Beiträge von -Hutfahrer-

    Ich wuerde das Auto erstmal so kennenlernen wollen, wie es ist. Dass die Auspuffanlage nach nichts klingt, ist den sich regelmaessig verschaerfenden Abgasnormen geschuldet. Auch die Geraeuschabgabe ist darin begrenzt. Zudem muss inzwischen auch sichergestellt werden, dass Alterung die vorgegebenen Werte nicht ueberschreiten laesst. Seid froh, dass der Handel und das Verwenden von Zubehoerteilen hier so liberal moeglich sind. Erinnert euch daran, wie restriktiv das in Oesterreich oder der Schweiz gesehen wird, wo oft auch ein deutsches Gutachten nichts wert ist.

    Hier muss man auch irgendwann entscheiden, ob man seinen Sportler nur fuer die Rennstrecke optimieren will oder ein sportlicher aufgemachtes Alltagsauto vorzieht. Spaetestens nach einer laengeren Autobahnfahrt bist du froh ueber den 6. Gang und den geringen Laerm in Innenraum. Mit dem fehlenden 6. Gang, dem insgesamt extrem kurz uebersetzten Getriebe und dem daraus resultierendem Laerm fordert mir der MZ-Sportler mehr ab. Kein Wunder, dass mir die Landstrassen mehr Spass machen als langweiliges Autobahnfahren. Und lauter muss mein Sportler auch nicht werden.

    Die einigen Fahrern zu hohe Sitzposition wurde bereits im MZ kritisiert, wobei sie mir mit knapp 170 cm Koerperlaenge ganz gut passt. Sportliches Fahren setzt eine gute Sitzposition voraus, die sicheres Handling mit guter Rundumsicht kombiniert und nicht unbedingt erzwingt, so tief wie moeglich zu sitzen.

    Wie eingangs geschrieben, lerne das Auto doch erstmal kennen! Leg' einen Notizblock ins Handschuhfach, auf dem du notierst, was dich konkret stoert und was du unbedingt haben willst. Hin und wieder schaust du dann nach, ob diese Punkte noch akut sind oder ggf. etwas doch nicht ganz so wichtig ist. Bei mir standen u. a. Handschuhfachbeleuchtung und Steckdose im Kofferraum drauf - beides gibt es inzwischen.

    Dann erstmal auslesen...

    Die extrem kurze Getriebeabstimmung laesst die Verbrauchskurve ab 120 ueberproportional ansteigen. Das ist nicht zu aendern. Wer den Kleinen oft und gern fliegen laesst, der wird auch Werte im mittleren zweistelligen Bereich spielend erreichen. Auch wer meint, mit seinem Spielzeug in Bereichen zwischen 180 und 200 mitzuspielen, zahlt dafuer einen erheblichen Aufschlag. Ansonsten sollte es i. d. R. bei 7 bis 9 l bleiben, wenn man Stadtverkehr meidet und nicht in einen Stau geraet. Fuer alle diese Aussagen setze ich die serienmaessige Bereifung voraus.

    Der OT-Geber geht nicht pausenlos, nicht bei jedem Modell und auch nicht bei jedem Motor (M13A, M15A, M16A) kaputt. Die Fehlerbilder lagen zwischen "springt nicht mehr an" oder "hat Leistungsverlust" oder "zeigt Motorruckeln". Die Katalysatorgeschichte muss ebenfalls nicht jedes Fahrzeug treffen. Trotzdem machte das Softwareupdate Sinn, da es das offenbar zu schmale Toleranzfenster vergroessert hat. Und da der Swift in jedem Fall mittels OBD-AU seine Plakette bekommt, darf im Fehlerspeicher nur kein abgasrelevanter Fehler stehen.

    Den Gestank nach Benzindaempfen schliesst du aus? Expliziter Abgasgeruch sollte dagegen nach Abschluss der Warmlaufphase nicht mehr feststellbar sein, wenn man Fahrbetrieb mit Dauervollgas oder hoher Last (z. B. im Bergland) mal unberuecksichtigt laesst.

    Wenn das Fahrzeug frisch vom Haendler gekauft wurde, dann ist er zur Maengelbeseitigung der erste und zugleich auch erstmal der einzige Ansprechpartner. Er hat das Recht zur Nachbesserung, also nicht auf blauen Dunst irgendwo hinfahren! Privat gekauft ist's zunaechst dein Problem. Der Nachweis, dass der private Verkaeufer diesen Mangel wissentlich verschwiegen hat, ist extrem schwer zu erbringen. In diesem Fall wuerde ich versuchen, einen Kat-Austausch moeglichst lange hinauszoegern.

    Vielmehr wuerde ich in eine sinnvolle Ausruestung in Diagnosetechnik investieren, damit ich nicht fuer schlichtes Auslesen und Fehlerloeschen auf kostenpflichtige Werkstatthilfe angewiesen bin. Ferner wuerde ich grosse Aufmerksamkeit darauf lenken, dass alle Wartungen bzw. der Austausch relevanter Bauteile dem aktuellen Stand nach Wartungsplan entsprechen bzw. ggf. noetige Arbeiten vorgenommen werden. Die geforderten NGK-Kerzen sind zwar erstmal teuer, haben aber elementaren Einfluss auf Motorlauf und Leistungsentfaltung. Der M16A ist vergleichsweise hoch verdichtet, hat ein unnormal hohes Drehzahlniveau und wird von vielen Fahrern herzhaft getreten. Insofern nachvollziehbar, dass die Kerzen deutlich frueher ausgetauscht werden sollen, als bei anderen Fahrzeugen oder Motoren. Lambdasonden sind ebenfalls Verbrauchsmaterial und haben Einfluss auf Motorlauf und Leistungsentfaltung. Meist deuten sich Fehler dort recht eindeutig an, eine taub werdende Regelsonde macht sich aber weitaus frueher bemerkbar. Zum Glueck kosten die Dinger kein Vermoegen.

    B. t. w.: Mein Sportler kriegt, was gerade da ist. Wenn er nicht getreten wird, dann laeuft der zur Not auch mit E10. Die Software reagiert recht dynamisch darauf. Mit E10 fehlt ein wenig Temperament und wer den Kleinen trotzdem hetzt, wird beim Verbrauch draufzahlen. Ueber die Landstrasse an die Ostsee fahren - das lief hin mit 98er und zurueck wegen der Mondpreise dort mit E10. Das allein duerfte noch keine Fehler oder Schaeden verursachen.

    Ein Dreizylinder hat im Vergleich zum Vierzylinder geringere innermotorische Verluste. Mit einer Aufladung kann man nicht nur die Maximalleistung steigern, sondern ueber einen weiten Bereich den Wirkungsgrad. Es ist also durchaus vorteilhaft, diese Sachen zu kombinieren, da sie der Effizienz des Gesamtkunstwerks zugute kommen.

    Die Kehrseite ist jedoch, dass diese Motoren komplexer werden und unweigerlich eine groessere Vielfalt potenzieller Defekte ermoeglichen. Mit dem Downsizing steigen zudem an vielen Stellen die thermischen sowie die Materialbelastungen. Die Dreizylinder-Turbomaschinchen sind jedoch noch zu jung, um sie bereits beurteilen zu koennen. Lasst die ersten Modelle damit in den Bereich von 150 Tkm kommen und zieht erst dann eure Bilanz!

    Von den Suzuki-Modellen sind m. W. nur Vitara, Grand Vitara und Jimny wirklich klaugefaehrdet. In der Kleinwagensparte scheint der Swift jedenfalls kaum als komplettes Fahrzeug zu verschwinden.

    Geht es um Diebstaehle aus Fahrzeugen heraus, so duerfte sichtbar liegen gelassenes Gepaeck oder ein attraktives Radio fahrzeugunabhaengig als Einbruchsgrund dienen. In meiner Heimat sind die abgeparkten Autos der Badegaeste z. Z. stark betroffen. Viele lassen ihre Geldboerse im Auto, um nicht am Strand bestohlen zu werden. Diese Sachen holen sich die Diebe nun eben aus den Autos.

    [...] Für den Suzuki Celerion verwenden wir ein indirektes System (ohne Drucksensoren) für die Überwachung. [...]

    Das duerfte dann die Loesung mit dem 4-Kanal-ABS und der Ueberwachung von Drehzahldifferenzen der Raddrehzahlsensoren sein. Schick daran ist, dass diese Systeme ohne zusaetzliche Sensorik auskommen und das Beschaffungsproblem von Felgen und Drucksensoren sowie irgendwann verbrauchten Batterien entfaellt.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Software sensibel genug ist, um Unterschiede rechtzeitig zu bemerken, jedoch tolerant genug ist, um mit achsweise ein wenig unterschiedlich runtergefahrenem Reifenprofil umgehen zu koennen.

    Wenn hinten niemand sitzen soll, dann kann die ganze Flaeche mit umgelegter Bank auch zum Laderaum werden. Wenn's nicht unbedingt eine Kuehl- und Gefrierkombination im XXL-Format sein muss, dann passt da m. E. schon ausreichend viel rein.

    Meinen Arbeitsrucksack stelle ich stets hinter den Fahrersitz. Gleich, ob ich mit meiner Alltagsmoehre Smart oder (selten) mit meinem MZ-Sportler fahre.

    Die einzige Frage ist eigentlich immer: Bekomme ich die defekte Lambdasonde ueberhaupt ausgebaut? ?( Und wie sieht das Gewinde des Kruemmers danach aus?

    Laut deinen Bildern ist es ein Gusskruemmer und das Gewinde wurde nach dem Bohren hinein geschnitten. Baut man die Sonde mit Keramikpaste oder aehnlichem ein, dann kriegt man sie meist schadfrei wieder raus. Waechst sie dagegen an, so kann es beim Ausbauversuch im schlimmsten Fall (nicht nur) das Gewinde beschaedigen.

    Bei der Fahrzeugproduktion ist alles noch frisch, in der Garantie- oder Gewaehrleistungszeit geht so 'ne Sonde i. d. R. auch noch nicht kaputt. Warum sollte man also Aufwand und Material (also Kosten) in eine Montagearbeit investieren, die weder dem Fahrzeubauer noch den Vertragswerkstaetten direkt etwas bringt? Insofern wird's herstelleruebergreifend einfach zusammen gebaut und gut ist's!

    Ich vermute daher, der Kostenvoranschlag hat das Risiko einer angewachsenen Sonde einkalkuliert. Nichts ist aus Werkstattsicht schlimmer, als dem Kunden beibringen zu muessen, dass die Reparatur ploetzlich das Dreifache kostet, weil unvorhergesehen eine andere Baugruppe beschaedigt wurde. Geht's dagegen glatt und der Wechsel war eine einfache Sache, dann werden nur wenige ihren Kunden mit der Nachricht erfreuen, die Reparatur haette nur ein Drittel gekostet.

    Mein Papa faehrt einen NZ mit dem 1.2 16V. Wie sich der neue kleinste Motor mit dem Turbinchen schlaegt, das habe ich noch nicht erfahren koennen. Das Gesamtkonzept Swift NZ ist fuer einen Kleinwagen ganz anstaendig - besser und teurer geht's immer. Wer also vom Basis-Polo oder -Corsa zum Swift wechselt, der erfaehrt das immerhin als Aufstieg. Wirklich fuehlbares Drehmoment hat der 1.2 16V jedenfalls nicht. Wie der Sportler holt er sein Temperament aus Drehzahlen. Zum Mitschwimmen reichen weniger als die genannten 4000 bis 4500 U/min. Dabei bleibt der 1.2 16V sehr leise und wer ihn nicht scheucht, der faehrt durchweg recht sparsam. Wer die versprochene Leistung abrufen will, der findet sie im oberen Drehzahldrittel. Da macht auch der Motor vom Sportler erst richtig Schub. Ein wenig fuehlbares Drehmoment hat er allein durch den etwas groesseren Hubraum - das Druckgefuehl eines Turbomotors ist aber etwas anderes.

    Den aktuellen Sportler gibt es auch als Fuenftuerer, was das Konzept des sportlicheren Kleinwagens fuer viele ueberhaupt erst attraktiv gemacht hat. Die Dreituerer haben prinzipbedingt grosse Tueren, die viel Platz zum Oeffnen brauchen. Ein Nachteil dort, wo wirklich eng geparkt wird. Unerwaehnt soll auch nicht bleiben, dass die Rundumsicht zwar akzeptabel, nach hinten aber doch recht eingeschraenkt ist. Auch das geht bei anderen Modellen zweifelsfrei noch schlimmer, als Beispiel nenne ich nur den aktuellen Renault Clio. Parksensoren hinten halte ich fuer absolut empfehlenswert, ich habe sie bei Papas NZ und meinem MZ selbst nachgeruestet.

    Fuer die Swift-Baureihe generell spricht, das Probleme bei den bisherigen und ueber Modelle und Generationen mitgenommenen Motoren selten berichtet werden. Einige Peripherieteile bieten ein Defektpotenzial, das sich in meinen Augen auf ueberschaubar wenige Objekte beschraenkt. Was die Verbrauchsbandbreite angeht, so empfehle ich immer wieder den Besuch bei Spritmonitor.de! Zwischen extrem sparsamen Fahrern und Vollgashelden liegt dann das, was du ungefaehr erwarten kannst.