Danke nochmal für Eure Hinweise!
Dass die Autohersteller generell 1l/1000km als 'normal' erachten, hat ja durchaus einen Grund - und zwar einen sehr eigennützigen (Vermeidung von Reklamationen u. Gewährleistung!). Gehöre ja nicht mehr ganz zu den jungen hier und habe schon (mit meinen Autos) rund 1 Million Kilometer auf dem Buckel (fahre 40-50TKM pro jahr) und möchte deshalb behaupten, dass ein pfleglich gefahrener Motor auch mit hoher Laufleistung nicht gleich zum Trabbi wird, also mit Benzin UND Öl fährt
Ausser der Vorgänger hat den tatsächlich 'gequält', scheint ja leider so in diesem Fall...
Die Kompressionswerte sind bei ca. 12-13bar (Zylinder 3 etwas schwächer). Die Kompressionsringe scheinen es deshalb auch nicht unbedingt zu sein (kommt bei laufenden Motor auch kein Überdruck aus dem Loch vom Ölmeßstab), eher der Abstreifring oder, wie im Artikel auch zu lesen, die ausgeleierten Ringnuten (gibt dann so eine Art Pumpeffekt aus dem Kurbelwellengehäuse in den Zylinder hinein)
Das mit der Viskosität und dem Ölverbrauch habe ich hier schon öfters gelesen und kann dem eigentlich nicht so folgen: Ob nun 0W40 oder 10W40 oder 15W40, die Heißviskosität ist jeweils die gleiche! Nur die Kaltviskosität ist jeweils unterschiedlich, hat also nur eine Bedeutung für den Kaltstart und den dabei auftretenden Verschleiss.
Wenn man auf die Viskostät bei Betriebstemperatur schaut, gibt es ja eigentlich keinen Unterschied, rein theoretisch. Die nicht-synthetischen, also mineralischen Öle erreichen diese VI-Zahl ja nur durch Additive, die sich aber recht schnell wieder verbrauchen. Deshalb sehe ich da durchaus einen Sinn, eher etwas synthetisches nehmen, die können in diesem Punkt auf Additive eher verzichten, weil schon deren Grundöle diese Eigenschaften besitzen.
Und den Vorteil haben, nicht so schnell mitverbrannt zu werden wie die billigen 15W40-mineralischen aus dem Baumarkt. Denke, dass mein Vorgänger auch sowas reingekippt hat, denn die Plörre sah schon übel aus und erinnerte eher an Flüssig-Teer. Ölverbrauch (kein Verlust, aussen ist der Motor absolut trocken) gab es bei der dickflüssigen Pampe aber trotzdem!
Habe Wahrheit und Weisheit sicher nicht für mich gepachtet, vielleicht irre ich mich auch?! Versuche nur mit Logik die Fehlerdiagnose zu betreiben.
Aber habt natürlich recht: So einen Motor wieder zu machen, ist zu teuer. Werde mich also nach einer anderen Lösung umschauen.