Swift 1.3 DDIS Kaufberatung

  • Hallo Leute,

    spiele mit den Gedanken mir einen Suzuki Swift zu holen. Bin beim 1.3 Liter Diesel gelandet und wollte fragen was für Erfahrungen ihr damit gemacht habt? Wie Anfällig ist der Diesel und ist er auch vom Getriebeproblem betroffen?

    Danke und schönen Abend :)

  • Ich hatte den 1.25 DDIS bis vor ~10 Jahren im Ignis MH (als Euro 4er). So richtig glücklich war ich damit nicht. Die Abstimmung hatte ein ausgeprägtes Turboloch, weshalb unter ~1700 U/min nicht viel passierte. Beim Überschreiten dieser Marke legte die Software den Schalter um und der kleine Motor wurde schlagartig lebendig. Damit war das Gesamtkunstwerk nicht harmonisch fahrbar. Danach kaufte ich einen Peugeot 206 HDI mit dem kleinsten 1.4 HDI, leistungsmäßig also durchaus vergleichbar. Der war deutlich harmonischer abgestimmt und ließ abgesehen vom Motorklang vergessen, dass auch er ein Turbodiesel war. Hauptgrund waren die durch den Verzicht auf den Ladeluftkühler deutlich kürzeren Ladeluftleitungen, was ein Ansprechverhalten ermöglichte, das nah an einem Benziner dran war. Dafür ging bei längeren schnellen Fahrten die Ladelufttemperatur rapide nach oben und der Wirkunggrad brach massiv ein.


    An dieser Stelle noch ein Gedankenanstoß: Im Herbst wird gewählt und die Zeichen stehen auf Veränderungen in der Zusammensetzung der künftigen Regierung. Es wäre also auch aus diesem Grund zu befürchten, dass die neue Regierung sich an der Thematik versucht und entweder mit blauen Plakettengeschichten oder einer neuen Abwrackprämie die Entsorgung der Altfahrzeuge beschleunigt. Auch aus diesem Grund wäre ich jetzt eher zurückhaltend. Da momentan nicht absehbar ist, wohin die Reise geht, würde ich einen Auto(neu)kauf auf unbestimmte Zeit aufschieben und nur ein Übergangsauto kaufen. Das reduziert das finanzielle Risiko, falls an deinen Fahrzielen Einfahrverbote für bestimmte Fahrzeuggruppen oder die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung mit Extrempreisen zu befürchten sind. Hinzu kommt die politisch gewollte Verdrängung des motorisierten Individualverkehrs durch Rückbau von Verkehrs- und Parkflächen, flächendeckende Einbremsung auf Tempo 30 oder durch Ampelschaltungen, die Verkehrsströme von bestimmten Strecken auf andere abdrängen.


    Vom Neukauf eines Dieselmodells würde ich ohne klar erkennbare politisch erlaubte Nutzungsdauer vorerst Abstand nehmen. Ich erinnere nur an die Millionen recht junger Dieselfahrzeuge, die mit der Einführung der ersten Umweltzonen urplötzlich massiv an Wert verloren hatten und nur noch in abgelegene ländliche Regionen oder in das Ausland verkaufbar waren. Besonders hart traf es jene Regionen, die ohne den schrittweisen Übergang gleich die grüne Plakette forderten. Sollte es tatsächlich irgendwann zur Ausweitung auf die blaue Plakette kommen, dann war auch angedacht, die Einfahrverbote auf ältere Benziner auszuweiten. Fordert man hierbei auch mindestens Euro 6, so würde es eine weitere Enteignungswelle geben und abermals wären Millionen Fahrzeuge nur noch Ramsch oder würden direkt in den Schrott gehen.

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  • Hutfahrer kann ich nur zustimmen. Mir käme zur Zeit kein Diesel ins Haus.

    Mein Nachbar musste vor einigen Jahren seinen Golf II Diesel wegen der hohen Steuern abgeben, obwohl das Auto einen tadellosen Zustand hatte.

    Keiner weiß , was eine neue Regierung sich zum Dieselfahrer quälen einfallen lässt.

  • Bin euch mal dankbar. Ich bin nicht aus Deutschland und somit zum Glück von dem Käse nicht betroffen.

    Wollte einen Diesel weil ich eigentlich 20.000km im Jahr fahre. Würde auch zu nem Benziner greifen da aber das Getriebeproblem vorhanden ist wollte ich mich informieren ob das auch beim Diesel der Fall ist.

    Wie macht sich der DPF in der Stadt umd bei kurzstrecken? Hat der Swift eine DPF-Regeneration?

  • In meinem Familienkreis gibt es zwei 1,3 Diesel, einmal ein Splash, der wird bald 10 Jahre, 140.000 km rund und wird viel Autobahn gefahren. Ist ne Sparbüchse (um die 4 Liter) und außer Glühkerzen, Auspuff, Fahrergurt (noch auf Garantie), dem üblichen "Kleinkram" zur Wartung und Verschleißzeugs hatte der noch nix.

    Der zweite Wagen ist ein Swift mit dem Dieselmotor wie vermutlich auch aktuell noch, der ist jetzt 4 Jahre alt hat rund 50.000 km runter und wird fast nur Stadt und Überland bewegt. Probleme bisher keine, hat meines Wissens sogar noch die ersten Bremsen und alles.

    Beide machen eine Regeneration des DPF, das könnte bei nur Stadt und Kurzstrecke unter Umständen dann Probleme bereiten.

    Suzuki Diesel sind , soweit ich weiß, vom Hersteller Fiat Power Train und somit auch in Fiat (natürlich) sowie Opel Fahrzeugen verbaut.

    Ob es da noch mehr Hersteller gibt, welche die FPT Motoren nutzen, kann ich dir nicht sagen.

    Vielleicht sind die neuen Diesel heute auch weiter entwickelt/modifiziert, Ford macht zum Beispiel die Regeneration mittels zusätzlicher Einspritzung direkt vor dem DPF und erhöht damit die Temperatur zur Regeneration.

    Das ist dann halt einfacher/schneller möglich als konventionelle DPF Regeneration.

  • Ein Turbodiesel mit aufwendiger Abgasnachbehandlung ist schon ein komplexes Gesamtkunstwerk und bietet somit jede Menge Defektpotenzial. Manche Hersteller haben das dennoch im Griff, bei anderen bist du regelmäßig Werkstattkunde. Ich würde in diese Richtung noch einmal quer durch die bekannten Foren (inkl. MotorTalk) lesen und mir damit eine Meinung bilden. Zumindest hier sind Kleinwagen mit Turbodiesel wohl eine aussterbende Art. Das ist zu berücksichtigen, wenn nach ein paar Jahren ein Wiederverkauf möglich sein soll. Die Politik wird hier in zwei oder drei Jahren Diesel-PKW weit zurückdrängen. Dann einen Kleinwagen mit Dieselmotor verkaufen zu wollen, das dürfte hier zu massiven Einbußen beim Verkaufserlös führen.

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