Probearbeiten also KFZ Mechatroniker

  • Da ich gemerkt habe, wie mich das "Busines" darsein ankotzt habe ich mich neben dem Bereich der Informatik nochmal als Autoschrauber beworden.


    Die nächsten Tage werde ich wohl ein Probearbeiten bekommen und (wenn ich dann Glück habe) im Anschluss eine Ausbildung. Jeh nachdem wie ich arbeite denke ich!


    Was erwartet mich ? Ich weiß, dass wird keiner genau sagen können.... Alles bis zum Schwierigkeitsgrad von Bremsklötze wechseln krieg ich noch selbst hin, die Komponenten eines Autos kenne ich soweit .... ich bin nur immer etwas zu vorsichtig ...


    schreibt doch bitte mal alles rein was euch einfällt und mich beruhigen könnte :)

  • Das du die Möglichkeit hast dort zur Probe zu Arbeiten bedeuet doch, dass du ein "potenzieller Kandidat" bist...sonst würdest du die Möglichkeit gar nicht bekommen.

    Natürlich ist es zweckmäßig wenn man schon viel weiß, aber eine Ausbildung ist ein "Lehrgang" und kein "Könngang"...du verstehst was ich meine.
    Es wird auch überhaupt nicht erwartet dass du alles kannst/beherrscht...woher auch. Viel wichtiger ist das Potential was erkannt wird.

    Und wenn du dich schon etwas (oder mehr) mit Autos auskennst...da würde ich mir gar keine Sorgen machen. Der "Durchschnitts"-Teenie der z.B. nach der Schule eine solche Ausbildung anstrebt, kennt doch i.d.R. nicht einmal den Unterschied zwischen Bremsscheibe und Bremstrommel...überspitzt ausgedrückt. Ist aber auch sekundär, das Potential ist ausschlaggebend.

    Für jede Art von Tätigkeiten existieren sogenannte Anforderungsprofile bzw. berufliche Handlungskompetenzen: Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Personal/Persönliche Kompetenz. Nach diesem Schema wird bewusst oder auch unbewusst seitens des Arbeitgebers geprüft.
    Wir machen das z.B. bewusst.
    Die Fachkompetenz ist bei potentiellen Azubis nicht wichtig, derjenige welche kann das ja noch nicht können...er soll es ja lernen. Der Rest ist hier wichtig. ;)

    Keinen Kopf machen, guten Eindruck und hohes Interesse an der Tätigkeit hinterlassen und ich drücke dir die Daumen ;)

  • muss ehrlich zugeben ich könnt dir den unterschied zwischen bremstrommel und bremsscheibe auch nicht sagen^^ wobei ich noch die vermutung habe das ne bremstrommel vllt. besser oder schneller bremst wie ne scheibe aber das ja nicht das thema.
    Wie Manu schon gesagt hat kommt es auf das autreten drauf an. Wenn die sehen "ey der jung hat bock dadrauf" dann stehen die chancen besser wie wenn sie dich sehen und denken "was will der überhaupt hier". Also immer schön interesse zeigen und immer schön nachfragen oder vllt. auch mal wenn nen problem da ist wo der jenige der da als dein "verantwortlicher" ist das du dann vllt. en lösungsvorschlag machst also von wegen "ich würde das so und so machen":)

  • Danke ihr beiden !

    Ich bin von der Person her eigentlich ganz okay glaub ich ! Also an mangelhafter Sozialkompetenz wirds mit sicherheit nich scheitern :P

    Am "wissen" sag ich mal auch nicht. Ich kenn michnur von der Theorie besser aus als einige von meinen Kumpeln die auch ne KFZ Ausbildung machen.

    Und rumstehen werd ich sicher nicht. Klar es wird geholfen wo ich kann und wenn ich grad mal keine Aufgabe habe nehm ich halt mal n Besen und feg alles durch. Dann kann ich mir nebenbei gleich noch die Werkzeuge und Autos usw. angucken die dabei meinen Weg kreuzen :) Vom Erfahrungswert her freue ich mich schon tierisch drauf.

    Ich habe nur etwas Angst, dass ich direkt als "Fachidiot" abgestempelt werde, da ich zurzeit mein Abitur mache... Das hört sich vieleicht ein bisschen dumm an aber ich hab echt schlechtes gewissen gegenüber den Realschülern usw. denen ich die Chance wegnehme und die ansonsten vieleicht gar nichts kriegen könnten. Ausserdem werden die sich mit sicherheit fragen, wozu ich denn mein Abitur gemacht habe, wenn ich danach sowieso kfz mechatroniker werden möchte. Ich meine... Abitur kann ja nie schaden denke ich aber was den bereich angeht habe ich etwas "angst" schräg angesehen zu werden wenn ich ganz erlich bin.

    Und nochmals: danke ihr beiden !

  • es wurde zwar schon alles gesagt/geschrieben, aber ein Tipp hab ich noch....

    zeige denen auch, das du Physik, Chemie etc. drauf hast das is wichtig.... ich hab zur zeit mit'm pratikanten zu kämpfen, an dem wahrscheinlich alles in der schule spurlos vorbei gegangen ist... gedächtniss Wie 'nen goldfisch und im allgemeinen weiss er garnix... nicht mal die einfachsten sachen

    wichtig ist besonders, das du drauf hast wie'n 4takt otto- und Dieselmotor funktioniert... und eben wie was funktioniert... eben 'gen gewisses Grundwissen

    weiss ja nicht, auf was die gesellen und Meister in dem betrieb wo du dann arbeiten sollst achten, aber mir ist es wichtig, das der, mit dem ich dann arbeiten soll auch weiss, was er da repariert und vor allem warum und was passiert wenn nicht... ebenso sollteste mit deinem kopp bei der Sache sein... nicht mit den Händen schaffen und schrauben und im Kopf schon Feierabend haben...

    Hier könnte meine Signatur stehen...

  • Das sing gute Tipps! ich werde also fragen fragen fragen, helfen wo ich kann undversuchen mitzureden OHNE wie ein klugscheißer auszusehen.

    Das sollte zu machen sein .... interesse zeigen werd ich automatisch, da es mich wirklich alles sehr interessiert und ich seid gut 2 jahren alles über autos aufsauge, was mir jemand erklärt :)


    zu dem dieselmotor: Wo genau ist da der unterschied zu den benzinern ? bis jetzt hatte ich ausschließlich kontakt zu benzinern

    das was ich weiß (oder glaube zu wissen :D ) ist folgendes.

    der dieselmotor nimt sich (anders als beim benziner) erst die luft, komprimiert die und über die glühkerze wird dann der kraftstoff sozusagen schon brennend in den zylinder gegeben, richtig ? der entscheidende unterschied ist (zum funktionieren), dass diesel sich selbst entzündet und desshalb die glühkerze immer glüht...

    ich habe ja "offiziel" noch gar kein wissen über kraftfahrzeuge usw. desshalb glaube ich mal nicht, dass so "tiefgreifende" fragen gestellt werden ... aber nur aus meinem interesse würd ich sowieso gerne wissen was genau die unterschiede sind :)

    achja: ausserdem ist mir noch bekannt, dass die kolben beim diesel anders laufen als beim benziner, beim 4 zyl. z.b immer paarweise. dadurch (zusammen mit dem anderen kraftstoff) haben diesel motoren so viel mehr leistung in den niedrigeren drehzahlbereichen als benziner, oder ?

  • 'gen Diesel saugt Luft ein und verdichtet diese. da Gase sich erwärmen, wenn man sie verdichtet (einfachste Physik)steigt die Temperatur im brennraum auf ca 700grad an. gegen ot (oberer totpunkt) wird Diesel eingespritzt, der sich an der heissen Luft selbst entzündet (deswegen auch selbstzünder) der Rest läuft wie beim stino otto.-Motor ab... eben arbeiten-ausstoßen...

    die glühkerzen sind 'ne reine kaltstarteinrichtung... zumind. theoretisch ;) bei neuen diesen haben die glühkerzen noch mehr aufgaben, aber es geht ja erstmal nur um die grobe theorie

    4zylinder Diesel wie otto-motoren haben in 99% der fälle die gleiche zylinderanordnung 1 und 4 sind zusammen oben und 2und3

    es gab mal versuche, das ganze anders zu gestalten, aber das ganze wurde dann wieder verworfen

    'nen Diesel hat mehr hun, deswegen hat der mehr drehmoment... der Grund ist recht simpel: den Hub braucht der um die Luft ausrechend zu erwärmen, damit sich der Kraftstoff beim einspritzen auch entzündet... bei der abwärtsbewegung des Kolben (sprich beim "arbeiten") entsteht an der Kurbelwelle ein Drehmoment... je mehr Hub der Motor hat, desto größer ist der hebelarm wo die kraft anliegt... daraus resultiert, das das Drehmoment was an der Kurbelwelle entsteht größer ist als bei einem Motor mit verhältnissmässig wenig hub

    ich hoffe, das ich des ganze recht verständlich beschreiben konnte... im Kopf ist es immer recht simpel, aber versuche das mal verständlich für 'nen anderen in Worte zu fassen ^^

    Hier könnte meine Signatur stehen...

  • Oh ja ! Im Kopf ist sowas immer leichter als es verständlich (ohne bilder auch noch) zu beschreiben.

    Aber da hast du gute arbeit geleistet ich hab alles kapiert .... und bin erstaunt über 700 grad. es is einfach krass was menschen erschaffen haben. und noch viel krasser ist, dass das was wir da erschaffen haben ein fliegenpfurz gegen den rest des universums ist :thumbup:

  • ich habe während meiner schrauberzeit, wert auf sauberkeit, respekt an kundeneigentum (zum beispiel nicht nach dem du an der bremsanlage tätig warst und in ein meist sauberen kundenautos ohne lenkradschoner über den parkplatz zu fahren), geh sorgsam mit werkzeug und material um und zeige interesse. den rest bekommst du beigebracht.
    wünsche dir viel spass dabei

    Schicke niemals Schafe um einen Wolf zu töten ! 8)

  • Ich hab mir grade ein paar Testberichte im Internet durchgelesen ...

    und wenn ich erlich bin, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich wirklich diesen weg einschlagen soll.

    Gut ... ich hab riesen Spaß daran an Autos rumzuschrauben und nichts kann mich mehr begeistern, als diese.

    Sogar ein kleiner krüppeliger Nissan Micra ist in meinen Augen eine Meisterleistung der Technick und theoretisch mit Geld nicht zu bezahlen (gut praktisch is man da mit 500 euro durch ;P )


    Wenn ich aber über das Betriebsklima usw. in den Testberichten lese wird mir echt ganz anders. Abgesehen davon, dass sich damit kaum Geld verdienen lässt scheinen die leute, die in dem beruf stecken ausgenommen zu werden und ausserdem scheinen bei den meisten durch die harte arbeit sogar ihre körper aufzugeben. Ich lese viel von rückenproblemen und es scheint so gut wie jeder zu bereuen, dass er sich für diese richtung entschieden hat.

    es fehlt mir weder an der begeisterung für den beruf (und auch der respekt gegenüber den die es echt drauf haben) noch an dem willen eine "echte" arbeit zu machen .... aber wie gesagt scheinbar wird dieser schöne beruf durch was auch immer kaputt gemacht. ich will nicht in 10 jahren irgendwo in einer werkstatt sitzen und mich ärgern müssen, dass ich doch nicht fachinformatiker geworden bin ....

    • Offizieller Beitrag

    Die Entscheidung wird Dir keiner Abnehmen können.

    Ich habe auch als Abiturient eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker absolviert. Dumm angeguckt hat mich deswegen keiner. Ich habe mich jedoch am Ende der Ausbildung dazu entschlossen mein Abitur zu nutzen und habe Kfz-Technik studiert. Schreibtischtäter wollte ich jedoch nie werden, so dass ich letztendlich eine gute Mischung gefunden habe und inzwischen beim TÜV arbeite. Sowohl beim Kfz-Studium, als auch bei meiner jetztigen Tätigkeit war meine Ausbildung mehr als hilfreich und ich habe sie nie bereut.

    Zwischen Informatiker und Kfz-Mechatroniker besteht allerdings schon ein sehr großer Unterschied. Genau dafür ist ja ein Praktikum da, da kannst du mal in den Alltag des Berufes reinschnuppern. Das sollte Dir sicher weiterhelfen.

    Meine (ehemaligen) Suzukis:
    2011 - 21 93er Suzuki Swift 1.3 GTi: Heigo Überrollkäfig, Sparco Vollschalensitze, 195/45R15, K-Sport Gewindefahrwerk, Sportlenkrad, Domstreben ...

    2014 - 21 93er Suzuki Swift 1.3 Cabrio GTi: Eibach Federn,195/45R15, Stahlflexbremsschläuche ...

    2013 - 16 Suzuki SX4 1.6 City+ Bj. 2013 | 2009 - 10 Suzuki Swift 1.0 GLS Bj. 1996 | 2007 - 10 Suzuki Grand Vitara 1.9 DDiS limited Bj. 2007 | 1997 - 2004 Suzuki Swift 1.3GS Bj. 1994

  • Also ich würds einfach so machen, wenn du absehbar mehr Geld als Informatiker verdienen kannst, dann lern den beruf und gut ;)
    Ich bin selber kfz-Mechatroniker und hab es bisher noch nicht bereut, nur die Vergütung ist teilweise bissel mager

  • Ich habe mich (mehr oder weniger ungewollt) entschieden.

    Ich habe mich erstmal mit ein paar Bekannten unterhalten (unter anderem einem 70 jährigen der sein Leben lang nur an Autos gearbeitet hat) und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ungefähr 90 % der Kfz Profis sich für wenig Geld ziemlich tod arbeiten. Auch durch die neue Elektronikwelle in Autos usw. wird der Beruf in meinen Augen "versaut".

    Könnte ich an alten Audis und natürlich auch japanischen Modellen VOR 1996 arbeiten wäre es sicher ein klasse Beruf mit viel Abwechslung .... allerdings finde ich, dass die Computertechnick usw ganz einfach nichts in Autos zu suchen hat. Ich bin zwar ein großer Fan von Computertechnick usw. aber wie gesagt in Autos haben die meiner Meinung nach nicht viel zu suchen.

    Mein Probearbeiten ist nebenbei noch auf ein Bewerbungsgespräch für eine Ausbildung zum Fachinformatiker gefallen und ich denke, dass Autos (leider) immer nur ein Hobby bleiben sollten. Ich will ganz einfach nicht diese Konsumäffchen Karren allá Volkswagen nach 2004 usw. reparieren müssen weil es in meinen Augen keine Autos mehr sind ....

    Da kann ich mir lieber nach und nach eine kleine Garagenwerkstatt aufbauen und mir irgendein nettes Fahrzeug reinstellen und selbst dran arbeiten glaub ich ....

  • richtig verdienen kann man in keinem "normalen" beruf mehr...

    das kfz´ler nichts verdienen sollte jedem klar sein und ich kann aus eigener erfahrung sagen, dass ich seeehr froh bin, nicht diesen weg eingeschlagen zu habe.
    es ging mir eher weniger um das geld, sonder mehr um die umstände die dieser beruf mit sich bringt.

    ständig dreckige finger, im winter hast immer schönen schneematsch der von oben runter kommt, zeitdruck..., fleischwunden uvm.
    auf kollegen brauchst dir auch nichts geben, idioten gibt es leider überall.

    zum thema abi und anderen die chance wegnehmen... es gibt menschen mit schlechten abschluss, die nur aus reiner interesse zum beruf weiter kommen als so manche "schlauköpfe" :)