Suzuki Ignis 1,3 (Baujahr 2001) Benzin - Plötzlicher, kurzzeitiger Leistungsverlust beim Fahren

  • Hallo zusammen,

    ich fahre schon seit langen Jahren ein Suzuki Ignis I (Baujahr 2001 / Benzin).

    Seit ca. einem Jahr habe ich das Phänomen, dass sporadisch ein starker Leistungsverlust auftritt.
    Dieser ist kurzzeitig und tritt in unregelmäßigen Abständen auf. Man kann mit dem Wagen 200 KM ohne
    Probleme fahren. Oder auch nur einen KM, und dann ist das Problem da. Stehengeblieben bin ich bislang noch nicht.

    Natürlich war ich bei diversen Werkstätten. Letztes Jahr hatte ich zweimal den Fehler P0420 (KAT). Irgend etwas ist
    auch im KAT locker. ASU hat er aber ohne Probleme bestanden. Kurbelwellensensor wurde auf Verdacht gewechselt - ohne Erfolg.

    An was kann es noch liegen. Wer hatte ein ähnliches Problem? Was kann es sonst noch sein?

    Benzinpumpe, Nockenwellensensor, Steuergerät, Katalysator?

    Bin für jeden Hinweis dankbar.

    Gruß
    und Danke für eure Hilfe
    Dietmar

  • Hallo

    Mein Ignis Sport 2005 (1,5l, 125000 km) hat mal im unteren Drehzahl bereich geruckelt... Da wars der Drosselklappensensorteller. (Motorkontrollleuchte war auch an)

    Ist die Motorkontrollleuchte an? Gelaufende KM? Passiert es vorwiegend bei Feuchtigkeit. Wie groß ist der Leistungsverlust (Geschätzte %)? und in welchem Drehzahlbereich? Wann verschwindet das Problem? (Must du nur kurz aus machen, abkühlen lassen oder gegen den Kat treten?) Tritt es vorwiegend bei relativ leerem Tank auf?

    Steuergerät würde ich erstmal ausschließen... Ich stelle jetzt einfach mal nicht Fachkundige Denkaansätze auf:

    Als erstes würde ich auf den KAT tippen, ein loses Metallstück macht was dicht oder so... klingt bisher am logischsten. Würde auch vom Alter her passen wenns der erste ist.
    Danach dann erst auf Benzinpumpe/Filter... verstopft, wackelkontakt an Pumpe. --> Dann dürfte gar nix mehr gehen bzw man käme nicht über den mittleren Drehzahlbereich hinaus.
    Nockenwellensensor, da würde aber die Kontrollleuchte sofort angehen und ein Fehler wäre gespeichert.

    Also um es kurz zu machen: Ich als Laie sage KAT und/oder Lambdasonde(n). Da es unter günstigen Umwelt-Bedingungen dem Steuergerät trotz eines verschlissenem KAT/Lambdasonden gelingt Lambda einzuregeln... --->ASU bestanden.
    Gelingt es dem Steuergerät nicht Lambda einzuregeln geht es von Standartwerten aus und bemisst dann auf Grundlage dieser Daten die Einspritzmenge usw. ---> Leistungsverlust, Kontrollleuchte geht an. Kat und Lambdasonden sind Verschleißteile, d.h. die kommen irgendwann auf jeden Fall!

    Hast du keine Fehlermeldung/Motorkontrollleuchte geht nicht an und trotzdem einen unregelmäßig auftretenden Leistungsverlust wäre der verstopfte Kat/Auspuff für mich naheliegend.
    Alte Zündkerzen oder angefressene/poröse Zündkabel könnte ich mir auch noch vorstellen...
    Benzinpumpe, Steuergerät und Nocken- und Kurbelwellensensor sind meines Wissens nach keine Verscheißteile. Sollten also nicht so schnell kaputt gehen. Ausser Marder haben irgendwelche Kabel angefressen und es gibt bei feuchtigkeit "Kriechströme" die einen Fehler verursachen... --->Kontrollleuchte müsste auch hier angehen.

    Gruß

    PS: Da ein KAT relativ teuer ist würde ich vielleicht im Internet schauen und unter Umständen auch keinen Orginalen oder einen gebrauchten nehmen...

  • Hallo Corny,

    erstmal vielen Dank für Deine Antwort.

    Der Wagen hat im Moment 160.000 KM auf dem Tacho und wurde immer nach Vorgabe gewartet. Also kein Wartungsstau.
    Problem in der Werkstatt war auch bisher immer, dass bei den Probefahrten der Leistungsverlust nicht aufgetreten ist (Vorführeffekt).

    Zu Deinen Fragen:


    Ist die Motorkontrollleuchte an? Nein
    Passiert es vorwiegend
    bei Feuchtigkeit. Nein.
    Wie groß ist der Leistungsverlust (Geschätzte %)? Würde mal sagen 70%. Drehzalbereich zwischen 2.500 und 3.000

    Wann verschwindet das Problem? Man gibt dann natürlich mehr Gas, weil man den Verlust ausgleichen will.
    Dann zockelt man so dahin, so maximal ein bis 2 Minuten und plötzlich funktioniert es wieder die nächsten 100 KM
    ohne Probleme.

    Tritt es
    vorwiegend bei relativ leerem Tank auf? Nein.

    Zum Thema Benzinfilter: Wo ist dieser, kann man selber nachprüfen, ob er verschmutzt ist, müßte aber
    durch die Werkstatt schon überprüft worden sein?

    Wenn man den Kat tauscht, muss man dann auch die Lambda Sonde tauschen?

    Im Auspufftopf hinten, der Kat ist ja vorne direkt hinter dem Krümmer, ist etwas locker.
    Könnte das auch für eine zeitweilige Verstopfung sorgen?

    Gruß
    Dietmar

  • Unter unguenstigsten Umstaenden kann sich eine innen verrottete Abgasanlage auch selbst verstopfen. Truemmerteile vom Kat koennen ebenfalls wandern und lagern sich im Endschalldaempfer ab. Einen externen Spritfilter hat der M13A im Ignis FH nicht, es gibt einen im Tank an der Benzinpumpe. Eigentlich ist nicht vorgesehen, diesen jemals zu tauschen.

    Bei akut auftretendem Leistungsverlust koennte man oeber OBD Drosselklappenwinkel, Luftmenge und Lastindex miteinander vergleichen und auch ein Blick auf die Lambdawerte ist interessant. Den nahen Ausfall des Drosselklappensensors sieht man beispielsweise viel frueher schon an lustig tanzenden Werten. Da laeuft der Motor oft noch ganz normal.

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