Salu zäme
Vor gut einer Woche startete ich in meinen wohlverdienten Urlaub. Als erstes ging es für einige Tage zu Verwandten nach Belgien.
Am Montag morgen machte ich mich schliesslich auf Richtung Nürburgring. Die Fahrt dorthin dauerte nicht lange, nach zwei Stunden erreichte ich bereits den Ring. Der Nürburgring befindet sich ca. 30km westlich von Koblenz und gehört zur Eifel. Wie die einen wissen ist das Wetter in der Eifel immer etwas spezielles und kann sich sehr rasch ändern! Dies musste ich Anfangs der Woche leider selbst erfahren. Es regnete…
Als erstes galt es den Ring und seinen Verlauf kennen zu lernen was gar nicht so einfach war. Eine über 20km lange Strecke kann man unmöglich nach ein paar Runden kennen. Brünnchen, Kesselchen, Karussell, Hohe Acht und wie alle diese Streckenabschnitte hiessen, gewannen die Überhand. Es hiess also erst einmal üben, üben, üben…
Nach ca. 8 Runden, bei denen auch Freunde auf dem Beifahrersitz sassen, die die Strecke bereits kannten, wusste ich wenigstens einigermassen wo es durch ging. An den darauf folgenden Tagen lernte ich einige Streckenabschnitte besser kennen und wurde um einiges schneller. Das Auto hielt bis zu diesem Zeitpunkt sehr gut. Lediglich am ersten Tag gab es einige Probleme mit den Organisatoren des Nürburgrings. Sie meinten, dass meine verwendete Reifenkombination in Deutschland, nicht gestattet sei. Dies war jedoch, wie sich herausstellte, ein Irrtum ihrerseits. Nachdem ich beinahe einen ganzen Tag herumtelefoniert hatte, erhielt ich eine schriftliche Bestätigung mit der ich ohne weitere Probleme weiterfahren durfte.
Ab Mittwoch wurde das Wetter immer besser. Die Sonne setzte sich durch. Dies forderte seinen Tribut, mein Auto verlor Motoröl. Es tropfte irgendwo zwischen Motorblock und Getriebe heraus! Da ich so direkt keine Möglichkeit hatte alles auszubauen und nachzusehen was es nun wirklich war, entschloss ich mich einen Ölstopper beizugeben. Es musste schliesslich halten bis ich wieder zurück war. Ich kontrollierte immer wieder die Flüssigkeitsstände, trainierte aber weiter. Lediglich am Ende der Woche, als es so richtig heiss wurde, wollte der kleine nicht mehr so ganz. Er begann zu überhitzen. Dies machte es unumgänglich während der Fahrt die Heizung anzumachen, um die entstandene Wärme abzuführen. Ein eher weniger amüsantes Unterfangen in Anbetracht der herrschenden Temperaturen.
Alles in allem drehte ich meine ersten 24 Runden auf dem Nürburgring. Dies entspricht in etwa einer Strecke von 500km. Ich habe meine vorher selbst definierten Ziele erreicht und bin froh das Material bis auf einige Dinge heil über die Runden gebracht zu haben. Die „grüne Hölle“ hat mich sicherlich nicht das letzte Mal gesehen!
Grüessli Serge / reflection Racing
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