Die Idee mit den Präsentationsmappen ist super. Achte beim Aufbau auf gleiche Strukturierung wie beim Vortrag, ergänze allerdings auch Daten (Siehe Punkt 2).
Fuzzy hat schon eine Menge wirklich gute Tips gegeben, da kann ich nur noch Kleinigkeiten hinzufügen:
1.)Stell dich vor mit Name und Position. Den ersten Gedanken \"nur n Azubi\", der evtl. auftritt kannst du durch kompetentes Auftreten leicht wieder wegmachen. Als Profi auftreten zu wollen und durch mangelnde Erfahrung (Erfahrung, nicht Wissen) Inkompetenz an den Tag zu legen ist schwer wieder los zu werden.
2.) Du kannst schon im Vortrag auf die Präsentationsmappen hinweisen ala \"Am Ende meiner Präsentation erhalten Sie von mir eine Zusammenfassung mit weiteren Informationen in schriftlicher Form\". In die Mappen gehören dann genauere Daten, die auf den Folien \"too much\" wären. Bei Extras und Varianten gib eine Kurzübersicht und evtl. EIN Kalkulationsbeispiel, überfüll die Folien nicht mit großen Tabellen. Vollständige Daten gehören in die Mappe. Verweise im Vortrag darauf ala \"weitere Kalkulationsbeispiele und Preise finden Sie im Infomaterial...\" entlasten die Leute, da es zum einen zwar ne Floskel ist (= es widerholt sich, gibt keine neue Information, passt aber gut rein, damit alle einmal \"durchatmen\" können), diese die Leute aber vom evtl. auftretenden \"muss ich mir alles nu merken im Detail\" abbringt. Zudem umgeht es Fragen, die einem Verkaufsgespräch nahe kämen (\"Was würde es denn kosten, wenn ich das und das und das wollte?\"). Die Antwort interessiert nur speziell diesen Kunden und langweilt sehr wahrscheinlich den Rest.
3.) Geh die Präsentation vorher einmal durch, sei es vorm Spiegel oder vor anderen Leuten. Finde für dich deinen Rhytmus, in dem du deutlich, verständlich und nicht zu schnell oder zu langsam sprichst. Notiere dir nach bestimmten Abschnitten die Zeit, die du gebraucht hast und leg dir im Vortrag eine Uhr daneben zum abgleich.
ACHTUNG: Der Vortrag ist kein Wettrennen und die Uhr dient nicht zum Rekordhalten, sondern um zu sehen, ob du zu schnell sprichst oder anfängst, zu sehr aus zu schmücken. Guck nicht dauerhaft drauf, aber wenn sie neben dem Laptop liegt, ist jeder dritte Folienwechsel z.B. geeignet, um mal kurz drauf zu schielen. Jeder denkt, du suchst das Enter und das stört keinen.
4.)Fuzzy hat teilweise Recht mit den Zwischenfragen. Prüfe vorher (beim Testvortrag vor anderen Leuten), ob du mit Zwischenfragen umgehen kannst, ohne den roten Faden zu verlieren. Solltest du damit Probleme haben, bau dir Breaks in den Vortrag ein, in denen du auf Fragen eingehst. Kündige das aber deinem Publikum an, sonst kriegen die lahme Arme vom aufzeigen ;).
Wenn du Zwischenfragen erlaubst, vertröste den Fragesteller, falls seine Frage später in deinem Vortrag behandelt wird. Sonst erzählst du entweder alles doppelt oder musst Teile deines Vortrags übergehen, was den Wiedereinstieg schwierig macht.
Scheue dich auch bei sehr speziellen kundenbezogenen Fragen nicht, mit Absprache des Publikums (\"Diese Frage scheint mir sehr speziell, mit Ihrem Einverständnis würde ich dies gerne nach dem Vortrag mit ihnen besprechen, da sich die Präsentation sonst zu sehr dehnen würde\")
auf Einzelgespräche zu verweisen. Gib evtl. eine allgemein (für das Publikum) gültige Antwort und Verweise für Details auf ein Einzelgespräch.
5.)\"Gibt es IRGENDWELCHE Fragen\" ist ganz schlecht, da es dem Fragensteller von vorne herrein sougeriert, dass die Frage belanglos sein wird. \"An dieser Stelle/ Zum Abschluss meines Vortrags hätten wir (nun) Platz für eventuelle Fragen\" ist besser.
6.)\"Das war´s/ Das war alles\" ist der Todfeind, so machst du dann alles runter, was du bis dahin erzählt/erklärt/erläutert hast und sagst den Leuten \"Joar, äh, also eigentlich hätten wir uns das auch sparen können\".
Ja, zum Ende meines Beitrags (Ich gebe zu, hier stand gerade noch \"Joar, das war´s\" ^^) sei noch viel Glück und Spass gewünscht, auf dass deinem Chef die Augen ausm Kopf treten vor erstaunen ;).
Mfg Purefranky