Beiträge von -Hutfahrer-

    Wenn du die Motorabdeckung gar nicht hast, dann wären ihre Halter überflüssig.

    Es sind drei: Wenn du vor dem Fahrzeug stehst, dann einer auf der linken Seite und zwei auf der rechten Seite. Der linke Halter ist mit zwei Schrauben befestigt. Die anderen beiden rechts befinden sich in Höhe der Schlauchschelle am Eingang vom Luftfilterkasten. Alle zusammen ergeben ein Dreieck.

    Oder du schaust, ob du die Abdeckung gebraucht auftreiben kannst. Hatte sie der SX4 mit dem gleichen Motor auch?

    Heizen denn beide Heizmatten? Also die in der Sitzfläche und die in der Lehne?

    Scheinbar hat sich seit dem MZ (mein Sport hat auch beheizte Sitze) bis heute nicht viel verändert. Bei dem heizt sich die Sitzfläche sehr zügig auf, die Lehne braucht deutlich länger. Ich schalte allerdings freiwillig nach einstelligen Minuten wieder aus. Mangels Regelmöglichkeit bleibt mir keine andere Wahl, mir wird der Thron dann nämlich zu heiß.

    Ahoi nochmal,

    mir fiel es auf, weil die Halter für die Motorabdeckung noch dran sind. Wer sie weglassen wollte, der hatte i. d. R. auch die Halter entfernt. Ganz unsinnig ist die Motorabdeckung nicht. Im direkten Vergleich fiel mir auf, dass insbesondere das Laufgeräusch im Leerlauf durch die Motorabdeckung doch gedämpft wird. Der Motorlauf klang in meinen Ohren weicher. Ob die rasselnden Geräusche, die ohne Abdeckung präsenter waren, vom Ventilantrieb oder generell aus dem Kettentrieb kamen? Ich weiß es nicht. Auf das Fahrgeräusch hatte die Abdeckung subjektiv keinen Einfluss. Wenn er gefordert wird, ist der M16A ohnehin laut. Übertrieben viel Dämmung hatte der MZ Sport vom Werk ja auch nicht mitbekommen.

    Ahoi!

    Passt eigentlich die originale Motorabdeckung wieder drauf? Dann würde der entfernte Resonator etwas weniger auffallen. Ich hatte dessen zwei unterschiedlich große Löcher in das Blindvolumen nur mit gutem Gewebeklebeband abgeklebt. Mein Eindruck: Untenrum etwas weniger Drehmoment beim Anfahren. Ab/um 5000 U/min ein leicht plärrendes Ansauggeräusch - ob das die Einbildung fördert, dass der Motor "obenrum" etwas spritziger geworden ist, darauf will ich mich nicht festlegen.

    Den geölten Schaum-Luftfiltern sagt man nach, dass ihre Reinigungswirkung schlechter als die eines Papier-/Fleecefilters sei.


    Was mir beim Betrachten deines Bildes aufgefallen ist, das ist die sichtbare Korrosion an vielen Schrauben. Das, was Suzuki am Band an Schrauben verbaut hatte, hatte leider einen hundsmiserablen Korrosionsschutz. Ich hatte bei meinem MZ fast alle Schrauben, die ich wegen Wartungen/Reparaturen lösen musste, durch besseres (verzinktes) Material ersetzt. Zudem jede Schraube eingefettet wieder eingeschraubt.

    Problematisch könnte das beim MZ an den zahlreichen Massepunkten im Motorraum werden. Zudem habe ich "vom Hörensagen" auch bereits von korrodierten Sicherungshaltern am Pluspol der Batterie erfahren. Ich würde dazu raten, diesem Sicherungshalter und auch den Massepunkten vorbeugend etwas Aufmerksamkeit zu widmen: Entrosten und nach Möglichkeit bessere Schrauben verwenden, Schraubverbindungen mit säurefreiem Fett (z. B. Batteriepolfett) vor erneuter Korrosion schützen.

    Gammelige Massepunkte sind für allerlei merkwürdige Fehler gut, die sich gern auch mal komplett anders darstellen, als man als eigentliche Ursache annimmt. Oft versucht sich die Elektrik die Masse dann anderweitig zu holen. Gammel am Sicherungshalter sorgt für Ausfälle der über die jeweilige Sicherung versorgten Stromkreise.

    Ich stelle mir immer die Frage: In welche Richtung will man?

    Wenn's ein Showfahrzeug und damit ein Pokalsammler werden soll, dann muss man natürlich zeigen was "gerade so noch geht". Wie das Fahrverhalten unterm Strich ausfällt bzw. ob sich so ein Ausstellungsfahrzeug überhaupt noch komfortabel bewegen kann, das ist oftmals nebensächlich. Mancher baut sein Fahrzeug ja auch so um, dass es nur noch auf einem Anhänger unterwegs sein kann.

    Die Frage kam nach dem Swift MZ Sport. Was die Agilität und die Ehrlichkeit des Fahrverhaltens angeht, da dürften die serienmäßigen 195er gar nicht mal schlecht abschneiden. Die Kurvenhaftung könnte man mit 205ern noch spürbar verbessern - ich durfte einen MZ Sport mit 205ern auf 16-Zöllern vor Jahren mal selbst fahren. Dessen Rad-Reifen-Kombination war aber schon spürbar schwerer, was - zusätzlich zum "mehr an der Straße kleben" dem Swift irgendwie seine Spritzigkeit genommen hatte. Der Fahrzeugeigentümer gestand das ein, ihm war der optische Aspekt wichtiger.

    Die 205er gingen - wie auch viele hier im Forum schrieben - ohne Hand an Radlaufkanten usw. legen zu müssen. Ob die Felgen/Reifen-Kombination allein schon auf ABE-Basis zulässig war, das weiß ich nicht mehr. Selbst wenn nicht, war da so viel Platz und kein Zweifel an der nötigen Reifenabdeckung, dass eine Abnahme nur positiv ausgehen konnte.

    Baut man noch breitere und/oder schwerere Räder/Reifen auf den MZ Sport, dann entfernt man sich mehr und mehr vom eigentlichen Fahrzeugkonzept. Das war eine sportliche/agile Interpretation eines Kleinwagens, der Fahrspaß verkauft und ehrlich fahrbar ist, dabei aber die Alltagstauglichkeit nicht einschränkt. Wenn einem nicht die serienmäßige Fahrwerksauslegung schon zu hart ist...

    Ahoi!

    Vorausgesetzt, dass der rechte Scheinwerfer in Ordnung ist und der die Fassung haltende Teil fest am Reflektor sitzt, deutet das auf eine schlechte Fertigungspräzision der rechts ein gesetzten H4-Lampe hin. Augenscheinlich sitzt der Glühfaden des Abblendlichts dieser Lampe nicht dort sitzt, wo er entsprechend der Geometrie des Scheinwerfers sein müsste.

    Dem Lichtbild nach ist der Glühfaden etwas nach rechts raus aus dem gewollten Brennpunkt und auch ein Stück zu tief.

    Falls diese Lampe "uraltes Gerümpel" (also gebraucht mit sehr vielen Brennstunden) ist, dann ersetze sie einfach durch etwas mit ordentlicher Fertigungspräzision. Wenn du diese H4-Lampe jedoch ein wenig nacharbeitetest, könntest du sie "retten".

    Schau' von vorn, also vom Glaskolben aus, auf den H4-Sockel - und halte die Lampe so, dass du zeitgleich auch den mit einem kleinen Blechschirmchen nach unten abgeschirmten vorderen Abblendlichtfaden siehst. Es werden dir drei abstehende Metallnasen auffallen. Die obere biegst du vorsichtig mit einer Kombizange einige Millimeter in Richtung des Glaskolbens. Geometrisch kommt der Glühfaden damit im Reflektor etwas nach oben, sein Lichtschein aus dem Scheinwerfer heraus geht damit etwas tiefer. Wann es richtig ist, siehst du dann, wenn du wieder einen sauberen 15 °-Lichtknick auf der angestrahlten Wand siehst und oberhalb dieser Hell-Dunkel-Grenze wenig Streulicht ist. Unter uns, die linke H4 könnte diese Korrektur auch vertragen - hier aber in ganz geringem Umfang.

    Hinweis: Nicht mit bloßen Händen auf den Glaskolben der Lampe fassen. Es braucht zum Nachrichten der oberen Blechnase nicht viel Kraft, das Festhalten der Lampe mit einer Hand auf der Steckerseite reicht vollkommen! Behutsame kleine Änderungen und den Erfolg öfter mal anhand des Strahlbilds an der Wand beurteilen.

    Die Transponder für die Wegfahrsperre sind im Gehäuse des jeweiligen Fahrzeugschlüssels. Um das Fahrzeug nach der Reparatur erstmal wieder zu starten, könnte es ausreichen, den bisherigen Schlüssel neben das Zündschloss zu halten und mit dem neuen Schlüssel das Zündschloss zu betätigen.

    Ich weiß nicht, ob sich der im neuen Schlüssel gewiss vorhandene weitere Transponder hierbei störend bemerkbar macht. Um wenigstens in eine Werkstatt zu kommen, könnte das Einrollen des Plastik-Griffteils vom neuen Schlüssel in Alufolie ausreichen. Der "Lesebereich" der Empfängerspule der Wegfahrsperre geht eigentlich nicht weiter als wenige Zentimeter. Die Alufolie sollte dann als Abschirmung für den Transponder im neuen Schlüssel wirken.

    Bei den originalen Schlüsseln mit (2 Tasten-) Funkfernbedienung für die Wegfahrsperre lässt sich der "Schlüsselbart" auswechseln, also das Metallteil für die mechanische Betätigung eines Türschlosses oder für das Zündschloss. Bei den originalen oder den Nachbauten ohne Fernbedienung war m. W. der Schlüsselbart fest mit dem Plastikgriff und dem Wegfahrsperren-Transponder vergossen. Ob man das umbauen kann, um damit wieder zu Fahrzeugschlüsseln wie im Original zu kommen, weiß ich nicht.

    Beim schnellen Ali, in der e-Bucht oder im großen Fluss sind Nachbauten der originalen Schlüsselgehäuse mit einem Schlüsselbart-Rohling bestellbar. Dieser müsste dann bei einem Schlüsseldienst von einem anderen funktionierenden Schlüssel kopiert werden. Der Wegfahrsperren-Transponder ist in ein Plastikteil eingegossen. Öffne doch mal den Originalschlüssel mit der Fernbedienung!

    Hallo

    Ich möchte vor einer Inspektion oder TÜV Termin nur kurz nach schauen, ob alles IO ist.

    Werden TÜV Relevante Fehler auf dem OBD/OBD2 Schnittstelle überhaupt angezeigt?

    FG Patrick

    Die Öffnung der OBD/OBD2-Schnittstelle und die seither für jedermann zugänglichen Diagnosegeräte resultierten aus der Einführung der "OBD-Abgasuntersuchung" für Fahrzeuge ab Euro 3 aufwärts. Bis dahin war das Auslesen von Fahrzeugen nur mit herstellerspezifischen Diagnosegeräten möglich - OBD/OBD2 sollte das herstellerübergreifend und allgemein zugänglich machen. Für die "OBD-Abgasuntersuchung" verließ man sich darauf, dass abgasrelevante Fehler stets auch durch das Fahrzeug selbst erkannt werden müssten. Seit 2018 muss aber wieder direkt am Auspuff gemessen werden.

    Zur Frage: Ja, das Auslesen mittels Diagnosegerät ist weiterhin Bestandteil der Abgasuntersuchung. Und diese wiederum ist Bestandteil der Hauptuntersuchung. Ausgelesene umweltrelevante Fehler führen direkt zum Durchfallen.

    Für das Auslesen des Motorsteuergeräts funktioniert alles, was OBD/OBD2 "spricht", also jedes Gerät aus dem Autoteilehandel, dem Baumarkt oder dem Onlinehandel. Was gut gemacht ist, das gibt ausgelesene Fehlercodes nicht nur als Nummer aus, sondern kommentiert sie und das möglichst zutreffend. Stark unterschiedlich ist auch, welche Live-Daten ausgelesen und wie diese aufbereitet bzw. dargestellt werden. Und das war es auch schon!

    In weitere Steuergeräte, beispielsweise für ABS/ESP, Klimatisierung, Innenraumsteuerung/-ausstattung, kommen i. d. R. nur die spezialisierteren Diagnosegeräte, die man dann auch eher im Kfz-Gewerbe findet. Im Gegensatz zu OBD/OBD2 als "genormte und zu öffnende Diagnoseschnittstelle" sind die aufgezählten weiteren dann herstellerspezifisch bzw. abhängig vom jeweiligen Zulieferer dieser Baugruppen.

    Ahoi,

    nach den Schilderungen könnte die Unterstützung des Bremskraftverstärkers (ganz oder ggf. nur teilweise) fehlen. Dieser wird mit vom Motor abgegriffenem Unterdruck betrieben. Es könnte der Bremskraftverstärker bzw. seine Membran schadhaft sein. Ebenso dessen Unterdruckleitung und/oder deren Steckstellen undicht sein. Gewöhnlich steckt in der Unterdruckleitung auch noch ein Ventil, das ebenfalls Defektpotenzial besitzt. Seine Aufgabe ist, dass nach dem Abstellen oder dem unbeabsichtigten Abwürgen des Motors noch für kurze Zeit Unterdruck für den Bremskraftverstärker gehalten wird, um mit dessen Unterstützung trotzdem noch einmal bremsen zu können.

    Ohne Bremskraftverstärker sollte die Bremswirkung des Fahrzeugs dennoch da sein, es braucht aber erheblich mehr Betätigungskraft. Das Pedal mit Schwung durchtreten, müsste auch für eine wirksame Bremsleistung ausreichen. Ob die Kraft bis zum Blockieren an der Vorderachse reicht, das weiß ich nicht. Ebenso nicht, was außerdem für das Aktivieren der Warnleuchte "BRAKE" notwendig wäre - die aktivierte Feststellbremse sollte m. W. ein Grund sein.

    Ich habe selbst einen MZ-Sport. Bei absolut kaltem Motor soll der Stand im Vorratsbehälter an der "FULL"-Markierung liegen. Warm oder heiß, direkt nach dem Abstellen oder beim Nachschauen bei noch laufendem Motor, darf es auch etwas darüber liegen. Die gezeigten Fotos zeigen ihn mal an der Oberkante der "FULL"-Markierung, wie ich es auch von meinem Fahrzeug direkt nach dem Abstellen kenne. Aber auch das zweite Foto, dass ihn nochmals etwas höher zeigt, finde ich nicht bedenklich.

    Das beim M16A (und auch beim M13A) verwendete Kühlsystem hat den Vorratsbehälter im Umgebungsdruck - hier hinein soll sich das Kühlsystem einschließlich der Innenraumheizung selbständig entlüften und beim Abkühlen des Kühlmittelkreislaufs aus dem Vorratsbehälter zurück in den Kreislauf saugen. Absolut wichtig ist also, dass im Vorratsbehälter immer ausreichend drin steht, damit keine Luft ins System gesaugt werden kann.

    Der Deckel auf dem Kühler hat die Prägung "1.1" und soll demnach den Druck im Kühlkreislauf bei 1,1 bar begrenzen. Steigt er darüber hinaus, wird er über den Vorratsbehälter "abgelassen".

    Ich habe übrigens an die Entlüftungsöffnung des "grünen Deckels" ein Stück Schlauch gesteckt, womit dieser den Wasserdampf und gelegentlich mal ein Tröpfchen nicht mehr auf den zuvor mühsam entrosteten Halter des Vorratsbehälters spuckt. Das entlasse ich am Ende des dünnen Schlauchs, der durch ein vorhandenes Löchlein am linken Federbeindom geht, mit etwas Abstand von diesem in den linken Radkasten. Dort herrscht so viel Luftbewegung, dass es Wasserdampf und Tröpfchen unmittelbar fort trägt. Die Länge des Schlauchs sollte lang genug sein, um keinen Schmutz hinein zu saugen. Dies würde ohnehin erst beim Abkühlen im Stand passieren.

    Insel Gozo, gehört zur Republik Malta: Allgemein dominieren Kleinwagen das Straßenbild. Die Insel ist auch nicht sonderlich groß und es gibt auch sehr wenige Strecken, auf denen man "etwas schneller" fahren könnte. Allgemein scheint eine Klimaanlage obligatorisch zu sein und Automatikgetriebe haben einen hohen Anteil. Allen Fahrzeugen sieht man die Belastung durch das Sonnenlicht und die starke UV-Strahlung an. Vergilbte Scheinwerfer gehören bei allem, was älter als acht bis zehn Jahre ist, zum Normalzustand. Lacke sind häufig stark ausgeblichen, aus rotem Lack wird rosa oder orange und selbst weiße Lacke vergilben.

    Da die Frage im Eingangsbeitrag auf Swift-Modelle zielte: Es dominieren Swift MZ, in der Regel als 1,3er handgeschaltet oder als 1,5er mit Automatik, der hier als seltene Erscheinung gilt. Fünftürer überwogen, Dreitürer scheint man als unpraktisch zu sehen. Swift NZ gibt es dort zwar, sie scheinen aber nur in geringer Zahl auf die Insel gekommen zu sein. Vielleicht war der NZ schon zu teuer? Die kleinsten Suzuki-Modelle sieht man dafür öfter, beispielsweise den Celerio als Mietwagen. Dessen Vorläufer Alto ist ebenfalls mietbar. Einen Exoten gab es als Taxi, nämlich einen SX4 als Stufenheck mit handgeschaltetem 1.6er Benziner und 220+ Tkm.

    Da neue Autos extrem teuer sind und Gebrauchtwagen selbst im Alter von 10 bis über 15 Jahren noch "preisstabil" bleiben, wird alles so lange gefahren, wie man es noch repariert bekommt. Aber auch Ersatzteile dafür kommen nur teuer auf die Insel. Im Fahrzeugalter 10 bis 20+ Jahre sind Dacia und Renault stark vertreten, gefolgt von Citroën- und Peugeot-Kleinwagen der 2000er.

    Falls es irgendwie machbar ist, dann denkt auch an eine Form von Erhaltungsladung. Wer sein Fahrzeug in der Nähe einer Steckdose abstellen kann, der könnte ein Ladegerät "mit Hirn" und Zusatzprogrammen für z. B. Desulfatierung nutzen. Ladegeräte, die derartiges können, sind auch dazu geeignet, bei nur saisonal genutzten Fahrzeugen in deren Abstellzeit angeschlossen zu bleiben.

    Für Draußenparker gibt es als Notlösung solarbetriebene Erhaltungslader, die aber wirklich nicht mehr können, als unter idealen Bedingungen die Selbstentladung bestenfalls auszugleichen. An nicht novembergrauen Tagen funktioniert sowas bei richtiger Ausrichtung und wenig Verschattung über den Tag auch hinter der Frontscheibe. Liegt im Winter Schnee drauf, dann bringt sowas u. U. über Wochen auch gar nichts mehr. Dann wäre es sinnvoll, die Fahrzeugbatterie auszubauen und drinnen von einem Ladegerät "mit Hirn" betreuen zu lassen.

    Ich besitze das "Nor-Tec Starthilfe-Set mit Powerbank" vom Action, das es abseits der Saison schonmal rund ein Drittel billiger als gegenwärtig gab. Hilfreich war es bisher erst einmal beim Motorrad eines Freundes. Hier war ein 1,5er V2 in Gang zu bringen. Hatte knapp gereicht.

    Was auch zuhauf im Handel ist, das sind so genannte "Pedal-Boxen". Sie manipulieren ausschließlich den vom elektronischen Gaspedal gemeldeten Wert - und zwar dahin gehend, dass der Werteanstieg im Verhältnis zum zurückgelegten Pedalweg erhöht wird. Subjektiv fühlt es sich nach einem giftiger ansprechenden Motor an, da bereits kleine Pedalbewegungen eine direktere Reaktion des Motors zur Folge haben.

    Zweiradfahrer kennen vielleicht den Begriff "Reißgas", was im Prinzip nicht anders funktioniert, hier aber immerhin den Vorteil bietet, zwischen der Gasgriffstellung "Leerlauf" und "Vollgas" nicht umgreifen zu müssen. Mancher schwört darauf. An der tatsächlichen Leistungsabgabe inklusive der Maximalleistung des Motors ändert sich in beiden Fällen aber gar nichts.

    Es kommt immer darauf an, was der "Tuner" konkret verändert hat und wie gut der Programmierer des Mappings sein Handwerk verstand. Man kann z. B. in (thermische) Reserven hineingehen, muss es aber nicht. Ebenso kann man Kupplung und Getriebe durch unverhältnismäßig angehobene Drehmomente stärker belasten oder man kennt die vorhandenen Reserven, deren Toleranzfenster man nutzt und trotzdem nicht verlässt.

    Zweiter Faktor ist der Fahrzeuglenker: Durch Remapping nutzbare Reserven kann man gelegentlich mal ausnutzen oder häufiger oder man tut es dauerhaft. Wer letzteres tut, der wird Motor, Getriebe und Antriebsstrang inklusive der Bereifung sehr oft nahe dem Rand ihrer Auslegung betreiben. Das muss bzw. darf nicht sicherheitsrelevant sein, steigert aber durch höhere Belastung den Verschleiß.

    Durch Downsizing sind nahezu alle halbwegs aktuellen Verbrenner aufgeladene Motoren. Prinzipiell lässt sich dort überall "ein wenig mehr Leistung" und/oder "etwas mehr Drehmoment herauskitzeln. Wieviel mehr die Kupplung eines manuellen Getriebes vertragen kann, wird man u. U. selbst erforschen müssen. Vorsicht aber bei automatisierten Schaltgetrieben bzw. Getriebeautomaten! Deren Instandsetzung ist aufwendig und entsprechend teuer. Bei höherem Fahrzeugalter oder hohen Laufleistungen kann man bei einem Defekt rasch dem wirtschaftlichen Totalschaden nahe kommen.

    Am sichersten erscheinen mir Leistungssteigerungen durch Softwareänderungen, die entweder vom Fahrzeughersteller selbst kommen oder von deren "Haus-und-Hof-Tuner". Hier darf man sicher davon ausgehen, dass vorhandene fahrzeugseitige Reserven ausgenutzt, aber nicht überbelastet werden. Es gibt nicht wenige Hersteller, die den technisch identischen Motor in einem Fahrzeug mit mehreren Leistungswerten anbieten und dies allein über ein anderes Mapping erreichen.