabler Verdichtung gelesen. (Da war so ne komiche Manschette zwischen kopf und Block montiert)

    Ich finds schon interessant, wenn sich da mal paar Leute den Kopf zerbrechen, allerdings wird es angesichts des recht hohen Entwicklungsstandes schwer sein da etwas völlig neues zu etablieren.

    Manchmal bringen halt Detailverbesserungen schon gute Fortschritte wie z.B.
    Variable Steuerzeiten, Ansaugwege, Rollen an Kipphebeln oder Stösseln um die Reibung zu vermindern, Gewichtsreduktion der bewegten Massen usw.....

  • das mit dem variablen verdichtungsverhältnis war ne idee aus japan in den 80er jahren. zwischen zylinderkopf und block war ne gummimanschette, und das ding wurde halt über ne art ausleger verschoben, damit sich die verdichtung ändert.

    kam jedoch über das prototypen stadium nich hinaus, da das ganze zeugs ziemlich störanfällig war (vorallem die korekte abdichtung).

    als dieser hersteller dann die 16v technik und variable ventilsteuerung über die nockenwelle für sich entdeckte, legte man diese komische neigtechnik des zylinderkopfes zu den akten beiseite.