Sooo, erster Bericht! Die erste Tankfüllung reichte für gut 1200 km und ein geringfügiger Rest Diesel schwappte noch im Tank. Die blinkende Tanksäule in der Tankanzeige macht einen irgendwann doch nervös. Rein rechnerisch sollen 3,37 l für 100 km verbrannt worden sein. Gut möglich, bin ja nur Strecken von 50 km oder mehr gefahren, habe den Motor ruhig vor sich hintuckern lassen und fuhr höchstens 120 km/h. Entspricht etwa 2500 bis 2600 U/min.
Das Geräuschniveau bleibt angenehm - solange die Fenster zu bleiben. Die bei meinem Diesel nicht vorhandenen Windabweiser an den Seitenfenstern verursachen auch nicht so fiese Geräusche wie die Teile an Küken\'s neuer Benzin-Ignis. Der kalte Dieselmotor klingt wie ein Ackerschlepper, wird aber ziemlich schnell leiser.
Ungewohnt ist der Umgang mit der Innenraumheizung. Der Diesel hat hier eine elektrische Zusatzheizung. Startet man den Motor, dreht die Heizung auf \"warm\" und das Heizungsgebläse auf \"1\" oder \"2\" so kommt sofort Wärme. Läßt man das Heizungsgebläse aus so kommt Ewigkeiten keine Wärme. Küken\'s Benzin-Ignis wird schneller warm wenn man anfangs die Heizung ausläßt und dem Motor die erste Wärme überläßt. Er muß auf die Zusatzheizung verzichten.
Spaß macht auch der Innenraum. Das CD-Radio ist \"schußfest\" und auch auf miesen Straßen nicht zum Springen zu bringen. UKW-Empfang ist sehr gut, die Lautsprecher werde ich aber demnächst austauschen. Ich weiß noch nicht, ob\'s an den Lautsprechern oder am Radio liegt daß bei höherer Lautstärke schlagartig die Bässe fehlen. Steigert zwar die mögliche Wiedergabelautstärke - klingt aber völlig daneben. Ich fürchte fast, daß es eine Radiofunktion ist die dafür sorgt. Klanglich bei mäßiger Lautstärke noch passabel - leider nur völlig baßarm und dank Piezo-Hochtönern in den Spiegelverkleidungen mit völlig überzogenen Höhen.
Das rote Nachtdesign von Instrumenten, Radio und Heizungsbedienung ist sehr schön anzusehen und läßt sich bei Bedarf dimmen. Daß die Beleuchtung von Zigarettenanzünder und Hauptlichtschalter nun unbedingt weiß sein mußte ist sicherlich mit dem Griff ins GM-Teileregal zu erklären. Der Zigarettenanzünder leuchtet inzwischen auch rot - beim Lichtschalter muß ich noch mal nachsehen, wie ich das ändern kann.
Das Fahrverhalten kann voll überzeugen. Kükens Benziner federt etwas härter und schiebt trotz gleicher Bereifung schneller über die Vorderreifen. Der Diesel kommt da etwas ruhiger. Federt souverän und hat wohl \'nen guten Anpreßdruck auf die Vorderräder. Die serienmäßigen Continental Eco-Contact scheinen \'ne sehr geniale Wahl zu sein - keine hörbaren Abrollgeräusche, genialer Grip und gute Kurvenführung. Überrascht war ich von der sehr geringen Seitenneigung bei Kurvenfahrten. Das scheinen die extrem fetten Stabis wohl wirksam unterdrücken zu können.
Das Fahren bei Dunkelheit macht dank gleichmäßiger sehr heller Fahrbahnausleuchtung richtig Spaß. Küken\'s Benziner hatte \'ne recht gute und weitreichende Scheinwerfereinstellung. Bei meinem Diesel leuchteten die Scheinwerfer dagegen direkt vor\'s Auto, das Fernlicht schaffte ca. 15 m Reichweite. Schon korrigiert!
Die Nebelscheinwerfer vom Alto waren aber besser - sie leuchteten weiter zu den Seiten und waren deutlich heller. Mit helligkeitsgesteigerten H4-Lampen (z. B. + 30 %) ist aus den Scheinwerfern noch mal deutlich was rauszuholen.