Beiträge von dav1963

    Für mich ist das wieder eine politische Erleuchtung um möglichst viele zu E- Mobilität zu überreden.


    Wobei sich da dann die Frage stellt, woher der ganze Ladestrom kommen soll. Laden nur mittags bei Sonnenschein (PV-Stromüberschuß) oder genügend Wind. Abends eher nicht, da muß jetzt schon Atomstrom zum Kohlestrom zugekauft werden in D. Hier bei uns in der Stadt sind viele öffentliche Ladesäulen schon wieder rückgebaut oder schon seit Monaten der Kabel beraubt und somit nicht nutzbar. Bekannte muß ihre E-Schlurre deshalb immer in der Firma ihres Ex-Mannes laden, da ohne Grundstück auch keine Wallbox ...

    Kenne die aktuellen Preise nicht, aber vor einigen Jahren verlangte mein Suzuki-Händler knapp unter 40€ pro Sensor (netto). Gibt im Netz sicher billigere, aber bei denen vom Händler gibt es keine "Anlernprobleme" und komplette Garantie, auch auf die ggf. nötige Reifende-/montage bei Sensordefekt (wie bei mir, infolge nicht eruierbarem defektem Sensor wurden alle 4 erneuert auf Garantie). Die Orginalsensoren von der Erstzulassung funktionierten auch nach 9 Jahren noch fehlerfrei und ohne Batterieprobleme, wurden aber beim Reifenwechsel gleich mit gewechselt, da lt. Hersteller die Batterie 7-9 Jahre hält.

    Immerhin erschließt sich mit E20 ein neuer Absatzmarkt für Zuckerrübenanbauer und Brauereien. Bei ersteren wird dank "Zuckersteuer" sicher demnächst weniger Bedarf bestehen (wird dann durch gesundheitsbedenkliche Süßstoffe ersetzt ...) und bei letzteren klemmt eh der Absatz an Bier. Auch im Weinbau gibt es massive Überkapazitäten. Getreide wird dagegen eher Mangelware, schon weil viele Ackerflächen Windrädern und Solarpaneelen zum Opfer fallen. Also mal schauen, wo der ganze Alkohol herkommen soll, destilliert muß er schließlich auch noch werden, möglichst wasserfrei auf gut 99%, was auch Energie verbraucht, zusätzlich zum Landwirtschafts-Diesel und in den "Brauereien", sprich Gäranlagen. Und Achtung! Beim "polizeilichen Pusten" Abstand vom Tankstutzen und der Tankentlüftung! Könnte sonst die Werte verfälschen ... :D

    Dann halt alles nach Wartungsplan. Es zählt, was zuerst eintritt, Betriebsmonate ab Erstzulassung oder km-Stand. Bei Motoröl und Bremsflüssigkeit (Wechsel alle 2 Jahre wegen Wasserziehen und Dampfblasenbildung) die Intervalle einhalten, zur Pannenvermeidung und Kraftstoffeinsparung auch die Zündkerzen wie vorgeschrieben tauschen. Beim Riementrieb nach Abrieb und Versprödung urteilen (lassen), ob Tausch nötig. Da aber kostenmäßig überschaubar, im Zweifelsfall lieber tauschen, ohne Wapu-Antrieb keine Weiterfahrt ... Ansonsten gibt eine gute Werkstatt auch Empfehlungen, was noch wie lange bleiben kann und was besser gleich auszuwechseln ist. Macht meine zumindest so. Gilt auch für Wartungsarbeiten, die nicht explizit im Wartungsplan stehen, wie Getriebeöl (Schaltgetriebe) oder Klimaanlage (Kältemittel).

    Ich brauch das moderne Zeuch auch nicht, aber gebe zu Bedenken, dass in der Anleitung meines 1993er Mercedes noch gelistet war, dass bitteschön nach 15 Jahren doch die Airbags zu tauschen wären.

    Das hat man dann, nachdem die eines 20 Jahre alten Fahrzeugs noch problemlos auslösten, einfach unter den Tisch fallen lassen.

    Also nicht immer ist sowas ein Grund zum Schwarzsehen... (und mal ehrlich, wer fährt mit einem 10jährigen Auto nicht eher zur Freien und lässt da die Sachen auf günstigere Art richten?)

    Ob das eine "freiwillige" Tauschaktion werden kann, ist fraglich! Wahrscheinlich wird der Wechsel, ob technisch nötig oder nicht, im Display angemahnt und damit gibt es dann ohne den Wechsel keinen TÜV. Solch eine Anzeige gab es damals für die Airbags nicht, solange dort die Elektronik keine Fehler meldete, war alles für den TÜV-Prüfer okay, Anfangs wurde es wohl nicht einmal überprüft von ihm. Mittlerweile sind aber alle diese "Assistenten" TÜV-relevant, bei einer Fehlermeldung gibt es keine Plakette. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie langzeitstabil die verbauten Komponenten tatsächlich sind. Wird da sicher einige lange Gesichter geben, wenn das gepflegte Blechle in die Jahre kommt. Neben den Kosten spielt dann auch die Ersatzteilverfügbarkeit eine Rolle und dank der Bauteilminiaturisierung ist eine Reparatur an den Platinen selbst so gut wie unmöglich.

    Bin ich froh das ich diesen Mist noch nicht in meinen Vitaras verbaut habe. Im Grunde kann das nämlich mittlerweile jedes mittelmäßig Smartphone auch. Also einen Unfall erkennen und einen Notruf absetzen. Sogar die Kopplung an EKG's oder Herzschrittmacher sind via App möglich, um auch die Vitalwerte des Fahrers während der Fahrt zu überwachen...

    Die automatische Notruffunktion an sich ist ja eine gute Sache. Insofern waren die Überlegungen zur Einführung schon ganz sinnvoll. Die Smartphoneentwicklung hat das fahrzeuggebundene System aber schon vor dessen verpflichtender Einführung ad absurdum geführt. Zumal das Smartphone auch Hilfe bei Zwischenfällen beim Radfahren oder Wandern anfordern kann. Zudem noch preislich viel günstiger und technisch besser weiterentwickelbar. Aber die Notruffunktion ist ja nur Beiwerk dieser Internetverbindung des Fahrzeugs. Denn es lassen sich damit auch wunderbar Daten, Fahr- und Bewegungsprofile übertragen, welche vom Fahrzeughersteller oder der Versicherung ausgewertet und zu Garantie- oder Ersatzfragen genutzt werden können. Auch Updates oder Abo-Freischaltungen der Fahrzeugfunktionen sind damit leicht möglich, vieles davon nicht unbedingt zu Gunsten des Fahrzeugeigentümers. Mit einer Notrufapp im Smartphone würde dies so nicht funktionieren, bzw. könnte vom Smartphonenutzer besser kontrolliert werden.

    Hinter dem Mäntelchen des Schutzes im Notfall steckt also vielmehr die unbegrenzte Überwachung des Fahrzeugs und seiner Fahrer! Und dafür dürfen die dann auch noch prächtig löhnen! Aber eine Mehrheit freut sich, so eine tolle, ggf. lebensrettende Technik an Bord zu haben und zahlt für all diese Assistenzgimmicks gerne, sonst würden sie mehr hinterfragt werden und eher auf den Neuwagenkauf mit all diesen Pflichteinbauten verzichtet werden.

    Bei meinem Swift Sport AZ waren nach vier Jahren von den 600 ml Kühlflüssigkeit nur noch 90 ml drin. Wo der Rest hin ist, blieb ungeklärt. Und das fand die freie Werkstatt eher zufällig. Sonst bin ich immer bei Suzuki zur Inspektion und die sagten, daß das Kühlmittel planmäßig nach acht Jahren gewechselt wird.

    Anders als bei stationären Klimaanlagen mit Kupferrohren haben die Druckschläuche im Auto eine gewisse Permeabilität für das Kühlmittel, es diffundiert einfach durch das Gummi. Deshalb sollte bei Klimaanlagen mit Schläuchen im Kältemittelkreislauf regelmäßig der Verlußt geprüft werden. Dabei wird das Kältemittel komplett abgesaugt, gemessen und gereinigt. Um die Fehlmenge ergänzt und mit neuem Öl versehen wird die Anlage anschließend wieder befüllt. Ggf. wird auch ein Dichtigkeitstest vor der Neubefüllung durchgeführt oder die Anlage gespült und getrocknet. Das derzeitig gebräuchliche Klimamittel für neue Anlagen ist markttechnisch bedingt recht teuer. Um ein Befüllen neuerer Anlagen mit dem alten Klimamittel (das für ältere Anlagen noch erhältlich, da dort zwingend notwendig ist (Dichtungen)) zur Kostenersparnis zu verhindern, wurde das alte preislich "angepaßt". Eine Befüllung mit Propan ist technisch möglich, wegen der Brandgefahr aber verboten. Zudem zerstört eine nicht erkannte Propanfüllung die Wartungsgeräte in der Werkstatt.

    Bei zu wenig Kältemittel kann der Kompressor zerstört werden, die Anlage registriert aber die mangelnden Drücke und schaltet sich ab.

    Vielleicht war deine Klimaanlage von Beginn an nicht zu 100% gefüllt, denn so ein hoher Verlußt in 4 Jahren ist ungewöhnlich.

    Die Wartungstabellen in der Bedienungsanleitung geben die notwendigen Wartungen/Wechsel nach km oder Monaten an, es gilt immer, was eher eintritt. Wäre also dann nur noch zu klären, was schon vom Vorbesitzer erledigt wurde und wo ggf. ein Wartungsstau besteht. Nicht im Plan ist die Klimaanlage. Bei einem normalen Kältemittelverlußt (über die Gummischläuche) von 5-15% im Jahr ist hier eine Kontrolle nach 4-5 Jahren mit entsprechendem Nachfüllen sinnvoll. An unseren 3 Suzukis lag der Verlußt nach 4-5 Jahren immer um die 20-25%.

    Naja.

    Wer nach 10 Jahren alle deine aufgezählten Komp nenten auf einen Rutsch Wechsel muss/ möchte hat aber einen gewaltigen Servicestau angehäuft. Wer auf sein Wägelchen schaut, kommt nie soviel auf einmal.

    Finanziell ist es ja aber egal, ob nach 9, 10 oder 11 Jahren diese Kosten gesplittet anstehen. Die neueren Autos werden somit zum Kostengrab. Rosteten früher die Boliden in vergleichbaren Zeiträumen bei ungenügender Pflege förmlich weg, übernimmt das wirtschaftliche KO jetzt die notwendige Wartung der Nerv-Piep-Technik. Allerdings kosteten die Fahrzeuge vor 40 Jahren nur einen Bruchteil der heutigen, selbst einkommensbereinigt.

    Glücklicherweise hat mein Fuhrpark von diesem wartungsintensiven Gedöns nur das RDKS, die Kosten sind noch überschaubar, rund 150€ nach 9 Jahren für die neuen Sensoren. Hoffe sie halten noch ein paar Jahre durch, wie es dann um die individuelle Mobilität steht, weiß ja heute noch keiner, ist für mich dann altersbedingt auch nachrangig ...

    Gerade ganz unten in der ADAC-PDF gefunden:

    Suzuki schreibt nach 10 Jahren den kompletten Tausch der E-Call-Einheit vor!!!

    Das ist dann fast ein wirtschaftlicher Totalschaden, zumindest wenn ggf. noch der Akku für den Hybridantrieb und einige andere Wartungsarbeiten (Kupplung, Fahrwerkskomponenten, Kat usw. usf.) dazukommen.

    Youngtimer wird es also von diesen Modellen später eher nicht geben. Wird kein Zufall sein! :cursing:

    Gerade in einer PDF des ADAC, in der die Statements verschiedener Hersteller zusammengefaßt wurden, zu Suzuki folgendes gefunden:

    Wechselnotwendigkeit wird mittels Kontrollleuchte angezeigt,

    Haltbarkeit > 3Jahre, von verschiedenen Faktoren abhängig,

    "Suzuki: Der Wechsel dauert je nach Fahrzeug bis zu 1,5 h. Ersatzteilpreise sind fahrzeugspezifisch und
    unterliegen ständigen Veränderungen. Sie können nicht allgemeingültig angegeben werden."

    Allein die 1,5h AZ dürften deutlich über 100€ kosten, dazu noch der Akku und das dann ggf. alle 3-4 Jahre. :(

    Wo soll denn der E-Call Akku verbaut sein?

    Lt. www häufig im Bereich des E-Call-Knopfes im Dachhimmel, aber durchaus auch sehr geschützt/versteckt im Bereich des Armaturenträgers oder unter einem Sitz, was dann die hohen Montagekosten bei einigen Fahrzeugen erklärt. Allein die Akkus sind vom Materialpreis aber schon im oberen zweistelligen bis unteren dreistelligen Bereich angesetzt. Ob ein billiger Tauschakku es bringt? Da wäre einmal die Brandgefahr der Li-Zellen bei unzureichender Qualität oder schlechter Ladeüberwachung und zum anderen die Haltbarkeit, insbesondere wenn der Wechsel zeitaufwendig ist. Aber zumindest die Montagekosten könnte man einsparen bei DIY.

    Lt. Internet scheint es noch ein "normaler" Preis zu sein. Da die Akkus fahrzeugspezifisch in Abmessungen und Anschlüssen sind, verlangt der Anbieter deutlich mehr, als ein gleichstarker Standard-Li-Akku kosten würde. Zudem ist der Austausch z.T. sehr zeitintensiv, was dann entsprechend kostet. Aber Abzocke ist es wahrlich, denn man könnte herstellerseitig Standardakkus verwenden und die Montage einfach und schnell gestalten, liegt aber scheinbar nicht im Sinne der Hersteller, zumal der Akkutausch erst nach einigen Jahren (unterschiedlich, meist nach 3-7 Jahren) nötig wird und, da TÜV-relevant, vom Fahrzeughalter dann getätigt werden muß. Diese Folgekosten der Nerv-Piep-Assistenten werden beim Autokauf natürlich nicht erwähnt. Dabei dient die SIM-Verbindung des E-Call vor allem ja dem Datentransfer an den Hersteller, wird aber als Sicherheitsplus angepriesen und ist zwingend verbaut bei Neuwagen seit einigen Jahren. Interessant werden diese Kosten, wenn die Fahrzeuge "in die Jahre" kommen und ein notwendiger Akkutausch oder eine Reparatur dieser TÜV-relevanten Zusatztechnik schnell zum wirtschaftlichen "Totalschaden" eines ansonsten voll fahrfähigen Fahrzeugs führen. Halt: "Was lange hält, bringt kein Geld!" :(

    Die Hauptfrage, abgesehen von der Motorverträglichkeit, ist doch die Herkunft des Bioethanols. Gewinnung aus extra dazu angebauten Pflanzen konkurriert einerseits mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion und ist andererseits wenig ökonomisch. Die Vergärung von Produktionsabfällen wäre die einzige ökonomisch und ökologisch sinnvolle Variante. Die aber auch mit der Biogasproduktion konkurriert. Vor einer verpflichtenden Einführung mit Wegfall anderer Konzentrationen wäre also logischerweise die Verfügbarkeit zu prüfen. Allerdings sucht man Logik in der derzeitigen Politik ja meist vergebens. Die Herstellungskosten von Bioethanol liegen über denen von mineralischem Benzin, nur dank anderer Besteuerung ist E10 um einige Cent billiger als E5. Ob dann E20/25 nochmals billiger angeboten wird - ???

    Auf alle Fälle ist der Energieinhalt niedriger, es würde also mehr verbraucht. Durch die höhere "Oktanzahl" von Ethanol hebt sich eventuell bei geringer Konzentration der geringere Energieinhalt durch einen höheren Wirkungsgrad des Motors verbrauchstechnisch auf. Mit zunehmender Ethanolkonzentration verringert sich jedoch dieser Effekt und es resultiert ein tatsächlicher Mehrverbrauch, der den Preisvorteil aufbraucht.

    Inwieweit Startverhalten, Zündfähigkeit, Verbrennungstemperatur usw. Anpassungen bedürfen, müssen die Hersteller klären und entsprechende Freigaben erklären. Theoretisch funktioniert ein Ottomotor auch mit reinem Alkohol oder auch anderen Kohlenwasserstoffen (LPG, LNG, Äther usw.).

    Ja, immer das leidige Thema der Wartungskosten. Aber bei einer Staatsquote von über 50%, Inflation, ständig wachsenden Bürokratieaufwändungen und steigenden Lohn- und Energiekosten braucht man sich über diese Preisentwicklungen nun wahrlich nicht zu wundern. In jedem Dienstleistungs- und Handwerksbereich ist es ja ähnlich. Und trotz steigender Bruttolöhne sinken die Realeinkommen seit Jahren, kaufkraftrelativ sogar extrem drastisch. Die Werkstätten reichen da nur an die Kunden weiter, was auch sie an Kostensteigerungen haben. Hinzu kommt, daß individuelle Mobilität nicht ganz oben auf der staatlichen Agenda steht, eine Einbremsung von damit zusammenhängenden Ausgaben also gar nicht gewollt ist. Ein privates Fahrzeug wird so immer mehr zum Luxusgut. Praktisch, wer viele Handwerksarbeiten DIY übernehmen kann, die moderne komplexe Technik neuerer Fahrzeuge mit viel mikroelektronischer Vernetzung setzt dem aber Grenzen, in der Garantiezeit ist sowieso die werkstattseitige Wartungsdokumentation obligat zum Garantieerhalt. Und um die regelmäßige HU kommt man auch nicht drumrum. Da haben die Kosten auch entsprechend zugelegt und werden es weiterhin tun.

    Auf Billigteile zurückzugreifen, führt häufig nur zu Mehrkosten, da diese oft nicht richtig funktionieren oder gar Folgeschäden verursachen. Andererseits müssen auch teure "Originalteile" nicht einmal mehr echt sein, da Fälschungen für die Fälscher häufig sehr lukrativ sind, schwierig.

    Auto fängt mit "Ah!" an und hört mit "Oh" auf, ein teurer Gebrauchsgegenstand für die Einen, ein Luxusspielzeug für die Anderen, aber immer kostenintensiv ...

    Was mich an den ganzen Automatikgetrieben stört ist der Mehrverbrauch

    Was nur noch bedingt stimmt. Zwar "verbrauchen" Automatikgetriebe, ob Wandlerautomatik oder CVT, etwas mehr Antriebsenergie, durch optimierte "Schaltpunkte" bzw. kontinuierlich änderbare Übersetzung halten sie bei guter Abstimmung die Drehzahl des Motors aber in einem optimalen Bereich und erhöhen damit dessen Wirkungsgrad. Zudem sind sie natürlich auch bequem. Automatisierte Schaltgetriebe ggf. mit Doppelkupplung können hier die Brücke zwischen Komfort und Treibstoffverbrauch schlagen, funktionieren aber häufig noch nicht zuverlässig und optimal.

    Aus Gewohnheit und auch aus Kostengründen (Anschaffungspreis, Wartung) nutze ich bewußt klassisch geschaltete Autos, mag aber auch das CVT in meinem Roller.

    Ich nehme an, dass hier E10 zugunsten von E20 entfallen würde. Irgendwo hatte ich mal gelesen, der Mineralölwirtschaft wäre auch der Entfall von E5 durchaus recht.


    Super plus zu streichen, das wäre m. E. heikel, da gar nicht so wenige Fahrzeugmodelle darauf ausgelegt sind. Bei Motorrädern nach meinem Wissen zahlreiche Modelle.

    Super plus hat ja als hauptsächlichen Unterschied zu Super die höher Oktanzahl. Die hat Ethanol allerdings auch, ein Austausch von mineralischem Superplus gegen eine Mischung mit erhöhtem Ethanolanteil wäre technisch also sinnvoll, so die Tank- und Motorkomponenten es vertragen.

    Knackpunkt dürfte die Verfügbarkeit von Ethanol sein. Wenn man allerdings die Überproduktion an Wein in Europa betrachtet, würde eine technische Nutzung Sinn ergeben, so die Produktion von reinem Alkohol daraus wirtschaftlich praktikabel ist. Ebenso verbleibt ja der Alkohol bei der Produktion alkoholfreier Gärungsgetränke (Bier, Wein, Sekt) als "Abfall", allerdings in einer unzureichenden Konzentration. Inwieweit hier großtechnisch ökonomisch umsetzbare Verfahren zu Destillation existieren, entzieht sich meiner Kenntnis. Ein "Brennen" wie zur Schnapsgewinnung dürfte energetisch wenig sinnvoll sein. Selbst vergällter Brennspiritus liegt im Literpreis jetzt noch deutlich über dem von E5, rein pekunär macht eine Ethanolbeimischung also keinen Sinn. Ob es ökologisch vorteilhaft wäre, bedürfte einer Einbeziehung aller energetischer Aufwendungen von der landwirtschirtschaftlichen Produktion der Ausgangsrohstoffe bis zum beimischungsfertigen Ethanolkonzentrat. Zumindest existiert eine Konkurrenz zwischen Teller/Glas und Tank bei der hier üblichen Landwirtschaft.

    Die Einführung oder auch Nichteinführung wird wohl kaum von unseren Meinungen dazu abhängig gemacht werden. Für die Einführung spricht der Klimarettungsgedanke, über Bioethanol den fossilen Benzinanteil zu senken. Dagegen sprächen die unzureichende Verfügbarkeit von Bioethanol und technische Bedenken, da Alkohol in höherer Konzentration aggressiver mit Dichtungskomponenten und Kunststoffen reagiert als Benzin. Zudem ist sein Verbrennungsverhalten anders. Ob die vorhandenen Fahrzeuge also E20-fest sind, können nur und müssen im Vorfeld die Fahrzeug- und Motorenhersteller beantworten. Ansonsten braucht man über den tieferen Sinn von E20 in Regionen ohne massive Bioethanolproduktion aus Landwirtschaftsabfällen tatsächlich keine Worte verlieren, anders als z.B. in Brasilien.

    Läuft das CVT im Swift mit Schubgliederkette im Ölbad (wie z.B. bei Audi mal) oder mit Riemen wie beim Roller? Nehme mal an ersteres, denn der Riemen hat ja nur eine begrenzte Kraftübertragung und würde bei den Drehmomenten schnell verschleißen. Die Schubgliederkette sollte bei entsprechender Qualität dagegen recht standfest sein. Zudem wird die Übersetzung sicher elektronisch geregelt (bei meinem Roller rein mechanisch). Ggf. sind ja "virtuelle" Fahrstufen möglich, was dann aber den Sinn des CVT in Frage stellt, denn hier ist ja gerade die kontinuierliche, gleichmäßige Übersetzungsänderung der große Vorteil.

    Kenne CVT nur von meinem Roller. Der Nachteil des anfangs hochdrehenden Motors, bevor sich das Ganze in Beschleunigung umsetzt, ist bei dem kaffeetassengroßem Hubraum da egal. Dafür beschleunigt der "Bolide" dann aber schaltpausenfrei und sehr zügig. Ein sehr angenehmes Fahren. Bei den übertragenen Kräften auch mechanisch recht stabil. Ob dies bei größeren Drehmomenten und hubraumstärkeren drehzahl"trägeren" Motoren in Hinsicht auf Haltbarkeit und Geräuschentwicklung ebenso ist, kann ich jedoch nicht beurteilen, immerhin ist das Prinzip schon lange bekannt (DAF, fuhr wohl rückwärts genau so schnell wie vorwärts), aber eher selten bei PKWs umgesetzt worden.