Für den Swift steht hierzu ja einiges im Forum, zum SX4-SCross habe ich noch nichts gefunden, deshalb mein Reparaturbericht:
Schon einige Zeit bemerkte ich ein schwammiges "Ende" der queren Schaltgasse und ein schlechter werdendes Einlegen des Rückwärtsganges. Beim Blick/Anfassen des Schaltseils am Getriebe war die Ursache dann klar. Der Clips hatte sich aufgelöst und das Auge des Schaltseiles hielt nur noch durch dessen Starrheit auf dem Zapfen. Aus dem Forum kannte ich die Reparaturvorschläge für den Swift
und konnte es hier genau so machen. Ein 2,5 mm Querloch in den Zapfen gebohrt (Platz am Getriebe reicht für den Akkubohrer, Aquarienschlauch vor dem Bohren aufgeschoben fixiert den Bohrer und erübrigt das Körnen), Aquarienschlauch mit 8mm Innendurchmesser aufgeschoben, Seilauge drauf und mit Unterlegscheibe und Sicherungssplint fixiert.
Natürlich war auch am Schalthebel die Buchse hin. Abbau der Mittelkonsole ist etwas schwierig, da die Schrauben der Armauflage hinten unten li und re mit Schraubensicherung gut eingeklebt waren und einige, den Kreuzschlitz überfordende, Gewalt nötig war, normale M5, nachher beim Zusammenbau zwei neue "spendiert". Reicht die Blende auf der Fahrerseite zu entfernen. Ein Sprengring fixiert ein Kunststoffdreieck mit dem Aufnahmezapfen des Schaltseils an der Hebelmechanik, das sich nach dessen Entfernung komplett abnehmen läßt. Am Schraubstock ließ sich dann auch das Querloch leicht in den Zapfen bohren und der Zusammenbau mit Aquarienschlauch, Unterlegscheibe und Sicherungssplint war einfach. Auch die Verkleidung ließ sich problemlos wieder einclipsen und anschrauben. Alles recht intuitiv erkenn- und montierbar.
Die Gänge "flutschen" nun wieder rein, auch der Rückwärtsgang.
Aufwand: ca 1,5 Arbeitsstunden (beim nächsten ginge es schneller
), 2x ca 1cm "Aquarienschlauch" 8mm Innendurchmesser (hatte ich von einer Schlauchwasserwaage "rumliegen"), 2 Unterlegscheiben 10mm Innenloch, zwei Sicherungssplinte (nach deren Dicke richtet sich die Größe des zu bohrenden Querlochs im Zapfen, das Metall der Zapfen ist recht weich und gut bohrbar), zwei Schrauben M5 mit flachem, breiten Kopf und ca 10mm Mindestlänge für die ruinierten der Armauflage
.
Die Clipse des Schaltseils "quer" sind aus weichem Kunststoff und hatten sich komplett aufgelöst. Das Schaltseil "längs" hat eine andere Befestigung und ist in Ordnung. Auch am Ignis 2 und 3 sind die Clipse anders und machen einen stabileren Eindruck.
Sollte das Schaltseil während der Fahrt aushaken, kann man es getriebeseitig leicht wieder auf den Zapfen stecken und ggf. mit etwas dünnem Draht sichern, um heim zu kommen. Geht auch schalthebelseitig, aber die Verkleidung muß halt ab. Die Starrheit des Schaltseils scheint aber genug Fixierung auf den Zapfen zu geben, die Schaltbewegung wird aber durch den Spalt zwischen Zapfen und Seilauge nur ungenau übertragen. Wer bei seinem SX4-SCross da also Spiel bemerkt, sollte mal getriebeseitig am entsprechenden Schaltseil kontrollieren, ob der Clips noch existent ist.