Beiträge von dav1963

    Das der E-Motor eine Maximalleistung von 10kW erbringen kann, bedeutet ja nicht, das er sie auch tatsächlich erbringt. Um die tatsächlich eingesetzte Boostleistung zu ermitteln, bräuchte man demzufolge ein Amperemeter, besser ein Wattmeter (da bei hoher Stromentnahme ja die Akkuspannung sinkt) vor dem E-Motor.

    Diese Hybridtechnik dient in erster Hinsicht der Senkung des CO2 Ausstoßes bei Prüfbedingungen für die steuerbestimmende Verbrauchsermittlung. Das Fahrtprofil dieser Prüfung ist ja nicht identisch mit einer tatsächlichen Fahrt im Stadtverkehr, bei der der Boostmotor dann entsprechend dem Batteriestand weniger Anschubhilfe gibt.

    Die Ausnutzung der zwischengespeicherten Verzögerungsenergie (die ansonsten via Bremssystem in Abwärme gewandelt worden wäre) für nachfolgende Beschleunigungsvorgänge hat natürlich Vorteile für den Gesamtwirkungsgrad des Antriebs. Ob diese ausreichen, die Mehrkosten des Hybridsystems auch ökonomisch zu amortisieren, muß die Langzeitnutzung zeigen. Kraftstoffeinsparung gegen Einstandskosten und Wartungskosten (Akkuhaltbarkeit). Da bin ich gespannt, wie es nach über 10 Jahren Nutzung dann real aussieht (derzeitige Verbrenner-KFZ werden im Durchschnitt 20 Jahre genutzt). Allerdings spielt hier dann auch die Haltbarkeit der massiv verbauten Assistenzelektronik eine Rolle, da deren Ersatz bei einem älteren Fahrzeug wirtschaftlich unsinnig und ersatzteiltechnisch oft unmöglich wird. Wahrscheinlich wird somit die durchschnittliche Nutzungsdauer heute produzierter KFZ unter diesen 20 Jahren liegen. Demzufolge steigt der Wertverlust neuer KFZ, die ja auch noch teurer sind, an, was die monatlichen KFZ-Kosten steigert und damit die Mobilität zusätzlich zu den Betriebskosten verteuert.

    Aber immerhin werden die KFZ dann nicht wegen Durchrostungen verschrottet ...;)

    Tja und Michel ist so dumm und toleriert es in immer stärkeren Maße. So lange das nichts sicherheitsrelevantes ist, kann man das so machen. Auch wenn der Spruch "Wer billg kauft, kauft doppelt" häufig noch immer gilt. Mittlerweile ist teuer ja leider aber auch kein Qualitätsmerkmal mehr. Selbst die Premiumhersteller verbauen den billigsten Ramsch.

    Übrigens war die Qualität im Sozialismus noch grottiger. Einzig dem Erfindungsreichtum der Ingenieure geschuldet, ließen sich viele Dinge leicht reparieren, man mußte halt nur an die Ersatzteile kommen. Allerdings ging in den Westexport nur 1A-Ware, da dort streng auf höchste Qualität zu niedrigstem Preis geachtet wurde. Was wirtschaftlich dann in den Ruin geführt hat ... Nun fehlt allerdings der ruinierbare Ostblock und man ruiniert sich selbst. Trotz schlechterer Qualität.:/

    Und nochmals NEIN! Wenn es um sicherheitsrelevante Dinge geht, DARF das nicht auf "Einsparungen" und "niedrige Kosten" geschoben werden! Hartplast und klappernde Innenverkleidungen, schnell nachgebende Sitzpolsterung, Komfortelektronik die fehlt oder nur bedingt funktioniert, selbst abblätternde Lacke und miserable Spaltmaße kann und muß man eventuell tolerieren, wenn man auf den Preis schaut. Aber TÜV-relevante Dinge haben auch bei der hinterletzten chinesischen Billigkarre einfach ordnungsgemäß zu funktionieren! Zumal die Qualitatskontrolle am Band und beim Händler deutlich preisgünstiger für Hersteller und Handler kommen, als die Nacharbeiten! Die erfordern sowohl von der Werkstatt, als auch vom Kunden viel mehr Zeit, als es gleich richtig zu prüfen und ggf. zu korrigieren. Und Zeit ist nunmal Geld. Porsche hat das erkannt, andere wußten es auch mal ...

    Und zum Thema unfähige Mitarbeiter: da müssen sich alle Firmenlenker zuallerst an die eigene Nase fassen. Wenn man es toleriert und nicht gegen angeht, endet es in allgemeiner Schlamperei und Verblödung. Ich kenne viele straff geführte Unternehmen, in denen die Mitarbeiter "trotzdem" oder gerade deswegen gern arbeiten. Gute Aufgabenverteilung, wohlgesetztes Lob und finanzielle Anreize (wobei Geld da nicht mal das dominierende ist), Erfolgserlebnisse, wie zufriedene Kunden, Weiterbildungsmöglichkeiten, aber auch Kritik und ggf. Trennung oder Versetzung auf einen dem Ausbildungsstand entsprechenden Posten muß man als Chef halt investieren und durchsetzen.

    Sonst kündigen die Mitarbeiter frustriert innerlich und machen halbherzig (wenn überhaupt) ihren Job.

    Kann man natürlich alles so als "zeitgegeben" hinnehmen, dann wird es halt nur immer schlimmer und schlechter.

    Wenn man schon nicht gleich den Anbieter wechselt (nicht jeder mag den Einstieg in einen 911er oder hat Probleme mit der Größen eines Cayenne, bei einigen wenigen mag es auch am Geiz liegen, oder tatsächlich am Geld;)), sollte man solche Sachen doch höflich aber bestimmt dem Händler vermitteln. Oft findet man in ihm sogar einen Beipflichter, der eventuell aus seinem Chefbüro es nur noch nicht mitbekommen hat, welch Schlendrian in seiner Firma herrscht. Denn den meisten von ihnen ist ja an zufriedenen Kunden und ordnugsgemäßer Arbeit gelegen. Denn wie gesagt: Nacharbeit ist doppelte Arbeit zum gleichen Preis!

    Nein, sicher hat der Halter und der Fahrer gewisse Obliegenheiten, bei einem Fahrzeug frisch aus dem Werk via Händler mit 3 Jahren bis zur nächsten HU MUSS! man davon ausgehen dürfen, ein verkehrstechnisch einwandfreies Fahrzeug bekommen zu haben und es nicht erst einem Prüfingenieur vorstellen zu müssen! Genausogut könnte man so etwas auf Flugzeuge übertragen, kann man ja bei der nächsten Wartung machen, oder der Pilot soll halt alles kontrollieren (zusätzlich zu den dort üblichen Checklisten). Oder der Patient soll halt die ordnungsgemäße Rezeptur seiner Medikamente doch selbst prüfen vor Einnahme. Ist ja nicht schlimm, wenn mal was nicht hinhaut ...

    Setzende Federn wären herstellerseits bekannt und erforderten dann halt eine entsprechende Nachprüfung, bei automatisch nachregelnden Systemen aber eh nicht zur Blendung führend. Kurzzeitiges Blenden bei Beschleunigung ist etwas anderes als die permanente Blendung Vorausfahrender oder Entgegenkommender.

    Diese laxe, "fehlerverzeihende" Einstellung ist nicht nur gefährlich, sondern hat auch Deutschlands Ruf vom "Qualitätsweltmeister" ruiniert. Warum soll ich ein teures Produkt erwerben, wenn es genauso mangelhaft ist, wie ein billigeres? Da muß es nicht mal um sicherheitsrelevante Dinge gehen. Da ist dann eine schief eingepaßte Motorhaube an einem Produkt zum Premiumpreis ebenso unakzeptabel wie ein falsch eingestellter Scheinwerfer oder mangelhafte Steuerketten. Und auch wenn Suzuki nicht in D produziert, japanische Produkte hatten mal einen ähnlich guten Ruf und zumindest die Händlerübergabe findet in D statt. Bananenprodukte, die beim Käufer "reifen", möchte doch eigentlich kein Kunde. Immerhin verlangt der Verkäufer auch eine ordnungsgemäße Bezahlung und akzeptiert da auch keine "vergessene" Ziffer vorm Komma o.ä.!

    Das ist überhaupt keine Entschuldigung! Genau dafür gibt es QM (Qualitätsmanagement) -Listen, die einfach nur abgearbeitet werden müssen! Geschieht durch die Blendung des Gegenverkehrs (und gerade die kleinen LED-Scheinwerfer blenden extrem) ein Unfall, wäre sogar die Haftung von Hersteller und Händler zu prüfen! Hier geht es nicht um eine klappernde Innenverkleidung, sondern um sicherheitsrelevante Dinge. Da gibt es keine Entschuldigung für, weil diese Fehler sollten zu 100% ausgeschlossen sein. Oder ist ein loses Rad akzeptabel, oder eine nicht ordnungsgemäße Schraube am Fahrwerk? Wohl kaum. Zur Qualität gehört nun mal die ordentliche Abarbeitung der Prüflisten, da dürfen keine Fehler passieren und können bei akurater Umsetzung auch nicht. Wenn etwas nicht kontrolliertes einfach abgehakt wird, ist es Betrug! Und wenn Mitarbeiter es nicht können, sind sie zu schulen oder zu ersetzen! Ganz einfach!

    Man sollte die Qualitätskontrollen in Werken nicht überbewerten! Wenn ein Fahrzeug z.B. in der Nacharbeit war, sieht die Sache schon wieder anders aus. Dort arbeiten auch nur Menschen, die durch verschiedene Umstände auch nicht immer zu 100 % (wie überall) bei der Sache sein können. Für das gibt's ja die Garantie/Gewährleistung. Hatte selbst in einem gearbeitet und hab da diverse Einblicke...

    Ein Fahrzeug sollte aber schon betriebs- und vor allem verkehrssicher an den Käufer übergeben werden (hat ja auch eine HU-Plakette) und nicht erst auf Mangelanzeige durch den Käufer dahin nachgebessert werden müssen! Das ist im Rahmen der Qualitätskontrolle einfach sicherzustellen. Punkt!

    "japandriver":

    Erstens ist berechtigte Kritik kein "Meckern", zweitens beweisen ja die Mängel ausreichend die mangelhafte Qualitätskontrolle im Werk und auch die fehlende Kontrolle beim Händler. Sicher mag es auch unfähige Mechatroniker geben, aber die geschilderten Mängel an mindestens drei Neufahrzeugen deuten doch wohl eher auf fehlende Kontrolle hin. Denn das Einstellgerät zu bedienen und die Scheinwerfer damit zu justieren, ist nicht sooo schwierig.

    Und das man bei einem Premiumhersteller wie Mercedes exakt eingepaßte Bauteile erwarten dürfte, der Preis für die Fahrzeuge ist ja entsprechend hoch, ist wohl auch selbstverständlich und hat überhaupt nichts mit "Meckern" zu tun. Aber anstatt sich zu entschuldigen kommt dann vom Händler, der ja irgendwie auch den Hersteller vertritt, nur ein lapidar rausgequältes "machen wir bei der ersten Durchsicht". Bei Dacia wäre das ok, bei einem Daimler ist es beschämend und rufzerstörend!

    Da die Fehljustierung ja dann schon ab Werk so gewesen ist, zumindest fasse ich es so auf, muß man sich fragen, wie der Wagen sowohl die Qualitätskontrolle im Werk als auch die Übergabeabnahme bestanden hat, ohne das es kontrolliert/korrigiert wurde. Denn das sich die Scheinwerfereinstellung danach geändert hat, ist doch recht unwahrscheinlich. Ohne signalgebenden Gegenverkehr und mal vorausfahrenden Bekannten wäre der nicht ungefährliche Mangel (Blendung) wahrscheinlich (wenn überhaupt) erst bei der HU aufgefallen. Und die ist beim Neuwagen ja erst nach 3 Jahren. Soviel zur Qualität der Abnahmen im Werk und beim Händler.

    a) meinte, es ist egal, ob man den Kabelstrang vom Leuchtenende oder vom Sicherungsende her mißt, der Kurzschluß wäre ja von beiden Seiten gleich, es sei denn, da ist noch ein Schalter zwischen und deshalb hat das Leuchtenende keinen Masseschluß. Brauchst da nichts neu zu messen.

    b) bevor noch lange gerätselt wird, ob da ein Kurzer drin ist, mal ne Sicherung "opfern" und testen ob sie durchbrennt. Noch Uhr und Tacho vorher ausstecken/abklemmen. Brennt sie durch, ist das Kabel irgendwo defekt, ohne Schaltplan/Kabelfarben/Plan der Zwischenstecker mühselige Suche. Bleibt sie ganz, nacheinander alles wieder anstecken: Innenleuchten, Uhr, Tacho, Radio. Dann merkst du, wenn sie wieder durchbrennt, das war das Kurzschlußgerät. Wenn alles läuft, was ein Wunder wäre, Innenlicht an und Radio auf Maximum, wenn die Sicherung dann durchbrennt, zieht das Radio zu viel für die Sicherung. Also Schritt für Schritt den Fehler suchen. Ich drücke die Daumen, daß es nicht das Kabel irgendwo durchgescheuert hat oder der Kurzschluß im Sicherungskasten sitzt. Beides viel Aufwand. Uhr oder notfalls auch Tachoeinheit gehen da leichter zu reparieren oder zu ersetzen. Wenn es die Tachoeinheit ist, ist evtl. was über die Suche schon im Forum zu finden, Uhr - könnte man ja drauf verzichten.

    Womit wir zwar etwas schlauer, aber immer noch nicht bei der Lösung wären. Wenn wir also beim unterstellten Kurzschluß bleiben (hattest du es mal mit einer neuen Sicherung probiert und sie ggf. geopfert?), ist nun die Frage wo. Angeklemmt wären ja nur noch Uhr und Tacho. Beide abklemmen und Test wiederholen. Dann bliebe bei "Lampe leuchtet hell" nur noch die verzweigten Leitungen. Irritierend ist, das der Dürchgangsprüfer am von der Sicherung kommenden Leiter der Innenleuchte keinen Kurzschluß auf Masse meldete. Denn es ist ja gleich, an welchem Ende der verzweigten Leitungen, die von der Sicherung kommen, gemessen wird. Eventuell ist da noch ein Schalter dazwischen? Ohne Schaltplan wird es also schwer und nur mit viel Suchen klappen.

    Falls jemand mit Schaltplan mitliest, bitte melden!

    Die hohen gemessenen Werte im Kilo- und Megaohmbereich sind nicht fehlerrelevant, teilweise sind sie meßgerätebedingt oder halt minimalste Ströme durch die noch angeschlossenen Verbraucher, sich auf-/entladende Kondensatoren in ihnen o.ä. Bei 12Megaohm fließt ein Strom von einem Millionstel Ampere und hat 12 Millionstel Watt Leistung.

    Einen Spannungsabfall (auch in ein einer Reihenschaltung) misst man NIE mit einer Püflampe und Spannung KANNST du in Reihe nicht messen. Eben aus dem Grund. Darum bringt dir hier eine Lampe auch nix. Was willst du damit messen? Das von dir dargstellte Szenarium ist so nicht zu messen.

    Es geht auch nicht um eine "Überlastung" sondern um eine Verfälschung des Ergebniss. Mess einfach mal eine Hupe mit vergammeltem Massekontakt. Da kommt bei deiner Prüflampe OK raus, obwohl das Produkt eben nicht OK ist. Mit einem Multimeter bekommst du dann das passende Ergebiss.

    Laß es, Neutzel hat es verstanden und darauf kam es an! Du mußt es nicht verstehen.

    Das kommt allerdings auf den Einsatzzweck an. Mit einem hochohmigem Voltmeter kannst du keinen Spannungsabfall in einer Reihenschaltung messen, durch den sehr hohen Innenwiederstand wird es in Reihe zu einem anderen Verbraucher immer die volle anliegende Ausgangsspannung anzeigen. Mit so einer "Prüflampe" geht das jedoch recht gut, wenn der in Reihe folgende Verbraucher einen ähnlichen Widerstand hat, teilen sich die Spannungen auf, hat er einen deutlich höheren, bleibt nur noch wenig von der Eingangsspannung für die Lampe und sie glimmt nur noch, ist er viel niedriger oder 0 (Kurzschluß), ist der Spannungsanteil der Lampe groß und sie leuchtet hell.

    Das läßt sich mit einem Voltmeter nicht darstellen.

    Als Prüflampe gegen Masse ist sie brauchbar, da die 10Watt kaum eine Zuleitung überlasten dürften, aber da gibt es natürlich praktikableres.

    PS: Wenn die Bremsleuchten über die Sicherung Dauerplus bekommen und die 3.Bremsleuchte in der Heckklappe sitzt, ist wahrscheinlich da der Fehler (Kabelbruch), häufig spinnen dann auch Zentralverriegelung und Heckwischer, muß aber nicht sein, wenn nur die Bremslichtleitung defekt ist. Hatte unser Ignis 2 schon zweimal (dort "spannen" Wischer und ZV) und immer im Winter, da aufgrund der Kälte die steifen Isolierungen leichter brechen. Der betroffene Kabelbaumabschnitt muß dann mit neuen Kabeln ersetzt werden (Zwischenstück Leitung für Leitung einlöten, ziemliche Friemelei, am besten zu zweit machen wegen Halten der zu lötenden Enden).

    Trifft aber nur zu, wenn das Bremslicht auch auf der Sicherung liegt, würde aber auch erklären, warum der Kurzschluß mal weg war, hängt dann von der Kabelposition an der Heckklappe ab und ändert sich bei deren Bewegung.

    Wenn du mit ihr eine Sicherung überbrückst (die zwei Klemmen für die Sicherung, nicht auf Masse!), darf sie nicht hell leuchten (am Sicherungskasten kommt dank der Kabelwiderstände etwas weniger Spannung an (ca. 0,2Volt) als dierekt an den Batteriepolen anliegt, deshalb ganz minimal weniger hell), denn hinter der Sicherung kommen ja erst noch die Verbraucher wie Radio, Innenleuchten usw. und dann erst Masse. Mit der Lampe baust du eine Reihenschaltung, in der sich die Spannungen auf die ca. 12V addieren (Verteilung abhängig vom Widerstand der jeweiligen Verbraucher, da der Stromfluß in einer Reihenschaltung vom kleinsten Verbraucher bestimmt wird), auf jeden Fall sollte die Lampe deutlich dunkler sein. Wenn sie also hell leuchtet ist ein Kurzschluß auf Masse hinter der Sicherung oder ein sehr großer (wattstarker) Verbraucher mit geringem Widerstand. Was wird denn alles von der betreffenden Sicherung abgesichert? Radio, Innenlicht ist bekannt, evtl. Bremslicht und Hupe, Standlicht, die haben auch oft Dauerspannung? Steckdose ist meist über Zündungsplus, ebenso Instrumentenbeleuchtung, wenn nicht über Standlicht geschaltet. Ein Sicherungsbelegungsplan wäre sehr hilfreich. Bei 15A kann es sich hinter der Sicherung zumindest ja auf 180 Watt aufsummieren, da ist die kleine Sofitte nicht der "Stromschlucker". Wenn die Hupe über die Sicherung läuft, würde ich die mal abklemmen, da wäre ein Kurzschluß noch am wahrscheinlichsten. Sollte in die Heckleuchten mal salzige Feuchtigkeit gekommen sein, könnte hier auch ein Kurzschluß der Bremslichtleitung auf Masse unter Umgehung der Glühlampe vorliegen (3.Bremsleuchte nicht vergessen, wenn in Heckklappe dann häufig Kabelbruch an Durchführung/Gummitülle!). Auch die Rückfahrleuchte könnte mit Dauerplus und einem auf Masse schaltenden Getriebeschalter angeschlossen sein und Korrosion aufweisen. In der Regel gehen die dann einfach nicht mehr, könnten aber auch das Dauerplus von der Sicherung direkt auf Masse leiten.

    Also entweder alles kontrollieren oder besser mit Belegungs- und Schaltplan vorab schauen, was auf der betreffenden Sicherung alles hängt.

    Hattest du schon testweise mal eine neue Sicherung eingesteckt und die ist dann gleich durchgebrannt? Wäre sozusagen die einfachste Methode um einen Kurzschluß auszuschließen oder zu bestätigen. Bleibt sie ganz, wird das Radio einen Fehler haben, brennt sie durch - weitersuchen.

    PS: die Prüflampe ist excellent!:thumbup:

    Normalerweise verstellen sich die Scheinwerfer ja nicht von selbst*. Wenn also plötzlich die Hell/Dunkelgrenze zu hoch ist, könnte das bei LED/Xenon auch auf eine fehlerhafte automatische Regelung hindeuten und wäre somit besser durch die Werkstatt zu prüfen.

    * Bei H4/H7 ändert sich die Einstellung ggf. schon durch "Kippeln" der Glühampe im Scheinwerfer oder bei Glühlampentausch. Bei LED-Scheinwerfern (keine Nachrüst-LED-Lampen in altem Scheinwerfer) ausgeschlossen, bei Xenon zumindest unwahrscheinlich.

    Wenn der Startknopf ein einfacher Ein-Taster wäre, bräuchte er nur zwei Kontakte haben. Hat er mehr, hat er zusätzliche (Frei-)Schaltfunktionen, was auch logisch wäre, da bei leerer Schlüsselbatterie ja mittels Davorhalten des Schlüssels entsperrt werden kann. Hierbei wird eine Funk- bzw. Induktionsbrücke zur Spule im Schlüssel aufgebaut (ähnlich der NFC-Chips/-Karten), ein minimal vergrößerter Abstand durch das aufgeklebte Leder oder eine Schlüsselhülle aus Silikon oder Leder sollte da nicht stören.

    Alternativ und zu empfehlen ist die Deponierung einer Ersatzbatterie für den Keylesgoschlüssel im Fahrzeug. Der Batteriewechsel ist Sekundensache.

    Defekt im Zündschloß, so daß der Kontakt von Zündung+ nicht öffnet beim Ausschalten/Schlüsselabziehen? Könnte z.B. durch hohen Stromfluß die Kontakte "Punktverschweißt" haben oder ein Federchen ist verbogen durch die Wärme bei hohem Stromfluß* oder gebrochen.

    Oder Defekt im Lichtschalter, wenn Tachobeleuchtung mit dem Standlicht zusammen geschaltet wird und nicht via Zündschloß, aber dann würde vermutlich ja das Standlicht auch brennen. (Bei Tachobeleuchtung über Zündungs+ müßte sie sich bei eingeschaltetem Standlicht verdunkeln, wenn so eingestellt.)

    Alternativ fiele mir noch eine Feuchtigkeitsbrücke im Sicherungskasten ein, aber eher unwahrscheinlich.

    Vorübergehende Abhilfe: entsprechende Sicherung(en) ziehen beim Parken oder die Helligkeit der Tachobeleuchtung auf 0 runterregeln und alles aus der Bordsteckdose/Zigarettenanzünder ziehen (dann fließt aber sicher doch noch ein kleiner Strom und leert langsam die Batterie).

    * nicht unbedingt müssen die Sicherungen durchbrennen dabei. Z.B. kann fälschlich eine Sicherung mit zu hohen Wert eingesteckt sein oder bei Aufteilung des Stromflusses nach dem Zündschloß auf mehrere Sicherungen ein Summationseffekt eintreten.

    Die Werkstätten kann ich etwas verstehen. Meist wenig Personal, daher wenig Zeit. Dann Fehlersuche betreiben kostet viel Zeit. Das Berechnen bringt dann meist die Kunden zur Verzweiflung. Da sind schnell mal 3 bis 4 Stunden weg. Dann ist man schnell bei 500 Euro! Und das bei einem 25 Jahre alten Auto.

    Hier sollte man tatsächlich schauen, ob man nicht selbst oder mit Freunden den Fehler finden kann, zumal man hier keine teuren Diagnosegeräte oder eine Hebebühne braucht. Leider kommt man nicht mehr so einfach an Anleitungen und Pläne. Früher gab es da die "Jetzt helfe ich mir selbst"-Bücher, heut muß man mühsam im www suchen.

    Das macht aber nur Sinn, wenn du mit ausgebautem Radio noch keine Sicherung wieder eingesteckt hattest. Du kannst auch gleich eine neue Sicherung einstecken und wenn sie nicht durchbrennt, ist kein Kurzschluß im Kabel oder dem Rest der Verbraucher.

    Aber auch so brauchst du keine Lampe kaufen, die ausgebaute Leuchte von der Innenbeleuchtung (die kleine für die Sofitte vom Foto, hinten(?)), zwei dünne Drähte* dran und die dann an der alten defekten Sicherung (läßt sich dann einfacher in den Sicherungshalter stecken) befestigen, an jeden Metallfuß eins, oder direkt die Drähte im Sicherungskasten anstelle der Sicherung einstecken.

    * Klingeldraht oder zwei Büroklammern aufbiegen, ggf. mit Tesafilm isolieren oder die Meßleitungen des Multimeter nehmen. Mit denen kann auch die Funktion (Leuchten) an den Batteriepolen im Motorraum geprüft werden, dann ist auch gleich die Helligkeit bei 12V sichtbar.

    Diese einfache Prüflampe dann statt der Sicherung einstecken - helles Leuchten = Kurzschluß, schwaches Glimmen oder aus = alles i.O..

    Ein sehr einfacher Test ist mir noch eingefallen: Du hattest ja die Frage, ob mit ausgestecktem Radio die Sicherung gleich wieder durchgebrannt ist, oder du einen Durchgang zu Masse nur per Durchgangsprüfer ohne eingesteckte Sicherung gemessen hast, noch nicht beantwortet.

    Mit einer Prüflampe mit ein paar Watt Leistung (z.B. der Kofferraumleuchte mit Sofitte und zwei kurzen Kabeln, deren abisolierte Enden du je um einen Kontakt einer durchgebrannten! Sicherung wickelst/lötest) kannst du den Spannungsabfall an den Klemmen im Sicherungshalter sichtbar machen, ohne Gefahr einen Kabelbrand o.ä. zu provozieren. Einfach statt der Sicherung die "Prüflampe mit dem Sicherungsstecker" zwischen die beiden Kontakte platzieren (geht ja mit obiger Konstruktion ganz einfach) und schauen. Brennt die Lampe wie von 12V gewohnt hell, ist im Kabelverlauf hinter der Sicherung ein Kurzschluß auf Masse. Leuchtet sie nur schwach oder gar nicht, ist alles i.O. und der Strom fließt in Reihe erst durch die Prüflampe und mindestens einen der Verbraucher auf Masse, oder halt garnicht. Dann dürfte auch eine neue Sicherung beim Einstecken nicht durchbrennen und du kannst testen, ob ein Kurzer am ausgebauten Radio oder der Innenleuchte vorliegt oder das Radio einfach nur zu viel Watt gezogen hat.

    PS: statt der "Prüflampe" ein Multimeter zu nehmen, geht nicht. Durch den sehr hohen Innenwiderstand als Voltmeter zeigt es auch ohne Kurzschluß durch einen nachfolgenden Verbraucher in Reihe immer die Bordspannung an. Es als Ampermeter geschaltet dazwischenzuhalten, würde bei einem Kurzschluß das Meßgerät (oder zumindest dessen Sicherung) zerstören. Deshalb auch eine Prüfglühlampe mit einigen Watt Leistung, keine LED.