Ich teile euch dann auch mal meine kürzlich gemachten Erfahrungen mit.
Das allerwichtigste ist auch gleichzeitig das einfachste. ANSCHNALLEN und den Sitz RICHTIG einstellen. Dadurch hat man schon mal wesentlich bessere chancen, weil man dann eine stabile position hat und nicht von vorn nach hinten rumgeschleudert wird.
Es ist von Vorteil, wenn die Fenster zum Zeitpunkt des Unfalls geschlossen sind. Wenn irgendwelche Körperteile durch einen Überschlag oder sonstwas nach draussen hängen, will ich mir garnicht ausmalen, was damit passiert.
Die Hände vors Gesicht zu halten ist wohl in vielerlei Hinsicht fatal.
Erstens verliert man durch zu frühes loslassen des Lenkrades vollkommen die Kontrolle, die vielleicht den Unterschied zwischen Graben und Baum macht. Festklammern würd ich mich daran allerdings auch nicht, siehe oben.
Ich hab mich mit dem Arm damals auf der Türverkleidung abgestützt. Das hat (in Zusammenarbeit mit den Sportsitzen) verhindert, dass der Oberkörper unnötigen Bewegungen ausgesetzt ist und dass der Kopf gegen die Scheibe und das Lenkrad schlägt. Die Hände kann man vielleicht bei einem fünfpunktgurt in den Schoß legen, aber bei nem normalen sollte man tun was man kann, um sich festzuhalten
wenn auch ned m Lenker.
Ich kann mich auch erinnern, dass ich mich mit den Füßen so gut wie möglich in den Sitz gedrückt hab. Hat beim Überschlag sehr viel gebracht, war aber eher eine Instinkthandlung als das Ergebnis von Unfallforschungen 
Dass volle Entspannung was bringt kann ich mir ehrlich gesagt garnicht vorstellen, vor allem wenn das Auto nicht sofort zur Ruhe kommt. Man würde da wohl überall dagegenknallen, wenn man sich nicht festhält.
Ich meine, dass man sich über das Dach keine großen Sorgen machen sollte - aus zwei Gründen:
1. hats das Dach über meinem Kopf ziemlich weit eingedrückt ( mindestens 15 cm ) und ich bin trotzdem nicht angestoßen, dank gurtstraffer
2. Kann man hier sowieso absolut nichts machen.
Letztendlich kann einem sogar das Handy in der vorderen Flaschenhalterung einen blauen Fleck verpassen, wenns einem auf den Kopf fällt, aber das ist was anderes 
Bei meinem Unfall haben sich auch das Handschuhfach und das Ablagefach im Armaturenbrett geöffnet und entleert - ich hatte nur Sonnenbrille und Bedienungsanleitung da drin, aber mit ner vollen glasflasche weiß ich auch ned, was passiert wär. Ich würd im Auto keine mitnehmen - nur plastik.
Man sollte auch Ruhe bewahren ( muss man sowieso immer), wenn sich der Gurt nicht so leicht wie gewöhnlich öffnen lässt - speziell wenn man in selbigem einen Meter über dem Boden hängt. Er geht immer noch auf, nur schwerer.
Speziell beim dreitürer ist es auch so ne Geschichte, bis man die Tür offen hat und draussen ist, wenn das Auto seitlich liegt. Sie sind einfach relativ schwer und man kann sie nicht richtig offen halten, wenn man grade rausklettert.
verkeilt oder deformiert ham sich die türen in meinem Fall jedoch nicht, die erscheinen mir doch relativ stabil und ließen sich öffnen und schließen, als sei nichts passiert...
Ich glaube, dass man sich notfalls sogar noch auf die elektrischen fensterheber verlassen kann. Hätte ich jedenfalls gekonnt, sie haben noch einwandfrei funktioniert.
Sehr praktisch ist es auch, wenn man sich die Notfallnummer von Suzuki/ADAC+Händler bereits vorher ins Handy speichert. Nach dem Unfall nochmal ins Auto zu klettern und das Handschuhfach zu suchen ( ich habs dann ganz rausgenommen weils eh schon egal war) is nämlich nicht besonders toll.
Wenn irgendeine Scheibe bricht sind auch überall kleine Glassplitter. man sollte sich die zeit nehmen, die so weit wie möglich von den Händen und Handy etc. wegzubekommen. die schneiden nicht, aber sind im Auge vermutlich auch ned so prickelnd.
Das Warndreieck inklusive Reifenreperaturkit ist im normalfall auch nicht mehr da, wo man es vermutet.
Und zum Schluss noch ein Geheimnis: Man kriegt von Suzuki eine sehr praktische sms, die einem in der Wartezeit auf den Abschlepper die Fragen beantwortet, die man während des Anrufes bei der Hotline zu stellen vergessen hat. Aber das darf dann jeder für sich entdecken, der das zweifelhafte Vergnügen hat.
Alles in allem würde ich sagen:
Immer anschnallen und die Sitzlehne nicht zu weit hinten haben.
Nichts im vorderen Fahrzeugbereich aufbewahren, das gefährlich werden könnte (so ein S2 tut zwar weh, aber ist nicht schlimm. Eine Volle glasflasche bricht dir vielleicht den Schädel)
Dann so gut wie möglich festhalten, Augen zu und durch. Ab einem gewissen Punkt kann man einfach nichts mehr tun und muss abwarten, was mit einem passiert.
Noch die Hinweise zur Sitzeinstellung:
1. Wenn die Schultern Kontakt zur Rückenlehne haben, sollte das Handgelenk bei durchgestrecktem Arm auf der Lenkradoberseite aufliegen.
2. Bei durchgetretener Kupplung sollte das Kniegelenk auf keinen Fall gerade durchgestreckt sein, sondern immer ein bisschen angewinkelt bleiben.
(sonst kann es bei einem Aufprall nicht "einklappen" und du brichst dir mehr, als dir lieb ist)
3. Den Gurt so einstellen, dass er zwar auf der Schulter aufliegt, aber nicht so, dass er am Hals scheuert. Aber das sollte man auch während der normalen Fahrt bemerken.
Fazit:
Jeder Unfall ist anders und ein großer Teil davon ist einfach Zufall. Ich hab zum Beispiel nur ca. 30 sekunden vor meinem Unfall beide Fenster geschlossen, weils mir zu kühl wurde.
Aber das was man machen kann, muss man auch machen - hier kann man das meiste für sich und andere "rausholen". Denn anschnallen kann man sich nicht mehr, wenns zu spät ist.