[center]G+B Kompressor – Einbau im 1300er Samurai und 1600er Suzuki Vitara-Maschine[/center]
Hallo Freunde,
vor kurzem war ja wieder – anlässlich des Verkaufs eines G+B-Kompressorkits in der „Biete“-Sparte im Forum – eine Diskussion über Festigkeit des 1300er Samuraimotors bei Einbau eines G+B Laders. Der Motor hat mit dem Kompressor eine Leistungssteigerung (von serienmäßig 60/64 PS) auf ca. 115-120 PS. Knackpunkt war nun u.a. die Kurbelwelle, die glaub ich unser lieber geithain angesprochen hat. Beim Vergaser-Samurai ist diese aus Gußmaterial, beim Swift GTi (und – ich bin mir nicht ganz sicher, aber denke doch schon - beim Einspritzer Samurai ab Baujahr `90) aus geschmiedetem Stahl.
Ich war heute bei meiner Offroad-Werkstatt, dem Offroadschuppen von Hubert Eder und habe mit ihm etwas darüber fachgesimpelt. Die einzige Änderung, die notwendig ist für den Einbau eines G+B-Kompressors im 1300er SJ413/Samurai ist eine sog. „doppelte Kopfdichtung“, damit die Kompression etwas reduziert wird. Das ist ausreichend um den Motor damit fahren zu können. Die Werkstatt selbst hat diesen Kompressorkit von G+B, den es für den SJ413/Samurai mit Gutachten zur Eintragung gibt, bereits mehrfach verbaut. Ich hatte auch schon einmal vor einiger Zeit das Gutachten für den Umbau in der Hand.
Ein ganz glücklicher Zufall war dabei, dass sein „Schlamm-Rödler, den er vor einigen Wochen verkaufte, gerade bei ihm auf dem Hof stand, da der Käufer etwas am Fahrwerk geändert haben wollte. Somit war ich in der Lage, ein paar Fotos zu machen.
Zur Erklärung: Bei dem „Schlamm-Rödler“ handelt es sich um einen Samurai-Umbau auf Vitara-Maschine (1600er Block wie vom Swift 1.6) Mit G+B-Kompressor, der normal im 1300er verbaut ist. Das Triebwerk hat eine Leistung von insgesamt ca. 160 PS und verteilt seine Kraft über eine stufenlose Wandlerautomatik (ideal für Trail) und einem Zwischengetriebe auf die Hinterachse, bei Bedarf auf beide Achsen. Der Motor läuft jetzt seit über 80.000 km tadellos mit einem Durchschnittsverbrauch von 14 bis 18 Liter auf 100 km.
Geändert wurde neben Nockwelle und Kurbelwelle ebenfalls die Verdichtung, die auf ca. 8:1 reduziert wurde. Eine andere Zündspule war ebenfalls notwendig, da er bei Bedarf bis zu 8500 1/min ohne Probleme dreht, wenn es die Situation abverlangt und die Serienzündspule überfordert war.
Letztendlich gehören neben einem Old Man Emu-Fahrwerk und den verstärkten Achsen eine komplette Karosserie aus GFK (der Traum eines jeden Fahrer, der Nippon-Stahl und –Rost verwöhnt ist;-), ein zusätzlicher Überrollbügel über Scheibenrahmen und Sitze, Schroth-Gurte, 100%ige Druckluftdifferentialsperren hinten und vorne mit Kompressor, und 235/75 R15 Mud-Terrain-Bereifung. Natürlich alles eingetragen! Die Bremsanlage wurde dabei aus Teilen der Samurai-Bremsanlage und Teilen der Vitara-Bremsanlage zusammengebaut. Nicht fehlen durfte ein massiverer Kühler samt zwei E-Lüfter, ein Ölkühler und ein Fächerkrümmer.
Nach dem ganzen Bla Bla hier nun ein paar „Impressionen“ als Anregung für einen Umbau in einem Swift;-)
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Liebe Grüße,
Christian
PS: Bevor ich’s vergesse: Die Adapterplatte, die zwischen 1600er Block und 1300er Getriebe verbaut wird – auch hierzu fand es eine kurze Diskussion im Forum statt, gibt’s auch bei Hubert Eder. Aus Alu, ca. einen halben Zentimeter stark und 60 Euros teuer. Laut seinen Aussagen dürften die Toleranzen bei den Motoren so groß sein, dass diese auch im Swift passt. Wenn ich es zeitlich noch einmal schaffe, werde ich von dieser Platte die ganzen Abmaßungen nehmen. Danach werde ich wohl mein Schwesterlein (Technische Zeichnerin im 3. Lehrjahr) bemühen müssen, mit AutoCad eine nette Datei für unseren lieben Darki zu erstellen.