Material Ventilkappen

  • Salu zusammen

    Ich habe mir eine Nockenwelle umschleifen lassen. Nun muss ich meine Ventile verlängern damit die Hydros noch richtig arbeiten. Eigentlich gibt es da so Ventilkappen die man einfach zwischen Ventil und Hydro klemmt. Nun das beste, natürlich gibts diese Kappen nicht im Durchmesser 5.5mm. Dachte ich mir das ich die Dinger einfach schnell selber drehe. Nun meine Frage, was für Material würded ihr nehmen? Eigentlich schleift da ja nichts drauf. Wird ja lediglich auf Druck belastet. Könnte doch eigentlich ganz normalen Stahl nehmen, oder doch was Rostfreies. Bitte Hilfe!

    Gruss Serge

  • hi gruense
    mach die antwort auf deine pn einfach mal öffentlich war ja eh ne technishce frage


    so für die auslaßseite würde ich X45 CrNiW 18 9 Stahl nehmen
    für die einlaßseite X45 CrSi 9 3 Stahl

    dann würde ich die druck stellen noch panzern lassen mit mit einer chromnitrit- legierung (X45 CrNi 9 3)

    dann würde ich den ganzen kram noch aufschrumpfen lassen damit sich der kram auch nicht im motor verteilen kann

    fall nicht um wenn du erfahren hast was der stahl kostet aber wenn es halten soll muss es schon was gutes sein oder?

  • Salu RH423

    Also vielen Dank einmal für die rasche Hilfe

    Diese Materialangaben beziehst Du jetzt aber auf die Stössel, nicht auf die Ventilkappen, oder? Weil, auf den Ventilkappen läuft ja eigentllich nichts, werden ja nur auf Druck belastet. Beim Stössel siehts da natürlich anders aus. Bitte schreibe mir doch noch einmal schnell was Du genau gemeint hast.

    Grüessli Serge

  • V2A / V4A ist ein nichtrostender Stahl der nicht härtbar ist
    (was du aber nicht brauchen wirst weil, die belastung nicht so heftig sein wird)
    Bei 700N/mm² kannst du V2A mit 70 kg pro mm² auf Zug belasten.
    Du belastest auf Druck, da kannst du von mehr ausgehen.

    (V2A/V4A Ist nichts anderes als Edelstahl aus dem u.a. auch der Topf daheim ist) solltest nicht viel falsch machen können, ist auch net so teuer.

    Hier ma nen Link:

    http://www.haba.ch/page311.aspx

    Der einzige Nachteil ist, das das Gewicht des Materials sehr hoch ist.
    aber wenn das nur Fummelteile sind, sollte das egal sein.
    Ist auf jedenfall Wiederstandsfähig auf Druck und rostet halt net


    Wennst was extremeres willst, nimmst nen martensitischen Stahl

    Der hat ähnliche Eigenschaften wie das Edelstahl, ist aber Härtbar.
    Dafür jedoch nur bedingt Schweißbar.

    Der härteste martensitische Stahl hat den Härtewert HB=280 und eine Zugfestigkeit von bis zu 1000 N/mm² ungehärtet

    P.S.: Der Härtewert gibt die Zähigkeit des Materials an, HB 280 ist z.B. schon sehr spröde, HB 180 wär eher Weicher.
    V2A/V4A Hat die Eigenschaft dass es biegsamer (weicher) ist, aber du musst wissen dass die Belastbarkeit nichts mit der Härte des Materials zu tun haben muss.


    z.B.:

    Material 1: Zugfestigkeit = 600N/mm² HB = 100
    Material 2: Zugfestigkeit = 600N/mm² HB = 200

    -> Dass Material 2 verbiegt sich halt bevor es abbricht und das Material 2 Bricht ohne sich zu Biegen aber die Belastung war die selbe


    Wenn du mir ne technische Zeichnung schickst, kann ich über die Arbeit Material bestellen und das ma nebenbei Drehen. Wir haben z.B. V2A in der Arbeit, dass nach meiner Meinung leiiicht ausreicht. :augenroll:

    Meld dich einfach mal per PM

  • Salu Indyhack

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich werde die Dinger selber drehen, ist nicht das Problem. Habe nun halt verschiedene Aussagen und weiss nicht was ich machen soll. Meiner Meinung nach muss der Stahl nicht so hart sein, anderen Quellen zu folge sollte es ja schon was spezielles sein. Nimmt mich mal wunder was dbilas da macht. Die Dinger sind einfach viel zu teuer bei denen. Muss mir aber überlegen die doch zu kaufen da ich mir einfach keinen weiteren Motorschaden mehr leisten kann.
    Würde im Moment X46 Cr13 nehmen. Frage ob das reicht. Dieses Material wäre auch härtbar

    Greets Serge