Beiträge von -Hutfahrer-

    Bitumen laesst man, wenn der Auftrag intakt ist. Ist ja auch etwas robust gegen Steinschlag und den Dauerbeschuss mit hochgewirbeltem Sand. Ich hab's immer nur entfernt, wenn die Schicht verletzt war. Gegen das Durchrosten des MA von innen nach aussen haette dort eine bessere Belueftung vorbeugend geholfen.

    Ich will meine Vorschlaege noch um den Daihatsu Sirion erweitern, sofern dir dessen Design zusagt. Der o. g. Getz ist vom Design her recht bieder. Rostige Exemplare hab' ich noch nicht gesehen. Kantenrost untenrum allenfalls, den sollte man dann beseitigen. Achte mal auf das Ablaufbild der vorderen Reifen, manche sind auf den Aussenkanten mehr abgelaufen. Wer viel in der Stadt faehrt und immer mit Tempo abbiegt, der schafft das schneller. Spureinstellung ab Werk beguenstigt das, koennte man etwas verschleissaermer einstellen (lassen). Ist nur ein Rad betroffen, so war es ein Schlagloch oder eine Bordsteinkante. Der kleinste 1.1er ist sparsam, wenn man ihn nicht tritt. Er ist m. W. am haeufigsten zu haben. Der 1.3er ist aber mit etwas Geduld auch zu kriegen. Es gab noch einen groesseren Motor, der hier aber kaum zu bekommen war. Die Diesel, insbesondere den 1.5er Dreizylinder, sollte man nur kaufen, wenn man sie unbedingt haben will. Der Dreizylinder klingt jedenfalls sehr rustikal.

    Die Swift MA, die jetzt zum Kauf angeboten werden, duerften ausnahmslos Rostprobleme haben, wenn sich in der Zwischenzeit niemand drum gekuemmert hat. Es ist kein Geheimnis, dass die MA vielfach ohne oder nur mit ganz duennen Schichten Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz das Werk verlassen haben. Zwar sind konstruktionsbedingt die gleichen Karosseriebereiche betroffen, ein EA gleichen Alters war dort aber eher noch zu retten. Ein paar MA habe ich mir im vergangenen Jahr noch angesehen, bevor ich die Baureihe ganz von meiner Liste gestrichen habe. Alle sichtbar im Fussbodenbereich zwischen dem Ende der A-Saeule und dem Beginn des inneren Seitenschwellers durch. Von aussen steinschlaggefaehrdeter Bereich, von innen stehende Naesse in der Filzdaemmung unter dem Innenteppich. Schlecht belueftet durch die Plastikbeschichtung des Teppichs.

    Gleich alte Ignis und Wagon R+ aus den fruehen 2000ern sehen je nach Pflegezustand durchaus noch fast rostfrei aus. Die wenigen beginnenden Oberflaechenanrostungen kriegt man noch behoben. Balenos gleichen Alters kann man auch nicht mehr ohne Bedenken nehmen, wenn man von wenigen gut erhaltenen Exemplaren absieht. Das kann der Ersthand-Baleno vom Rentner sein, wenn er nicht vor Wintersalz stehend in der feuchtwarmen Garage oder im tiefen Gras des Vorgartens geparkt wurde. Solche fast wie neu aussehenden Exemplare kann man auch mit genuegend Ausdauer vom Ignis MH finden, die als ungepflegte Exemplare aber auch rosten koennen. Und zu allem Ueberfluss zieht sich das bis in die Swift-Baureihen ab Mitte der 2000er hinein.

    Wissenswert ist, dass alle "obenrum" noch einwandfrei wirken und man dann erstaunt ist, wie sie "untenrum" aussehen. Einen Anhaltspunkt liefert der Blick in den Suzuki-typisch ebenfalls nicht sehr liebevoll konservierten/geschuetzten Motorraum. Findet man hier bereits eingerissene Karosseriedichtmasse um die Federdome herum, stark angerostete Bauteilhalter und Massesterne und insgesamt rostige Schraubenkoepfe, so sieht es "untenrum" selten besser aus. Die Fahrzeuge wurden im Winter nie gewaschen, das Salz konnte sich austoben.


    Wenn sowas in der Groesse des Swift MA bei vergleichbaren Unterhaltskosten gesucht wird, so wuerde ich dich auf Daihatsu Coure, Trevis oder Toyota Yaris bzw. Hyundai Getz lenken. Alle vereinen robuste japanische Kleinwagenkonzepte mit ertraeglichen Unterhaltskosten, sind wahlweise auch fuenftuerig zu bekommen und mit Ausnahme des Trevis zahlreich am Markt erhaeltlich. Trevis und Cuore teilen sich Bodengruppe, Achsen und Antriebstechnik, der Trevis durfte sich darueber hinaus allerdings noch ein mit hohem Wiedererkennungswert versehenes Blechkleid verpassen lassen. Die Motoren sind quirlig und langlebig, was auch auf die fast schon sportlich abgestimmten Fahrwerke und Lenkungen zutrifft. Toyota Yaris der 1. Generation gelten auch als dankbare Kleinwagen, sind zudem besser verarbeitet und konserviert als die Rotstiftmodelle Aygo/C1/107. Gleiches trifft auf den Hyundai Getz zu.

    Alternativ mit Bordmitteln: Lang- oder Mittelwellensender mit Sprachprogramm einstellen.

    Fader nach vorn, Balanceregler mittig einstellen. Die Sprache muss eindeutig raeumlich ortbar aus der Mitte kommen. Fader nach hinten, Balanceregler mittig. Wieder muss die Stimme raeumlich ortbar aus der Mitte kommen. Balanceregler links, Fader mittig einstellen und Kopf um 90 Grad drehen. Auch diesmal muss sich die Stimme orten lassen. Gleiches mit Balanceregler rechts bei mittigem Fader wiederholen.

    Ist die Stimme raeumlich verwischt und nicht ortbar, so liegt ein Phasendreher vor. Ein UKW-Programm eignet sich fuer diesen Test nicht, auch Musik auf Lang- oder Mittelwelle macht es nicht einfachet. Im direkten Vergleich, also mit einem probeweisen Polaritaetswechsel, wuerde man es trotzdem heraushoeren.

    Wenn, wie m. W. bei allen japanischen Ignis, eine Denso-Anlage verbaut ist, dann sind die Kompressoren gleich. Die Halter motorseitig sollen sich zwischen 1.3er und 1.5er unterscheiden, was ich angesichts des gleichen Rumpfes aber nicht glaube, solange ich das nicht gesehen habe. Es soll aber zwei Leistungsstufen der Klimaanlage geben, vielleicht liegt da der Unterschied? Wobei ich die Anlage von meinem 1.3er schon ziemlich kalt finde. Direkt auf den Koerper kann ich die Duesen nicht richten. Der 1.3er hat dann aber auch ordentlich dran zu schleppen, er faehrt wie mit angezogener Handbremse.

    Es wird das Lager de Magnetkupplung sein, wenn es auch bei abgeschalteter Kuehlung rasselte. Riemen runter war daher richtig. Angeblich mit Werkstattmitteln nicht trennbar, weshalb m. W. die Magnetkupplung nicht als eigenes Ersatzteil bestellbar ist. Mein Teilelieferant ruft fuer den Denso-Kompressor komplett 719 EUR netto auf (100 EUR Altteilpfand). Mit neuer Trocknerpatrone, Arbeitsleistung und Befuellung biste dann bei ueber einem 1000er dabei.

    Suzuki Ignis von 2003 - dessen serienmaessige Radmuttern (Hutmuttern) habe chemisch entrosten und gelbverzinken lassen. Sehen aus wie vergoldet. Die Muttern fuer die Winterraeder sind offen, man kann also durchgucken. Dafuer habe ich aber Plastikkaeppchen, damit die nicht so garstig festrosten koennen.

    Die Sonde im warmen Zustand zu loesen versuchen, geht meist leichter als kalt. Einbau dann in jedem Fall bei kalter Abgasanlage. Gewinde reinigen, jedoch kein Fett oder aehnliches als Montagehilfe nehmen. Ueber OBD waere erkennbar, ob die Sonde ueberhaupt Werte liefert, es eine (zeitweise) Signalunterbrechung gibt (Kabelbruch, Marderbiss, ...) oder die Sonde taub geworden (gealtert) ist. Zeitweise Signalunterbrechungen, die ein beschaedigtes Kabel verursachen wuerde, koennte man durch Reparatur ohne Ausbau der Sonde beheben.

    Auf jeden Fall mit defekter Lambdasonde nicht mehr fahren und wenn, dann allenfalls sehr zurueckhaltend! Mein Ignis bekam auf Kosten der Erstbesitzerin noch einen neuen Katalysator, da sie wohl die leuchtende MIL ignorierte und lange mit defekter Lambdasonde fuhr. Ob und wieviel Leistungsverlust dabei auftrat, das ist mir nicht bekannt.

    Norwegen ist nicht EU-Mitglied und ich weiss nicht, welche Bedingungen man dort an den voruebergehenden Gebrauch eines aus deren Sicht auslaendischen Fahrzeugs knuepft. Das sollte vorher erfragt werden, Ansprechpartner ist deren Botschaft.

    Ignis FH und Wagon R+ teilen sich die Bodengruppe. Achsen, Motor und Getrieb sind gleich. Damit auch die Schwachstellen bei beiden. Der MH-Ignis ist nur in der Bodengruppe zugunsten eines groesseren Laderaums verlaengert worden.

    Mir fehlen jedoch als Flachlandbewohner die Allraderfahrungen. In Norwegen war ich noch nicht, jedoch mehrfach zu allen Jahreszeiten in Finnland. Bedingt durch Freunde dort bin ich wenigstens jaehrlich dort. Sie sind im dichter besiedelten Sueden zuhause, etwa 60 km noerdlich von Helsinki. Dort reichen 2WD-Fahrzeuge noch, gute Winterreifen und eine erreichbare Steckdose am Parkplatz vorausgesetzt. Etwas mehr Bodenfreiheit ist aber auch dort nicht von Nachteil.

    Die japanischen Ignis FH gelten als recht haltbar und sind bei guter Pflege offenbar auch korrosionsresistenter als die ungarischen MH. Deren Verarbeitung streut mehr, ebenso ist die Konservierung recht unterschiedlich ausgefallen. Motoren und Getriebe sind, Diesel ausgenommen, aber zumindest verwandt. Waehrend im FH der Allradantrieb nur vom M13A-Motor angeschoben wurde, durfte das im MH der staerkere M15A uebernehmen. Ab diesem Augenblick habe ich auch, jedoch ohne eigene Erfahrungen, die ersten defekten Allradgetriebe wahrgenommen. Es bleibt dabei, dass ich keine ernsthafte Empfehlung aussprechen kann.