Beiträge von -Hutfahrer-

    So, wieder mal Updates!

    Noch immer quietscht der Ignis - genauer der Keilrippenriemen, der Lichtmaschine und Klimakompressor antreibt.

    Angefangen hat es damit, daß der Riemen immer nach dem Motorstart quietschte. Und das so lange, bis die für den Startvorgang der Batterie entnommene Energie nachgeladen war. Dann gab das Ding normalerweise Ruhe. Um das abzustellen ließ ich den Antriebsriemen austauschen was aber nicht zum Erfolg führte. Statt dessen quietschte ein neuer Riemen nach wenigen Tagen dann dauerhaft. Also tauschte man noch die Spannrolle aus. Gut, ein paar Tage war ja Ruhe! Danach quietschte es dauerhaft, egal wie lange man fuhr. Mit 10 Minuten Quietschen - wie es anfangs war - hätte ich leben können. Aber so nicht!

    Die genaue Ursache wurde erst gestern gefunden. Dazu tauschte ich meinen Diesel-Ignis für einen Tag gegen einen Jimny Style ein. Der Tag war lohnenswert, als Ursache fand die Werkstatt nun heraus, daß die Riemenscheibe auf der Lichtmaschine (mit Freilauf) wohl reichlich platt ist.

    Läßt sich nur als Baugruppe (\"Lichtmaschine\") tauschen. Wird nun auf Garantie ausgetauscht. Problem: Derweil nicht lieferbar. Also weiter warten und durch die Gegend quietschen.

    Man will versuchen, die Lieferung der Lichtmaschine zu beschleunigen. Fakt ist, daß ich dann zum 8. Mal wegen dieser Quietscherei in die Werkstatt fahre...


    Meine eigene Meinung: Ich ahne BösesTM für die Zukunft und mache mir Gedanken über die Langzeitstabilität des Ignis. Ganz unschuldig ist der nämlich nicht! Viermal stehen geblieben, den Suzuki Mobilitätsservice kennen gelernt - und seither wieder Mitglied in einem Automobilclub. Und das alles mit einem gerade 2 Jahre alten Wagen, der mit 60 Tkm normalerweise noch ein längeres Leben vor sich haben sollte. Kalkuliert hatte ich ihn auf 6 Jahre und 180 Tkm. Ob er die erreicht?


    Und hier noch \"das kleine Schwarze\"...

    Meine Mama fuhr ihren Fiesta 1.1, den sie 1994 neu gekauft hatte, bis 2003. Zum Schluß hatte er geschätzte 200 Tkm runter.

    Zu den Fakten: Der Motor sollte 37 kW bzw. 50 PS leisten. Wir haben nie herausgefunden, unter welchen Umständen diese unglaubliche Leistung von dem Motor abgegeben werden sollte. Beschleunigung war für die noch verhältnismäßig leichte Karosse annehmbar, die mit Mühe erreichbare Vmax von ca. 140 km/h nicht unbedingt. Zwar hatten damals auch Leute aus meinem Freundeskreis einen Fiesta 1.1, die fuhren aber alle mindestens Tacho 150. Na egal!

    Für den Fiesta spricht die für seine Zeit sehr gut wirkende Bremsanlage, die für Stadtverkehr und Landstraße schon als \"bissig\" bezeichnet werden kann. Nutzt man sie entsprechend auch auf der Autobahn, so sind nach der 2. oder 3. kräftigen Bremsung die (nicht innenbelüfteten) Scheiben krumm.

    Ab etwa 1993/94 gab es Fahrerairbags, für den Beifahrer kamen sie in den besser ausgestatteten Modellen ab 1996/97. ABS spielte keine Rolle, Servolenkung gab es erst überhaupt nicht, später gegen Aufpreis.

    Die 1.1er Motoren gelten trotz ihres rauhen Wesens als anspruchslos und robust. Das Motorenkonzept mit über Stößelstangen und Kipphebel direkt von der Kurbelwelle gesteuerten Ventilen ist technische Steinzeit. Zwar müssen sie regelmäßig eingestellt werden, nur macht das praktisch niemand, da es teuer zu bezahlende Werkstattarbeit ist. Herausgestellt hat sich bei Mamas damaligem Fiesta, daß er um so besser läuft, je lauter er rasselt. Mit genau eingestellten Ventilen konnte der Motor sehr leise laufen, fuhr damit aber deutlich schlechter.

    Öl nahm der Motor immer, man hätte auch 15 l je 1000 km verfeuern können. Wenn man ihn auf \"MAX\" auffüllte, dann war das innerhalb von 2 Tagen auch alle. Die dann verbliebenen ca. 1,5 l reichten dem Motor auch. Fakt ist: Die Motoren gehen mit vollsynthetischem Öl kaputt, wenn sie davor immer mineralisches Öl bekommen haben. Das synth. Öl löst Ablagerungen des mineralischen Öles, die sich dann in Ölförderbohrungen der Kurbelwelle ablagern und sie verstopfen. Folge: Kurbelwellen-Lagerschaden.

    Weitere Schwachstellen: Rost (Schweller, kompletter Unterboden, Bereich um den Tankdeckel) und verschlissene Schlösser. Mit dem Mini-Facelift 1993 (Merkmale: kleinere Außenspiegel, Klappe vor dem Tankdeckel) wurde Verarbeitung und Korrosionsschutz deutlich verbessert, diese Modelle sollten daher die Wahl sein.

    Ausgenudelte Schließzylinder verschleißen danach auch die Schlüssel. Sie lassen sich nur teuer nachmachen. Eine billige Zentralverriegelung mit Fernbedienung ist meist preiswerter und haltbarer als einen Schließzylinder neu zu kaufen. Die Zündschlüsser neigen zum Hakeln, hier hilft regelmäßig eine Dusche mit WD40 direkt in den Schließzylinder und der Verzicht auf jede Form von Gewalt. Wer die Schlösser mit Gefühl schließt, der kann sie über 10 Jahre benutzen - während mancher sie schon nach 3 Jahren geschafft hat.

    Meine Empfehlung wäre aber eher der 1.3er mit 44 kW und 60 PS - wenn es denn unbedingt ein Fiesta sein soll. Der geht deutlich besser, hat für Stadt und Landstraße fühlbares Drehmoment - ist aber auch nicht ansatzweise sportinteressiert. Verbrauchsmäßig nehmen sich beide nicht viel. Moderat gefahren liegen sie bei 6 - 7 l in der Stadt, man kann beide aber auch auf über 10 l hochtreten. Für den 1.3er spricht, daß er zumindest zum Mitschwimmen auf der Autobahn langt - wo dem 1.1er bereits ab 120 km/h die Kraft fehlt. Der 1.1er fährt also den LKWs hinterher oder steht als \"Linke-Spur-Blockierer\" dem restlichen Verkehr im Weg.

    Alternativen: Ein Opel Corsa mit 1.4er und ebenfalls 60 PS ist dagegen fast schon sportlich zu fahren. Drehmoment satt und von der Auslegung her ein drehfreudiger Motor, den man trotzdem sparsam bewegen kann. Ein etwa gleich alter VW Polo mit 1.3er und 55 PS hätte dann bereits eine sehr sparsam arbeitende Multipoint-Einspritzung und damit ein recht modernes Triebwerk. Diese Alternativen sind im Unterhalt ähnlich preiswert. Gleich alte japanische Alternativen sind - den Suzuki Swift mal ausgenommen - im Unterhalt deutlich teurer. Honda Civic oder Mitsubishi Colt waren damals technisch sehr modern - werden aber heute bei der Versicherung sehr hoch eingestuft.

    Bedingt empfehlenswert könnten einige französiche Fahrzeuge werden. Citroen AX 1.0 und 1.1 (45 bzw. 60 PS) fressen fast nichts an Unterhalt, verballern aber bei häufigen Vollgasfahrten Zylinderkopfdichtungen. Peugeot 205/106 wären Alternativen, dann aber eher der 106er. Gleiche Motoren wie der Citroen AX, damit auch gleiche Probleme. Renault Clio können zuverlässig und haltbar sein, geht was kaputt sind sie extrem teuer.

    Finger weg von Hyundai Pony, Seat Ibiza I und Fiat Uno/Tipo.

    Sie sollte auch bei 30 °C draußen noch angenehme Temperaturen im Innenraum schaffen können. Man sagt, daß sie etwa 8 - 10 °C unter Außentemperatur erreichen sollte.

    Ich rate dir daher dringend, die Anlage von einem Klimaspezialisten prüfen zu lassen! Der wird mit Sicherheit einen Mangel an Kühlmittel feststellen. Das ist ab einem gewissen Fahrzeugalter normal, da die Klimaanlagen zwischen 5 und 8 % pro Jahr davon verlieren. Ein Klimaservice ist immer billiger als ein Austausch des Kompressors bzw. eine andere Reparatur an der Klimaanlage.

    Als Vergleich: Mein Ignis DDIS stand in der durch die Sonne aufgeheizten Garage. Der Wagen selbt also im Schatten. Innentemperatur in der Garage lag bei 27 °C. Die Temperatur im Auto selbt wurde mit 26 °C gemessen. Nach 1 h Fahrt im Sonnenschein mit laufender Klimaanlage und Gebläse anfangs auf Stufe 4 (später auf 3) hatte ich nach 10 min nur noch 24 °C drinnen, nach 30 min Fahrt waren es noch 20 °C und kurz vor Erreichen des Fahrziels konnte ich 18 °C ablesen. Das Thermometer lag im Ablagefach der Mittelkonsole, also außerhalb des direkten Luftstroms. Außentemperatur lag bei 26 °C.

    Abgesehen davon sollte man es aber lassen, den Innenraum derart stark herunterzukühlen. Es gibt Kreislaufprobleme, wenn Du aus dem sehr kühlen Auto wieder aussteigst. Mehr als 5 bis 6 °C unter Außentemperatur sollte man nicht einstellen. Aber die Anlage sollte natürlich mehr Leistung haben um den aufgeheizten Innenraum auch wirksam herunterkühlen zu können.

    Hättest Du Meßwerte liefern können, so wäre die Ursache möglicherweise einzukreisen. Wir haben ja nicht allzu wenige hauptberufliche Teilewechsler hier.

    Ich kann auch nur nochmal zusammenfassen: Luftfilter prüfen und ggf. erneuern. Das gleiche gilt für die Kerzen, deren Kabel und -verteiler. Lambda-Regelung prüfen (Bestandteil der G-Kat AU) und eventuell mal den Fehlerspeicher vorsorglich auslesen. Übrigens: selbst ein optisch einwandfreier Kat kann defekt sein. Entweder durch unvollständige Verbrennung oder ungeeigneten Kraftstoff \"vergiftet\" oder durch Fehlzündungen bzw. viel zu hohe Abgastemperatur beschädigt worden sein. Da kann aus dem Monolithen schon mal was rausbrennen oder abgesprengt werden.

    Sollten die Werte nur ganz knapp über dem Limit liegen, so kann man bei möglichst leerem Tank mal Super Plus probieren. Nicht zulässig aber für einen Probelauf am Abgasmesser hilfreich: Testlauf ohne Luftfilter machen. Wie weit sich die Werte durch fachgerechte Eingriffe an der Einspritzanlage verbessern lassen entzieht sich meiner Kenntnis.

    Ich bislang auch mit meinem recht zufrieden. Frißt nichts, hat für mich ausreichend Platz und läuft einfach.

    Ganz so unschuldig wie er guckt ist er dann aber doch nicht. Einige Male liegen geblieben, den Suzuki Mobilitätsservice kennen gelernt und seither wieder Mitglied in einem Automobilclub - und nun zuletzt der dauernd quietschende Antriebsriemen für Lichtmaschine und Klimakompressor.

    Wegen letzterem war ich seit Anfang April ungefähr 6 x in der Werkstatt. Zuerst nichts gefunden, dann Riemen erneuert, eine Woche später die Spannrolle. Dann nochmals diverse Nacharbeiten und Versuche, den Riemen zur Ruhe zu bringen. Die Werkstatt müht sich wirklich und sie kommen auch jedes Mal dazu, daß der Riemen schweigt - wenn auch nur für kurze Zeit. Nächste Woche dürfen sie nochmal ran...

    Ein Arzt geht im Streit mit seiner Frau auseinander und fährt in seine Praxis. Im Wegfahren ruft er ihr noch zu: \"...und im Bett bist Du auch schlecht!\" - Gegen 12 bekommt er ein schlechtes Gewissen und ruft bei seiner Frau an:

    - \"Liebling, was machst Du gerade?\"
    - \"Ich liege im Bett.\"
    - \"Was zur Hölle machst Du mittags noch im Bett?\"
    - \"Ich hole eine zweite Meinung ein...\"

    :d_pfeid:

    @ -[SkyRaVeR]-: Ich hätte gern mal Details zu der von dir angesprochenen Spannrollen-Geschichte erfahren. Gern auch per pN, dann bitte aber mit einer Mailadresse, auf die ich antworten kann. Das Forum funktioniert mobil auf meinem Telefon nicht so richtig.

    Laß das Ding weiter dran! Solange er dicht ist würde ich ihn nicht ersetzen. Die zweite Hülle drum kannst und solltest Du abreißen, wenn Du laufend damit aufsetzt. Ansonsten kann es noch länger dauern, bis der Schalldämpfer austauschreif ist.

    Als Vergleichswert: Erfahrungsgemäß haben die ebenfalls doppelwandig ausgeführten Schalldämpfer beim Golf 2 und 3 nach ungefähr 3 Jahren die oberste Hülle abgeworfen. Entfernte man die Fragmente, so hielt der Rest noch zwischen 2 Jahren bis ewig.