An alle ZIVIS:
Also zum einen soll man, sich 4 Monate vor ENDE des Zivildienstes ARBEITSSUCHEND melden. Glaube das gilt aber nur für Leute die vorher nix gemacht haben *besser nachfragen*.
Findet man nix für danach, dann erhält man glaube ich 750 oder 800€ bis zu 12 Monate lang!
Ich habe es leider nicht gemacht, weil ich es nicht rechtzeitig wußte 
Hier noch eine ANERKANNTE VERWEIGERUNG:
Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer
Begründung meines Gewissensentscheides
Entwicklungsgeschichte:
Zunächst möchte ich erläutern, welche Faktoren und Einflüsse zu meiner Kriegsdienstverweigerung beigetragen haben.
Meine Entscheidung wurde grundlegend durch mein Elternhaus und die Schule beeinflußt. Ich wurde christlich erzogen, wobei meine Eltern besonders auf gewaltfreie Erziehung Wert legten. Sie ermutigten mich, Konflikte im Gespräch anstatt mit Gewalt zu lösen.
In der Schule, besonders in der Oberstufe, wurden wir mit den letzten Jahrhunderten und den darin enthaltenen Kriegen konfrontiert. Sehr intensiv wurden die zwei Weltkriege und ihre verheerenden Folgen behandelt. Die Ideologie und der Militarismus der nationalsozialistischen Diktatur haben mich besonders erschüttert.
Auch im Geschichtsunterricht diskutierten wir, welche Folgen von einem vergleichbaren Krieg zu erwarten wären. Wir kamen zu dem Ergebnis, das in dem jetzigen Atomzeitalter ein Krieg nur Opfer und Verwüstungen hervorbringen kann. Letztendlich wird es keine Sieger geben, da alle die ökologischen Folgen zu tragen haben.
Begründung:
Als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Abs. 3
des Grundgesetzes beruht meine Entscheidung auf nachfolgender Überlegung, welche meinen Gewissensentscheid darlegen soll.
Zunächst möchte ich erläutern, was ich unter „Gewissen“ verstehe. Das Gewissen stellt eine innere Instanz dar, welche zwischen Gut und Böse entscheidet. Es enthält die moralischen Maßstäbe eines Menschen sowie seine persönlichen Wertvorstellungen. Das Gewissen beeinflußt und bestimmt die Handlungsweise der jeweiligen Person, indem es unterscheidet, ob eine Handlung zulässig ist oder nicht.
An diese Entscheidungen des Gewissens muß man sich strikt halten. So verbietet mir mein Gewissen z.B. eine Menschen zu töten oder zu verletzen. Eine solche Tat ist mir unmöglich, da ich in starke Bedrängnis mit mir selbst geriete.
Jeder hat das Recht auf Leben, niemand hat das Recht, Leben zu nehmen. Das ist für mich eine unumstößliche Grundregel. Daher kann ich aus Gewissensgründen nicht an bewaffneten, kriegerischen Auseinandersetzungen teilnehmen.
Ich würde in eine unüberwindbaren Gewissenskonflikt geraten, wenn ich dazu gezwungen werden würde, Menschen zu töten, da das menschliche Leben unbedingt zu respektieren und zu schützen ist.
Mein Gewissen hat sich gegen den Kriegsdienst in jeglicher Form entschieden. Allein die Ausbildung, Menschen zu töten oder Waffen zu gebrauchen, um Leben zu zerstören, kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
Würde ich an dieser Ausbildung teilnehmen, wäre ich gezwungen, mich an kriegerischen Auseinandersetzungen zu beteiligen und in diesem Zusammenhang Menschen zu töten. Dies würde mich vor eine unlösbaren Gewissenskonflikt stellen.
Ein weiterer Grund für meine Kriegsdienstverweigerung ist das Befehl- Gehorsam- System im Rahmen der Armee und des Kriegsdienstes. Innerhalb dieses Systems ist eine Gewissensentscheidung bezüglich eines Befehls nicht möglich, bzw. nicht erlaubt. Ich müßte Befehle ausführen, die den Tod oder die Vernichtung zu Folge hätten.
Dieses kann ich nicht verantworten.
Folglich nehme ich mein Recht in Anspruch, den Kriegsdienst zu verweigern, um so nicht in starke Bedrängnis mit mir selbst zu geraten.
Der Zivildienst stellt für mich eine sinnvolle Alternative zum Wehrdienst dar.
Ich denke, dass meine Ausführungen meine Entscheidung hinreichend begründet haben und warte auf Ihren Bescheid.
Mit freundlichem Gruß
Anlage:
Führungszeugnis
Lebenslauf