Beiträge von -Hutfahrer-

    Guten Tag!

    Klick mal! (Link zu Spritmonitor.de) zwischen 4,4 und 5,5 l hatte ich seinerzeit mit etwa hälftigen Anteilen aus Stadtverkehr und Landstraßen. In den paar Jahren bei mir wurde bereits ein Satz Glühkerzen ausgetauscht. Besonderheit bei dem Motor war damals, dass im Winter u. U. lange mit verminderter Leistung nachgeglüht wurde. Die Glühkerzen werden damit natürlich stärker belastet. Heute ist das Nachglühen bei allen Dieseln eine der üblichen Maßnahmen zur Verbesserung der Abgasqualität in der Warmlaufphase. Wenn du schreibst, sie seien recht aktuell und glühen auch noch alle, dann sollte das raus fallen.

    Den beschriebenen Unterdruck kenne ich zwar von den Benzinern (und dort macht das keine Probleme), bei den Dieseln dagegen nicht. Der Tankdeckel hat ein Schloss, die Tankklappe wird nicht über die Zentralverriegelung verschlossen. Das Schloss allein sollte schon dafür sorgen, dass der Tankdeckel nicht gänzlich luftdicht abschließt. Ob der Tank noch eine eigene Belüftung hat, das weiß ich heute nicht mehr. Falls, dann scheint sie verstopft zu sein. Sofern ein offen gelassener Tankdeckel (nur zum Starten!) die Startprobleme mindert, wäre das immerhin ein Ansatz.

    Der abgebildete ist noch dazu ein Allrad-Modell. Deren Achsen rosteten mit zunehmendem Alter an manchen Ignis FH und MH ziemlich heftig. Allerdings ist dort auch eine Materialstärke vorhanden, die Jahrzehnte bis zum Durchrosten brauchen würde. Ansonsten ist das gezeigte Fahrzeug im abgebildeten Bereich makellos. Selbst der Endschalldämpfer scheint wie neu. Einen derart gut erhaltenen Gebrauchten würde ich ohne Rost-Sorgen kaufen. Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass es für die Berichte der Motorpresse in der Regel neuwertige Fahrzeuge zum Testen gibt. Gleich von welchem Hersteller.

    Das einzige Teil, das beim Ignis FH und MH wirklich rostet und dann ein ernstes Problem darstellt, das ist die Ölwanne des Motors. Sie hängt in einem Bereich, in dem sie praktisch nicht vor Steinschlägen und Streusalz im Winter geschützt ist. Wenn sie durchrostet, dann im vorderen oberen Bereich unterhalb der Befestigungsschrauben. Das Teil ist nach wie vor noch neu zu bekommen. Ist die vorhandene Ölwanne noch gut, so sollte man sie selbst nachkonservieren. Die Motoren selbst sind traditionell auch in hohem Alter so öldicht, dass die konservierende Wirkung kriechenden Motoröls fehlt. Ist ja auch kein Renault...

    Den Dualjet-Motor kenne ich noch nicht. Was hat der für eine Ölwanne? Eine untere Motorraum-Verkleidung hat der aktuelle Ignis ja offenbar auch nicht bekommen.

    Für Drehmomentschlüssel gibt es Testmöglichkeiten. Ein guter Werkzeughändler sollte sowas können. Mein Drehmomentschlüssel ist von Feinkost-Albrecht und hat drei Rädersätze mit jedem Saisonwechsel anzuziehen. Sein Messbereich beginnt bei 80 und endet bei 160 Nm. Reicht mir vollkommen aus!

    Und den hatte ich mal testen lassen: Bei 80 Nm hatte er etwas zuviel, bei 160 Nm etwas zu wenig. Der wichtige Bereich zwischen 100 und 130 Nm war ziemlich genau.

    Der Ausgleichbehälter hängt bei unseren Suzuki-Benzinern im Niederdruckbereich, konkret sogar auf Umgebungsdruck. Verluste durch Verdunstung und Schwitzen sind unvermeidbar. Bei Fahrzeugen, deren Behälter im Hochdruckbereich hängt, sind diese Verluste deutlich geringer.

    Auch bei meinem MZ-Sportler wird es in diesem Behälter schleichend weniger. Ich würde das mit dem vorgesehenen Kühlmittel (nicht mit Leitungswasser!) bis zur Maximum-Markierung auffüllen und einen Zettel mit dem Datum des Nachfüllens und der eingefüllten Menge daneben hängen. Sollten es lediglich ein paar 100 ml innerhalb eines halben Jahres sein, dann würde ich mir keinerlei Gedanken darüber machen.

    Ich fuhr vor ein paar Tagen ein paarmal innerorts einen ganz nackten Splash ohne Servolenkung. So schlimm fand ich das auch nicht.

    Vielleicht könnte man auch das Lenkgetriebe ohne elektrische Unterstützung einbauen und diese über Diagnose abschalten (lassen)?

    12,8 V entsprechen 100 % Ladung. 8)

    Richtig robust und langlebig von Varta waren nach meinen Erfahrungen nur die Transporter-Batterien. Ich habe eine inzwischen 10-jährige, die ein Freund "vorbeugend" (wegen geforderter 100 % Zuverlässigkeit) ausgetauscht hatte, als Reservebatterie in meiner Garage. Ab und an mal Starthilfe, zumeist im Frühjahr für die benachbarten Motorradfahrer. Zum Zelten nehme ich sie auch als Stromquelle für Licht und USB-Ladegeräte mit.

    Im NZ meines Papas war eine Exide als Werksausrüstung eingesetzt. Die wurde immerhin auch 8 Jahre. Bereits ein Jahr vor dem Austausch wurde bei der Durchsicht der Batterietester ran gehalten und dieser empfahl den Austausch. Im Freundeskreis besitzen wir auch so ein Gerät. Dem sagt man vor dem Test, was auf dem Label der Batterie als Kaltstartstrom angegeben wird. Letztlich ist nur dieser die entscheidende Größe, von der der erfolgreiche Motorstart abhängt. Da kam die genannte Batterie noch auf etwa 60 %. Und auch Start/Stopp ging nur noch, wenn es längere Fahrten waren. Ausgetauscht hatte ich sie dann am Wahlwochenende im letzten Jahr.

    Ich griff zu der namenlosen Batterie mit dem größten angegebenen Kaltstartstrom aus dem Sortiment meines Batterie-Händlers. Der Batterietester ermittelte einen etwa 5 % über dem auf dem Label angegebenen Strom. Wohl die Sicherheitsreserve des Herstellers, damit sich Reklamationen nicht häufen. Gekostet hat dieser Block 55 EUR. Der "sehr Freundliche" wollte für Material und Arbeitszeit auch rund 120 EUR haben. Dafür können wir zwei Batterien verbrauchen...

    Die Temperaturanzeige im Tacho ist ein Schätzeisen. Bitte über OBD auslesen, wo die Temperatur nach Meinung des Sensors tatsächlich liegt.

    Woher bist du?

    Den 1.3er gab es als Ignis MH nur handgerissen. Mit Automatik war es ein 1.5er. Ansonsten kann man bei ausschließlichem Einsatz im Stadtverkehr bei diesem Automatikgetriebe etwa 1 - 1,5 l je 100 km mehr kalkulieren. Damit kämen wir ungefähr in die Region, die im Eingangsbeitrag beklagt wurde. Bei nur 55 Tkm Laufleistung ist noch der erste Satz Zündkerzen drin und die sollten auch noch in Ordnung sein. Den Luftfilter sollte schon jemand getauscht haben, ansonsten punktet die Ansaugluftführung mit einer geringen Verschmutzung des Luftfilters. Der Ansaugort für die Luft ist gering mit Schmutz belastet.

    Wenn nicht dramatische Fehler in der Motorsteuerung/Sensorik vorliegen, so geht bei diesem Modell die MIL auch nicht an. Die Software ist sehr tolerant. Über OBD sollte im Fahrbetrieb mal geprüft werden, ob (wie vorgeschlagen) die Zieltemperatur von 86 - 94 Grad im Kühlwasser nach einiger Zeit erreicht wird. Alle weiteren Werte, z. B. Drosselklappenstellung, Lastindex, Einspritzmengen, Short Term Fuel Trim, Long Term Fuel Trim und Lambdawert kann man nur beurteilen, wenn man weiß, welche Werte man bei diesem Fahrzeug konkret zu erwarten hätte.

    Empfehlung zum Tanken: Volltanken bis zum Abschalten der Zapfpistole. Dann ganz langsam nachschenken, bis der Kraftstoff oben im Einfüllrohr steht. Mehrmals kräftig an der Dachreling das Fahrzeug schaukeln, dabei schüttelt es Luftblasen aus dem Tank und der Sprit gluckert nach. Nachfüllen, bis nichts mehr geht. Das dann regelmäßig so machen, damit ist der Tank an jeder Tankstelle gleich voll. Das Abschalten der Zapfpistolen ist nämlich einstellbar und u. U. nicht nur an jeder Tankstelle sondern dort auch an jeder Zapfsäule verschieden.

    Ziel: Zwischen 7 und 8 l im Stadtverkehr sollten ohne besondere Verhaltensweisen erzielbar sein, sofern nicht endlose Staus oder Kurzstrecken den Verbrauch nach oben treiben.

    Im Rücken weiß ich nicht, ob der MZ heizt, da ich meist noch eine Jacke trage bei entsprechendem Wetter...am Hintern ballert die mal richtig los oder wird nur pisslau, je nach Bock der Heizung würde ich meinen. Dass das ganze eigenartig geregelt wird wurde hinreichend ohne Ergebnis diskutiert.

    Sitzfläche und Rückenlehne werden von zwei getrennten Heizpanels beheizt. Ist eines kaputt, dann geht das andere allerdings noch problemlos. Bei meinem Sportler blieb die Sitzfläche des Fahrersitzes kalt, der Rücken wurde gut gewärmt. Das Panel wurde getauscht zulasten der Gebrauchtwagen-Garantie. Die Regelung erfolgt dort mit einer einfachen Thermostat-Steuerung, die leider nur "Vollgas" oder "aus" realisieren kann.