Motorschade Nockenwelle angefressen; Lagerung direkt in Aluminium?

  • Hallo Liebe Wagon Freunde...


    Das war ich bis vor einigen Tagen auch...

    Fahre einen Wagon R+ 1,3 Allrad (EZ 7.2002) 90 000km.

    War jetzt in der Winterzeit begeistert, wie ich mit der Bergziege die schneebedeckten Straßen den Berg hochgedüsst bin....

    Leider ist er jetzt in einer Kurve abrupt stehen geblieben und nicht mehr angelaufen
    Keine Spritversorgung dachte ich, Benzinpumpe oder so...
    dann der Schock, Werkstatt hat Motorschaden festgestellt, Nockenwelle festgefressen, daraufhin Zahriemenscheibe der Nockenwelle Stift abgerissen.
    Was noch kaputt ist ??? Ventile scheinen nichts zu habe. Kurbelwelle ???
    Was mich gewundert hat, daß die Nockenwelle direkt auf dem Aluminium läuft, es gibt also keine Lagerbuchse zumindestens bei den beiden mittleren Lagerungen (wie das bei den Außenlager ist muss ich nochmals nachfragen).
    Ist das wirklich \"normal\", das der Stahl direkt auf dem Alu läuft? oder ist das eine Marotte von Suzuki???
    Der Ölstand war 1cm unter der \"Unteren Marke\" (was eigentlich trotzdem noch ausreichen müsste, so der Werkstattmeister) und der Ölwechsel war auch schon über 2 Jahre her. Das habe ich mir ans Bein zu binden, sollt edas wiorklich ausschlaggebend gewesen sein.

    Hiermit möchte ich alle Wagon Freunde warnen, die Wartung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

    (bei meinem vorhergehenden Auto, habe ich 160000 Km gefahren (meist ziemlich rasant) ohne großartige Wartung, mal Öl nachgekippt, das wars.

    Suzuki scheint da etwas sensibler zu sein, bei Stahl auf Alu, wundert mich das nicht.

    Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht??

    Was soll ich tun? Motorinstandsetzung ca mit allen 5000 Euro.
    Nur Zylinderkopf 3000 Euro (mit dem Risiko, das die Kurbelwelle auch einen Schlag (sprich etwas angefressen hat) und der nächste Schaden vorprogrammiert ist.
    Dass Beste wäre Austauschmotor von Unfallwagen.. Denke ich.

    Was haltet Ihr davon, das angefressene Lager und die Welle einfach mit Schmirgel grob zu überarbeiten?? Kann es sein , dass dann durch das größere Spiel die Ölversorgung an dieser Stelle da zu sehr leckt, und damit der Druck im gesamten System abfällt (und den restlichen Schmierstellen nicht mehr versorgt werden ;Supergau)? Soll ich es versuchen, entweder Top oder Flop??? Sagt mir Eure Meinung.

    PS: Habe vor Jahren den SJ 413 mit Softtop gefahren, Super Geländewagen mit 1A Motor.

    LG an alle Frende des Forums

  • spontane Gegenfrage, wie oft guckst du in nen Motor, das du der Meinung bist, das man für eine Nockenwelle die in Alu läuft noch eine Lagerschale braucht?
    Desweiteren wieder mal kann nicht gesagt werden mit welchem Auto man denn vorher hatte, das als vergleich herhalten darf.

    Aber du darfst dich freuen, kA ob du den neu hast, aber der Schaden muss nicht zwangsläufig an dem nicht vorhandenem Ölwechsel liegen.

    Grundsätzlich Ersatzmotor besorgen btw einfach mal wissen was genau defekt ist, vielleicht auch mal nach einem gebrauchten Kopf mit Nockenwelle ausschau halten

  • Hallo Swift.95

    erstmal Danke für deine schnelle Antwort.

    1) ich schau eigentlich nie in den Motor, da ich kein Schrauber bin, und ich das bisher nicht nötig hatte (wenn überhaupt sah ich in einer Werkstatt mal eine Nockenwelle,Schlepphebel, aber so Details wie Lagerschale oder nicht, war bisher nicht von meinem Interresse).Du bist also der Meinung, das diese Bauart heute (zumindesten 2002) Standart ist? Und die Kurbelwellenlagerung? hat die Buchsen?
    Ich lasse mich gerne aufklären.

    2) sehe ich auch so, Ersatzmotor von Unfallwagen wird wohl das billigste und sicherste sein.
    Wenn ich nur den Kof nehme, sollte ich halt schon genau wissen obs nur am Ölstand und am Ölalter gelegen hat oder sonst was war, sonst geht der Austauchkopf gleich wieder flöten. Andereseits kostet die Ursachenforschung auch wieder Zeit (und Geld) un der Motor ist immernoch kaputt.

    Ich wollte mal an Suzuki Deutschland einen \"Brief\" schreiben. habe aber bisher noch keine vernünftigen Adresse gefunden, kann mir da jemand einen Tip geben?

    LG Bergziege

  • Am Ölwechsel wirds nicht gelegen haben. Aber zu geringer ölstand ist durchaus in betracht zu nehmen. Wer dafür verantwortlich ist, bei nicht eingehaltenen Inspektionen ist wohl klar.

    Die Nockenwellen brauchen keine \"Lagerschalen\". Die laufen auf dem Ölfilm (Drehzahl ja auch nur die Hälfte der Kurbelwelle, zudem nicht die Belastung wie bei der Kurbelwelle).

    Irgendwas selber rumbasteln bringt nichts. Nur wenn du eine Profi-Werkstatt hast und selbst fachkenntnisse hast. Ein paar Zehntel irgendwo zuviel und der Ölfilm ist nicht mehr wie vorgesehn...

  • Selbst, wenn die Inspektionen eingetragen wären, ist der Halter letztlich für den Ölstand verantwortlich.. denke ich , zumindesten wenn der Schaden nicht unmittelbar nach einer Inspektion entstanden ist.

    \"Ein paar Zehntel irgendwo zuviel und der Ölfilm ist nicht mehr wie vorgesehn...\" dies Betrachtung habe ich eigentlich auch, aber wieso nicht probieren , wie gesagt Top oder Flop.

    Hat vom Forum jemand schon mal so was in der Richtung gemacht (Lager grob anschmiergel und die Kiste wieder zum Laufen gbracht) ?

  • Zitat


    Original von Bergziege:


    Hat vom Forum jemand schon mal so was in der Richtung gemacht (Lager grob anschmiergel und die Kiste wieder zum Laufen gbracht) ?


    Ja, das hält nicht lange. Diese Lager sind Passungen und wenn die nicht mehr stimmen, reißt wie gesagt der Ölfilm und es frißt wieder.

  • Hi Bergziege,
    also diese Adresse (siehe Anhang) wäre die Einzigste, die ich finden konnte. Eine Tel-Nr. ist auch noch dabei. Probiers einfach mal

    Zum Thema Öl: Ca. 20-40 % aller Motorschäden sind die Folge von zu geringem Ölstand. Es sollte immer mit dem maximalen Ölstand gefahren werden. Bei zu niedriegen Ölstand oder Kurven - und Bergfahrten kann es sonst zur Schmierfilmabriss kommen, da das Öl wegen der Fliehkräfte oder Motorneigung nicht mehr überall hin kommt.
    (Quelle ADAC)

    Schreib mal dein Anliegen an Suzuki-Deutschland und halte und auf dem laufenden Stand was dabei herauskommt.

    Lg
    Puni

  • naja, gelaber der Lobbyisten. Solange der Ölstand im \"Soll\", also wenigstens Minimum, ist genug Öl auch für die derbesten Fahrten da.

    @TS Rate mal, warum es bei der Kurbelwelle Lagerschalen gibt die man auf Zehntel genau nachbestellen kann. Wär etwa das gleiche wie einen Vergaser vor der Luftfilter zu setzen und dann einen Rennen gewinnen zu wollen.
    Sry wenn man dich hier enttäuscht. Aber du wirst wohl oder übel viel Kohle in die Hand nehmen müssen um das zu beheben. Der Schaden ist schliesslich auch durch deine Schuld verursacht worden.
    Wenigsten der Kopf muss runter um weitere Diagnosen zu treffen zu können. Und jegliche Motorarbeiten trau ich dir nicht zu. Dazu sind deine \"Ideen\" zu abwegig.

    Also Kopf demontieren lassen, diesen dann zum Motorenbauer/Instandsetzer (tippe mal auf wenigstens 1000€) und den Block von der Werkstatt begutachten lassen. Und in der Werkstatt wirst du wohl nochmal wenigstens 500€ loswerden (Zahnriemen etc.).

  • Zu Swift 96

    Nachtrag:

    \"Desweiteren wieder mal kann nicht gesagt werden mit welchem Auto man denn vorher hatte, das als vergleich herhalten darf\"

    Habe zuvor eine Renault Twingo (Baujaht 94 ) mit 54 PS gefahren, also auch ein Kleinwagen der unteren Preisklasse.... Vergleichbar oder nicht ??
    Ich hatte das Gefühl, der Motor wurde immer schneller.....

    LG BZ

  • An Papstpower

    toll, Kurbelwelle hat Lagerschalen logisch, aber bei der Nockenwellenlagernung ist so was ja völlig unnötig..... klingt doch etwas komisch.... ist vielleicht doch ein Schwachpunkt in der Motorenkonstruktion?
    Meine Ideen finde ich gut....wenn sie auch etwas abwegig sind, oder gerade deshalb.
    Aber du hast recht, großartig am Motor rumschrauben trau ich mir aus dem Stand nicht wirklich zu (von der Zeit , Werkzeug, Eintichtung ganz zu schweigen).

    Weis zufällig jemand, ob ich auch einen gebrauchten Motor von einem Unfallwagen verwenden kann, der nicht in einem Allradfahrzeug gelaufen ist?

    An dieser Stelle mal ein DICKES DANKESCHÖN an alle , die sich die Zeit genommen haben mir bei meinem Problem zu unterstützen (mir auch mal die Meinung zu sagen...)


    LG Bergziege

  • das die kurbelwelle auch\'n ding mit weg hat, ist irgentwie logisch.. wenn schon zu wenig öl da war und dann noch an \'ner steigung.... massive unterversorgung mit öl... da geht fast alles hoch.... da kannste den konstrukteuren keinen vorwurf machen

    du kannsts nur vom glück reden, sdas des ganze noch bei relativ geringen geschw. passiert ist und nicht bei 120km/h... kannste dir ja ausmalen wie\'s da aussieht wenn die räder schlagartig blockieren...

    Hier könnte meine Signatur stehen...

  • Tomboy Kamikaze rechtgeb
    Bergziege
    Der Twingo bis BJ 1996 hatte auch den C3G Motor mit Steuerkette und untenliegender Nockenwelle....eine Konstruktion aus den 60er Jahren.....da reichte wahrscheinlich auch Salatöl zur Schmierung !
    also den kann man wirklich nicht mit einem \"relativ\" modernen Suzukimotor vergleichen. Eigentlich sind die SUZUKIS auch fast unverwüstlich, wenn man ihnen ein minimum an Wartung zukommen lässt.
    Und mit uraltem Öl + zuwenig Öl, (evtl Nicht den Herstellervorgaben entsprechendem Baumarktöl für 3,99 Euro der 5 Literkanister) , ich unterstelle mal \"bergige Strecken\" zu fahren ...... also das macht kein moderner Motor ohne Folgen lange mit. - ist halt so.
    Was soll denn der Hersteller dazu für ne Stellungnahme abgeben? ? ?

    ich empfehle dass da in Zukunft einwenig mehr auf die \"wichtigen Dinge\" wie korrekter Öl und Kühlflüssigkeitsstand geachtet wird, die Wechselintervalle eingehalten werden , dann passiert soetwas auch nicht so schnell wieder.

    Gruss
    Christoph

  • Hallo Chris-Do

    und alle andern....

    Es ist so, das ich mit meiner Bergziege zum Teil wirklich auch Waldwege und im Sommer über Felder und Borde gefahren bin..(weil es einfach geil war....) wie damals mit meinen SJ13.
    Nur bei extremen Sachen hat die Übersetzung natürlich nicht mit dem SJ 13 mithalten können, da waren dann Grenzen gesetzt (der Motorschaden ist auf einer nicht zu steilen Bergstraße ohne Vorwarnung aufgetreten).

    Chris- Do, so langsam macht das hier im Forum richtig Spaß. Finde es toll wie du dem Twingo Motor beschrieben hast. Alleine der Unterschied von der obenliegenden Nockenwelle zur untenliegend vom Twingo (läuft auch mit Salatöl..) kann sicherlich schon mal der Unterschied was \"Robustheit\" der beiden Motoren ausmacht. Nun muss man die Frage neu stellen, beziehungsweise definieren, was die Robustheit angeht. Die Aussage, das ein moderner Motor heutzutage im Gegensatz zu früher \"eigentlich\" nicht mehr kaputt geht ist GRUNDLEGEND FALSCH. Da muss man (besonders ich) wirklich kraß umdenken. Die modernen Motoren sind was Wartung angeht total pingelig (wohl alleine aufgrund der geänderten Konstruktion). Es muss also heißen, \"Wenn die Wartung stimmt, sind die Motoren heutzutage \"eigentlich nicht kaputtbar...\")
    Diese Erkenntnis, kann ich gleich in meinem Umfeld so weitergeben.. aufgrund meines Motorschadens, und der Diskussionen kam schon von einige Seit die Bemerkung, das sie auch nicht so akribisch auf die Wartung schauen .....
    Zum Umdenken gleich die nächste Frage zur Ölkontrollampe;:
    Bisher war ich der Meinung, das die Kontrolle mit Ölstab eigentlich nicht zwingend erforderlich ist, wozu habe ich die Kontrolllampe (vor jeder größeren Fahrt habe ich den Ölstand schon geprüft… sicher ist sicher).
    Jetzt hat mir der Suzuki Meister erklärt, das, wenn die Lampe leuchtet es eigentlich schon zu spät sein kann. Frage. zeigt die Lampe eigentlich den Ölstand an? ich war der Meinung, das es sich dabei um einen Sensor handelt, der anspricht, wenn der Öldruck zu gering ist.
    Eure Meinung dazu…

    LG Bergziege

    PS Nach 3 Wochen Ratlosigkeit und surfen im Internet nach einem Motor, bin ich am Samstag mal bei den örtlichen Autoverschiebern vorbeigefahren. Was soll ich sagen , beim 3 stand genau mein Auto in grün (stimmt nicht war auch blau metallic und Allrad), etwas verbeult, weil der Vorbesitzer mal vergessen hat die Handbremse ordentlich anzuziehen.
    Ich hab das Auto gekauft, mit dem Vorbesitzer telefoniert (den kannte ich zufälligerweise schon vorher, die Welt ist manchmal klein..). Also es geht bergauf mit meiner Bergziege..

    LG alle, die hier Ihren Beitrag im Forum geleistet haben

  • Zitat


    Original von Bergziege:
    [...] gleich die nächste Frage zur Ölkontrollampe;:
    Bisher war ich der Meinung, das die Kontrolle mit Ölstab eigentlich nicht zwingend erforderlich ist, wozu habe ich die Kontrolllampe (vor jeder größeren Fahrt habe ich den Ölstand schon geprüft… sicher ist sicher).


    Das ist der älteste Irrglaube von ca. 84.3% (grob geschätzt) aller Autofahrer.

    Die lampe geht an, wenn der Öldruck zu niedrig ist, nicht wenn der Ölstand zu niedrig ist.
    Wenn der Öldruck aufgrund mangelndem Öl zu gering ist und die Lampe angeht, dann ist eigentlich schon alles vorbei, denn dann ist im oberen Teil des Motor bereits an fast allen lagern der Schmierfilm abgerissen.

    Da kommt auch gleich das nächste Problem...es kann durchaus passieren, dass Ölkanäle verstopfen (durchgeschlagener Ölfilter, altes klumpiges Öl usw.), dann geht die Lampe nicht an...im Gegenteil..der Öldruck geht ja hoch...

    Deshalb, immer regelmäßig (mind. 1mal pro Jahr oder alle 30.000km, besser alle 15.000km) Öl und Ölfilter wechseln und regelmäßig Ölstand kontrollieren.
    Und es kann auch Baumarktöl für 6EUR pro 5l-Kanister sein, denn alles was in Deutschland verkauft wird und eine (passende) SAE-Klasse hat ist prinzipiell für den Gebrauch im KFZ freigegeben. Ob die ganzen zusätzlichen Additive sinnvoll sind und benötigt werden ist ne reine Glaubensfrage.

    Ich nehm eigentlich immer Castrol...kostet zwischen 20EUR und 35EUR Pro 5l-Kanister...nen Ölfilter kostet ca. 5EUR...das sollte jedem sein Auto einmal im Jahr Wert sein und bewahrt einen schon vor Motorschäden.