Dem Baleno-Fahrer (Markus) mein aufrichtiges Beileid.
Zu unserer Diskussion möchte ich folgendes beitragen: Man kann durch vorausschauendes Fahren viele Gefahrenmomente früh erkennen und sich dadurch wertvolle Reaktionszeit sichern. Die Reaktionszeit verringert sich mit höherer Geschwindigkeit oder durch abnehmende Sichtweite. Ablenkung durch laute Musik, intensive Gespräche mit Mitfahrern und Telefongespräche kosten Aufmerksamkeit. Und Übermüdung, Alkohol, andere Drogen oder persönliche Probleme sind ebenfalls schlechte Beifahrer.
Was will ich damit sagen? Die oben aufgeführten Faktoren kann man selbst beeinflussen. Man kann sie minimieren, wenn man sich vorausschauendes Fahren angewöhnt sowie seine eigenen Fähigkeiten in die Grenzen der Physik kennt und sie nicht ausreizt.
Unkalkulierbar sind Fremdfaktoren. Entgegenkommender Verkehr, Wild oder unerwartetes Glatteis kann man vielleicht vermuten - nie aber erwarten. Mit der richtigen Reaktion kann man vielleicht den Schaden verhindern oder zumindest begrenzen. Wichtig ist nur, daß man überhaupt was macht!
Um nochmal auf den verlinkten Fall zurückzukommen: Der Einschlag in einen entgegenkommenden LKW wäre die denkbar schlechteste Lösung! Wenn ich auch nur eine minimale Chance hätte, zwischen den Bäumen hindurch auf einem Acker oder einer Wiese einzuschlagen dann wäre es für mich die Lösung der Wahl!
Ich hoffe nur, daß es dem Baleno-Fahrer gelingt dem LKW-Fahrer nachzuweisen, daß er an dem Unfall maßgeblichen Anteil hatte. Ich hoffe auch, daß es dafür Zeugen gibt! Ansonsten hat der Fahrer ein Verfahren zumindest wegen fahrlässiger Tötung am Hals - und die gehen im Regelfall mit einer Haftstrafe (selten zur Bewährung ausgesetzt) sowie dem langfristigen (bzw. lebenslangen) Verlust der Fahrerlaubnis aus. Die Gerichte kennen keine Gnade, wenn der Fahrer nicht 100 %ig unschuldig ist.
Markus, falls du hier mitliest: Kümmere dich so schnell es geht um einen guten Rechtsanwalt! Er sollte mit solchen Fällen Erfahrung haben. Den Anwalt brauchst du in jedem Fall, zur Not auch ohne Rechtschutzversicherung. Sage gegenüber der Polizei und der Staatsanwaltschaft nichts zum Unfallhergang aus, ohne daß du dich mit deinem Anwalt abgestimmt hast! Ebenfalls solltest du dich hüten, Zeitungsreportern oder ähnlichen irgendetwas zu sagen - auch wenn sie dir Geld bieten und du das vielleicht gut brauchen könntest. Wenn sie Interesse an deinem Fall haben dann kannst du ihnen deine Unterlagen (Aussagen, Ermittlungsergebnisse, evtl. Gutachten) und ein Interview anbieten - nachdem es ein rechtskräftiges Urteil gibt.
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[Blockierte Grafik: http://www.swiftmania.de/forum/smilies/new/anbet.gif] - Hutfahrer - [Blockierte Grafik: http://www.swiftmania.de/forum/smilies/new/anbet.gif] ...es kann nur einen geben!
Beleidigungen sind die Argumente derer, die Unrecht haben. (Rousseau)