Hallo Gemeinde,
seit ich mit meinem Grand Vitara 1.9 DDIS (2009) zum Ölwechsel in der Werkstatt war (noch Garantie bis Mai 2017)
stellte ich Öltropfen auf dem Boden fest. Zuerst dachte ich altes Öl hat sich beim Ablassen versteckt. Habe aber dann
festgestellt dass der Ladeluftkühler auf der Fahrerseite total verölt war. Als ich heute wieder in der WS war (neue Reifen aufgezogen)
wurde auch der LLK vom Öl befreit. Wieder zu Hause (ca. 100km gefahren) gleiches Problem auf gleicher Seite.
WS meinte ich sollte das Problem im Auge behalten, toll.
Kann mir jemand sagen woher das Öl kommt (LLK?) und wie man weiter vorgehen sollte?
Habe auf dem Gebiet nicht viel Ahnung, leider.
Vielen Dank für alle eventuellen Antworten
Öl am Ladeluftkühler
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Dort sammelt sich, was der Turbolader auf der Druckseite ausatmet. Ganz ist das nicht zu verhindern, sollte aber auch nicht zuviel werden. Meist ist der Ladeluftkühler in der Ladeluftstrecke der tiefste Punkt und spielt damit auch den Ölsammler. Die Ölflecken kommen von Undichtigkeiten. Entweder ist der Ladeluftkühler durch Korrosion oder Vibration beschädigt, hat einen Steinschlagschaden oder die Undichtigkeiten sind im Bereich der Ladeluftleitungen bzw. ihrer Anschlüsse am Ladeluftkühler zu suchen. Durch das Leck wird nicht nur Öl nach draußen geblasen, es geht auch ein mehr oder weniger großer Anteil der vorkomprimierten Luft verloren. Um diesen Verlust auszugleichen, muss der Turbolader mehr leisten. Größere Ladedruckverluste können ihn beschädigen, jedoch wird das bei entsprechend großem Leck auch von der Motorsteuerung erkannt. Eine dann greifende Schutzfunktion wäre die starke Reduzierung des Ladedrucks, was sich als erheblicher Leistungsverlust bemerkbar macht. Der Notlauf wird auch über die gelbe MIL im Tacho signalisiert.
To do: Turbolader prüfen, Saug- und Druckseite ansehen. Dabei Axialspiel des Laufzeugs erfühlen. Ein wenig Spiel ist akzeptabel, es sollte nicht zuviel sein. Auf Schleifspuren des Turbinenrades am Gehäuse achten! Ein leichter Ölnebel ist unvermeidbar, es sollte aber nicht mehr werden. Danach wäre die gesamte Druckseite/Ladeluftstrecke zu untersuchen. Marderbisse oder Scheuerstellen an Gummischläuchen, Undichtigkeiten an Steck- bzw. Verbindungsstellen. Ladeluftkühler ausbauen, entleeren und reinigen. Findet sich ein Leck nicht so einfach, dann mit Wasser befüllen und schauen, ob es irgendwo kleckert. Es kann aber sein, dass sich die Undichtigkeit erst zeigt, wenn das System mit Druck beaufschlagt wird.
Zuviel Arbeit? Nicht ausreichende eigene Fähigkeiten? -> Werkstattarbeit!
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Hallo Hutfahrer,
tausend Dank für deine prompte Antwort. Leider habe ich nicht die besagten Fähigkeiten und die nötige Zeit.
Werde mit deinen Vorschlägen mal zu meiner Werkstatt des Vertrauens gehen :-).
Dir einen schönen 4. Advent.
Gruß aus Oberrodenbach
Unbunt