Beiträge von dav1963

    Solche Ohmzahlen im Kilo- oder Megaohmbereich sprechen für Kriechströme durch Feuchtigkeit und Korrosion. Anfällig hierfür die Massekontakte und auch die Zwischenstecker sowie der Sicherungskasten. Gerade letzterer wird auch schwer zu "regenerieren" sein, wenn dort ein Teil der Kontakte korrodiert ist. Feuchtigkeit, insbesondere in Verbindung mit Salz (Streusalz oder Salzluft am Meer) fressen sich in das Metall, die fließenden Ströme wirken da zudem verstärkend mit galvanischen Effekten. Ist also, wenn nicht nur ein banaler Kurzschluß, der auch nicht leicht zu finden sein muß, eine aufwändige Geschichte. Ohne Schalt- und Kabelverlaufpläne schwer zu meistern, bei der Menge verbauter Elektrik. Da war es sn den Autos der 70-er Jahre noch sehr überschaubar ...

    Vielleicht findet sich jemand mit ausreichenden Kenntnissen und den nötigen Unterlagen, wäre schade, wenn das Auto sonst noch gute Substanz hat und nur wegen dieses Elektrikfehlers außer Dienst gestellt wird.

    PS2: Die Messgeräte, gerade die preiswerten Multimeter, haben eine Toleranz und damit einen Meßfehler. So zeigt mein Multimeter bei 200Ohm Meßbereich bei Kurzschluß der Meßkabel 0,3 Ohm an. Zuzüglich der geringen Leitungswiderstände im Auto wäre n.m. Einschätzung alles unter Anzeige 1 Ohm ein Kurzschluß. Rein rechnerisch hätte ein Verbraucher mit 1 Ohm Widerstand eine Nennleistung von 144 Watt.

    Du schriebst weiter oben, das der Kurzschluß auch bei ausgestecktem Radio noch da war. Brannte da die Sicherung erneut durch, oder zeigte nur der Durchgangsprüfer Durchgang auf Masse an. Letzteres tut er, wie schon geschrieben, auch bei einem kleinen Widerstand über einen intakten Verbraucher. Dann könnte das Radio, obwohl ganz, doch der Verursacher der durchgebrannten Sicherung sein:

    Eine 15A Sicherung kann mit einer Gesamtnennleistung von 12x15=180Watt belastet werden, eventuell zieht das Radio in Addition mit Innenbeleuchtung, Tank- und sonstigen Anzeigen und den anderen von dieser Sicherung versorgten Verbrauchern "voll aufgedreht" mehr als diese 180Watt und die Sicherung brennt somit "pflichtgemäß" durch? Dann müßte das Radio über eine eigene, ausreichend dimensionierte Spannungsversorgung angeschlossen werden und es läge ansonsten kein Fehler vor.

    Gut, ich würde so vorgehen:

    1. Sicherung ausstecken

    2. alle leicht zu entfernenden Verbraucher aus dem Stromkreis klemmen, also Innenleuchten und Radio

    (1. u. 2. schon erledigt)

    3. Messen des Widerstandswertes an einer von der Sicherung kommenden Leitung gegen Masse - wenn

    a) 0Ohm- Kurzschluß im Bereich der Leitungen und noch eingesteckten Verbraucher - dort systematisch im Leitungsverlauf ab Sicherung den Kurzschluß-Verursacher durch Ausstecken/Abklemmen an den Verbindern/Steckern ermitteln, dazu wäre ein Schalt- und Leitungsplan sehr hilfreich,

    b) Wert über 0Ohm, d.h. kein Kurzschluß auf Masse - Widerstand der zu den Türkontakten führenden Leitung am Innenleuchtenstecker gegen Masse messen - 0Ohm, Tür ist offen oder das Steuergerät für den Lichtnachlauf (falls verbaut) schaltet noch durch - Türen schließen, ggf. etwas warten, Widerstand sollte gegen unendlich gehen, ja:

    4. Messung Widerstand zwischen den beiden Leitungen an der Innenleuchte a) > 0 - parallele weitere Leuchte, ok;

    b)= 0 Ohm - Kurzschluß im Bereich der Innenleuchtenkabel untereinander, aber nicht direkt auf Masse, Schadstelle suchen

    5. wenn 4.a), dann ist einer der ausgesteckten Verbraucher defekt mit Kurzschluß, bei Einstecken der Sicherung (ohne den/die Verbraucher einzustecken) sollte der Rest funktionieren. Dann den fehlerhaften ausgesteckten Verbraucher durchmessen und reparieren.

    Wäre jetzt interessant, wie hoch der Durchgangswiderstand ist. Bei einem Wert nahe 0Ohm ist es ein Kurzschluß, bei einem über ein paar Ohm ist noch ein paralleler Verbraucher geschaltet und täuscht Durchgang vor (die Meßgeräte zeigen auch bei niederohmigen Werten Durchgang an, so kann man z.B. auch eine Auto-Glühbirne damit auf Funktion prüfen). Wenn möglich also auf Widerstandsmesswerte schalten. Eine 10 Watt-Lampe hätte ca. 14,4 Ohm (R= U²/P).

    Bei geöffneter Tür müßte eine Leitung Durchgang zu Masse haben, bzw. wegen des ggf. noch vorhandenen Verbrauchers beide.

    Ebenso kann bei geöffneter Tür der parallele Verbraucher nichts mit dem Innenlicht zu tun haben, da dann an der Leuchte eine Leitung auf Masse geht (über den Türkontaktschalter) und die andere über die Verzweigungen hinter der Sicherung über einen der abgesicherten Verbraucher, so nicht alle abgesteckt sind, mit Widerstand (oder falls da ein Defekt auch ohne) auch gegen Masse geht. Hat allerdings keiner der beiden Leiter am Leuchtenkabel Durchgang zu Masse, kann nur zwischen beiden Leitern ein Durchgang mit (weitere Lampe o.ä.) oder ohne (Kurzschluß - wäre dann der Fehler) Widerstand vorliegen. Wenn kein Kurzschluß zwischen den Lampenleitungen vorliegt, bleibt nur das systematische Abklemmen und Durchmessen aller an die Sicherung angeschlossenen Verbraucher und der dahin führenden Leitungen.

    Da das Gerät vom Handy abgefragt werden kann, muß es also dauerhaft "auf Empfang" sein und verbraucht dabei logischerweise Strom, ähnlich der Funk-Zentralverriegelung. Wieviel mA es tatsächlich im Standby dauerhaft zieht, wäre der Beschreibung zu entnehmen oder besser nachzumessen. Auch wenige mA Dauerstrom summieren sich einerseits über die Zeit auf, viel bedeutender ist aber die Auslegung der Starterbatterie, die für eine, auch geringe, Dauerstromentnahme ungeeignet ist.

    Ich habe an meinen Fahrzeugen abgesicherte, witterungsgeschützte Buchsen, die ohne Fahrzeugöffnung erreichbar sind und über die die Meßung und Ladung erfolgt, installiert. Da die Fahrzeuge zumeist im Kurzstreckenverkehr unter 5km Fahrstrecke je Startvorgang und nicht täglich bewegt werden, halte ich per wöchentlicher Nachladung die Akkus permanent auf über 90% Ladung. Die Startbatterie meines "Spaßrollers" hält damit nun schon über 9 Jahre, inclusive der Winterpausen und nur Nutzung am Wochenende bei entsprechender Witterung. Wichtig ist nur: häufig nachladen, aber nie überladen (Gasungsspannug), wenn keine Nachfüllmöglichkeit für Aqua dest. gegeben ist.

    Mir kam gerade die Idee, daß der Durchgang zwischen den beiden Leitungen der Innenleuchte auch durch eine weitere, parallel zu dieser geschalteten Leuchte, die ja noch eingesteckt gewesen sein wird, vom Meßgerät angezeigt wird. Also kein Kurzschluß sondern der Stromfluß über die Glühbirne der anderen Innenleuchte.

    Was die Geschichte aber noch komplizierter macht, da ja kein Durchgang zwischen +Kabel an der ausgesteckten Innenleuchte und Masse meßbar war. Also keines der Kabel und keiner der noch eingestecken Verbraucher einen Kurzschluß hat. Bleibt als Kurzschlußquelle eigentlich nur die ausgebaute Innenleuchte. Brennt denn jetzt (ohne die Innenleuchte) die Sicherung noch durch? Wenn nicht, ist eindeutig die Innenleuchte die Fehlerquelle, anderenfalls bleibt nur alle über die Sicherung angeschlossenen Verbraucher abzuklemmen und dann nacheinander wieder anzuschließen, bis die Sicherung erneut durchbrennt. Kostet ein paar Sicherungen, kreist den Fehler aber ein.

    Die Türkontaktschalter müßten eh auf Masse schalten, wären also keine Kurzschlußursache, bei Defekt würde das Licht nur dauernd brennen. (Oder gar nicht bei Öffnung der betroffenen Tür).

    Die beiden Innenleuchtenkontakte haben keine direkte Verbindung zur Masse. Der eine "Draht" kommt von Batterie+ über die Sicherung, der andere geht über die Türkontaktschalter (oder zwischengeschaltetem Steuerteil für die Ausschaltverzögerung) an Masse. Sind die Türen geschlossen, sollte kein Kabel Durchgang auf Masse haben. Ein Durchgang zwischen beiden Kabeln deutet auf einen Kurzschluß zwischen ihnen hin, somit würde beim Türöffnen + direkt auf Masse gehen und somit die Sicherung durchbrennen.

    Eine Unsicherheit betreffs der Diagnose bleibt noch, da auch noch andere Verbraucher von der Sicherung abgehen. Wäre aber dort ein Masseschluß, würde die Durchgangsprüfung der von der Sicherung kommenden Leitung am Innenleuchtenstecker ja gegen Masse positiv sein was sie nicht ist. Wahrscheinlich also tatsächlich ein Kurzschluß zwischen den Anschlußleitungen der Innenleuchte ohne direkten Masseschluß. Eventuell eine Kabelquetschung, unter dem Armaturenbrett oder im Bereich A-Säule/Dachhimmel oder ein Defekt im Stecker?

    Da wird nichts anderes helfen, als alle Verbraucher, die über diese Sicherung versorgt werden, von ihr zu trennen und einzeln durchzumessen/testen, ob sie einen Kurzschluß haben. Dazu wäre ein Schaltplan mit den Kabelverläufen und Zwischenklemmen sehr hilfreich, ansonsten muß man mühevoll den Kabelverlauf selbst eruieren. Häufige Fehlerquellen mit Kurzschlußgefahr sind die Leitungsdurchführungen zu den Türen und der Heckklappe, da hier die Kabel wiederholt geknickt oder verdreht werden. Sollten also derartige Verbraucher auf der betroffenen Sicherung liegen, würde ich dort mit der Fehlersuche beginnen.

    Das Geräusch muß ja von einem "Lautsprecher" erzeugt werden, der vermutlich hinter dem Heckstoßfänger montiert ist. Suchen und abklemmen oder mit Zwischenschalter versehen. Denke mal, es handelt sich beim Fahrzeug evtl. um einen EU-Reimport aus einem Zielland, wo ein Sicherheitston bei Rückwärtsfahrt vorgeschrieben ist.

    PS: es gibt auch Glühlampen für die Rückfahrleuchten, die ein Piepgeräusch generieren, die ließen sich gegen "normale" tauschen. Schwieriger/teurer wird es bei LED, wenn der Geräuschgenerator auf der Platine dort mit verbaut ist.

    Wäre jetzt zu prüfen, ob der Nehmerzylinder richtig ausfährt bei Druck auf's Pedal. Sollte er ja bei intakten Leitungen und vorschriftsmäßiger Entlüftung machen. Dann liegt der Fehler in der Ausrückmechanik/-lager. Bewegt sich der Nehmerkolben unter Last nicht ausreichend, könnte die Druckleitung instabil sein, d.h. sich bei Druck partiell aufweiten, oder die Übertragungsmechanik am Kupplungspedal zum Geberkolben ist fehlerhaft.

    Darüber hatte ich auch nachgedacht. Hatte vor ein paar Jahren auch Mal das Problem, dass der untere Schlauch abgerutscht war. Hab die Schläuche durchgeblasen, macht alles soweit einen guten Eindruck.

    "Durchblasen" ist sinnlos, da das Kühlwasser ja in den Ausgleichsbehälter kommt. Das System muß auf Saugen hin dicht sein bis zum in der Kühlflüssigkeit eingetauchten Schlauchende, um bei Abkühlung das Wasser in den Kühler zu bekommen. Der Fehler kann auch im Kühlerverschluß liegen, daß der bei Unterdruck Luft eintreten läßt, bei Überdruck die Kühlflüssigkeit aber korrekterweise in den Ausgleichsbehälter leitet. Also das Schlauchsystem des Ausgleichsbehälters vom Anschluß am Kühler auf Unterdruck-Dichtigkeit/Ansaugung der Flüssigkeit im Behälter prüfen und den Kühlerdeckel ggf. tauschen.

    Diese Werte gelten für die Leerlaufspannung. Durch die Standbyverbraucher werden sie bei eingebauter Fahrzeugbatterie schon nach einiger Standzeit nicht mehr erreicht, insbesondere bei Kälte. Sie geben somit die tatsächlichen Ladewerte nicht getreu wieder. Hier würde eine Säuredichtemessung bessere Werte liefern, aber viele Akkus besitzen keine zugänglichen Stopfen mehr.

    Zudem sorgt schon das Öffnen der Tür, um den Motorhaubenöffner zu betätigen, durch die Innenbeleuchtung für einen zwar kurzzeitigen, aber deutlichen Spannungsabfall am Akku. Auch dieser ist bei Kälte ausgeprägter und es dauert länger mit dem Ausgleich als bei sommerlicher Wärme.

    Das realistischste Ergebnis bei reiner Spannungsmessung der eingebauten Batterie ergibt sich ca. eine Stunde nach Ende einer nicht zu kurzen Fahrt, ohne das vor der Messung die Innenbeleuchtung oder andere zusätzliche Verbraucher (abgesehen von denen im permanenten Standby) angingen.

    Eigene Erfahrung von 3 Fahrzeugen mit ca. 3-jährigen, gepflegten Akkus: bei wöchentlicher Ladung mit einem elektronischen Ladegerät bis zur Ladespannungsgrenze 14,8V (Winter, 14,1V Sommer) und ohne zwischenzeitliche Nutzung haben die eingebauten Akkus vor der folgenden Ladung (also nach einer Woche) noch eine Spannung von 12,2-12,4V (winterliche Temperaturen mit ca.5°C im Durchschnitt), beim Nachladen werden ca. 3Ah in die Akkus gebracht. Sie hatten also noch über 90% ihrer Kapazität. Nach obiger Tabelle wären sie aber über die Hälfte entladen. Im Sommer beträgt die gemessene Spannung nach einer Woche meist 12,4-12,5V, bei ähnlichem Nachladebedarf von ca. 3Ah, was auch in etwa dem Standbyverbrauch bei 0,02A Dauerstrom über 7 Tage entspräche.

    Die Standbyverbraucher ziehen ständig eine geringe Strommenge. Gerade im Winter bei kältebedingt langsamer Reaktion im Elektrolyten sinkt die Batteriespannung schnell unter 12,4V. Testgeräte werten dies dann als schwache Batterie. Beim Aufladen werden nur wenige A über ein paar Minuten in die Batterie "geschoben" bis die Ladeschlußspannung erreicht ist. Der Ladezustand war somit eigentlich gut. Würde man die Batterie ausgebaut ohne die Standbyverbraucher stehen lassen, würde sie auch nach einigen Tagen noch eine Leerlaufspannung von 12,7V haben. Habe wegen dieses Phänomens eine Batterie erneuert und die "alte" behalten. Selbst nach nunmehr 3 weiteren Jahren als Batterie für meinen kleinen Reifenkompressor hält sie vollgeladen über 14 Tage 12,6V, auch im Winter. Es liegt also am Meßgerät, daß das Absinken durch die Standbyverbraucher als Batteriedefekt fehlinterpretiert.

    Da eine Starterbatterie aber immer möglichst nahe an 100% Ladung haben sollte, um möglichst lange zu halten, spricht nichts gegen eine häufige Aufladung. Ich hänge meine Autos 1x wöchentlich an das Ladegerät. Wichtig ist, nicht über die Gasungsspannung hinaus zu laden (außer bei Akkus mit Stopfen und Nachfüllmöglichkeit für Aqua dest.). Die Gasungsspannung ist temperaturabhängig und bei Kälte höher. Gibt dazu Tabellen im www für den jeweiligen Batterietyp. Alles unter 14,1V im Sommer und 14,8V bei 5°C ist problemlos und so auch in den elektronischen Ladegeräten eingestellt als Ladegrenzspannung.

    Welche Batterie hat keine Energie abgegeben, die Hybridbatterie oder der 12V Akku?

    Natürlich der Li-Akku, hätte der Pb-Akku "gestreikt", wären alle Lichter aus geblieben, d.h. weder "Zündung" noch "Start" hätten funktioniert, da die Bordelektronik von der 12V-Anlage versorgt wird. Deshalb funktionieren auch viele BEV selbst bei 100% geladenem Li-Akku nicht, wenn der 12V Akku leer ist ...

    Nun ich kann berichten, nach ein paar Tagen Standzeit und lösen der Handbremse ist bei "besonderen Wetterbedingungen" durchaus das Lösen der Feststellbremse hörbar.

    Nicht jedes Fahrzeugt wird tagtäglich (mehfach) bewegt.

    Die Bremsklötze stellen sich bei der Betriebsbremse nicht von selbst zurück, sondern werden von einem geringen, gewünschten Taumelschlag der Scheibe beim Fahren zurückgedrückt. Tritt man bis zum Stillstand des Fahrzeugs auf die Betriebsbremse, verbleiben die Klötze auch nach dem Loslassen des Bremspedals direkt an der Bremsscheibe und können ggf. bei Nässe infolge der anschließenden Trocknung des Wasserfilms so mit ihr "verkleben". Beim späteren Losfahren/Losrollen beim Lösen der Handbremse lösen sie sich dann mit einem Knackgeräusch, das muß also nicht zwangsläufig an der beim Parken angezogenen Feststellbremse liegen. Das richtige "Festrosten" angezogener Backen dauert da schon etwas länger und löst sich nicht sofort, oft benötigt man dann auch ein paar Hammerschläge auf die Trommel, ggf. bei abgenommenem Rad, ehe sich Backe und Trommel wieder trennen, hatte ich einmal nach mehrwöchiger Standzeit am Kadett. Im Gegensatz zu den Klötzen der Scheibenbremse werden die Backen der Trommelbremse aber aktiv durch Federn zurückgezogen und liegen bei nicht getretenem Bremspedal und nicht gezogener Handbremse also auch nicht an. Hier vermeidet man tatsächlich das Anhaften bei längerer Standzeit wenn man die Festellbremse nicht zieht.

    Onkel howdy leider wirfst du viel durcheinander und verdrehst. Die separate Feststellbremse kann, genau wie die nicht seperate festbacken, ja. Aber die Probleme bei der separaten sind meist auf flächigen Rostansatz der Innenseiten der Hilfstrommeln mit der Folge ungleichmäßiger und unzureichender Bremswirkung zurückzuführen und lassen sich im Anfangsstadium "wegbremsen". Das hat mit dem "Festbacken" nichts zu tun.

    Die Korrosion der Bremsmechanik geschied unabhängig von ihrer Nutzung (außer im Bereich der "Rostentfernung durch Benutzung = Abschleifen beim Bremsen des bewegten Fahrzeugs") und führt deshalb auch ohne Nutzung zum Ausfall der Bauteile. Mit entsprechender Pflege vermeidbar bzw. regelmäßige Wartung mit Austausch der defekten Teile ist halt notwendig.

    Ein freier Seilzug friert nicht fest! Woran auch? Festfrieren kann nur etwas aneinander. Auch die restliche Mechanik friert bei entsprechender Pflege nicht fest, da erstens dort kein Wasser eindringt (die Bremsanlagen der PKW sind nicht für Wasserdurchfahrten im Winter ausgelegt!) und zweitens ein entsprechender Fettfilm sowohl die Bowdenzüge als auch die Mechanik in der Trommelbremse schützen sollte. In über 44 Jahren Autofahrerleben ist mir auch in harten Wintern noch nie die Handbremse eingefroren, selbst die recht ungeschützten Bowdenzüge der Ostfahrzeuge waren da bei entsprechender Pflege völlig unproblematisch. Man mußte sie halt fetten. Dazu hatten sie sogar Schmiernippel.

    Wenn man sein Fahrzeug allerdings nicht wartet/warten läßt, läßt es einen halt warten!;)

    Wer gut schmiert, der gut fährt, galt schon in der Kutschenära.

    Und gegen das Festbacken der Bremse, was meist nur bei feuchten Bremsen geschieht und nicht innerhalb weniger Stunden, helfen a) Trockenbremsen, b) regelmäßige Fahrzeugnutzung oder bei tagelanger Nichtnutzung entsprechendes Abstellen auf waagerechter Fläche oder halt Keile. Bei längerer Standzeit sollte man auch über ein Aufbocken zur Entlastung der Federn und Buchsen/Lager und vor allem zur Vermeidung von Standabplattungen der Reifen nachdenken.

    Im täglichen Gebrauch schadet das Benutzen der Feststellbremse dagegen in keiner Weise, das Nichtbenutzen ggf. schon.

    Muß man ihn beim Fahren bedienen? Zudem gibt es viele Fahrsituationen, wo seine Bedienung ohne Schwierigkeiten möglich sein dürfte, zudem bieten Stopps an Ampeln etc. dazu auch Gelegenheit. Das einfache Umschalten der verschiedenen Anzeigemodi (leer, Momentanverbrauch, Restreichweite etc.) funktioniert auch im Fahrbetrieb und wird nicht ständig benötigt, die Einstellfunktionen des BC erfordern Aufmerksamkeit und sollten deshalb eh nur im Stand bedient werden.

    Zusätzliche Knöpfe am Lenkrad verschlechtern dort die Bedienbarkeit der schon vorhandenen nur, Doppelbelegungen lenken ab.

    Probleme an der Handbremse entstehen durch Korrosion der Trommel bei separater Feststellbremse. Dem ist leicht Abhilfe zu schaffen, indem bei niedriger Geschwindigkeit moderat mit der schleifenden Handbremse der Rost abgeschliffen wird. Eine Festellbremse, die über die Klötze oder Backen der Fahrbremse wirkt, hat dieses Problem eh nicht.

    Ein Festfrieren der Seilzüge ist nur möglich, wenn dort Wasser eindringt und Frost herrscht. Bei modernen, intakten Feststellbremsen dringt kein Wasser in die Seilzüge.

    Ein Anbacken der Klötze/Bremsbacken erfolgt insbesondere bei mit nasser Bremse abgestelltem Fahrzeug nach einigen Tagen. Ein täglich benutztes Fahrzeug wird damit keine Probleme bekommen, ggf. die Bremse vor dem längeren Abstellen trockenbremsen.

    Ein Verziehen der Bremstrommeln bei längerer Standzeit mit fest angelegter Feststellbremse ist denkbar, spricht dann aber für zu schwache Materialstärke oder viel zu stark angezogener Bremse.

    Es ist also völlig unnötig, auf die Benutzung der Feststellbremse bei geneigter Abstellfläche zu verzichten. Bei waagerechter Fläche (z.B. in der Garage/unter dem Carport) reicht natürlich der eingelegte Gang, aber auch hier spräche nichts gegen die Nutzung der Feststellbremse.