Beiträge von -Hutfahrer-

    Übrigens:

    Zwischen Motor und Luftfilterkasten ist noch genügend Platz zur Wärmeabfuhr. Es gab auch keinen Anstieg der Kühlmitteltemperatur. Diese lag nach beiden Fahrten bei Vollast auf der Autobahn bei 90°C.

    Wo wurde dieser Wert abgelesen? Halbwegs genau ist das, was die Fühler für das Motorsteuergerät "erfühlen" und was man sich praktisch in Echtzeit über ein Diagnosegerät am OBD2-Anschluss anzeigen lassen kann. Ich habe im MZ Sport einen Scangauge 2 als "Bordcomputer" eingebaut und schaue u. a. gelegentlich nach der Kühlmittel- und auch der Ansauglufttemperatur. Abgesehen von längeren Fahrten mit nahezu konstanter Last - Autobahnfahrten ohne größere Geschwindigkeitssprünge und Beschleunigungsorgien beispielsweise - "atmen" beide Messwerte entsprechend der variierenden Lastzustände oder bei gelegentlichem Stehen vor einer roten Ampel doch schon recht deutlich.


    Beim MZ ist der Zeiger für die Kühlmitteltemperatur neben dem Tacho zwar auch schon recht weit beruhigt, scheint aber noch auf tatsächlichen Messwerten zu basieren. Viele Fahrzeughersteller, sofern sie überhaupt noch Anzeigen für Kühlmitteltemperatur einbauen, beruhigen diese Anzeigen sehr stark. Von VW weiß ich dass, der Zeiger die 90 °C-Marke rascher erreicht, als dieser Wert über OBD ausgegeben wird. Zudem ist der Zeiger dann auf dieser Marke praktisch "festgenagelt" und soll den Fahrer bloß nicht beunruhigen. Es kann auch schon in Richtung 105 °C gehen - der Zeiger bewegt sich von seinen 90 °C nicht weg.


    Nochmal zu dem Fahrzeug aus dem Eingangsbeitrag: Ich finde den Ansatz gut und denke auch, dass die realen Werte über OBD bezogen wurden und damit dem entsprechen, womit auch das Motorsteuergerät arbeitet. Bei den aufgeladenen Motoren kommt ja zumeist noch ein Ladeluftkühler dazu, der in der Tat massiv dem Wirkungsgrad zugute kommt. Hier könnte mal nachgesehen werden, wie gut dessen Anströmung tatsächlich ist bzw. ob irgendwas das möglichst freie Anströmen behindert. Der Klassiker dafür ist ja der bei gar nicht so wenigen Fahrzeugmodellen direkt davor gesetzte Nebelscheinwerfer.


    Auf den Ladeluftkühler sollte man aber auch sonst hin und wieder einen Blick werfen: Das Ausspülen von gesammeltem Staub, Sandkörnchen usw. mit einem Gartenschlauch bietet sich an. Keinen Hochdruckreiniger verwenden! Dieser könnte die feinen Alu-Lamellen beschädigen. Zuvor schaut man aber, ob man Ölspuren sieht. Sie wären ein Hinweis auf Steinschlagschäden. Werden Ladeluftkühler oder die Luftführung (Schläuche und Rohrleitungen) undicht, geht Ladedruck verloren. Das sorgt zunächst für höhere Wellendrehzahlen der Turbine, um dies ggf. noch auszugleichen und entsprechend steigende Belastung der Turbine. Passt der erzielte Ladedruck nicht mehr zum für die geforderte Motorleistung Ladedruck, wäre Leistungsverlust die Folge.

    Willkommen!


    Aufpassen mit den Vollhybriden im Alltag! Die können u. U. weite Strecken rein elektrisch fahren - wird dann aber z. B. zum Überholen angesetzt oder geht es auf die Autobahn, dann reißen die den im ungünstigsten Fall eiskalten Verbrennungsmotor an, um dem sofort "eins auf den Kopf zu geben". Was dem betriebswarmen Motor nicht stören würde, das ist sinnlose Gewalt am kalten Motor.

    Ahoi!


    Mir geht der Trend zu immer größeren Autos auf den Sack - zeitgleich schrumpft das Angebot an Klein(st)wagen. Sowas in der Größe Suzuki Alto bzw. Celerio - Mitsubishi hatte leider seinen Kleinsten Spacestar auch viel zu schnell wieder vom Markt genommen. Der aktuelle Smart scheint zwar relativ beliebt zu sein, ist mir selbst als Zweisitzer aber in allen Richtungen zu groß.


    Begründet wurde das Kleinwagensterben mit den hohen Kosten angesichts der nicht mehr überschaubaren Assistenzsysteme, die man mit den aus Käufersicht erwarteten "Kleinwagenpreisen" nicht mehr mit der gewünschten Marge verkaufen kann und will. Die Klasse der so genannten Kompaktwagen ist schließlich inzwischen auch in dem Preissegment angekommen, das früher mal "gehobene Mittelklasse" genannt wurde.


    Ob sich das japanische Konzept Kei-Car hier etablieren könnte, das zweifle ich an. Mich spricht sowas zwar an - die Verkaufszahlen machen derzeit aber Fahrzeuge der Klasse "Hausfrauenpanzer".

    Ich hab' nur die Lizenz für 'nen Achtelliter und fahre auch mit sowas. Es wurde vor gut einem Monat allerdings eine Honda CB 125 F, also "das Fahrschulmotorrad" in dieser Klasse. Was tausendfach von Fahrschülern gewiss nicht schonend bewegt wird, kann so schlecht nicht sein, oder?

    Ich hatte zwar auch nach kleinen Suzuki geschaut, da war das Angebot aber noch viel magerer. Insbesondere dann, wenn man eine Maschine mit Benzineinspritzung haben will.

    "Bockige Getriebe", insbesondere kalt hakelige, ließen sich in der Vergangenheit stets durch den Austausch des "Getriebehonigs" 75W90 bzw. 80W90 gegen ATF zur bereitwilligen Mitarbeit überreden. Gerade jene, bei denen zweistellige Minusgrade zu einem nahezu unschaltbaren Getriebe führten, waren danach wie ausgewechselt.

    Die Schaltung bei diesem Modell kann man gefühlt nahezu spielfrei einstellen - nur wird sie dann ziemlich hakelig. Hat man diesen Punkt, dann wieder minimal mehr Spiel auf beiden Seilen erlauben und die Handhabung ist einwandfrei. Man merkt es daran, dass über die Schaltseile keine Motorbewegungen (und damit auch keine Vibrationen) an den Schalthebel übertragen werden.


    Im Prinzip gilt das für alle Suzuki-Modelle mit Seilzugschaltung - vom Ignis FH und MH über Swift MZ und NZ inklusive der beiden Swift Sport-Baureihen mit Sauger.

    Der M16A-Motor (1.6 M16A MPFI VVT) wird erst richtig lebendig, wenn VVT ("variable valve timing") die Steuerzeiten schärft. Das dürfte mit dem Anliegen des Drehmoment-Plateaus (~160 Nm) ab 4400 U/min zusammenfallen. Die Maximalleistung von 100 kW wird bei 6900 U/min abgegeben, also kurz vor der "red line" bei 7200 U/min.


    Wer im Pmax-Bereich fahren und bleiben will, der muss den Motor also stets nahezu ausdrehen und so schalten, dass nach dem Gangwechsel wieder eine Drehzahl innerhalb des VVT-Bereichs anliegt. Vereinfacht gesagt: Bei dem M16A-Motor ist kurz vor der "red line" zu schalten.


    Dass der Motor dann zu Trinksitten neigt, die nicht mehr zu einem Kleinwagen passen, ist die andere Seite. Aber der Motor neigt beim Stehen im Stau auch zum "Frustsaufen".

    Die fahrzeugeigene Momentan- und Durchschnittsverbrauchsanzeige zeigt bei meinem MZ Sport viel zu optimistische Werte. Pauschal ~1 l zu wenig. Wenn die über den ScanGauge II die Werte aus dem Motorsteuergerät nehme, dann bin ich deutlich näher dran.

    Der M16A ist im Stadtverkehr ohnehin ein elender Säufer. Ich meine, es ist "Frustsaufen" an jeder Rotlichtampel. Die Verbrauchswerte "über Land" entsprechen denen ähnlicher Kleinwagen, wenn man nicht außerorts ständig Gruppen von Motorradfahrern auf der Kurveninnenseite überholt. Und die Autobahnverbräuche gehen oberhalb von ~120 km/h auch steil nach oben. Der Büchse fehlt hier definitiv ein sechster Gang.

    Wenn die EU-Gesetzgebung schnell arbeitet, dann wird E20 ab 2027 in den Markt gedrückt. Was ich nicht konkret rausgelesen habe: Ist die Einführung in allen Mitgliedstaaten verpflichtend oder bleibt diese Sorte nur eine Option? Zur Erinnerung: E10 hatten unzählige Mitgliedstaaten auch nicht eingeführt. Für Benzin mehr als zwei Sorten zu produzieren, auszuliefern und generell die Tanklogistik dafür vorzuhalten, da hatten zahlreiche Mitgliedstaaten gar nicht mitgezogen.

    Deutschland will nach Berichten aus der Fachpresse E20 unbedingt einführen. In einigen Mitgliedstaaten und sehr wahrscheinlich auch in Deutschland wird dafür eine andere Kraftstoffsorte wegfallen.


    Theoretisch könnte E20 einige Cent billiger als E10 verkauft werden. Ich nehme aber an, dass E20 das bisherige E10 ersetzen wird und sich an den Endverbraucherpreisen nichts ändert. Vorstellbar wäre ebenfalls, die kostentreibende Parallelversorgung mit E5 einzustellen. Die Mineralölwirtschaft scheint dies zumindest in Erwägung zu ziehen. Wer kein E20 verwenden kann oder will, der wäre dann zum Griff zu Super plus oder den 100 Oktan-Edelsorten gezwungen.

    Eine industrielle Ethanol-Produktion haben wir ja bereits. Ethanol wird als Lösemittel in vielen Industrieanwendungen und im Handwerk gebraucht. Es wäre also nicht "nichts" da. Beantworten kann ich die Frage nicht, ob die Produktionskapazitäten den Mehrbedarf des Produkts "E20" bereits jetzt decken könnten oder ob das kurzfristige Hochfahren diesen Bedarf decken könnte.

    Ich habe vor über 10 Jahren noch Erfahrungen mit E85 sammeln können und hatte damals mehrere Fahrzeuge mit Veränderungen damit fahren können. Einige davon würden heute als "Manipulation" wahrscheinlich bei einer Feststellung geahndet. Technische Probleme hatte ich damit nicht, wenngleich der Kaltstart bei Temperaturen nahe der Frostgrenze stets widerwillig war. Abgesehen von einem nicht zu leugnenden Mehrverbrauch fuhr sich das nicht schlechter.

    Insofern würde ich erwarten, dass mein aus heutiger Perspektive ziemlich in die Jahre gekommener Fuhrpark - mit Ausnahme meines uralten Rollers - auch mit E20 laufen würde. Der Roller wäre mit einer anderen Hauptdüse aber darauf abstimmbar. Es gab "damals" auch kundige Schrauber, die Vergasermotoren mit angepasster Hauptdüse und Kaltstartvorrichtung zum problemlosen Betrieb mit E85 brachten.

    Ob sich analog zum E85 bereits mit E20 ein Mehrverbrauch darstellen würde, bliebe zu beobachten. Auch dem E10 sagte man gegenüber E5 einen Mehrverbrauch nach. Konnte ich nicht direkt feststellen.

    "Ölfeucht" ist, wenn ein öliger Niederschlag oder Film auf der beschriebenen Baugruppe ("Motor Ölwanne") vorhanden ist. Eine "Ölundichtigkeit" stellt sich nach meinem Wissen als mindestens ein hängender Tropfen dar und wäre schon ein erheblicher Mangel.

    Durch Hitze und Fahrtwind treibt es ölige Spuren oftmals ein ganzes Stück weg von der eigentlichen Ursache. Sollte die sich nicht auch so eindeutig zeigen, so wäre eine Reinigung anzuraten. Nach ein paar Tagen (mit Fahrzeugnutzung) sollte sich erneut irgendwas zeigen.

    Ich nehme an, dass hier E10 zugunsten von E20 entfallen würde. Irgendwo hatte ich mal gelesen, der Mineralölwirtschaft wäre auch der Entfall von E5 durchaus recht.


    Super plus zu streichen, das wäre m. E. heikel, da gar nicht so wenige Fahrzeugmodelle darauf ausgelegt sind. Bei Motorrädern nach meinem Wissen zahlreiche Modelle.

    @ temardo: Danke für die lange gemeinsame Zeit hier und auch dafür dich persönlich kennenlernen zu können. Herrje, bin ich alt geworden! 🤠


    Dem Forum wünsche ich einen fortwährenden Erfolg, ähnlich einem bekannten Orchester: Es bleibt sensationell, wenn es die Musiker wollen - selbst wenn der Dirigent wechselt. Vivacissimo! 🤗

    [...] Rechnerisch bin ich mit anderthalb Wochen bewusst sparsameren Fahrens auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,04 l gekommen.

    Ich war am Donnerstagabend nochmal für umgerechnet 1,72 EUR im Nachbarland "bunkern". Vorher wurde der Tank nahezu leer gemacht und 5 l kamen wieder zurück. Rechnerisch bin ich auf 4,8 l/100 km runter gekommen.

    Gebunkert wurde gestern abends für umgerechnet 1,62. Allerdings hatte die staatliche Preiskommission gestern einer Preiserhöhung zugestimmt, die über Nacht wirksam geworden ist. Sie macht sich bei Superbenzin mit einem Preisanstieg um etwa 16 Groszy bemerkbar, umgerechnet 4 Cent. Damit kommt man im grenznahen Raum nur noch ein paar Dörfer weiter unter umgerechnete 1,70. Direkt an der Grenze ist es spürbar teurer.

    Um die Wirtschaftlichkeit weiter zu erhöhen, folgten Einkäufe und ein Abendessen. Beim Einkaufen kommt man kaum noch billiger als bei uns weg, bei manchen Warengruppen ist die Qualität und Auswahl aber deutlich besser.

    Rechnerisch bin ich mit anderthalb Wochen bewusst sparsameren Fahrens auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,04 l gekommen.

    Je höher die Endverbraucherpreise für Mineralöl-Kraftstoffe sind, je besser ist es! - Jedenfalls mit der Perspektive auf Steuern und Abgaben.

    Ein "Experte", den sie in der vorherigen Woche im Inforadio hatten, rechnete bei den Ottokraftstoffen ab einem dauerhaften Preisniveau von 2,60+ mit einem Einbruch der Nachfrage. Es werden dann wohl die sein, die sich diese Preise nicht mehr leisten können bzw. leisten wollen. Bei den Dieselkraftstoffen ging er nur von einem minimalen Rückgang aus und dies wohl zuerst im Bereich der privaten Mobilität. Wer für sein Gewerbe auf Dieselkraftfahrzeuge angewiesen ist, wird seine Mehrkosten der Kette folgend an den Endkunden weitergeben. Jedenfalls solange dieser imstande ist, die Mehrkosten zu tragen. In die Lebensmittel- und Konsumgütersparte wird dies alsbald durchschlagen - Kostenanteile von Transport und Logistik stecken in praktisch jeder Ware.

    Bis der ÖPNV nachzieht ist es aber auch nur eine Frage der Zeit! Üblicherweise werden die Preise im letzten Drittel des Jahres von den Verkehrsverbünden ausgehandelt und treten zum Jahreswechsel in Kraft.


    Ich hatte am Morgen 435 Tkm binnen 1,5 Wochen auf dem Tageskilometerzähler vom daily driver abgelesen und die Tankanzeige ist auf etwa ein Drittel runter. Konkrete Verbrauchswerte habe ich zwar noch nicht, jedoch das ziemlich sichere Gefühl, dass es zumindest etwas runter gegangen sein müsste. Wir reden nur von einem 31 l-Tank und einem Smart 450.

    Im Stadtverkehr, ein Drittel der Fahrstrecke, habe ich kein Einsparpotenzial - außer gar nicht mehr zu fahren. Hierbei sind externe Faktoren wie Verkehrsdichte, Staus durch Baustellen, Zweite-Reihe-Parker und so weiter am schwerwiegendsten. Bei den Streckenanteilen mit Stadtautobahn und Landstraße liegen mehr von den Verbrauchsparametern in meiner Verantwortung. Und da haben wir einfach die Maximalgeschwindigkeiten reduziert. Wie bereits geschildert, der Zeitverlust bleibt reproduzierbar im einstelligen Minutenbereich. Staus im Berliner Stadtverkehr schlagen da weitaus deutlicher durch. Die Arbeitswege fahren wir an vier von fünf Wochentagen zu zweit, Kurzstrecken erspare ich dem Fahrzeug generell.

    Erwarten möchte ich irgendwas zwischen 5,0 und 5,5 l je 100 km. Das Fahrzeug ist 24 Jahre alt und die 230 Tkm-Marke in der Laufleistung hinter sich gelassen. Wenn es etwas mehr in die Richtung der 5,0er Marke tendiert, dann wäre ich zufrieden. Und falls heute pünktlich Dienstschluss ist und keine Überstunden zu leisten sind, dann tanken wir dort, wo umgerechnet etwa 1,65 EUR für den Liter E5 ausreichen.