Hallo was tankt ihr den E10 oder normal Super bei Ignis ( Baujahr 12/2020 ) ?

  • ...und in 2021 gab´s dazu schon mal eine runde mit plausiblen erläuterungen hier:

    Super oder e10

    Habe da mal quer gelesen. Neben viel Quatsch zu E10 ist in einem Post ein Mehrverbrauch von 0,2l/100km zu finden (Fahrzeug war ein Splash). Das macht auch insofern Sinn, da Ethanol einen etwas geringeren Brennwert als Benzin hat. Das bedeutet, bei einem Benzinpreis von 1,80/l sind das 0,36€ mehr auf 100km. Bei einem Verbrauch von 6l/100km und einer Preisdifferenz von 0,06€/l spart man an der Tanke für diese 6l genau die 0,36€, die man mehr verbraucht. Also nix.

    Bleibt noch die etwas höhere Klopffestigkeit des Ethanols und dessen (Kondens-)Wasserbindungsfähigkeit. Da die Suzukimotore lt. Liste seit 1991 alle E10-geeignet sind, ist es also völlig wurst, welchen Rüssel man in den Tankstutzen hält (der für Diesel paßt eh nicht rein ;)).

  • Hi, also wegen eines bsp. würde ich jetzt nicht wirklich das unterstreichen. Dazu müssten immer die exakten gleichen Bedingungen herrschen. Mit meinem DS3 und meiner V-Strom 1000 hatte ich anfangs zwischendurch auch mal e5 getankt. Letztendlich habe ich weder einen Unterschied in der Leistung noch im Verbrauch merken können.

    Das gleiche bei meiner Partnerin, die in ihren KIA 4 Jahre ausschließlich e5 tankte und erst seit sie ihre SV650 gegen eine Tracer 7 GT getauscht hatte, auch bei beiden E10 tankt. Auch sie stellte keinen für sie messbaren Mehrverbrauch fest.

    Meine Winterräder am Vitara benötigen aber gut 0,5l mehr. Das hat mich etwas irritiert....

    Manne

  • Hi, also wegen eines bsp. würde ich jetzt nicht wirklich das unterstreichen. Dazu müssten immer die exakten gleichen Bedingungen herrschen.

    Bei einem, wie im Post angegeben, über ein Jahr gemitteltem Verbrauch nivellieren sich die einzelfahrtbezogenen Abweichungen aus und der Vergleich fand auf dem gleichen Fahrzeug mit dem gleichen Fahrer statt. 0,2l/100km sind auch nur rd. 3% bei ca. 6l/100km. Das entspräche auch der Brennwertdifferenz von E5 zu E10. Physikalisch-chemisch also plausibel.

  • Habe da mal quer gelesen. Neben viel Quatsch zu E10 ist in einem Post ein Mehrverbrauch von 0,2l/100km zu finden (Fahrzeug war ein Splash). Das macht auch insofern Sinn, da Ethanol einen etwas geringeren Brennwert als Benzin hat. Das bedeutet, bei einem Benzinpreis von 1,80/l sind das 0,36€ mehr auf 100km. Bei einem Verbrauch von 6l/100km und einer Preisdifferenz von 0,06€/l spart man an der Tanke für diese 6l genau die 0,36€, die man mehr verbraucht. Also nix.

    Bleibt noch die etwas höhere Klopffestigkeit des Ethanols und dessen (Kondens-)Wasserbindungsfähigkeit. Da die Suzukimotore lt. Liste seit 1991 alle E10-geeignet sind, ist es also völlig wurst, welchen Rüssel man in den Tankstutzen hält (der für Diesel paßt eh nicht rein ;)).

    Ich habe, wir der ein oder andere hier im Forum, keinen mehr Verbrauch mit E10.

    Die Tendenz, bei normaler Fahrweise, geht eher zu minimal weniger Verbrauch

  • Ich habe, wir der ein oder andere hier im Forum, keinen mehr Verbrauch mit E10.

    Die Tendenz, bei normaler Fahrweise, geht eher zu minimal weniger Verbrauch

    Liegt wahrscheinlich daran, daß E5 meist tatsächlich über 4 bis knapp unter 5% Ethanol enthält, bei E10 aber oft ein Alkoholgehalt deutlich unter 10% beigemischt ist (er muß zwischen 5 und 10% liegen). Ethanol hat zwar eine höhere Oktanzahl als reines Superbenzin, aber ob die im E10 "weitergereicht" wird, oder per Mischung mit niederoktanigem Benzin auch auf 95 Oktan eingestellt wird, wäre eine Frage an die Mineralölfirmen. Ob der Motor die höhere Oktanzahl nutzen kann, eine an den Autohersteller. Fest steht zumindest der niedrigere Energieinhalt von Ethanol zu Superbenzin. Je größer die prozentuale Preisersparnis bei E10 zu E5 ausfällt (bei ca. gleichbleibend 0,06€ Differenz ist es prozentual bei 1,60€ mehr als bei 1,90€ Literpreis), um so größer ist ein eventueller finanzieller Einspareffekt. Muß man halt selbst ausprobieren, wohin der Verbrauch geht bei E10 zu E5. Und wohin sich die Preise/Preisdifferenz ab 01.01.25 dank neuer CO2-Bepreisung bewegt. Bleibt es bei 0,06€ Differenz und der Literpreis steigt auf nahezu 2€, verringert sich der Einspareffekt jedenfalls schon bei geringem Mehrverbrauch mit E10.

  • Die irritierende "bis zu" Bezeichnung mal ignorierend (das hat ja dav1963 vor mir schon treffend beschrieben), halte ich beim Youngtimer Baujahr 1998 an E5 fest (selbst das ist ja mehr Bio als er's ab Werk kannte; da der Hersteller alle Saugmotoren ab 1987 für E10 freigegeben hat, ist das aber auch nur eine minimale Extra-Absicherung und wahrscheinlich unnötig). Beim Ignis, der lange nach der Einführung von E10 produziert wurde, gibt's kompromisslos E10. Minderpreis und Minderleistung und Mehrverbrauch werden sich im schlechtesten Fall gerade so aufheben, im besten Fall habe ich aufgrund der besser an E10 angepassten Motorsteuerung einen kleinen Vorteil.

    Lediglich beim Einmotten schaue ich, dass ich vorher "E0"* bekomme - manche mischen beispielsweise andere Bioanteile unter (muss ja), aber kein Ethanol. Und warum mache ich das? Nun...

    Zitat

    Was passiert mit Ethanol in der Winterpause? Da Ethanol hygroskopisch ist, das heißt Wasser aus der Umgebungsluft aufnimmt, sollten auf keinen Fall Autos mit Stahltank (meist Oldtimer) mit einem Ethanol-Gemisch im Kraftstoffbehälter eingemottet werden.

    Da Ethanol schwerer als Benzin ist, lagert es sich unten im Tank an, und kann zu Startschwierigkeiten nach langen Standzeiten führen.Ob das wirklich was bringt? Keine Ahnung; mir fehlen ja die Vergleichswerte :D

    * = hier eine Liste eines Kollegen, Stand 2015; vermutlich auch nicht mehr ganz aktuell.

    Aral Ultimate 102: Bio ETBE, 0% Ethanol

    OMV MaxxMotion Super 100: Bio ETBE, 0% Ethanol

    Shell Super V-Power Racing 100: 0% Ethanol

    Total Excellium 98: 0% Ethanol

  • Nu ja.......

    E0 besorgen macht nur keinen Sinn bzw bringt nicht wirklich was.

    In den Kraftstoffen ist mehr als genügend Wasser, das mir additiven gebunden wird.

    Von daher hilft nur Tank ganz leeren

    Ich zitiere aus dem www

    "Wasser ist ein Bestandteil von Ottokraftstoff, kommt also schon beim Tanken an Bord und in den Tank. Die Menge beträgt um 100 mg/kg bei frischem Kraftstoff, dieser Wert steigt mit der Zeit."

  • Daher ja die Einschränkung, dass ich nicht weiß, ob das was bringt.

    Ist es nun besser, wenn das Wasser vom Ethanol gebunden wird? Und dann aufgrund der spezifischen Dichte des Ethanols mit nach unten sinkt? Oder kondensiert's sonst an den Tankwänden?

    Keine Ahnung. Findet man auch nirgends so richtig verständlich beschrieben. Aber ich bin für diesbezügliche Erklärungen gern offen.

    Dass ein Stahltank vor Einmotten bestmöglich gefüllt sein soll (wo Flüssigkeit ist, kommt kein Sauerstoff zum Oxidieren dran) und ein Kunststofftank bestenfalls ziemlich geleert (so kann sich nix absetzen), ist mir zwar klar, aber nicht immer praktikabel. Und im Fall eines zufällig halbvollen Tanks (o.ä.) mag ich mich nicht unbedingt mit unnötigen Risikofaktoren rumschlagen. :|

  • Sicher ist jedenfalls, dass Wasser oben schwimmt ^^

    Benzin von Haus aus Wasser mitbringt und das bisschen Alkohol da keinen großen Unterschied mehr macht

  • Okay, das mit dem mit nach unten sinken war Unfug ^^ Manchmal sollte man noch 2x querlesen vor'm Abschicken...

    Weiß trotzdem nicht, ob ich das haben will. Ist der Wasseranteil nun höher mit Ethanol? Haben wir irgendwelche unerwünschten Wirkungen? ... Es gibt mehr Fragen als Antworten. Wie schon gesagt, mangels genauerer Untersuchungen oder Erklärungen dreht man sich da im Kreis, und schließe durch "E0" ja nur unklare zusätzliche Faktoren aus.

    Wer Ethanol und 10 als Teufelszeug ansieht und damit auch E5 meiden müsste, wird aber mit der Liste oben vielleicht seinen persönlichen Spaß haben.


    Macht aber auf die eigentliche Frage nach dem Tanken im Alltag keinen Unterschied.^^

  • Da Benzin mit rd. 0,74-0,79 die geringere Dichte hat, schwimmt es wie Öl auf dem Wasser. Ebenso wie Öl bindet reines Benzin kein Wasser, bildet keine stabile Emulsion (wie z.B. Mayonaise). Ethanol mischt sich dagegen komplett mit Wasser, in keiner Wodkaflasche gibt es auch nach längster Standzeit eine Schichtung. Daher hat man früher dem reinen Vergaserbenzin im Herbst/Winter etwas Ethanol beigefügt, um gerade keine Tropfen kondensierten Wassers in den Düsen zu haben. Da hat schon die Feuchte der kalten Ansaugluft gereicht, um den Vergaser einfrieren zu lassen (zusätzlicher Abkühleffekt bei der Zerstäubung), da brauchte man nicht noch zusätzliche Wasseransammlungen vom Tankboden. Heute sind den Kraftstoffen Additive zugesetzt, die sicherlich auch eine wasserbindende Funktion haben. Ob die hygroskopisch die Feuchtigkeit des Luftvolumens im Tank entfeuchten, entzieht sich meiner Kenntnis. Stark hygroskopisch ist meines Wissens nur die Bremsflüssigkeit, weshalb ein zweijährlicher Wechsel sinnvoll ist, da sie dank des eingelagerten Wasser früher siedet und damit komprimierbar wird.

  • dav1963: Diese Erklärung würde ja jetzt für einen höheren Ethanolanteil bei längerer Standzeit sprechen.

    ...interessant!

    Aber nur bis 10%, darüber fehlt die Freigabe. Die Kondenswasserbindung sollte aber schon bei geringeren Ethanolanteilen wirken. Richtig voll getankt vor dem Abstellen mindert den freien Luftraum im Tank und somit auch die mögliche Kondenswasserbildung.