• Auf trockener Fahrbahn ist das aber nur minimal. Bei Regen und Schnee macht es sich mehr bemerkbar und da kommt es auch immer darauf an wie der Untergrund ist ;)

  • Da haste aber im Physikunterricht gefehlt! Auf trockerner Fahrbahn ist eine Bremsung mit blockierenden Rädern immer kürzer als mit ABS, da dort die Räder kurzzeitig nicht voll gebremst werden.

    Aber wir weichen vom Thema ab...

    seit 2002 92er Swift GTi-S mit vielen Modifikationen.

  • Nun gehe ich nicht davon aus, das ihr mit euren GTi\'s in tiefen Schlamm, Dünen und Schneeuntiefen unterwegs seid... Und ansonsten gibt mir die Wikipedia recht! Der Haftreibungskoeffiezient von Gummi auf Beton ist deutlich größer als der Gleitreibungskoeffizient. Ergo: ABS verkürzt den Bremsweg! Wieviel ist eine andere Frage...

    Philix: Ich hoffe das hast du bei deiner theoretischen Prüfung nicht angekreuzt. Falls doch - jetzt weißt du wo die Fehlerpunkte herkamen ;)

  • Geiles Thema!

    Also ich sage der Bremsweg wird länger mit ABS, vorausgesetzt man kann überhaupt ohne ABS bremsen und das können die meisten halt nicht. Sorry, es ist einfach eine Tatsache! Wieso fahre ich sonst REnnen ohne ABS und deaktiviere es immer als erstes wenn ich eins habe (z.B Saxo)!? Es gibt sogenannte Rennsetups fürs ABS. Das von Porsche ist z.B. mal ne geile Sache. Nur, bei diesem ABS ist es z.B. auch möglich ein Rad kurzfristig zu blockieren. WEnn es regelt dann auch viel schneller als ein Serie ABS.
    Das Problem liegt z.B. im Anbremsen einer Kurve. Wird da das Auto leicht auf einem Rad, oder hat es eine Bodenwelle löst das ABS einfach, dies ist jedoch absolut Fatal. Kann Euch sagen, ist ein geiles Gefühl wenn ihr bremst und das ABS löst. Bei rel. hohen Geschwindigkeiten legt das Fahrzeug dann in dieser \"ungebremsten\" Phase zig Meter zurück in denen fast, oder gar nicht gebremst wird. Ich kann es jedem Beweisen das es ohne ABS schneller bremst als mit ABS. Die grosse Frage ist aber immer bei welchem Schlupf fängt das ABS an zu regeln. Beim Saxo ist das z.B. viel zu früh und die Zeit die das Rad gelöst wird ist viel zu lang. So gehts dann halt im schlimmsten Fall ab in die Botanik. :o)

    An dieser STelle möchte ich anmerken dass ABS für den \"Otto Normalverbraucher\" sicher ne saubere Sache ist, da es wie gesagt vor allem zum ausweichen gedacht ist und das funktioniert ja auch. WEnn man aber am Limit fährt oder wie ich gegen die Uhr ist es aber unbrauchbar.

    Greets Serge

  • Zustimmung! Die wenigsten kennen das schön Fahrlehrerwort \"Bremsschlag\"...:-D Und wenn sie es kennen, trauen sie sich nicht, es umzusetzen. Dafür gibt es dann den Bremsassistenten. :)

    Macht mal ein Fahrsicherheitstraining mit. Dann werdet Ihr erstmal merken, was eine richtige Vollbremsung bedeutet. Es wundern sich ja auch viele, warum ihre Bremsen vergammeln oder in der Wirkung nachlassen. Richtiges Bremsen ist eben auch nur den wenigsten bekannt.

    Fakt ist, ABS ist nicht aller Probleme Lösung, aber es hat definitv seine Daseinsberechtigung. Extrem wichtig ist ein ABS bei links/rechts unterschiedlichen Fahrbahnbelägen oder -zuständen. Nur wie bei jeder Technik sollte man wissen, wann man es einsetzt, wann nicht. Deswegen kann ich Autos nicht leiden, wo man nicht die Wahl hat.

  • gruense: Das mag zwar durchaus stimmen, aber das ABS wurde auch nicht entwickelt, um optimales Bremsverhalten bei abhebenden Rädern zu garantieren. Auf der Rennstrecke ist mir sowas eh relativ egal. Ich fahr meinen Baleno (Und wahrscheinlich auch ale anderen Autos, die ich mir jemals kaufen werde) nunmal nur auf normalen Straßen. Und da würde ich keinesfalls das ABS deaktivieren um in einer Kurve die Zehntelsekunde schneller zu sein - wie gesagt: zweimal konnte ich dank ABS nen Blechschaden vermeiden; und es kann auch mal passieren, das einem kein Auto, sondern ein Kind vor die Karre hopst. Deshalb würde ich mir auch nie ein Auto ohne ABS kaufen. Sei\'s nun ein 1.0l Swift oder ein GT-2.

    Ja, die Vollbremsungen, die man beim Fahrsicherheitstraining macht, sollten Pflicht bei der praktischen Fahrschule sein. Bei uns haben auch alle erstmal das Bremspedal gestreichelt, bevor der Instructor mal vorgemacht hat, wie ein Bremsschlag funktioniert ;)

  • hab nen 98er baleno ohne abs - vermisse es aber auch nicht wirklich. Das einzige was halt stinkt is, dass man sich beim Bremsschlag nen sogenannten \"Bremsplatten\" holt...

  • Bei Fahren auf losem Grund bzw. Schnee ist der Bremsweg ohne Abs kürzer weil sich vor den blockierenden Rädern ein Keil aus dem Zeugs bildet, das zusätzlich bremst.

    Auf glattem Grund ist der Bremsweg mit ABS viel länger weil das System ja dauernd am regeln ist, dadurch die volle Bremskraft der Bremse immer nur bruchteilhaft da ist.


    Achso, hat der professionelle Rennfahrer schon oben angedeutet ;)

  • Das haften des Reifens am Boden macht den Regelungseffekt aber wieder wett. Nicht zu vergessen das du dein Fahrzeug auf glattem Grund ohne ABS sowieso nicht mehr kontrollieren kannst... ^^

  • Col_Chaos

    Hoffe Du fühlst Dich jetzt nicht angegriffen, aber das mit den Blechschäden stimmt so nicht! Wenn des mit ABS geschafft hast, hättest Du es auch ohne Probleme ohne ABS geschafft, vorausgesetzt Du weisst wie man richtig bremst.
    Zu Deiner zweiten Aussage, wenn der Boden so wenig Haftung hat, kannste auch das ABS knicken, ich behaupte auch hier einfach mal, wenn man weiss wie man bremst geht es sanfter als mit ABS. In der CH gibts ja bekanntlich viele Berge 8) Letztes Jahr war ich mit dem Saxo in den Bergen. Sausteil, und schneebedeckte Strasse und rel. grosses Gefälle. Ich war froh als es wieder geradeaus ging. Grund war, ich wurde immer schneller, stand voll auf der Bremse (ABS) und wurde immer schneller, keine Chance zu verlangsamen. Bei der nächsten Möglichkeit ABS Sicherung gezogen und es bremste 1A! Seit diesem Zeitpunkt bin ich ganz klarer Gegner von ABS.
    Hinzu kommt, dass sich die Leutz immer mehr auf diese Elektronikscheisse verlassen (Bin selbst Elektroniker :d_pfeid: ) nur was die meisten nicht wissen ist, dass es auch Unterschiede in der Elektronik gibt. Gibt halt Billigvarianten und HighEnd Sachen. Wenn man weiss was so ne Entwicklung kostet wird einem schnell klar das ein Auto wie der Swift, der damals in der CH für ca. 20000CHF zu haben war, niemals eine HighEnd Entwicklung intus haben wird. Auch hier ists halt so: Der Preis macht die Musik

    In diesem Sinne

    Grüessli

  • Spricht natürlich auch für Deine Fahrkünste, wenn Du in den Bergen abwärts Dein ABS überforderst. :) Motorbremse? Egal, darauf will ich jetzt nicht rumreiten.

    Aber es wird halt immer schwieriger, neuen jungen Fahrern zu erklären, dass es auch eine Zeit vor ABS gab, welche natürlich eine größere Herausforderung an den Fahrer stellte, aber es ließ sich im Endeffekt besser bremsen. Sich auf das ABS zu verlassen, ist imho der grösste Fehler. Man sollte es eigentlich ohne können und sich freuen, wenn man es hat - im normalen Verkehr.
    Naja, im Swift ist ABS meines Erachtens eh keine Hightech.

  • Zu der Pro- Contra ABS Diskussion kann ich nur sagen das ich auch ohne ABS gut klar komme...

    Bei meinem Fahrsicherheitstraining stand ich auf der \"glatten\" Fahrbahn ohne ABS sogar früher wie die autos mit ABS (auch wenn ich bei der übung garnicht anhalten sollte hab ich erst hinterher erfahren)...

  • gruense: Ich fühle mich so stark angegriffen, das mir keine andere Wahl bleibt als dich zu einem Duell auf Leben und Tod zu fordern! :laugh:

    Spaß beiseite: Im Fahrsicherheitstraining zu bremsen ist eine Sache, im Straßenverkehr, wo noch Reaktionszeit eine Rolle spielt eine andere. Ich will schlicht und einfach in einer Gefahrensituation nicht noch darüber nachdenken, wie ich am effektivsten das Bremspedal dosiere, damit mein Auto schnell zum stehen kommt und gleichzeitig auch nicht ausbricht. Und ich denke, das der Großteil der 1.0l Swift Fahrer (wie schonmal jemand geschildert hatte hauptsächlich Muttis und Sparfüchse) da nicht anders denkt. In solchen Situationen verlasse ich mich 100% auf das ABS, da ich weiß wie es reagiert und konzentriere mich auf wichtigere Dinge, wie Ausweichmanöver.
    In den Bergen auf glatter Strecke und steilem Gefälle wirst du mich eh nur mit nem Geländewagen oder Schneeketten und mit höllisch langsamer Geschwindigkeit antreffen.

    Im übrigen bin ich auch nicht der Typ, der übermäßig viele Fahrunterstützungssysteme befürwortet, aber bestimmte Sachen müssen einfach sein. Und hey - ich geh mal davon aus, das du dein Auto auch nicht jeden Tag mit ner Kurbel anwerfen willst - das verstehe ich unter puristisch! ^^

  • Es hat Dir keiner was unterstellt.

    Aber Du weisst, wie Dein ABS reagiert? Bei jeden Strassenbelag? Glückwunsch, da bist Du einer der wenigen. Viele sind ja zusätzlich noch irritiert, dass das Bremspedal pulsiert und lassen die Bremse gleich wieder los. ;)
    Es hat auch keiner was gegen ABS beim Ottonormalverbraucher gesagt, wie man oben nachlesen kann.

    Worauf imho bis jetzt alle hinauswollten: ABS ist nicht das Maß aller Dinge, aber keiner möchte im Strassenverkehr missen.

    Wenn Du Dich nur auf Deine Technik verlässt, weil Du der Meinung bist, Deine Reaktion sei nicht schnell genug - hmmm...
    Oder Du meinst, Du kannst im Verkehr nicht auf das ABS verzichten, weil Du sonst zuviel nachdenken müsstest? Selbst ABS-Einsatz geht oft genug in die Hose - bei einem drohendem Crash gibt es immer viel nachzudenken.

    Bremsen sollte Dir in Fleisch und Blut übergegangen sein. Aber das ist ja leider genauso zuviel verlangt, wie ein regelmäßiges Fahrsicherheitstraining, wo man genau das trainieren kann. Schon mal ein Fahrsicherheitstraining mitgemacht? Auch da kommt es auf Reaktion an und es qualmt die Birne! :)

  • *hust* http://www.suzukimania.de/forum/thread.php?id=10394

    Und ja, ich verlasse mich auf das ABS. Genauso, wie ich mich darauf verlasse, das sich meine Bremsscheiben nicht plötzlich in Staub auflösen oder die Servolenkung beim Ausweichen nicht plötzlich den Geist aufgibt. Um das sicherzustellen lass ich das Auto einmal pro Jahr checken.

    Es geht nicht darum ob meine Reaktion schnell genug ist oder nicht, sondern ob sie so schnell wie möglich stattfindet. Sicher wird man dadurch nicht unverwundbar, und es kann trotzdem krachen - aber wenn mich das ABS dabei unterstützt hat auch nur einen Unfall zu vermeiden, dann hat sich die Investition mehr als gelohnt!