Ignis: Einbau Verstärker / Kabelage / Speaker / USB im Auto / Rückfahrkamera... - Making-of

  • Wie angedroht hier mein erster Umbaubericht.
    Das Ziel war meinen guten Steg-Verstärker hinten im Kofferraum des Ignis (1.3 DDiS, Diesel) so anzubringen, dass man die Klappe zum Reserverad noch auf bekommt.
    Normalerweise mache ich bei so etwas ja kurzen Prozess und wollte den Verstärker einfach mit vier Blechschrauben an die Rücklehne schrauben, aber man 'hat mich überredet' das Dingens an die Seite zu verfrachten.
    Ausserdem ist der Teppich unter dem Verstärker nicht gerade förderlich, was die Kühlung anbelangt. Durch die seitliche Anbringung hat man noch den kompletten Kofferraum und es ist nichts im Weg, wenn man die Sitze umklappt und etwas sperriges transportieren muss.

    Die Schwierigkeit an der ganzen Geschichte ist, dass die seitliche Verschalung alles andere als gerade ist. Schräg, Ausbuchtungen und links unten die grosse Rundung vom Radkasten.
    Also habe ich ein Doppel-T Holzkreuz gebastelt und es mit "Standfüssen" ausgestattet, die dann Pi-mal-Daumen auf Länge und Schräge der Verkleidung angepasst.

    Nicht wundern dass das nicht "hübsch" aussieht. Wie es aussieht ist mir (fast) völlig egal. Wer schaut schon in den Kofferraum...
    Ich bin nicht so einer der den Kofferraum völlig mit Holz und Teppich zukleistert und die Verstärker mit Blinklichtern versieht um damit bei den Freunden zu protzen.
    Ausserdem bei -3 Grad draussen / in der Garage sieht man zu, dass man schnell fertig wird... Hauptsache es hält. :)

    Vorgehensweise:
    1) Erst die Lautsprecherabdeckung entfernen. Einfach vorsichtig nach vorn/oben rausziehen. Die Abdeckung ist nur gesteckt. Mit Sicherheit geht eine Haltenase kaputt... *hüstel*
    2) Verkleidung entfernen. Oben links & rechts geschraubt; die restlichen Halterungen sind Klipse. Diese mit etwas spitzem eindrücken (auf den Punkt in der Mitte) und herausziehen.
    Es sind vier Stück; einer etwas blöd unter der Rückbankgelenk - dieser fiel dem Schraubenzieher zum Opfer; ging nicht anders. Hätte sonst die Rücksitzbank ausbauen...
    3) Verkleidung nach oben rauswurschdeln. Ein/Zwei rückseitige Blechklipse sind vorhanden. Aber mit etwas Gewalt...
    4) Doppelt-T Träger anbringen. Damits nicht knirscht habe ich noch selbstklebende Filzpunkte (gibts alle Nase lang beim Discounter) unter die Auflagepunkte geklebt.
    Geschraubt wurde es von der Rückseite mit einfachen Holzschrauben und grosser Unterlegscheibe, dass sich das Gewicht besser verteilt/nicht so punktuell ist.
    5) EINBAULAUTSPRECHER WIEDER ANSCHLIESSEN!
    6) Rückbau

    Im Zuge des Verstärker-Einbaus habe ich noch das Kabel zum Rückfahrscheinwerfer (rot, geht mitten in die Karosserie rechts vom Heckklappen-Schloss) angezapft; es kommt noch eine Rückfahrkamera ans Auto. Dieser Einbau-/Umbaubericht kommt später :)
    Ebenso wurde ein Cinch-Kabel für die Rückfahrkamera schon neben den dort zu findenden Kabelstrang verlegt, das dicke Pluskabel für den Verstärker für an die Batterie und Einschalt-Signalkabel für eben jene welchen.
    Massekabel des Verstärkers habe ich an das senkrechte Blech hinter der Verkleidung geschraubt. Lack abgekratzt und eines der vorhandenen Löcher zum Verschrauben benutzt. Anschliessend mit dem Messgerät auf Durchgang geprüft, ob eine Verbindung Kabel <--> andere Masseteile an der Karosserie bestehen. Denn noch mal reiss ich das nicht auseinander... ;o)

    Hat jetzt keinen Schönheitspreis verdient, aber ist funktionell.
    Morgen geht es ans Kabel-nach-vorn-verlegen und wenn es zeitlich reicht - Einbau des DAB+ Doppel-DIN Radios (Pioneer VH-X3500DAB).

    Bild 1: Seitliche Abdeckung (rechts) ohne den Deckel für den Hecklautsprecher
    Bild 2: Ohne Verkleidung
    Bild 3: Stromkabel für Verstärker durchgeführt. Das weisse Kabel was da so rumhängt ist der Strom (+) vom Rückfahrscheinwerfer für die Heckkamera.
    Bild 4: Doppel-T Träger für den Verstärker. Damit das Ding nicht so auffällt die Enden mit Anthrazit-Lack besprüht. Die weissen Punkte sind Filzpads, damit nichts knirscht.
    Bild 5: fertig :)

    ---

    Fu** - da fällt mir gerade ein, ich habe vergessen den hinteren Speaker wieder anzuschliessen. NICHT VERGESSEN!! Naja, Lautsprecher rausschrauben ist einfacher als die Verkleidung noch mal abzunehmen. Irgendwas vergisst man doch IMMER! :cursing:

  • --->Boah<---
    Da hast du dir aber mühe gegeben, so einen langen Beitrag zu schreiben.
    Find ich echt super, dass du dir die mühe gemacht hast, uns darüber zu Informiren.

    Nicht wundern dass das nicht "hübsch" aussieht. Wie es aussieht ist mir (fast) völlig egal. Wer schaut schon in den Kofferraum...


    Also ich finde es sollte auch im Kofferaum hübsch aussehen...es muss ja nicht "poser-mäsig" aussehen, aber alles so frei, dass ist nicht meins..
    Aber die Idee dass alles so auf der Seite finde ich echt klasse, somit hat mann wie du schon sagtest auch platz, mal etwas zu transportieren..
    Nicht´s desto trotz gefällt es mir sehr gut, vorallem der tolle bericht. ( : Schleim : ) :whistling:
    Mach weiter so

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    Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
    Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.


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  • Als erstes wurde die Kabelage nach vorne verlegt. Unten im Fussraum, rechte Seite. Die Kunstoffverkleidung(en) konnte man leicht abziehen und die Kabel parallel dazu verlegen.
    Dann das Problem: Wie bekomme ich das dicke Stromkabel für dem Verstärker im Kofferraum bis zur Batterie? Normalerweise geht man hierzu parallel an der Kabelführung im Beifahrer-Fussraum in den Motorraum, doch Suzuki hat da so seine eigenen Vorstellungen...
    Die Kabel werden in einen 'Schnorchel' geführt, der einen 90° Winkel in den Motorraum hat. Also hier kommt man nicht durch. Alternative: Neben dem Wasserschlauch für die Heck-Waschanlage. Von dort aus geht es in den Kotflügel-Zwischenraum und dann darf man das Kabel mit einem "Greifer" oder ähnlichem Utensil nach vorn buchsieren.
    Nur 4cm Platz im Kotflügel - das Kabel muss ca. 15cm nach vorn & oben. Aber man hat ja kleine Hände ;o) und nach drei Mal fluchen und weiteren 10min war das Kabel dort, wo es hin musste - im Motorraum.

    Der Rest ist Kabel-Ziehen und Anschließen hoch 10. Und wunder über wunder - kein Gerät oder Sicherung gegrillt.
    Ich dachte der Ignis hat KEIN Radio-ISO-Stecker, doch weit gefehlt. Der (dieser) Ignis II (DDiS, Diesel) hatte schon einen. Adapter also umsonst gekauft. Hätte ich keinen Adapter gehabt wäre im Auto auch kein ISO-Stecker gewesen... ;o)

    Reihum wurde alles angeschlossen; Stromkabel für die Heckkamera, Videokabel, iPhone/iPod-Kabel, USB-Steckdose, DAB-Antenne usw usw - nur die normale Antenne ging nicht. Das Kabel reicht gerade mal 2cm über die Konsole heraus. Unmöglich das irgendwie zu verbinden. Ich benötige eine Verlängerung.

    Nur verliert das Radio nach dem Schlüssel-ziehen noch alle Daten. Da stand doch was im Handbuch dass Dauerplus und Zündschloss-Plus ggf. getauscht werden müssen. Morgen dann der nächste Test...
    Bin dann erst mal 2h im Schneegestöber herumgefahren und mich zuwummern lassen und habe das DAB+ Radio (mit TimeShift, genial) genossen. 1a Klang! Das hatte ich mir auch verdient, nach diesem KALTEN Tag in der Garage.

    Bild 1: Durchführung des Verstärker-Stromkabels (Fussraum Beifahrerseite)
    Bild 2: Kabel-ziehen IN den Kotflügel und von dort aus in den Motorraum
    Bild 3: Verkabeln, verkabeln, verkabeln!
    Bild 4: links: DAB-Scheibenklebeantenne, rechts: ES LÄUFT!
    Keine Ahnung ob die DAB+ (CA-AN-DAB.001) Antenne so richtig montiert ist. Im Netz gibt es *keine* Anleitung zu dieser Antenne/Montage :( Naja, Empfang hats.
    Was mich wundert: unter dem schwarzen Klebeband links ist ein Kupfergitter. Das riecht förmlich nach (fehlender) Masseverbindung, hm.
    Bild 5: Boom-Boxen. Das wird dann im Kofferraum noch ordentlicher. Ein wenig ;o)

    Und wie erwartet: Das Uhrendisplay ist nun fast ohne Funktion. Nur noch die Temp.-Anzeige geht korrekt. Die Uhr kann man NICHT mehr stellen (logo, ohne das Werksradio) und hat durch das Batterie-abklemmen bei 1 Uhr begonnen.
    Das Display fliegt als nächstes raus und wird durch etwas passendes von Ebay ersetzt. Hm, vielleicht passt das vom Ignis I; dessen Display hat Einstellknöpfe. Ist aber leicht zu wechseln; die Konsole kann man einfach nach vorn herausziehen.


    Dieser (Um)baubericht wäre dann soweit fertig.
    Als nächstes steht der Tausch der Original-Lautsprecher an. Aber wie das geht wisst ihr ja.

  • Einen habe ich noch ;)

    Hach, nix los am Sonntag. Also kann man ja mal die Hochtöner der vorderen Türe(n) austauschen... - und ein neuer Bericht.
    Die eingebauten 20Watt Quäken sind alles andere als klanglich erhaben und verzerren schon beim Einsatz des Werksradios. :/

    Zum Einsatz kommen Focal K2 Power Hochtöner und als Hochpassfilter dient ein 100V Elko, bipolar, 15uF - eingespeist in die Plus-Leitung. Wenn ich den zur Bassabschottung korrekt berechnet habe, sollte er alles unterhalb von 2600Hz filtern/um 6dB absenken. So habe ich noch ein klein wenig Mitten.
    Und falls es nicht passt, löte ich eben einen anderen ein. Ein 100V statt 50V Elko dient als "Reserve". Der hält Kapazitätsmässig mehr aus.

    Die Verkleidung an der Tür kann einfach zu einem hin abgezogen werden; wird mit zwei Stiften gehalten.
    Dann wurde das Originalgitter mit dem Bastelmesser ausgeschnitten - und meine Hand auch. Also obacht ;o)
    Nachdem die Befestigungsnasen / Schraubenlöcher ebenso dem Messer zum Opfer fielen, passt der neue HT wunderbar hinein. Fast wie dafür gemacht. :)
    Kurz mit der Heissklebepistole Rückseitig 'satt' verklebt und als oooooh-was-ist-das *DRÜCK*-Schutz noch ein Würfel recht festes Schaugummi hinter den Speaker geklebt.
    Danach den Elko in die Plus-Leitung eingelötet und abisoliert.

    Den Speaker werde ich wohl via Quetschverbinder ans Auto-Speakerkabel verbinden müssen. Suzuki verwendet wirklich komische Stecker mit so Nadel-Stiften. Die kriegt man wohl nicht einzeln. Und extra nochmal was bestellen (und warten) will ich jetzt auch nicht.

    Morgen geht es an den Einbau :)
    Muss nur noch rausfinden welches Kabel das mit Pluspol ist. Ich nehme an, immer die mit dem schwarzen Streifen?! Weiss jemand da mehr??

    Bild 1: Tür-Hochtöner (noch) Original; vorn und hinten
    Bild 2: Neuer Hochtöner eingeklebt - 'Sichtseite'
    Bild 3: Rückseite mit Klebestellen und verlötetem Elko. Wurde dann noch mit Isolierband umwickelt.

  • Habe e-n-d-l-i-c-h Info über die Lautsprecher-Kabelbelegung des Ignis gefunden.
    Falls das jemand braucht:
    Vorne links: Blau-Orange (+) / Blau-Schwarz (-)
    Vorne rechts: Grün-Orange (+) / Grün-Gelb (-)
    Hinten links: Hellgrün (+) / Hellgrün-Schwarz (-)
    Hinten rechts: Weiss-Blau (+) / Grau-Blau (-)
    Tweeter links: Blau-Schwarz (+) / Blau-Orange (-)
    Tweeter rechts: Grün-Gelb (+) / Grün-Orange (-)

    Einmal editiert, zuletzt von D'Ignis (11. Februar 2013 um 22:46)

  • Auto-Schrauberei statt Fasching... - den halben, freien Tag muss man ja irgendwie nutzen.
    DAS coole Gadget für jeden Computer-Nerd im Auto: USB-Datenanschluss. Angeschlossen an einen passiven 4er USB 2.0 Hub - und von dort aus ins Autoradio.
    Der Platz hinter dem Zündschloss ist ideal; so steht nichts 'spitz' in den Fahrerraum hinein und man kommt ohne Verrenkungen vom Premium-Platz dran.
    Sonst war im Grunde nirgends Platz bzw. alle anderen Flächen zu schräg, oder der Stick stünde in den Fahrerraum.

    Die Lenkkradverschalung ist mit einer Schraube von unten befestigt, dann die Hälften auseinanderziehen (zusätzlich gehalten durch die üblichen Plastikklammern).
    Kurz mit einem Stufenbohrer aufs Maß ausgebohrt und schon kann man alles wieder zusammenbauen.

  • Heute war ich in Arbeitslaune - sprich: närrisches Treiben am Faschingsdienstag in der Garage...

    Da mein Autoradio (Pioneer AVH-X3500DAB) eine Rückfahrkamera unterstützt und der Blick nach draussen eh durch Scheibenfolie -wenn sie mal angebracht ist- erschwert wird, schoss ich mir auf Ebay eine günstige Rückfahrkamera.
    Die Daten:
    - PAL oder NTSC, 420TV-Linien, 1/4in 4:3 Sensor
    - auto Weissabgleich/auto Belichtung
    - ab 0,3lux Lichtstärke, inkl. Infrarot Beleuchtungs-LEDs/Dämmerungssensor
    - eingeblendete Abstandslinien ins Kamerabild
    - gespiegeltes Bild
    - 170 Grad Blickfeld (horizontal) - F1,8/1,8mm Linse
    - Belichtung: 1/50 bis 1/10.000sec
    - 12V (8-24V) Stromversorgung / max. 1,5W Stromverbrauch
    - Wasserdicht (we will see...) :S
    Kamera ist leicht vertikal schwenkbar.

    Um sie hinten anzubringen wollte ich sie nicht im Innenraum mit Sicht nach draussen montieren. Da hellen die IR-LEDs nur die Scheibe auf und man sieht nicht mehr viel. Also blieb mangels Dachspoiler nur der Platz über oder unter dem Nummernschild.
    Ich habe mich für darüber entschieden; so hat man eher einen Blick wie aus der Heckscheibe und hat nicht so ganz Froschperspektive.

    Als Befestigung wurde ein Aluplatten-Rest zurecht geschnitten (1mm) und sie hinter die Kamera geschraubt.
    Die Heckklappenverkleidung ist mit zwei Schrauben befestigt, dann kräftig - außen beginnend - reißen. Die Plastik-Klips haben eine ganz schöne Kraft.
    Das Kabel (Stromversorgung 12V und Videokabel, schön in nur einen Kabelstrang verpackt) wurschdelte ich durch die linke Kennzeichenbeleuchtung. Diese ist mit einer Plastiknase in der Heckklappe verankert und kann leicht ausgeklipst werden. (schmale Hände vorausgesetzt...)
    Kabel durchgeführt, den Kamera/Nummernschild-Verbund angeschaubt und die Innenverkleidung wieder angebracht.
    Leider gestaltet es sich mit der Kabeldurchführung in den Innenraum etwas kniffelig. Am Original-Kabelstrang (Strom für Heckwischer/Kennz.-Beleuchtung usw) kann man nicht parallel folgen, da der Kabelverbund IN die Klappe führt. Dieser Schacht mit Höhe der Heckscheibe ist so eng - da ist kein durchkommen.
    D.h. es wird ein wenig Freileitungsbau nötig sein und es an geeigneter Stelle durch das Heckklappen-Dichtungsgummi zu führen. (Werde das Gummi wohl aufschneiden, Kabel durchlegen und dann wieder verkleben. So bleibt die Klappe(ndichtung) wasserdicht)
    Angeschlossen ans Radio wird es dann die Tage. Für heute war es schon zu dunkel. Und zu kalt.

    Bild 1: Kamera mit Aluplatte-Unterbau
    Bild 2: Heckklappe ohne Verkleidung, von unten fotografiert
    Bild 3: Linke Kennzeichenbeleuchtung in der Heckklappe
    Bild 4: Montierte Kamera, Nahaufnahme
    Bild 5: Rückseite Auto, Gesamtansicht

  • Ein paar Sachen sind mir aufgefallen, die nicht so gut sind:
    1) das Pluskabel zur Batterie ist nicht vor mech. Einflüssen geschützt
    (flexibles Schutzrohr etc.). - wurde eine Sicherung in Batterienähe
    verbaut - wieviel Ampere?
    das Kabel kommt mir recht dünn vor - 8
    oder 10 mm² - das ist kein Querschnitt für eine Endstufe (sieht nach 4-Kanal aus??) die auch noch
    einen Sub betreiben soll (mind. 20mm² oder 2 Stck. 10-er miteinander
    verdrillen)
    2) Strom und Cinchkabel wurden miteinander verlegt - das sollte zu Einstreuungen führen (Pfeifen etc.)
    3) wofür hochwertigere Hochtöner wenn ein billigster Bipolarer
    Kondensator verwendet wird - wenn schon nur ne 6dB-Weiche verwendet wird
    (übrigens bei der Trennfrequenz kann es schon kritisch werden für den
    Speaker) dann wenigstens einen Folienkondensator verwenden. Hochtöner
    sollten immer mit einer 12 db Weiche abgetrennt werden - da kann man
    dann 3500 Hz als Trennfrequenz ansetzen und Bipolare Elkos haben im
    Signalweg eines HT nichts verloren!
    4) wenn du schon einen Lötkolben hast, dann verzichte auf Quetschverbinder und löt die Speakerkabel zusammen.
    ..und gerade noch gesehen: das geht aber auch noch schöner mit der Kamera - die Halterung nur so groß machen, dass die Kamera alles verdeckt - den Halter dann nur am Kennzeichenhalter befestigen ....
    Gruß Splash1

    Einmal editiert, zuletzt von Splash1 (12. Februar 2013 um 18:22)

  • Hui, viele Anregungen.

    1) Kabelschutz
    So ein Riffel-Schutzrohr ist bei der Kabeldurchführung in den Motorraum angebracht. Nur nicht auf den Fotos zu sehen - die sind von während der Montage.
    Bei der Durchführung Innenraum -> Kotflügel hängt das Kabel sicher im Gummistopfen des Waschanlagenschlauchs. Ebenso ist eine fette, wechselbare Sicherung direkt nach dem Batterieanschluss.
    Das Kabel (Strom- und die Cinch-Kabel) waren ein teures "Kauf-Set" und hat schon knapp 7 Jahre im letzten Auto gute Dienste am gleichen Verstärker geleistet. Das Stromkabel müsste ein 8mm² sein.
    Alles völlig ausreichend dimensioniert und 110% Pegelfest für die bestehende Anlage - es ist ja nur das Radio ein anderes.

    2) Pfeifen auf der Leitung
    Gab bisher keine Probleme mit Pfeifen o.ä. durch paralleles legen der Kabel. War auf die selbe Weise schon die Jahre zuvor verlegt worden. Das Cinchkabel ist zudem doppelt geschirmt. Ausserdem dient der Verstärker ausschliesslich der Befeuerung der Subs.
    Alle anderen Lautsprecher hängen direkt am Radio.

    3) Frequenzweiche Tweeter
    Will das erst mal mit dem 'einfachen' Elko probieren. Da die vorderen Speaker eh nicht so viel Power abbekommen sollte der reichen. Also bis jetzt gibts klanglich nichts zu meckern oder hörbare Verzerrungen.
    Aber ich werde schauen ob ich einen höherwertigen finde. Wenn ich auch im Internet quergelesen habe dass man ausdrücklich einen bipolaren verwenden soll.
    Für eine Weiche müsste ich komplett die Kabel neu verlegen, denn die passt nicht in die Türe. Aber der Anschluss der Tweeter wird noch mal überdacht.

    4) Quetschverbinder / Rückfahrkamera
    Im Auto hört man das eh nicht, die lausigen Verbindungen. Wenn ich schon sehe was für ein dünnes, wirklich haarfeines Kabel aus dem Radio kommt, dann der ISO-Stecker, dann die Auto-Verkabelung selbst - da macht mein Quetschverbinder am Speaker den Kohl nicht mehr fett. Fände ich unnötig/übertrieben, DORT dann zu löten.
    Halterung:
    Ja, das gefällt mir auch noch nicht so. Die Cam ist für China-Kennzeichen gedacht. Für die gibt es Nummernschildhalter, wo die Cam prima integriert werden kann. Deswegen auch der fette/breite Halter der um die Kamera integriert ist (eine EInheit), der normalerweise verdeckt wäre. Aber deren Schilder sind schmäler (dafür höher) - für unsere Breiten ist deren/diese Kennz.-Halterung nicht verwendbar.
    Im Frühling, wenn es wärmer wird, kommt oben ein Kunststoff-Rahmen darüber (wahrscheinlich kältebeständiges Plexiglas o.ä.), in Wagenfarbe lackiert. Dann sieht man nur das Schwarze der Kamera. Jetzt muss das erst mal am Auto angebracht sein, dass ich das Radio endlich fest verbauen kann, nachdem alle Kabel/Verbindungen gehen. Für ein/zwei Monate muss das jetzt so bleiben.

    Bei dem Wetter steht man nicht gerne in der Garage/Kälte. Aber es lässt einen doch nicht los und man MUSS das tun, damit man vorwärts kommt. Wenn auch nicht mit dem finalen Aussehen.
    Das kommt später, wenn es mehr Freude macht draussen zu tüfteln. :)

    Aber danke für die umfangreichen Anregungen/Tipps.

  • Naja, muss jeder selber wissen in welcher Qualität er eine Verkabelung macht - gerade dünne Kabel sind mit Quetschverbindern schlecht und nicht sehr haltbar zu verbauen. (manche stehen auch auf ein Verdrillen und anschließende Fixierung durch das Pflaster aus dem Verbandskasten - das wird mit der Zeit so schön schmierig und hält "prima"!)

    Wenn eine Verlegung für ein Fahrzeug (vielleicht zufällig) ohne Einstreuungen funktioniert, dann muss das nicht zwangsläufig für ein anderes Auto gelten - in einen Golf 2 kannst die Kabel irgendwie reinschmeissen - in einen aktuellen Audi oder BMW hast du Einstreuungen wenn du das Kabel in Augenhöhe durch den Innenraum hälst (und erstRecht wenn du der Bordelektrik zu "Nahe" kommst)

    12 db-Weichen, die nur für den Tweeter sind, gibts zahlreiche - muss also nichts groß anders verkabelt werden - gibts sogar als "Kabelweiche" ohne sperriges Gehäuse - ansonsten kann man sowas leicht selbst bauen - vor allem wenn dann der Tweter zu Vorlaut ist (da ist dann ja ne Spannungsteilerschaltung gefragt) macht ein Eigenbau Sinn.

    Eine gebrückte 4-Kanal-Endstufe ist mit 8mm² mit Sicherheit zu schwach verkabelt - gerade bei Sub-Betrieb wird Leistung gebraucht!

    Ich denke man kann diese Kamera auch einfacher montieren - du könntes ja auch einen Kennzeichenhalter verwenden (z.B. aus Edelstahl), den du dann höher setzen kannst, und die Kamera dann unter dem KZ befestigst (angenietete Halterung - Kamera dann auf die Halterung kleben) - ist nur eine von versch. Möglichkeiten - Plexi wäre mir zu aufwändig...

    Gruß Splash1

  • Gescheite Frequenzweichen für die vorderen Tweeter sind bestellt. Habe mich dann doch überzeugen lassen ;)

    Und heute schleppte der Paketdienst sichtlich gestresst nachfolgendes an...
    Jetzt wird es ríchtig Zeit, dass der Frühling kommt. Will die Teile unbedingt am Auto sehen!
    Aber so bleibt Zeit andere Aufgaben zu erledigen, wie bspw. den Fahrzeughimmel zu entfernen um die DAB-Dachantenne zu montieren. Die Scheibenklebeantenne habe ich ja gekillt :cursing:

  • Weiter gehts im Text. Es wird ja wieder kälter. Zeit, sich wieder in der Garage schön den Ar*** abzufrieren ;)

    Hintere Heckscheiben, "C"-Säule-Scheiben und Rückscheibe ist foliert. Ein wenig Gangsta-Look ;)

    Die gekauften 12dB Frequenzweichen für die Hochtöner vorne hab ich *nicht* eingebaut. Werde ich auch nicht! (wären Aufgrund der Grösse nur im Innenraum zu verstecken)
    Die Kabel im Ignis sind SO dermaßen versteckt, zusammengefasst, winklig von der Tür in den Innenraum verlegt und mit Stecker DIREKT nach der Karosseriedurchführung versehen, da ist kein Durchkommen. Und ich habe keine Lust zwei Tage pro Tür nur für die Durchführung eines Lautsprecherkabels aufzuwenden bzw. grossartig die Auto-interne Verkabelung zu zerstören.
    Sprich: Es bleibt wie es ist; entweder die Hochtöner überleben mit dem simplen Elko, oder dann halt nicht.
    So klangversessen bin ich jetzt auch nicht, als dass das Quäntchen mehr an Klang diesen Aufwand lohnt. Punkt.

    Derweil kamen die 2mm Kunstoff-Platten als Unterbau für die vorderen Speaker - leider in (zu) hellem Grau. Also umspritzen...

    Bild 1: Platten mit den aufgezeichneten Umrissen der Original Lautsprecherabdeckung
    Bild 2: In Form geschnitten und Anthrazit gespritzt
    Bild 3: Da darunter, in der Fahrzeugkonsole, 10000 Löcher und Schlitze sind, etwas Schaumstoff zum Abdichten aufgeklebt. Damit wenigstens 'etwas' Bass auch von vorn kommt. Kommt aber nicht. Der Schallraum für die Speaker vorne ist scheinbar völlig offen... Aber so knirscht wenigstens nichts. :/
    Bild 4: Eingebaut! Die eine Schraube musste sein. Das Originalteil ist geschwungen. UNd via Heissluftföhn hätte ich das bestimmt nicht so hinbekommen. Also: Schraube.

    Ja, meckert nur; es gibt einen kleinen Farbunterschied. Aber dieses Innenraum Blau-Grau-Anthrazit - woher bekommen?
    Für mich reichts und es sieht nicht mehr nach Audio-Baustelle aus. Aber hey, ich will damit keinen Preis gewinnen und das Auto hat ja auch schon x Jahre auf dem Buckel...

  • Verstehe nicht, was du mit der Weiche in der Tür bzw. beim "Basslautsprecher" (oder Fullrange-Speaker) willst?!?

    Erstens ist es in dem Fall nicht zwingend nötig ein neues Kabel einzuziehen (man nimmt das bestehende und im Fußraum getrennte Kabel in der Tür (falls nötig etwas verlängern mittels Lötkolben...) als Anschlusskabel für den Tieftonzweig der Weiche. Die verbleibende Zuleitung ist das Eingangssignal der Weiche - dann noch das Kabel zum Tweeter und fertig.

    ABER: Von dieser Art war nie die Rede - die Vorgabe war lediglich eine 12 db Abtrennung des Tweeters - da musst mit der Tür bzw. dem Türlautsprecher gar nichts machen - der begrenzt sich selbst nach Oben (vom Frequenzgang her!).

    Das heisst also lediglich die Tweeterzuleitung ist der Eingang der Weiche und der Hochtonlautsprecher ist mit dem Tweeter-Anschluss der Weiche zu verbinden - ein Klacks bei einem Suzuki wo man noch sieht wie was befestigt ist (musst sowas mal bei einem "Premiumfahrzeug" von Audi, BMW oder Mercedes machen...)

    Prinzipiell sollten Weichen nie in die Tür eingebaut werden - die ständige mech. Belastung durch das Zuschlagen der Tür und etwaige Nässe sind auf Dauer nicht gut - ne Weiche passt immer in den Fußraum, oder unter das Armaturenbrett etc. (auch bei Zigarettenschachtelgröße)

    Gruß Splash1

  • Wer spricht denn von Basslautspechern?
    Es geht nur um die Tür-Tweeter.

    Wie bereits erwähnt sind die Kabel extremst kurz. Der Kabelschuh (Tür-->Türdurchführung-->Innenraum) ist ca. 2cm von der Karosseriedurchführung angebracht und die Original-Verkabelung zerstöre ich nicht. Klar, man KANN abzwicken, einschleifen und löten...

    Deswegen auch der ursprüngliche Plan das Tweeterkabel neu zu verlegen und wo 'mittendrin' einzuschleifen, um die Originalverkabelung zu belassen - beim Verkauf des Wagens soll das ja wieder halbwegs in Originalzustand versetzt werden.
    Doch allein die Türverschalung, Schutzplastik (einbitumiert), doppelt-gewinkelte Hartplastik-Kabeldurchführung bei der Tür-->Innenraum, die auf kompletter Länge völlig umwickelten Kabel und eben besagter Kabelschuh direkt im Innenraum - da ist einfach keine Möglichkeit sich vernüftig einzuschleifen und mir ist der Aufwand echt zu hoch, nur um die dusslige 12dB Frequenzweiche anzuschließen.

    Und 'mitten im Kabelstrang' unter dem Handschuhfach Richtung Radio / unter dem Airbag kommt man auch so gut wie nicht ran. Also auch hier kann man schlecht was einschleifen.
    Bliebe noch die (sehr kurze) Verkabelung Radio<-->ISO-Stecker. Das kurze 10cm Kabel will ich nicht kappen, zur Einspeisung der Frequenzweiche.

    > ein Klacks bei einem Suzuki wo man noch sieht wie was befestigt ist
    Hast wohl noch nie beim Ignis die Kabelstränge inspiziert?! ;)

    Kurz um: Es bleibt wie es ist, mit dem simplen 6dB HP-Filter für den Tweeter. :)

  • Es geht dem Ende zu und fast alle Punkte auf meiner To-Do Liste sind abgehakt - der Frühling/Sommer kann kommen!

    Neue Sitzbezüge aufgezogen und eine Mittelarmlehne montiert- sehr komfortabel beim fahren! Kann so eine nur empfehlen.
    195/45R16 16 Zoll Corse Speedline Felgen in Weiss aka Sommerreifen montiert & eintragen lassen (Wisch vom TÜV mitführen ist ausreichend; Eintrag auf der Zulassungsstelle nicht notwendig, aber möglich).
    Dann wurde heute noch die Mittelkonsole mit einem schnieken Carbonteil gepimpt, dass mir für ein 100tel des OVP über Ebay (neu) in die Hände fiel :)
    Die Innenraumbeleuchtung wurde mit mörder-heller Sofitte-LED (vorn)/T10 (hinten) und PAR36 Folie (in rot ^^) getauscht. Rotlicht im Auto..... 8o
    Die Scheibenheber-Schalter mit Nachtleuchtfarbe angestrichen. Es hat da so eine kleine Kuhle, wo man einen Tropfen reinfliessen lassen kann. Die dämlichen unbeleuchteten Schalter sind Nachts nicht zu sehen/finden.

    Bild 1: Hinten schwarze Reflexfolie angebracht. Tagsüber: Schwarz bis dunkelgrau je nach Licht, Nachts: Weiss, reflektierend (untere Bildhälfte mit Blitzlicht fotografiert)
    Bild 2: Leder/Alcantara-Sitzbezüge (Ebay) und Mittelarmlehne (verschieb- und klappbar), mit kleinem Stauraum-Fach
    Bild 3: Neue rrrrrReifen und Felgen (Autowäsche steht noch aus...)
    Bild 4: Carbon-Verkleidung für die Mittelkonsole. Die (fehlende) Radioverkledung trocknet gerade (umgespritzt in schwarz)

    (Anm.: Bilder z.Tl. nur mit dem Handy fotografiert. Sind qualitativ nicht soo gut)

    Jetzt fehlt nur noch der Tausch der (leider nicht ohne O-Radio stellbaren) Auto-Uhr und Ersatz durch einen DCF (Funk-)-Wecker - Strom gibt es per Spannungswandler von 12 auf 3V.
    Uhr und Spannungswandler habe ich schon; muss den Tischwecker nur auseinandernehmen und eine Halterung/Befestigung basteln.
    Und zum Schluss - letzter Punkt, wenn das Paket aus England endlich eintrifft noch ein Zierstreifen für die Karosserieseite.
    Dann ist der 'Umbau' Ignis abgeschlossen.

  • Bastelt wohl sonst NIEMAND mit einem Ignis an seinem Auto..? Nunja, Temperaturen über Null - dann manch' ich mal weiter.
    Die Edelstahl-Auspuffblende wurde geliefert und sogleich montiert. Am Diesel-Ignis kann man ja keinen anderen "hübschen" Endtopf montieren, da das Endrohr ÜBER der Achse verläuft und der Endtopf irgendwo unter den Fondplätzen ist.

    Des weiteren lief mir auf Ebay 1,25qm echtes (!) Alcantara für unter 20 Eur über den Mausbutton. Das habe ich mir schnappen müssen. Hatte sogar die gewünschte Farbe :)
    Als erstes Testobjekt musste das Handschuhfach herhalten - habe so etwas ja noch nie gemacht.

    Grob zugeschnitten und erste einmal die obere Kante flächig mit Pattex Classic (Tube) eingestrichen und mit einem ollen Pinsel flächig verteilt, sowie leicht das Alcantara an den Kanten. Nach 10-15min Ablüften fest angepresst. Dann weiter in der Fläche und zum Schluss die Seitenkanten und Ecken, Summasummarum: ging einfacher als erwartet, wenn man mit Klebstoff und Schere umgehen kann. Habe es mir kniffliger vorgestellt.
    Und für das erste Objekt sehr gut geworden!

    Nur dem Klappenschalter hätte ich besser spritzen sollen - der läuft jetzt leider nicht mehr sooo freigängig. Bzw. hätte etwas links/rechts am Schalter ein wenig abfeilen sollen. Nur so als Tipp, wenn ihr so etwas auch macht. Am Besten Reste VOR dem verkleben dazwischen klemmen und schauen, ob der Hebel noch frei umklappt.
    Naja, mal auf Ebay warten bis so einer angeboten wird, dann tausche ich ihn aus und spritze ihn stattdessen schwarz oder Anthrazit.

    Pattex Classic ist ideal für solche Sattler-Arbeiten, denn es ist temperaturbeständig bis 110 Grad (im Hochsommer kann es in der Sonne schnell über 60 Grad warm werden) und klebt exzellent, WENN man es bis-es-nicht-mehr-klebt ablüften lässt. Und der Klebstoff drückt nicht durch den Stoff, wenn er korrekt lang abgelüftet wurde.
    Bitte denkt daran - wenn ihr das in der Wohnung macht das Lüften nicht vergessen. Ich habe jetzt vom Pattex-Duft ziemliches Kopfdröhnen...

    Als nächstes sind die A-Säulen dran. Danach bin ich wohl endgültig auf dem Trip den restlichen Innenraum auch zu Alcantarieren... ;)
    Hach, die Auto-Uhr muss ich noch mit einer DCF-Uhr tauschen. Und das Lenkrad neu beledern lassen (und den Airbag lahmlegen - Freude). Ersatzlenkrad für die Zeit beim Sattler ist auch schon unterwegs.
    Noch soo viel zu tun...

    Bild 1: Auspuffblende.
    Bild 2: Handschuhfach-Deckel, Original in ekligem Grau
    Bild 3: Mit dem Anthrazit-blauen Alcatara
    Bild 4: Fertig beklebt

  • I'll be back. Und es hat sich in den letzten Wochen viel getan; wenn ich jetzt auch eine Pattex-Lunge habe...
    Der Innenraum ist jetzt komplett mit blau-anthratiz'nem Alcantara ausgekleidet; zumindest die Stellen, die im Original hellgrau waren. Waren dann doch gut 3qm die ich verschafft habe.
    Erstaunlicher Weise klappte es mit dem Bekleben der wilden Kurven besser als gedacht; das Material ließ sich gut in Ecken drücken bzw. über Wellen ziehen; faltenfrei!
    Ich denke ein Sattler hätts auch nicht besser hinbekommen. Bin sacke-stolz auf die Arbeit, dafür dass das mein erstes Mal war. :)
    Jedoch bis ich die Unterkonsole draussen hatte ... das Ding ist ungelogen mit knapp 30 (!) Schrauben und ettlichen Klammern befestigt. Und viele davon UNTER/HINTER dem oberen Armaturenbrett versteckt.
    Mit ein wenig reißen und hebeln kam man aber an die Schrauben ran. Und noch eine. Und dort auch noch eine, grrr. Das nahm kein Ende.

    Und wenn ich schon das halbe Auto auseinandernehme ... Batterie abklemmen (Minus), Airbag Sicherung raus (die 15er links oben), alle 4 gelben Stecker zu den Airbags abgezogen (1x unter Sicherngskasten, 1x unter Fahrerairbag hinter dem Handschuhfach, 1x jeweils unter den Sitzen) und dann das Lenkrad ausgebaut.
    Habe ich vielleicht geschwitzt, als ich den Fahrerairbag rausmachte und saß mit Helm (!) und dicker Lederjacke im Auto *g*. Denn wenn der einem direkt vor der Nase explodiert, dann gute Nacht. Das ultrakurze Kabel tat sein übriges für den "Thrill".
    Das Steckersystem direkt am Airbag mit Sicherungsnippel muss man erst mal kapieren... musste gut 10x die Anleitung lesen bis ich verstand, wie der grüne Stecker ab geht. Hatte den schon fast zerlegt...

    Heute kam das Lenkrad vom Beledern aus Polen zurück; Summasummarum für schlaffe 80 Eur :) Der örtliche Sattler schwafelte was von "mindestens 300 Eur". Absatz, kehrt und das Paket nach Görlitz (geht dann vom Händler nach Polen) fertig gemacht...
    Super Arbeit von den Jungs in Polen. Oben/unten Glattleder, seitlich gelochtes und noch eine Daumenauflage eingearbeitet. Nähte wählte ich schwarz; hätten aber auch eine andere Farbe sein können.
    Ersatzlenkrad wieder raus und das "Gute" rein. Alle Kabel angeschlossen, Airbagsystem aktiviert, Sicherung rein, Batterie wieder angeschlossen, Zündung an und -yippie- Airbag-Lampe blinkte 6x. Alles OK.

    Die dunkel-getönten Windabweiser für vorn sind heute auch gekommen und schnell montiert gewesen.
    Langsam sieht der Ignis innen richtig edel aus in Gegensatz zum Plastik Werks-Charme! Noch ein paar Chromzierleisten (sind unterwegs), dann habe ich fertig.

    Ach ja: Wenn jemand auch sein Ignis-Lenkrad neu beledern lassen will, NOCH habe ich ein Ersatzlenkrad für die Zeit, wo das Originale beim Beledern ist (Dauer: ca. 1,5/2 Wochen).
    Wenn es jemand braucht, könnte es für ~30Eur & Versand abdrücken. Sollte auf alle Ignis II Modelle (MH, nicht FH Modelle) ab Bj 2004 passen.

    Bild 1: Lenkrad vorher/nachher (links das Ersatzlenkrad)
    Bild 2: ...eingebaut
    Bild 3: Innenraum-Panorama.
    Bild 4-Nachtrag: Seitenverkleidung mit Chromleiste. Macht optisch mächtig was her :)

    (Mein) Bauthread ist damit fast abgeschlossen - DCF-Uhr Einbau steht noch die nächsten Tage an. Denoch Danke fürs zuhören :)

    Einmal editiert, zuletzt von D'Ignis (8. April 2013 um 11:28)

  • Die letzte Baustelle - heute beseitigt! Umbau des Ignis ist somit zu 100% abgeschlossen!

    Wie schon erwähnt konnte man das interne "Kombinstrument" (pah), sprich die Uhr ohne Originalradio nicht mehr bedienen/stellen.
    Auf Ebay habe ich für 30 Eur eine schnieke B-Ware / Designer DCF Funkuhr gekauft (Oregon RMR391P). Lt. vorherigem Bild-Abmessen und Studium des Handbuchs hat das Display genau die richtige Grösse für den Mitelkonsolen-Tunnel, wo vorher die Original-Uhr verbaut war.
    Noch einen KFZ-Spannungswandler 12V -> 3V gekauft, sowie ein 2xAA Batteriefach.
    Uhr komplett zerlegt, Projektionseinheit abgesägt, Standfuss weg, neuer Abdeckrahmen aus Kunststoff angefertigt, schwarz gespritzt und eine Halterung aus Alublech gezimmert.

    Damit die Uhr beim Abstellen des Wagens nicht die Zeit verliert, die Kabel vom Knopfzellen-Batteriefach abgeknipst und ein 2xAA Akkufach angeschlossen. Das liegt im Handschuhfach und so alle 1 oder 2 Jahre kommen die Akkus kurz ins Ladegerät.
    Dauerstrom hat die Uhr nun und kann zum Glück so geschaltet werden, dass wenn sie über den Netzteil-Stecker (3V) Saft bekommt, die Hintergrundbeleuchtung (in 2 Stufen dimmbar) automatisch an geht.
    Passt somit perfekt. Strom vom Radio (+) abgezwackt, das geht in den 12V -> 3V Wandler und von dort in die Netzteil-Buchse der Uhr.

    Empfang funktioniert trotz den x-Lagen Kunststoff rundherum, und Licht nur wenn die Karre an ist. Ansonsten - bei ausgeschaltetem Wagen - sieht man leicht dauerhaft die Uhrzeit. Perfekt :)

    Bild 1: Original-Uhr und was dann übrig blieb
    Bild 2: In eingebautem Zustand, noch ohne die Mittelkonsolen-Verkleidung. 12-auf-3V Wandler liegt dahinter, gut mit Gaffa fixiert...
    Bild 3: Alles eingebaut und Konsole am Platz.

    Fast wie ab Werk ;o)
    NIE MEHR die Uhr stellen müssen und auf die 10tel Sekunde immer die genau Uhrzeit! Was will man mehr?!
    Einziger Wermutstropfen: Keine Aussentemperatur mehr, sondern nur Innen-Temp.