Hallo liebe Suzuki Fans,
seit ca. einem Monat bin ich nun auch Besitzer eines Suzuki Ignis, EZ. 2001, 150000 km Laufleistung, Frontantrieb, 1,3 l Motor Benziner. Seit dem habe ich nur Probleme mit dem Fahrzeug.
Zwei Wochen und nach 500 km LL nach Kauf leuchtete die Motorkontrollleuchte, Fehler in der Werkstatt ausgelesen: P0420. Kat u. Lambdasonde müssen gewechselt werden, laut Meister. Ich habe auch recherchiert und entdeckt, dass das Problem bekannt ist, Kurbelwellensensor muss auch erneuert werden. Ich bin dann zum Verkäufer gefahren, er hat gemeint, Pech. Ungefähr dasselbe hat mir auch der Meister gesagt, beim Kat kann man dem Verkäufer nicht grundsätzlich unterstellen, dass er davon beim Verkauf gewusst hat, das kann schon sein, dass ich einfach nur Pech gehabt habe. Ok, Kurbenwellensensor, Lamdasonde u. Kat erneuern lassen. Habe dann die Rechnungen dem Verkäufer geschickt u. ihm zwecks einvernehmlicher Einigung angeboten, dass er die Hälfte der Kosten übernimmt. Frist gesetzt, der hat natürlich nichts gezahlt...
Doch damit endet die Geschichte nicht, deswegen habe ich auch das Thema neu erstellt. Auch nach der Reparatur hat der Motor vor allem im höheren Drehzahlbereich, ca. über 2500-3000 UMin, kaum wahrnehmbare Aussetzer gehabt, einmal hat der Ignis beim Anfahren (bei kaltem Motor) auch stark geruckelt, das ließ aber schnell nach. Da ich auf das Fahrzeug angewiesen bin und eine längere Fahrt über 300 km (Autobahn) anstand, habe ich noch schnell Zündkerzen wechseln lassen. Bis dahin bin ich täglich nur über Land zur Arbeit gefahren, ca. 40 km ein Weg. Auf der Autobahn habe ich dann die Motoraussetzer schon zunehmend stark wahrnehmen können, bin stetig 110-120 km/h gefahren, ca. 3000 -3600 UMin. Nach meiner Ankunft nach ca. 300 km Fahrzeug abgestellt. Nach der Arbeit hat es beim Anfahren dann wieder geruckelt, im ersten und zweiten Gang, sehr stark. Dann ging es wieder. Habe noch an meinem auswärtigen Arbeitsort schnell Kraftstofffilter besorgt, da ich gehofft habe, das kann ich noch am Freitag, also gestern, schnell einbauen lassen. Freie Werkstatt teilt mir dann mit, doch keine Zeit, der Meister hat nicht im Vorfeld gewusst, dass beim Ignis der Tank abmontiert werden muss, um den Filter zu wechseln. Da habe ich auch die Rückfahrt so antreten müssen, die ganze Fahrt über waren diese Aussetzer zu spüren. Ich bin erstmal froh, heil angekommen zu sein, der Ignis steht jetzt sicher in der Garage.
Nun meine Fragen: Lohnt sich überhaupt der Tausch des Kraftstofffilters oder kann der Fehler doch woanders liegen? Ich habe bereits die Kabel auf Brüche usw. prüfen lassen, da passt alles. Meister hat noch gemeint, beim Kurbelwellenentlüftungsventil zischt es, da müsste die Dichtung erneuert werden, aber die Dichtung habe ich bislang nicht besorgen können. Und bei "normalen" Stadtfahrten, vor allem wenn der Motor die Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat, läuft das Auto gut.
Und, kann ich den privaten Verkäufer doch irgendwie zur Haftung heranziehen? Sachmangelhaftung wurde mittels Standard-ADAC-Kaufvertrag ordentlich ausgeschlossen, Mängel sind im Vertrag nicht aufgeführt. Ich bin der Sache soweit nachgegangen, dass ich weiß, ich müsste beweisen, dass der Verkäufer arglistig getäuscht hat (BGB) oder ihm wegen der arglistigen Täuschung gar Betrug (StGB) unterstellen. Das Problem ist, als Privatperson kann ich ja gar nicht bei den Werkstätten nachforschen, ob er dort mit dem Problem (P0420) vorstellig war, da müsste ich schon eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten. Den alten Kat habe ich natürlich als Beweismittel, aber ansonsten nichts, deswegen denke ich, dass bei so einer Anzeige der Staatsanwalt erstmal gut lachen und dann die Sache einfach einstellen wird.
Für Anregungen und Tipps bin ich sehr dankbar!