Beiträge von -Hutfahrer-

    Die Endschalldaempfer kosten als Nachbauteil zwar nicht viel, ich wuerde mir den Umfang der Investitionen insgesamt aber wirklich genau ueberlegen. Ganz konkret: Ist es diese Karosse ueberhaupt wert? Die Swift MA und EA liegen in meiner Heimat zuhauf ausgeschlachtet bei den Verwertern herum. Vielleicht waere ein gebrauchter Endschalldaempfer doch die bessere Entscheidung gewesen?

    Mit den ganzen von dir geschilderten Baustellen liegt m. E. der Reparaturumfang bereits jetzt ueber dem Zeitwert. Damit ist es reine Ideologie, ob man diesen Swift ueberhaupt noch anfasst. Wenn man praktisch alles selbst machen kann und will, dann kann man ein solches Auto noch am Leben erhalten. Das Ding ist noch vergleichsweise simpel zusammengebaut, Ersatzteile sind billig und das Fahrzeug ist weder besonders verbaut noch bedarf es spezieller Diagnosetechnik. Das sind vielleicht aber auch die einzigen Pluspunkte.

    Bitte richtig verstehen: Es geht nicht darum, dir deinen Swift mehr als noetig madig zu machen. Beurteile kritisch, was du dir da auf den Hof geholt hast. Selbst wenn du nur die allernoetigsten Reparaturen machst, wird das nichts fuer die Ewigkeit. Fuer das Geld, das du jetzt in dieses Fahrzeug stecken muesstest, um es noch einmal durch die HU zu kriegen, kannst du dir auch ein besser erhaltenes Fahrzeug holen. Aber besser keinen Swift MA...

    Lasst das unbedingt zeitnah reparieren! Am Getriebeoel haengt das Leben des gesamten Getriebes. Suzuki hat mit den Getrieben von Baleno, Wagon R+ und Ignis haeufiger Probleme gehabt und hier im Forum schrieben viele von Getriebeschaeden. Das zieht sich bis in die recht modernen Swift-Generationen hinein.

    Fuer die frontgetriebenen Versionen des Wagon bekommt man gebraucht recht problemlos ein Austauschgetriebe, weiss dann nur eben nichts ueber dessen Zustand. Die 4WD-Kisten waren insgesamt seltener, was die Chance auf das Aufspueren eines gebrauchten Getriebes deutlich verkleinert. Ihr solltet daher die Reparatur nicht lange aufschieben!

    Rost ist der allergroesste Feind der MA-Serie! Bevor groessere Summen investiert werden, sollten HU-relevante Karosserieprobleme ausgeschlossen werden. Wo die Swift MA besonders gern rosten, das ist den Bildern in zahlreichen Beitraegen zu entnehmen. Das eine, in deinem anderen Vorstellungsbeitrag gezeigte Foto, laesst befuerchten, dass du laengst noch nicht alle Rostnester gefunden hast.

    Mache bitte zuerst eine Bestandsaufnahme und beurteile den Karosseriezustand wirklich kritisch: Gucke unbedingt im Fussraum vorn und hinten auf beiden Seiten und nimm' dafuer den Teppichboden hoch. Sieh' dir danach die Schweller gewissenhaft an und auch den Bereich der Laengstraeger und der A-Saeule, den die Kotfluegel vorn und die Heckschuerze hinten verdecken. Dort wirst du weitere Ueberraschungen finden, da bin ich mir fast sicher.

    Angesichts des Fahrzeugalters kommt man mit umfangreichen Karosseriearbeiten ganz schnell in Preisregionen, in denen sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit stellt. Du waerst nicht der erste Kaeufer eines Swift MA, der sich vom schoenen Metalliclack blenden liess und effektiv nicht mehr als ein Auto mit Rest-HU gekauft hat, vermutlich dafuer dann auch noch zu teuer. Insofern wuerde ich mir ueberlegen, ob dieses Fahrzeug wirklich die Basis sein soll, die mit viel Arbeit und moeglicherweise hoeheren Kosten als erwartet, wieder aufgebaut werden soll.

    Abschliessend zur Verbrauchsfrage: Landstrassenfahrten mit ~80 bis 90 km/h und bewusst leichtem Gasfuss bieten die Chance auf eine 4 vor dem Komma. Im Mittel bewegen sich die Dreizylinder im Bereich zwischen 5 und 6 l, sofern sie handgeschaltet sind. Die Automatik raubte dem Motor nicht nur viel Temperament, sie legte auch pauschal mindestens einen Liter beim Verbrauch drauf. Autobahnfahrten mit Dauervollgas brachten laut verschiedenen Berichten einen Verbrauch, mit dem man auch einen Motor mit doppelter Leistung satt kriegen wuerde. Und: Breitere Reifen schlagen sich sofort in schlechteren Fahrleistungen und spuerbarem Mehrverbrauch nieder.

    So heiss werden bei mir die Bremstrommeln nie, dass die einen hitzefesten Lack brauchen wuerden.

    Ich hatte sie bei mehreren meiner Fahrzeuge nur mechanisch und/oder chemísch entrostet und danach direkt mit Hammerite titangrau gestrichen. Das sieht weder prollig noch albern aus, es wirkt aber dezent und vor allem gepflegt. Wenn vorher kein Rost drunter war, dann kam nach dem Hammerite-Anstrich auch nichts mehr durch. Selbst auf leicht angerosteten Oberflaechen hat das gereicht. Wenn man es auf Rostpickel streicht, dann kann der Rost da aber auch irgendwann wieder durchkommen. Bis das passierte, sind auch wieder einige Jahre ins Land gegangen. Man sollte lediglich beim Raederwechsel aufpassen, dass man den Lack nicht beschaedigt.

    Uebrigens: Die Auflageflaechen der Felgen werden niemals lackiert. Ebenso keine Stehbolzen oder aehnliches. Die Nabenkappen sind dagegen durchaus rostgefaehrdet und duerfen gestrichen werden.

    Scheint ein Ignis FH zu sein, also die erste Generation des Ignis. Der Link geht bei mir nicht auf.

    Der M13A-Motor ist die beste Baugruppe des ganzen Fahrzeugs. Die im Motoroel laufende Steuerkette ist praktisch wartungsfrei und macht bei diesem Motor keine Probleme. Beruhigend ist auch, dass die Motoren selten Oelundichtigkeiten haben. Die direkt im spritzwasser- und steinschlaggefaehrdeten Bereich liegende Oelwanne rostet gern und u. U. auch mal durch. Forenberichte meldeten defekte AGR-Ventile, mein 2003er hat mit gut 160 Tkm noch das erste AGR-Ventil. Dafuer schon einen neuen Katalysator, die Erstbesitzerin hat ihn durch konsequente Kurzstrecken ruiniert (jahrelang unter 3 km zum Bus gefahren).Getriebeschaeden kommen gelegentlich vor, noch kriegt man aber auch gebrauchten Ersatz. Elektrik und Elektronik machen kaum Probleme, Kabelbrueche in den Durchfuehrungen zur Heckklappe und meist auch in die Fahrertuer kommen leider vor. Das verbaute Material ist zu steif. Kann man nur reparieren, es gibt dafuer keine Ersatzteile.

    Auf Berlins schlechten Strassen altern die Fahrwerksteile leider im Zeitraffer. Es ist praktisch alles neu, trotzdem klappert schon wieder irgendwas. Hinterachse ist auch bereits saniert, eine komplette Bremse mit Radlagern und 'nen neuen Panhardstab hat's gegeben. Mein Sondermodell "Special" hatte damals so ziemlich die beste moegliche Ausstattung, einschliesslich gewarteter Klimaanlage funktioniert alles. Sommerraeder mit originalen Enkei-Leichtmetallfelgen und Winterraeder mit Stahlfelgen - beides mit fast neuen Reifen. Im Innenraum habe ich alle Schalter, die Heizungskonsole, Tacho und Uhr auf LEDs umgebaut.

    Das faellt dir aber echt frueh ein! Als es sie noch neu gab, da waren sie mehr oder weniger bereits ein Nischenprodukt. Das ist jetzt ueber 10 Jahre her. Fahrwerk, Lenk- und Bremsverhalten sowie allgemeines Handling waren dem quirligen 1.5er ohnehin nicht wirklich gewachsen. Wohl aus diesem Grund hat die Dorfjugend die Dinger recht haeufig unfallbedingt zerlegt.

    Schau' ggf. auch nach dem Ignis MH ab ~2004, den es mit dem 1.5er ebenfalls gab. Dort zwar nur 99 PS stark, trotzdem aber recht lebendig. Der 2. Ignis ist laenger, die verlaengerte Bodengruppe kam vollstaendig dem gewachsenen Kofferraum zugute. Damit ist er allerdings auch etwas schwerer geworden. Immerhin sind 1.5er Ignis MH nicht ganz so schwer zu finden.


    Aller Voraussicht nach waere mein Ignis FH mit dem bekannten 1.3er ab August fuer kleines Geld zu haben. Motor und Getriebe tun es klaglos, es stecken viele Neuteile drin (Bremsen hinten mit Radlagern, Panhardstab, Querlenker, Spurstangenkoepfe und Stabilager vorn, Katalysator und Lambdasonde u. v. m.). Sommerreifen auf Original-Alufelgen von Enkei und Winterreifen auf Stahlfelgen sind wie auch die Batterie fast neu. Jeweils Markenreifen; BF Goodrich und Dunlop. Domlager muessten demnaechst erneuert werden, Bremsbelaege vorn ebenso. Die liegen bereits da, die Scheiben wuerden dafuer nochmal gehen.

    Das "Special"-Sondermodell hat eine funktionierende Klimaanlage und aussen wie innen ein paar Nettigkeiten bekommen. ZV mit Fernbedienung, Nebelscheinwerfer, Tacho mit silbernen Zifferblaettern und roten Zeigern usw. beispielsweise. Sieht auch alles noch schick aus. Tacho, alle Schalter, Heizungsbedienkonsole usw. sind auf LED-Beleuchtung umgebaut. Schalter blau, Tacho, "Bordcomputer"/Uhr und Heizungsregler weiss. Einen beleuchteten Aluschaltknauf gibt es auch. Der schwarze Lack ist leider keine Schoenheit mehr. Trotzdem praktisch rostfrei, gut nachkonserviert und an sich zuverlaessig sowie einigermassen sparsam. Die Abgasanlage ist satte 12 Jahre alt, jedoch noch dicht und nur wenig rostig. Das ist selten.

    Ob es rein gehoert?! Ich weiss es nicht. Mein FH ist allerdings auch ein "Special"-Sondermodell. Kann also gut sein, dass das damals ggf. ein Ankreuzextra war. Wobei ich den damaligen Zubehoerkatalog habe und darin dieser Kasten nicht extra angeboten wurde.

    Wenn du ihn haben willst und keine Mondpreise dafuer verlangt werden, dann kauf' ihn dir! Keine Gedanken machen, der wird einfach reingelegt. Danach kommt der eigentliche Kofferraumboden wieder drauf.

    Wobei es auch sinnvoll ist, sich fuer die einzelnen Faecher in dem Kasten Matten anzufertigen, damit nichts unnoetig klappert. Ich hab' nur ein Fach ohne Matte gelassen, da liegt ein grosser Schirm drin. Ansonsten koennte man als Draussenparker noch eine Scheibenabdeckung zusammengerollt darin unterbringen, das Warndreieck und ein wenig anderen Kleinkram.

    Ich hab' sie. ;) Warum sie bei dir fehlt, das weiss ich nicht. Zum "normalen" FH gehoerte sie dazu. Koenntest versuchen, ob du sie vom FH gebraucht irgendwie beschaffen kannst. Passen wird sie, die Bodengruppen sind ja gleich.

    Wozu hast du diese sog. "CAN-Bus" Typen gekauft? Gebraucht werden sie nur dort, wo eine Gluehlampenausfallueberwachung sonst eine Fehlermeldung ausgeben wuerde, wenn man z. B. die Gluehlaempchen der Kennzeichenbeleuchtung durch LEDs ersetzt. Ausgewertet wird der Stromfluss in dem ueberwachten Stromkreis. Der ist typisch bei LEDs geringer, was dann zur Ausgabe der Fehlermeldung fuehrt. Die "CAN-Bus" Typen erreichen ihre Kompatibilitaet dadurch, dass sie die Differenz zur ueblichen 5 W-Gluehlampe schlicht auf einem Widerstand verheizen und in Waerme umwandeln. Dafuer geht die Gluehlampenausfallueberwachung von einer intakten Gluehlampe aus.

    Fakt ist: Es war Quatsch, ausgerechnet diese Typen zu kaufen und dort zu verbauen. Ein normales LED-Cluster ohne diese CAN-Bus Geschichte haette es auch getan und jede Menge Strom, Waerme ggf. auch durch unguenstige Materialauswahl seitens des Herstellers geringere Lebensdauer eingespart.

    Zu den H4-Gluehlampen: Als "Geheimtip" wuerde ich noch die Philips Vision plus bzw. die Osram Silverstar nennen. Beide sind spuerbar heller als die Standardtypen, man spart sich bei beiden Herstellern aber den ganzen Werberummel um diese Produkte. Man merkt es, sie sind erheblich preiswerter! Wenn Lidl mal wieder die +50 %-Lampen unter der Eigenmarke "Ultimate Speed" verkauft, da waren zuletzt die Osram Silverstar drin! Paarpreis dann knapp 6 EUR! Die Lebensdauer ist ansprechend und aus dem vorher ebenfalls eher trueben Licht meines Ignis FH habe ich mit den eine ganz manierliche Fahrbahnausleuchtung erzielen koennen. Zwar noch ein ganzes Ende von moderneren Fahrzeugen entfernt, jetzt aber wenigstens auszuhalten. Mit den wahrscheinlich noch als Werksausruestung verbauten Philips LL (Longlife) hab' ich jedenfalls nicht viel gesehen. Sie haben aber immerhin 10 Jahre und 125 Tkm gehalten, wenngleich niemand in dieser Zeit dauerhaft mit Licht gefahren sein wird. Ich hab' sie noch und koennte ja mal ein Vergleichsbild schiessen...

    Das zeigt, dass der Fahrzeughersteller einerseits fahr- und andererseits kraftstoffaktive Kennfelder vorgesehen hat. Sie sind (positiver) Nebeneffekt der Spritsparbemuehungen und inzwischen auch notwendig, um die gewuenschte Schadstoffklasseneinstufung zu bekommen.

    Unter uns: Vergiss den Zauber um Ultimate und V-Power! Gewoehnliches Super plus tut's auch und ist ein paar Pfennige ;) billiger. Es ist unwahrscheinlich, dass die Kennfeldauslegung weiter als fuer Super plus reicht.

    P0134 - Lambdasonde, kein Signal: Ist definitv eine unterbrochene Verbindung, also Kabelbruch oder Marderbiss, ggf. auch korrodierte Steckkontakte.

    P0171 - Gemischaufbereitung, zu mager: In einem Wort: Luftueberschuss. Der Fehler kann durch eine fehlerhaft messende Lambdasonde verursacht werden, genauso aber auch durch Falschluft wegen einer Undichtigkeit im Ansaugtrakt. Moeglich ist auch, dass dieser Eintrag als Folgereaktion auf den Lambdasondenfehler entstand.

    Ich weiss von einigen MZ-Fahrern, dass sich die Probleme mit dem Katalysator durch Verzicht auf ethanolhaltigen Kraftstoff zeitweise oder dauerhaft erledigt haben. Im Extremfall heisst das, dass auf Super plus zurueckgegriffen werden musste.

    Ich hatte auch bereits drueber nachgedacht. Dagegen spricht, dass den Wetterprognosen folgend ab Mittwoch mit dem Vorfruehling wieder Schluss ist und spaetestens die Nacht zum Donnerstag wieder Nachtfrost bringen soll.

    Ansonsten entscheide ich das spontan selbst, da ich den Raederwechsel auch selbst erledige. Ich hab' mich in einigen Jahren auch schon angeschi**en und zwei Wochen nach dem Wechsel auf Sommerbereifung wieder getauscht, da es erstaunliche Schneefaelle gab. 2014 gab es in der Woche vor Mittsommer (20. Juni) sogar nochmal einen Tag Schnee bei ~0 Grad. Allerdings im Sueden Finnlands. ;)

    Im Gegensatz zu euren Autos macht das bei meiner Kiste beim Fahrverhalten keinen Unterschied. Sommer- wie Winterbereifung sind 165/70 R14, die Winterreifen auf Stahlfelgen und die Sommerreifen auf den Enkei-Schmiedefelgen des "Special"-Sondermodells.

    Reifglatte Strassen und zugefrorene Autoscheiben an jedem Tag der vergangenen Woche, tagsueber war es sonnig und recht mild. Bis knapp 10 Grad sind fuer Ende Februar schon sehr warm, eigentlich zaehlt der Februar ja noch zu den "richtigen" Wintermonaten.

    Leider gewinnt bereits morgen Tiefdruckeinfluss die Oberhand, es wird kuehler und auf Sonnenschein braucht man in der kommenden Woche wohl kaum hoffen.