Neuer Kleinwagen vs. 300PS-Gebrauchten

  • Hallo, liebe SuzukiManiacs!

    Ein Arbeitskollege von mir steht gerade vor einer Entscheidung, dich mich ehrlich gesagt auch selbst ein wenig in´s Grübeln bringt.
    Dieser möchte sich nämlich ein neues Auto zulegen und hat ein Budget von 14.000€ zur Verfügung. Zuerst dachte er an einen neuen, gut ausgestatteten Kleinwagen. Dann haben wir jedoch an einem Nachmittag einfach einmal so aus Interesse ein paar Gebrauchtwagenhändler abgeklappert und was wir dort für dieses Budget erblickten, brachte uns in´s Staunen! Hier einmal zwei Beispiele:

    Mercedes Benz E500 306PS

    BMW 850i 299PS

    Nun steht er vor der großen Frage: Einen neuen Kleinwagen (zu einem Swift überrede ich ihn dann noch ^^), oder so ein gebrauchtes Monster?
    In einem guten Zustand stehen alle beide Beispiele da.

    Und ehrlich gesagt: Diese Frage quält mich seit der Besichtigung ebenfalls recht stark. So ein E500 oder 850i sieht in der Garage schon etwas anders aus, als ein Swift und Dampf steckt da ordentlich unter der Haube. Meinem Arbeitskollegen raubt diese Entscheidungsfrage mittlerweile komplett den Schlaf und ich komme ebenfalls immer mehr ins Nachdenken.

    Was haltet ihr von der ganzen Sache? Was spricht dafür, was dagegen? Eines steht jedoch fest: Spritverbrauch interessiert uns beide nicht. :P

  • Was sol man da sagen? Die Dicken haben ihren Preis. Nicht nur einmal, dauernd. Verbrauch, Verschleiss, Reparatur etc schlagen schon in den Geldbeutel. Aber was für die Autos spricht, ist Luxus und Sicherheit für kleines Geld. Speziell der BMW wird laut Oldtimer-Praxis die nächsten 5 Jahre nichts am Wert verlieren, da wird die Preisschraube eher nach oben gehen. Beim Benz sieht es ähnlich aus, nur wird da der Wert nicht so drastisch steigen. Bei beiden ist wichtig, das die unverbastelt, sprich original sind. Denn Bastelstuben bekommt man in ein paar Jahren nicht mehr los. Auch spricht dafür, das die Fahrzeuge ja Youngtimer sind und dadurch in der Versicherung etwas besser da stehen. Und die Zeit zum Oldtimer (30 Jahre) ist ja jetzt auch nicht mehr so lange hin. Dagegen spricht klar, das die Fahrzeuge auch keine Garantie mehr haben.
    Vorteil Neuwagen:
    Was man macht, hat man die nächsten Jahre. Der Swift ist enorm Wertbeständig, ein Kollege holt sich im September nen SSS und gimt seinen MZ ab. Für den Alten bekommt er noch 8500, obwohl der schon 5 Jahre auf dem Buckel hat und ncht mal nen Sport ist. Dann hast bei nem Neuen Garantie und geringen Verbrauch.

    Ich würde, wenn mir der Verbrauch und die Unkosten egal wären, so für 1-2 Jahre den Luxusliner gönnen und dann mal sehen. Entweder wieder für den Einkaufspreis verscherbeln und was kleines neues holen oder weiter das Dickschiff fahren.

    Ganz wichtig, zu einem unabhängigen Mechaniker, der sich mit den Fahrzeugen auskennt, vor dem Kauf fahren. Denn ganz speziell der BMW hat so versteckte Tücken. Wenn du willst, kann ich mal in meiner Zeitschriftensammlung schauen, ob ich was über den BMW finde.
    Aber warum nicht nen Porsche 944 (glaub ich)? Der hat auch die Kraft der 8 Herzen und sieht echt mega aus.

    Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Jede Nacht eine neue Versuchung...

  • Ein Auto ist schnell gekauft, aber unterhalten will der Wagen ebenfalls.
    Der Benz wurde vor 2009 Erst zugelassen, Steuer ist 337 Euro/per Anno....noch.
    Ab 2013 fallen alle Autos in die Neuregelung, dann kostet der Bock über 400 im Jahr.

    Auch Versicherung sollte bedacht werden...uiuiuiui

    Und das euch der Spritverbrauch nicht interessiert...naja, nicht böse gemeint, aber wenn ich bei nem Kleinwagen voll auf den Pinsel baller verbraucht der nichmal im Ansatz soviel wie so ein "Monster" mit Vollgas.

    Zudem fährt man ein Auto mit Leistung auch als solches. Der E500 oder Porsche Fahrer, der mit 130 Rechts fährt hat lapperige Haut und graue Haare.

    Ich gönns ihm, aber vor dem Gesamtunterhalt hätte ich zuviel Respekt.

    Für 14k krieg ich auch andere (gebrauchte) Autos mit Bumms, welche man aber noch regulär unterhalten kann. Ist natürlich alles abhängig vom Einkommen,keine Frage.

  • Was mein Arbeitskollege sich zulegt, ist ja seine Sache. Mir persönlich wäre der BMW 850i auch mit einem zu hohen Risiko verbunden. Es ist ein wunderschöner Klassiker, keine Frage. Für dieses Alter ist auch der Kilometerstand recht annehmbar (sofern er denn wirklich stimmt...). Aber schon alleine die Ersatzteile, die Reparaturen, etc. bei diesem Wagen schrecken mich etwas ab.

    Wo ich jedoch wirklich schwach werde, ist der Benz E500, der steht da, wie neu. :rolleyes:
    Aber dass ich mir den E500 neben meinem Swift nicht leisten kann, ist klar. Ich müsste also dafür meinen geliebten Swift abgeben. Als eingefleischter SuzukiManiac wäre dies natürlich schon einmal eine Todsünde schlechthin. Und dann stellt sich vielleicht schon nach einem halben Jahr oder Jahr heraus, dass dies vielleicht doch nicht so ein toller Tausch war. :S

  • Ich persönlich (obwohl ich nicht mal unbedingt schlecht verdiene) hätte zuviel Angst, dass so ein Bock relativ weit nach Oben in meine "monatlichen Kosten" rutscht.
    Da arbeitet man dann schneller großanteilig nur noch fürs Auto^^

    Wie du sagtest, es ist seine Sache. Aber Versicherung,Steuer,Reperaturen, Verbrauch, Steuer.

    Nur weil der Wagen 10 Jahre auf dem Buckel hat, verschiebt sich ja trotzdem nicht zwangsweise die Kurve, dass den vorher auch nur sehr wohlhabende gefahren haben ;) Der Wagen wird ja im Unterhalt nicht billiger, primär nur in der Anschaffung.

  • Da arbeitet man dann schneller großanteilig nur noch fürs Auto^^

    Gut, dass tue ich jetzt allerdings für meinen Swift auch schon, wenn ich bedenke, was ich da monatlich an Tuningteilen reinbuttere. :D

    Wie du sagtest, es ist seine Sache. Aber Versicherung,Steuer,Reperaturen, Verbrauch, Steuer.

    Nun ja, beim E500 wäre es dann schon meine Sache. Wenn ich hier und da ein wenig kürzer trete, könnte ich ihn mir wahrscheinlich sogar vom Unterhalt her leisten (Nettogehalt >1500€, <2000€).
    Nur, wer mein Profil kennt, der weiß, dass ich seit meiner Kindheit (!) ein absoluter SuzukiManiac bin. Zu allererst müsste ich mich also einmal von meiner Markenverbundenheit lösen und danach schlussendlich von meiner "White Desire". Und das wird dann einmal richtig wehtun.
    Gut, danach sitze ich in einem prestigeträchtigen Oberklassewagen mit 300PS. Die große Angst, die ich dann habe ist nur: Nachdem der postpubertäre Schub und das gestillte Prestige- und automobile Geltungsbedürfnis erst einmal abeflaut ist... bin ich dann wirklich glücklicher?
    Meinen Swift kenne ich, seit ich ihn als Neuwagen vom Händler holte, bin sein erster Besitzer, bin der Einzige, der je in den Sitz gepupst hat,...

  • WIe hier schon geschrieben wurden ist: Gekauft ist so eine Karre schnell. Egal ob E-Klasse, A8, Phaeton und wie sie nicht alle heißen. Steuer geht immer noch gerade so, kann aber bei großen Dieseln oder V8 Benziner dann auch schnell teuer werden. Versicherung kann ich nicht einschätzen im Verlgeich, aber die Diesel sind brutal teuer (gerade die 6-Zylinder).

    Das was richtig ins Geld geht sind Ersatzteile. Weil die Karre in der Regal dann auch mehr flott als Trott bewegst nimmt der Verschließ dann auch noch zu. Besonders Reifen und Bremsen... Und je mehr "Spielzeug" verbaut ist, desto mehr kann kaputt gehen. Und sooo überragend sind die Fahrwerte in die Regel dann auch nicht, wiegt dann halt doch etwas der Tanker. Da benötigt man dann doch das eine oder andere PS mehr.

    Und was am meisten Kohle kostet: Sprit!!! Will gar nicht wissen was so ein V8 an goldenen Wasser durchgurgelt.

    Für 14k bekommst du (bzw. dein Kollege) auf jeden Fall was mit Dampf für deutlich weniger Unterhaltskosten. Wenn es ein Sauger wie der Swift sein soll: Clio C RS ;)

  • Der E500 ist mit 11,3 Litern angegeben...also wohl 12,5 bei sparsamer Fahrweise und 17 Liter im morgentlichen Berufs und Stadt-Land-Fluß-Verkehr.

    Naja, dafür hat man dann auch einen Potenzbeschleuniger ;)

    Wie schon gesagt, klar reizen die Teile...aber ich bleib dabei, das wär mir dann doch zu "heiß"^^

    Wie bereits genannt würde ich dann auch eher so Clio RS oder auch einen Civic Type R bevorzugen.
    An den Autos kann man wenigstens noch "basteln".

    Weil...naja "Air Intake" und Sparco Sitze bei nem E500....aaargh.

    Dein Freund/Kumpel wird sich schon entscheiden^^

  • Der E500 ist doch hässlich, ich finde die alten runden Mercedes generell einfach nur langweilig..

    Und bevor ich mir so eine alte Kiste nehmen würde, nehme ich mir lieber was neueres auf Finanzierung, weil im Endeffekt zahlst dann whs eh ähnlich und so hast zumindest keine Reparaturen und auch noch Garantie..

    :S

  • Wenn man sich so eine Kiste her tut, sollte wie gesagt einem bewusst sein, das an den Auto alles Geld kostet und ohne Werkstatt mal so garnix geht. Die meisten Autos in diesem alter sind ziemlich durchgelutscht und da kommen dann so Geschichten wie Lager an den Achsschenkel usw. Oder gar, je nach Laufleistung, so Sachen wie Motoren zum heben der Scheinwerfer oder Sitzverstellung.
    Ich würde den Benz auf gar keinen fall nehmen, denn Rost ist unter den kunststoffleisten ein absolutes Thema und da sind gleich mal 2000€ weg. Beim BMW hast eben einen Straßensportwagen mit Limousinen-Charakter. Also ein klassischen GT.
    Der Porsche als Beispiel ist ein gutes, zuverlässiges Auto mit transaxle-getriebe, was mal echt Laune macht. Probleme machen Zylinder 7 und 8, weil die schlecht gekühlt werden und die Lager der vorderen traggelenke.

    Also es gibt genug Versuchungen, aber die können richtig kosten.

    Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Jede Nacht eine neue Versuchung...

  • Habe da auch lange überlegt was ich für mein Geld kaufe, einen neuen kleinen oder einen gebrauchten Dampfhammer.

    Dabei rausgekommen ist ein Chevrolet Camaro Z28 1997 mit 6 Gang Handschaltung und 300 Din Ps.

    Der Wagen ist von der Technik her sehr alltagstauglich im Unterhalt sehr günstig weil ich ersatzteile direkt aus den USA bestellen kann.

    Das eizige was Geld kostet ist der Benzinverbrauch ca. 11,5l bei wirklich bravem Gasfuss und die Versicherung.

    1989er Suzuki Swift 1.3 GTi
    1996er Chevrolet Camaro 5.7 Z28 6Speed
    1964er Chevrolet Chevelle SS 6.3 Coupé

    Geradeaus kann nicht jeder schnell, weil schlicht und einfach Leistung fehlt. :rolleyes:

  • Geiles Auto, hatte mein Vater auch fast 7 Jahre.
    War aber der "kleine" mit meine ich 3.8 Litern

    EDIT:
    Stimmt, MPS wäre auch eine Option.

    Für 14k bekommt man schon einen guten MPS BK
    MPS BK 2007 - 2009
    MPS BL 2009 - heute (ab Ende 2011 im Facelift)

    Die Motoren sind bei allen identisch, 2.3 Liter Direkteinspritzer Turbo mit 260 PS.
    Ich selbst fahre ja den MPS BL Facelift und 8 Liter sind aber nur auf der AB mit 110 und Tempomat zu schaffen. Wobei die BL schon 10% Verbrauchsoptimiert im Gegensatz zum BK sind.

    Bei einer morgentlichen Arbeitsstrecke von 25Km mit Landstraße und Stadt im Berufsverkehr bin ich mit so ziemlich genau 11 Litern dabei.
    Ansonsten bei sparsamer Fahrweise (schalten bei 3k-3.5k) an die 9,0 - 9,5 Liter.
    Vollgas Autobahn....nicht fragen. Turbo läuft Turbo säuft.

    Wäre aber ein echt solides Auto, nur der BK sieht sehr Understatement aus.

    Einmal editiert, zuletzt von -Manu- (22. Juni 2012 um 14:04)

  • Wobei Understatment auch echt Spaß machen kann ;)

    Noch MPS Logo abmachen und dann ab, Leute ärgern :D

    V8 hat zwar Macht, macht aber auch schnell den Geldbeutel leer... Aber soundtechnisch klingt V8 aber sooooooo geil :love:

  • Ich denke, es geht hier eher um echte Dickschiffe mit allem erdenklichen Luxus und Power. Da könnte ich neben dem Porsche noch ne Miezekatze empfehlen. Das Jaguar Coupe oder Cabrio müsste man schon für den Tarif bekommen. Ansonsten, wenn es um Spass, Kurven, Schnell, Unnütz geht, da gibt es auch was aus England. Lotus Elise. Die bekommt man schon für den Preis und werden einfach auch nicht billiger. Und Prestige hast da auch, denn die Schüssel steht nicht an jeder Ecke. Aber wie gesagt, ich denke das ist ne ganz andere und nicht gewünschte Kategorie Auto. Ja und dazu kommt die perfekte Alltagstauglichkeit, ist Klimatisiert (im Sommer warm, im Winter kalt) und sucht mit viel Spass reichlich verzweifelt auf Schnee nach Bodenhaftung...

    Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Jede Nacht eine neue Versuchung...

  • Es muss ja auch nicht gleich nen V8 sein. Audi A6 mit 3.0 TDI oder nen 330d/530d sind auch schon zu gutem Kurz zu bekommen. Die schlucken dann nicht gaaanz soviel Sprit, knausern aber nicht mit Steuer und Versicherung. Oder E320/400 CDI. Die großen Diesel eignen sich aber in meinen Augen nur für Vielfahrer.

    Phaeton V6 TDI oder Touareg V6 TDI fallen mir noch ein. Nicht allzuviel Power, aber ausreichend. Dazu Luxus und Komfort.

  • Also den MPS finde ich einen guten Kompromiss.

    Er ist Alltagstauglich, hat Power, ist Wintertauglich, genügend Platz usw.

    Ich habe mich damals für den Camaro entschieden, weil er aus erster Hand war und in nahezu neuwertigem Zustand.

    Keine 70000Km auf der Uhr hatte und natührlich die 6Gang Handschaltung, bei US-Cars sehr selten.

    300PS und Heckantrieb sorgen für Fahrspass, und der Preis ist unter 10000 Euro gewesen.

    Und vorallem das Auto in den nächsten 5-10 Jahren eher an Wert zulegen wird als verlieren.

    1989er Suzuki Swift 1.3 GTi
    1996er Chevrolet Camaro 5.7 Z28 6Speed
    1964er Chevrolet Chevelle SS 6.3 Coupé

    Geradeaus kann nicht jeder schnell, weil schlicht und einfach Leistung fehlt. :rolleyes: