Beiträge von -Hutfahrer-

    Mach' mal die Scheibe richtig sauber, vor allem entfette sie wirksam. Die Wischerblaetter wischt du mit einem nassen Lappen ab, in den du einen Tropfen Spuelmittel gegeben hast.

    Ansonsten bliebe noch der Klassiker falsch bzw. unguenstig eingestellter Wischerarme. Das wuerdest du merken, wenn auch andere Wischer nicht befriedigend arbeiten. Meist drueckt es sich durch ratternde Wischerblaetter aus.

    Okay, also wurde doch schon was geklempnert. Ich lese es jedenfalls so heraus, dass wenigstens ein Schweller (teilweise) herausgetrennt und ersetzt wurde. Wer diese Instandsetzung laenger erhalten will, der hat diese Teile anschliessend innen wie aussen gewissenhaft konserviert. Wer darauf verzichtet, der erwartet nicht, dass diese Reparatur laenger als zwei Jahre haelt.

    Rosten kann ein MA an unzaehligen Stellen: Schweller, Bodenblech, Heckblech, alle Federdome rundum, untere A-Saeule, in den vorderen und hinteren Radkaesten, im Wasserkasten unterhalb der Frontscheibe, ...

    Es waere ein seltener Glueckstreffer, einen MA ohne Rost zu gebraucht kaufen zu koennen. Die mag es durchaus geben, beispielsweise aus Rentnerhand und bei schlechtem Wetter nie gefahren. Aber selbst eine Autobahnfahrt im Winter, nach der das Fahrzeug ungewaschen in die Tiefgarage gestellt wird, ist eigentlich schon zuviel.

    Insofern sind Swift MA nicht selten ueble Blender: Oft ist der Lack obenrum noch sehr gut erhalten, die Innenausstattung wirkt gepflegt und der Kaufpreis loest den "Haben-will"-Reflex aus. Klimaanlage gab es ab den 2000ern recht haeufig, meist funktioniert sie sogar. Motor und Getriebe gelten als robust, die Unterhaltskosten sind ausgesprochen ueberschaubar. Und trotzdem war das Blech in nicht direkt sichtbaren Bereichen lausig, zudem kaum konserviert und die meisten Erstkaeufer dachten auch nicht daran.

    Wenn es nicht unbedingt sein muss, dann sollte man alte Suzuki besser sein lassen. Der Baleno teilt das rostige Schicksal. Ignis und Wagon R+ koennen einen Blick wert sein, man sollte aber genau hinsehen!

    Was ist der Ausschlussgrund, weshalb ein Turbomotor rausfallen wuerde? Abgesehen von der Drehmoment- und Leistungsspritze ist die Aufladung ein erheblicher Beitrag zur Steigerung des Motorwirkungsgrades. Abseits der Rennstrecke kann das bei ruhigerer Fahrweise erheblich Sprit sparen und damit bei gleichem Tankvolumen die Reichweite erheblich vergroessern.

    Herausgelesen habe ich, dass das Spassmobil gern auch Reisequalitaeten haben darf. Der angesprochene Renault Megane RS kann naemlich beides! Das Triebwerk kann druecken und drehen. Das Handling erschien mir recht ehrlich, vom Fahrzeug kam ueber Fahrwerk, Lenkung und Bremsen sehr viel Feedback. Trotzdem nervte der Megane RS nicht mit unnoetiger Haerte, unnoetigem Laerm oder verlangte einen erheblichem Komfortverzicht. Den RS durfte ich im Juni 2014 im Finnlandurlaub ausgiebig fahren. Schnellfahren darf man dort zwar eigentlich nicht, es gibt aber einige gut und gern rallyetaugliche Strassen und die sind selbst im Bereich erlaubter/tolerierter Geschwindigkeiten mehr als geil. Die Finnen sind ganz verrueckt nach Motorsport und trotz knallharter Geschwindigkeitsbegrenzungen und extrem haeufiger Kontrollen habe ich dort haeufiger die Sportmodelle verschiedenster Hersteller gesehen als in Deutschland. Und trotz Luxussteuer ist der Megane RS ausgesprochen beliebt und wurde reichlich verkauft.

    Ich wuerde mir den Megane RS trotzdem ansehen und eventuell die Turboablehnung nochmal ueberdenken. Preislich ist er durchaus noch im Rahmen, im Vergleich zum Swift Sport kriegt man auch erheblich mehr Auto fuer's Geld.

    Von welchem Fahrzeug sprechen wir?

    Ignis FH und MH haben serienmaessig passive Antennen ohne Verstaerker. Beim MH (2. Generation) kann der Fuss der Dachantenne durch Korrosion den Radioempfang zerstoeren. Die Holmantenne beim FH geht hoechstens mechanisch kaputt (Teleskop abgebrochen).

    Am vom Radio abgezogenen Stecker mit einem Multimeter messen:

    - Antennenschirm (Aussenleiter) gegen Karosseriemasse: 0 Ohm oder zumindest sehr niederohmig
    - Mittelleiter "Seele" auf das Gewinde des Antennenfusses: niederohmig
    - Antennenschirm gegen Seele: unendlich bzw. "open loop"

    Ergebnisse bitte hier mitteilen!

    ...und warum zur Hoelle kauft man Mapco ein?

    Einen wirklich brauchbaren Justy/Swift EA/MA zu finden, das wird zunehmend schwer. Angefressen waren alle, die ich in letzter Zeit angesehen habe. Durch waren viele MA, mit 'nem EA konnte man meist zumindest auf den ersten Blick noch etwas anfangen. Schweller/Bodenblech war ueberall knusprig, einige im Kofferraum zum Heckblech durch, alle hatten stark angerostete hintere Federdome. Da ich dort bei einigen bereits Schwaecherisse entdeckt hatte, schrillten die Alarmglocken.

    Ich hatte im Sommer 2013 an die 20 Swift MA/EA, Alto FF, Wagon R+ und Ignis im Grossraum Berlin angesehen. Selbst MA aus dem letzten Baujahr mit dellenfreiem Blech und nachweislich deutlich unter 100 Tkm waren bedenklich rostig. Und das waren fast immer Autos aus der Rubrik "Rentnerauto, 1. Hand, Garagenfahrzeug" - aussen durchaus noch richtig schoen und innen durchweg sehr sauber/gepflegt. Leider sahen die Alto FF blechmaessig nicht besser aus. Vielfach nur grundiertes Blech in Bereichen, die nicht gleich zu sehen sind - dazu praktisch keinerlei Konservierung. Da wundert man sich sogar, warum das Dosenblech nicht schon viel weiter verrottet ist! Und ich hatte mir ausnahmslos Fahrzeuge im Internet vorausgewaehlt, die optisch von aussen wie innen noch was hergemacht haben und einen gepflegten Eindruck machten.


    Falls es unbedingt ein Suzuki mit 4WD sein soll, so wuerde ich mal einen Blick in Richtung Wagon R+ und Ignis FH/MH werfen! Beim Wagon R+ den M13A mit Steuerkette bevorzugen, der nicht nur mehr Bumms hat, sondern auch erheblich problemloser ist. Mehr als beginnenden Kantenrost habe ich bei keinem gesehen.

    Stimmt. Hatte 2013 nicht viel Geld uebrig und musste zwischen 'ner Billigbuechse oder VBB Berlin-ABC waehlen.

    Der Kasten ist ein 2003er Ignis Sondermodell "Special". Handgerissen, der bewaehrte M13A drin, funktionierende Klimaanlage und optisch leider keine Schoenheit mehr. Im ersten Leben ueberwiegend wartungsfrei gefahrenes Frauenauto. Aber gut, das Ding war billig! Faehrt irgendwie, ist eigentlich nicht lahm - saeuft nur in der Stadt wie ein Loch. Mit dem Verbrauch koennte ich auch zahlreiche weitaus groessere Autos fahren. Mal sehen, vielleicht hole ich mir nochmal was anderes...

    ...und: Scheibenwischerblaetter frieren nicht auf der Scheibe an, wenn man unter die Wischerarme z. B. je einen Deckel einer Spraydose oder aehnliches klemmt. Damit liegen sie nicht mehr direkt auf der Scheibe auf. Auf penibel gereinigte Scheiben im Herbst aufgetragene Scheibenbeschichtung kann insbesondere bei Seiten- und Heckscheiben sowie Aussenspiegeln das Zufrieren dieser Glasflaechen stark veraendern. Bis ein paar Grad unter dem Gefrierpunkt passiert bei geringer Luftfeuchtigkeit nichts, danach bildet sich eher Rauhreif oder eine leicht abwischbare duenne Eisschicht. Das Herumkratzen entfaellt voellig, meist reicht das Abziehen mit einer Gummilippe.

    Das pur angeblich bis -60 Grad frostsichere Konzentrat von der Lidl-Stiftung taugt pur in eine Pumpspruehflasche gefuellt sogar gut als Scheibenenteiser. :D In 50/50-Mischung soll es noch bis -20 Grad taugen. Und spaetestens jetzt merkt man, dass die als "gebrauchsfertig" angebotenen Mischungen mit "-20 Grad"-Angabe aus dem Baumarkt fuer's gleiche Geld eigentlich viel zu teuer sind.

    Da sie direkt im Fahrtwind haengen und die Frostschutzkomponente dort auch schlicht verfliegen kann, frieren Spitzduesen gern ein. Und laengst nicht jede Scheibenwaschanlage verfuegt auch ueber ein Ventil, das ein Zuruecklaufen von den Duesen in den Vorratsbehaelter verhindert.

    Fakt ist aber, dass zahlreiche Scheibenwaschanlagenzusaetze doch recht aggressive Flecken auf Lack oder Kunststoffen hinterlassen. Kann man nur moeglichst schnell und mit reichlich Wasser wieder abwaschen, bevor es bleibende Schaeden gibt.