Die Überschrift lautete, welche Probleme auf Suzuki zukommen?
Sollte die Frage nicht eher lauten, welche Probleme auf das Land insgesamt zukommen?
Im Schlimmsten Fall geht es für Japan nicht um ein paar (schwergewichtige) Firmen, sondern um alles oder nichts!
In diesem Artikel wird sehr greifbar beschrieben, wo Japan gerade steht: http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/der-…--42724519.html
Da werden Automarken und jeder sonstiger \"Zivilisations-Schnickschnack\" ganz schnell zur unbedeutendsten Nebensache.
Ich finde es viel wichtiger, welche Perspektiven die Menschen haben. Dass einige Hersteller ihre Tore zunächst geschossen haben, zeigt ebenfalls, dass man so schnell nicht zum \"Business at usual\" zurückkehren wird.
Der \"Kobe-Effekt\" ist mit der jetztigen Situation auch nur ansatzweise vergleichbar. Wie sich das atomare Szenario weiter entwickelt, wird ja erst darüber entscheiden, ob ggf. ganze Landstriche praktisch unbewohnbar werden. Das hätte für das gesamte Land kaum überschaubare Konsequenzen in jeder Beziehung zur Folge.
Das menschliche Leid, das dort herrscht, berührt mich viel mehr. Dass das öffentliche Leben in Tokio nicht bereits früher völlig zum Erliegen gekommen ist, wundert mich schon, angesichts der Fakten und ist wohl in weiten Teilen der Mentalität der Japaner geschuldet.
Ich finde es angemessen, dass Suzuki seine Werke zunächst geschlossen hat. Weder die Firmenzentrale, noch die anderen Werke von Suzuki Japan, sind nach Unternehmensangaben beschädigt. Doch wegen der aktuellen Situation und in Sorge um die Mitarbeiter und deren Angehörige, hat man sich entschieden, die Arbeit vorübergehend Ruhen zu lassen.
Angemessen und verständlich, denn wer könnte unter diesen Bedingungen/Belastungen auch konzentriert und effektiv arbeiten?