Gewindefahrwerk

  • Dann würde ich an deiner Stelle mal eine Probefahrt mit den besagten AP oder ST Fahrwerken machen, bevor du enttäuscht bist. Ich denke, dass man das bestimmt hier über das Forum arrangieren kann. Denn wenn dir die Federn jetzt zu hart sind, werden die besagten Fahrwerke nicht wesentlich komfortabler sein.

    Hast du schon mal probiert den Reifenluftdruck entsprechend anzupassen? Probiere mal einen Druck von 2,1 bis 2,3 Bar aus. Klar ist dann der Spritverbrauch höher, aber so kann der Reifen selbst noch etwas arbeiten und nicht nur die Federn.

    Welche Radreifen-Kombination fährst du? Mit einem zu geringen Reifenquerschnitt ist das Gefühl "hart" umso stärker wahrnehmbar.


    Beste Grüße

    Fabian

  • Schönen guten Tag zusammen,

    bei Fahrwerken gibts m.M.n. 2 Grundkategorien:

    1. schnell vor der Eisdiele ausschauen (FK, AP, ST, wtf...)

    2. schnell um die Kurve (Bilstein, KW, ...)

    Was bringt es die Kiste runterzuschrauben bis die Reifen halb im Radkasten verschwinden, wenn man danach im Schrittempo über Kanaldeckel hüpft? Ein vernünftiges Fahrwerk erkennt man daran, wie schnell man durch die Kurve kommt. Bei Fahrwerken ohne zusätzliche Verstellung von Zug- & Druckstufe ist und bleibt Bilstein die erste Wahl. Bei komplett einstellbaren Fahrwerken ist drauf zu achten, daß der "Versteller" auch weiß, was er da eigentlich macht. Für den geneigten "Hobbyrennfahrer" meist eine unnötige Spielerei bei der man viel verschlimmbessern kann und ein an sich gutes Fahrwerk auch mal ganz schnell unfahrbar macht.

    Zur angeblich mangelnden Tieferlegung bei Bilstein kann ich sagen, daß man das Fahrwerk problemlos runterschrauben kann bis ca 1 1/5 Fingerbreit / 2cm Abstand zwischen Reifenkante & Kotflügel. Das genügt für eine gute Optik und ein exzellentes Fahrverhalten.

    Generell ist der Swift nicht der schnellste auf der Geraden, aber in der Kurve kann er mit entsprechender Abstimmung den "Premium-Fahrzeugen" das Fürchten lehren.

    In diesem Sinne,

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

  • Ist immer der persönliche Geschmack. Generell baut KW sehr gute Fahrwerke, das V1 ist mir persönlich vom Standard-Setup zu hart. Und da es im direkten Vergleich zum B14 teurer ist, würde ich zum B14 greifen. Oh warte.... habe ich zum b14 gegriffen. Und das übrigens bei JEDEM Fahrzeug, das ich die letzten 10 Jahre gefahren bin (sofern kein B16 verfügbar war).

    In diesem Sinne,

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

  • Ähm..... ja...... nein.....

    in meinem alten Seicento sind werksseitig die selben Fensterheberschalter verbaut wie im Ferrari F360. Dennoch würde ich nicht sagen, daß die beiden Fahrzeuge sich "fast" entsprechen.

    Richtig ist, daß KW die Dämpferelemente für die "normalen" Fahrwerke von AlKo zukauft, wie auch viele andere Hersteller. Aber das sagt nichts über das Gesamtfahrwerk aus.

    H&R zum Beispiel kauft bei einigen Fahrwerken die Dämpferelemente bei Bilstein. Durch die eigene Abstimmung z.B. durch die Federn sind die Fahrwerke aber i.d.R. deutlich härter als die von Bilstein.

    Einzelne Komponenten sagen nur wenig über das Gesamtprodukt aus. Die Komponenten müssen auch zusammenpassen um ein stimmiges Gesamtbild abzugeben. Bei einem PC kannst Du z.B. eine Mega-Grafikkarte einbauen, bringt aber nix, wenn Du noch einen alten 486er Prozessor hast....

    In diesem Sinne,

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

  • Wäre es evtl. für jemanden mit dem B14 möglich, mal zu messen wie der Abstand zwischen Nabe und Kotflügelunterkannte/Seitenwand ist (vorallem hinten)? So könnte ich mir in etwa vorstellen wie es mit der Tiefe aussieht mit meinen Rädern etc.

  • Oh shit voll vergessen.... Und im Moment ist meine Frau damit auf dem Weg zur Nachtschicht. Aber ich hab das komplette Osterwochenende für mich und meinen Swift, da denk ich dran. Aber falls es Dir vorab schonmal was hilft, mit 7x17 und Gewinde fast bis Anschlag sind 1 1/2 Fingerbreit Platz zwischen Reifen & Radhauskante, was etwa 2,5cm macht.

    Rein rechnerisch haben meine Räder einen Durchmesser von 60,7cm, heißt 30,35 cm Radius plus die 1 1/2 Fingerbreit macht etwa 33cm von Nabenmitte zur Radhauskante. Man könnte aber noch etwa 1cm weiter runterschrauben. Abstand ist hinten wie vorne gleich.

    Aber ich mess morgen nochmal richtig.

    In diesem Sinne,

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

  • Danke schonmal. Kannst du beim Messen direkt mal schauen, wieviel Restgewinde (Gewindegänge) du jeweils noch hast?

  • Grundsätzlich freue ich mich ja für unseren Helden aus dem Sherwood Forrest, daß er mit seinem "Supersport"-Fahrwerk glücklich ist. Bei einem Verkaufspreis von 400,- Euro und einem gewissen Profitstreben des Herstellers, der Zulieferer und natürlich des Vertreibers muß man sich jedoch fragen, was man für ein Fahrwerk bekommt, welches in der Herstellung vermutlich um die 150,- Euro kostet....

    Klar, günstig ist nicht grundsätzlich schlecht und teuer nicht automatisch gut, aber es läßt doch eine grobe Richtung über die Gesamtqualität erahnen...

    Und man könnte natürlich fragen, ob er denn schonmal den direkten Vergleich mit einem "Markenfahrwerk" hatte.

    Zu Italozeiten bin ich regelmäßig mit zum "Akademischen" auf den Hockenheimring. Dort war auch alles vertreten, vom entspannten Frührentner, der sein Serienauto einfach mal um den Kurs scheuchen will, über den Jungspund im "Geiz ist geil"-getunten Eisdielenrenner bis hin zum Semi-Profi, in dessen Wagen mittlerweile der Gegenwert einer 2-Zimmer Wohnung im Münchner Westend geflossen ist.

    Und naja, wie sag ichs am freundlichsten.... die Eisdielenrenner haben oftmals selbst gegen die Serienautos in den Kurven abgekackt, während der sportlich ambitionierte Otto-Normal Fahrer, der seine Fahrzeugverbesserungen mit Bedacht auswählte zumindest den Hauch einer Chance gegen die -ich nenne es mal- Elite hatte.

    Noch krasser waren die Unterschiede z.B. beim "Spettacolo Sportivo" wo sich noch die Fraktion "Ich kann fahren und hab genügend Asche" mit dazugesellte und man plötzlich Fahrzeuge wie den 8C Competizione oder einen 916er GTV mit je einem V6 an der Vorderachse und der Hinterachse (und mal eben rund 500PS) neben sich in der Startreihe hat. Und selbst da (der kurvigen Strecke sei Dank) kann man mit einem richtig guten Fahrwerk auch Leistungsdefizite von über 150 PS zumindest halbwegs kompensieren.

    Drum, ich schrieb es schon an anderer Stelle: Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen schnell aussehen und schnell fahren. Und der Swift ist nunmal für die Kurve gebaut.

    Aber hey, nimms mir nicht krumm, wenn DU mit dem Fahrwerk glücklich bist, dann sei es Dir gegönnt :thumbup:

    In diesem Sinne,

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!