Beiträge von -Hutfahrer-

    Erstens: WD40 ist kein Schmiermittel.

    Zweitens: Auch neue Keilrippenriemen haben je nach Hersteller und verwendeter Materialmischung unterschiedliche Griffigkeit. Ist die Riemenspannung korrekt eingestellt, dann deutet das Riemenquietschen auf einen anderen Fehler hin. Entweder laufen die Riemenrollen nicht fluchtend oder es ist irgendwas schwergängig geworden. Um das zu prüfen müsste der Riemen wieder runter. Fast alle von Riemen angetriebenen Aggregate sollten sich mit wenig Kraftaufwand von Hand durchdrehen lassen. Dazu gehören Lichtmaschine, Wasserpumpe und die ggf. vorhandenen Umlenkrollen. Einzig die Hydraulikpumpe braucht je nach Modell durchaus etwas Kraft.

    Auch eine weit entladene Batterie kann zum Riemenquietschen nach dem Motorstart führen. Nach dem Anlaufen der Lichtmaschine hat sie nämlich erstmal Appetit auf Ladestrom und wenn der Strombedarf hoch ist, dann wird die Lichtmaschine schwerer drehen.

    Keilriemenspray ist nur eine Nothilfe und bringt keine dauerhaften Verbesserungen.

    Kannste natürlich auch machen. Dass dir das als Ersatz für den Drehzahlmesser zu fummelig ist, zudem mit einer digitalen Anzeige, damit hatte ich schon gerechnet. Tacho und Drehzahlmesser sind als Analoganzeigen einfach praktischer. Wer öfter mit den gleichen Fahrzeugen unterwegs ist, der liest auch keine Zahlen mehr ab, er orientiert sich an der Stellung der Zeiger.

    Aber mal eine andere Frage: Schaust du echt pausenlos auf den Drehzahlmesser? Mit ein wenig Sensibilität kann man eigentlich jedes Auto auch ohne Drehzahlmesser fahren.

    Mit solchen Perlen können auch die Suzuki-Händler hin und wieder aufwarten. Werkstattgepflegt, aus erster Hand und nicht selten "volle Hütte". Plötzlich wird der Kunde Pflegefall oder verstirbt sogar. Die nehmen so ein Fahrzeug natürlich gern in Zahlung, da sie es selbst genau kennen.

    Ein lokaler Händler hatte vor wenigen Wochen einen 2005er Ignis 1.3 herein bekommen: Erstbesitz, der Fahrzeughalter war 1939 geboren. Auf dem Kilometerzähler stand irgendwas um 92 Tkm.

    Meist zahlt man für ein vergleichsweise altes Auto dann auch relativ viel, macht aber unter dem Strich trotzdem seinen Schnitt. Der Ignis war z. B. mit 4990 EUR ausgepreist, hatte Sommer-Alus und Winter-Stahlräder mit jeweils fast neuen Reifen, eine Anhängerkupplung, eine frische HU und einen schrammenfreien Lack. Innen war er dem Neuzustand auch sehr nah. Vielleicht wäre man als Stammkunde auf 4500 EUR gekommen. Man kann aber davon ausgehen, ein zuverlässiges und technisch einwandfreies Fahrzeug zu bekommen. Nebst Gebrauchtwagengarantie...

    Für welche Summe dieser Ignis verkauft wurde, das weiß ich nicht. Aber er war binnen einer Woche weg.

    Sitzheizungs-Panels gehen auch ab und an kaputt. Schön, wenn man das dann noch auf Garantie getauscht bekommt. ;) Zur Hinterachsbremse (mit Bremsscheiben) gilt für den MZ und für den NZ, dass man die Handbremse regelmäßig benutzen sollte - sonst wird alles irgendwann schwergängig und der Bremstest zur HU ist ohne Komplettsanierung nicht zu bestehen. Insgesamt sollte die Bremse nicht zu zaghaft benutzt werden. Gerade die Hinterachse wird durch die (gewollte) Bremsabstimmung so zahm angebremst, dass dort recht wenig passiert.

    Klappert oder poltert irgendwas an der Vorderachse beim Fahren auf leicht unebener Fahrbahn, so sind zwei Koppelstangen zu tauschen. Bei der Probefahrt darauf achten! Die Teile kosten nicht die Welt und sind schnell getauscht. Es gibt z. B. von Meyle verstärkte Ausführungen der Koppelstangen, die bei anderen Fahrzeugen spürbar länger halten. Bei meinem MZ war der erste (originale) Satz bei ~90 Tkm austauschreif. Die Achsen gelten sonst als ziemlich haltbar.

    Beim NZ meines Vaters ließ sich darüber hinaus das Einlegen des Rückwärtsgangs durch Nachjustieren der Seilzugschaltung beheben - Werkstattarbeit. Wer kein Parkkünstler ist, der sollte am Heck Sensoren nachrüsten (lassen), da der Kleine nach hinten ein wenig unübersichtlich ist. Ansonsten gehört der Swift NZ zu den unauffälligsten und problemärmsten Kleinwagen, die man in dem Alter und Preissegment kaufen kann.

    Bitte beachten: Die in verschiedenen Onlineshops oder ebay erhältlichen H4-LEDs von Philips sind bislang nur für Rechtslenker. Verkauft werden sie daher in Japan und Großbritannien. Das asymmetrische Abblendlicht hat einen 15 Grad-Knick zum Fahrbahnrand, d. h. dort wird etwas weiter ausgeleuchtet als zur Fahrbahnmitte hin. Bei uns geht dieser Bereich an den rechten Fahrbahnrand, in Ländern mit Linksverkehr natürlich an den linken Fahrbahnrand. Ansonsten entsprechen die LEDs hinsichtlich der Lichtleistung locker dem, was eine gute Halogenlampe aus ihrem Glühfaden holt.

    Vielleicht könnten alle deine Wünsche mit dem Scangauge 2 erfüllt werden? Das Ding wird an die OBD-Buchse angeschlossen. Es ist nicht nur ein ausgewachsenes OBD-Diagnosegerät, es kann auch einen Bordcomputer darstellen und dir vier Messwerte zeitgleich anzeigen. Der gefragte Drehzahlmesser wäre einer der möglichen Werte. Ich habe Kühlwassertemperatur, Ansauglufttemperatur, Momentanverbrauch und Durchschnittsverbrauch seit dem letzten Motorstart auf das Display gelegt. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist mehrfarbig und kann dem Nachtdesign des Swift gut angepasst werden. Ich habe mein Gerät in der Mittelkonsole unterhalb des Bedienteils der Klimaautomatik angebracht.

    Es ist nicht statthaft, da die LEDs kein E-Prüfzeichen haben und die Scheinwerfer ihre Zulassung mit Glühlampen bekommen haben. Als Scheinwerferlampen bringen die üblichen LEDs auch zu wenig Licht auf die Straße.

    Praktiziert wird, wenn auch ebenso ohne Zulassung, der Austausch von Glühlämpchen im Standlicht und der Kennzeichenbeleuchtung gegen LEDs. Kennzeichenleuchten mit LEDs werden, soweit sie weiß leuchten und die Helligkeit angemessen ist, i. d. R. toleriert. Beim Swift ist für die Lebensdauer der Standlicht-LEDs nachteilig, dass sie oberhalb der H4-Lampen im Reflektor sitzen und es wegen der Nähe zur Scheinwerferlampe dort sehr heiß wird. Bei meinem MZ mit ähnlicher Lage der Standlicht-Fassungen hielt dort nichts sonderlich lange.

    Nur mit Gestänge, z. B. beim Alto FF oder beim Jimny. Mit Seil ist es sehr schwer und oft genug auch gar nicht realisierbar. Wenn allerdings schon ein Zugimpuls ausreicht reicht, dann geht z. B. auch eine seilbetätigte Heckklappe zu entriegeln. Das muss dann aber ein Stellmotor sein, der nur dran reißt und anschließend allein in seine Ruhelage zurückkehrt.